Rechtsprechung
   BGH, 19.02.1986 - IVb ZR 71/84   

Kurzfassungen/Presse (3)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1986, 1751
  • NJW-RR 1986, 749 (Ls.)
  • MDR 1986, 655
  • FamRZ 1986, 450



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Wird zitiert von ... (25)  

  • BGH, 16.04.2008 - XII ZR 107/06  

    Familienrecht - Verwirkung durch Nichtmitteilung des Anstiegs des Einkommens?

    Nach der Rechtsprechung des Senats sind jedenfalls die Parteien eines Unterhaltsvergleichs verpflichtet, sich gegenseitig ungefragt zu informieren, wenn ihr Verdienst das für die Bemessung des Unterhalts berücksichtigte Einkommen deutlich übersteigt (Senatsurteile vom 29. Januar 1997 - XII ZR 257/95 - FamRZ 1997, 483, 484 und vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 - FamRZ 1986, 450, 453).
  • BGH, 24.09.1987 - III ZR 187/86  

    Materielle Rechtskraft von Vollstreckungsbescheiden; Unterlassung der

    Eine solche Anwendung des § 826 BGB muß jedoch auf besonders schwerwiegende, eng begrenzte Ausnahmefälle beschränkt bleiben, weil jede Ausdehnung das Institut der Rechtskraft aushöhlen, die Rechtssicherheit beeinträchtigen und den Eintritt des Rechtsfriedens in untragbarer Weise in Frage stellen würde (RGZ 155, 55, 58 ff; RGZ 156, 265, 269/270; RGZ 163, 287, 289 ff; BGHZ 26, 691, 396 ff; BGHZ 40, 130; BGHZ 50, 115, 117 ff; BGH Urteil vom 23. Januar 1974 - VIII ZR 131/72 = NJW 1974, 557; BGH Urteil vom 23. Januar 1979 - VI ZR 199/77 = NJW 1979, 1046; BGH Urteil vom 29. Januar 1979 - VI ZR 128/77 = JZ 1979, 531; BGH Urteil vom 13. Juli 1983 - IVb ZR 2/82 = NJW 1983, 2317; BGH Urteil vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 = NJW 1986, 1751, 1753/1754 und BGH Urteil vom 6. März 1987 - V ZR 19/86 = ZIP 1987, 945, 947; BAG AP § 826 BGB Nr. 14; BSG NJW 1987, 2038).

    Der in § 826 BGB geforderte Vorsatz bezieht sich nur auf die Schadenszufügung, nicht auf die Sittenwidrigkeit der schädigenden Handlung; wenn der Handelnde die Tatumstände kennt, die dem Richter objektiv sein Verhalten als Verstoß gegen die guten Sitten erscheinen lassen, entfällt eine Anwendung des § 826 BGB nur dann, wenn der Täter der redlichen Überzeugung war, daß er sich so verhalten durfte (BGH Urteil vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 = NJW 1986, 1751, 1754).

  • BGH, 21.09.1995 - IX ZR 228/94  

    Pflichtverletzungen des Anwalts durch Unterlassen der Vollstreckung aus einem

    Vielmehr müssen Umstände hinzutreten, die die Ausnutzung des Titels in hohem Maße unbillig und geradezu unerträglich erscheinen lassen (vgl. BGHZ 13, 71, 73; 40, 130, 132 f; 101, 380, 383 ff; BGH, Urt. v. 13. Juli 1983 - IVb ZR 2/82, NJW 1983, 2317; v. 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84, NJW 1986, 1751, 1753 f).
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  • BGH, 21.04.2009 - VI ZR 304/07  

    Sittenwidrige Schädigung bei Missbrauch des Lastschriftverfahrens

    Das Berufungsgericht ist zwar zutreffend davon ausgegangen, dass die Annahme eines Sittenverstoßes in subjektiver Hinsicht grundsätzlich die Feststellung erfordert, dass der Schädiger Kenntnis von den Tatumständen hatte, die sein Verhalten als sittenwidrig erscheinen lassen (BGHZ 8, 83, 87 f. ; 8, 387, 393 ; Senat BGHZ 74, 281, 284 ; BGH, Urteil vom 28. September 1973 - I ZR 136/71 - NJW 1973, 2285, 2286; BGH, Urteil vom 19. September 1983 - II ZR 248/82 - WM 1983, 1235; Urteil vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 - NJW 1986, 1751, 1754 m.w.N.; Staudinger/Oechsler, BGB, Neubearbeitung 2003, § 826 Rn. 61; Wagner in MünchKomm-BGB, 5. Aufl., § 826 Rn. 26; Soergel/Hönn, BGB, 13. Aufl., § 826 Rn. 51 f.).

    Sie hätte sich dann in einem Tatbestandsirrtum befunden, mit der Folge, dass die subjektiven Voraussetzungen eines Sittenverstoßes zu verneinen wären (vgl. RGZ 159, 211, 227; BGHZ 101, 380, 388 ; BGH, Urteil vom 28. September 1973 - I ZR 136/71 - aaO; vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 - aaO; vom 15. September 1999 - I ZR 98/97 - VersR 2001, 251, 253; Staudinger/Oechsler, aaO, Rn. 89; Spindler in Bamberger/Roth, BGB, 2. Aufl., § 826 Rn. 10).

  • BGH, 07.05.2003 - XII ZR 229/00  

    Familienrecht - Elternunterhalt: Auskunftspflicht unter Geschwistern

    Dadurch wird aber eine in besonderen Fällen aus § 242 BGB herzuleitende Informationspflicht nicht ausgeschlossen (Senatsurteile vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 - FamRZ 1986, 450, 453 und vom 9. Dezember 1987 - IVb ZR 5/87 - FamRZ 1988, 268, 269).
  • BGH, 15.09.1999 - I ZR 98/97  

    Programmsperre; expiration date und vorsätzliche sittenwidrige Schädigung

    Dies schließt die Annahme eines vorsätzlichen Sittenverstoßes aus (vgl. RGZ 71, 108, 113; BGHZ 101, 380, 386; BGH, Urt. v. 20.6.1963 - II ZR 185/61, NJW 1963, 1872, 1873; Urt. v. 19.2.1986 - IVb ZR 71/84, NJW 1986, 1751, 1754).
  • BGH, 23.04.1986 - IVb ZR 29/85  

    Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung des Unterhaltsverpflichteten durch

    (Im Anschluß an das Senatsurteil vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84, zur Veröffentlichung bestimmt).«.

    a) Das Berufungsgericht hat - im Gegensatz zu dem Familiengericht - einen Schadensersatzanspruch des Klägers nach § 826 BGB , der zur Durchbrechung der Rechtskraft führen könnte (vgl. dazu Senatsurteil vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84, zur Veröffentlichung bestimmt), verneint und dazu ausgeführt: Es erscheine bereits zweifelhaft, ob die Beklagte verpflichtet gewesen sei, dem Kläger von sich aus mitzuteilen, daß sie seit Januar 1982 eine Berufstätigkeit aufgenommen habe.

    Der Senat hat nach Erlaß der angefochtenen Entscheidung in dem Urteil vom 19. Februar 1986 (IVb ZR 71/84, zur Veröffentlichung bestimmt) entschieden, unter welchen Voraussetzungen eine Auskunftspflicht unter geschiedenen Ehegatten über § 1580 BGB hinaus in Betracht kommt.

  • BGH, 24.09.1987 - III ZR 264/86  

    Unzulässigkeit der Zwangsvollstreckung aus einem rechtskräftigen

    Eine solche Anwendung des § 826 BGB muß jedoch auf besonders schwerwiegende, eng begrenzte Ausnahmefälle beschränkt bleiben, weil jede Ausdehnung das Institut der Rechtskraft aushöhlen, die Rechtssicherheit beeinträchtigen und den Eintritt des Rechtsfriedens in untragbarer Weise in Frage stellen würde ,RGZ 155, 55, 58 ff; 156, 265, 269/270; 163, 287, 289 ff; BGHZ 26, 391, 396 ff; 40, 130; 50, 115, 117 ff; BGH Urteile vom 23. Januar 1974 - VIII ZR 131/72 = NJW 1974, 557 ; vom 23. Januar 1979 - VI ZR 199/77 = NJW 1979, 1046; vom 29. Mai 1979 - VI ZR 128/77 = JZ 1979, 531; vom 13. Juli 1983 - IVb ZR 2/82 = NJW 1983, 2317; vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 = NJW 1986, 1751, 1753/1754 und vom 6. März 1987 - V ZR 19/86 = ZIP 1987, 945, 947; BAG AP § 826 BGB Nr. 14; BSG NJW 1987, 2038 ).

    Der in § 826 BGB geforderte Vorsatz bezieht sich nur auf die Schadenszufügung, nicht auf die Sittenwidrigkeit der schädigenden Handlung; wenn der Handelnde die Tatumstände kennt, die dem Richter objektiv sein Verhalten als Verstoß gegen die guten Sitten erscheinen lassen, entfällt eine Anwendung des § 826 BGB nur dann, wenn der Täter der redlichen Überzeugung war, daß er sich so verhalten durfte (BGH Urteil vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 = NJW 1986, 1751, 1754).

  • BGH, 19.05.1999 - XII ZR 210/97  

    Verschweigen der Zuwendung eines Dritten kann zur Anfechtung eines

    Denn insoweit sei zu fordern, daß das Schweigen über eine günstige, für den Unterhaltsanspruch ersichtlich grundlegende Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse evident unredlich erscheine (Hinweis auf die Senatsurteile vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 - FamRZ 1986, 450, 453; vom 23. April 1986 - IVb ZR 29/85 - FamRZ 1986, 794, 796).
  • BGH, 29.01.1997 - XII ZR 257/95  

    Verschweigen höherer Einkünfte des Unterhaltsberechtigten kann zum Verlust des

    Das könne nicht schon dann angenommen werden, wenn eine wesentliche Änderung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse i.S.d. § 323 Abs. 1 ZPO eingetreten sei, sondern erst bei solchen Veränderungen, die den materiell-rechtlichen Unterhaltsanspruch ersichtlich erlöschen ließen oder zumindest grundlegend veränderten (Hinweis auf die Senatsurteile vom 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84 - FamRZ 1986, 450, 453 und vo} 23. April 1986 - IVb ZR 29/85 - FamRZ 1986, 794, 796).
  • BVerwG, 24.09.1992 - 2 C 18.91  

    BGB § 818 Abs. 2, 3, 4 § 820 Abs. 1 S. 2; BeamtVG § 52 Abs. 2 § 57

  • BGH, 25.11.1987 - IVb ZR 96/86  

    Rechte des Unterhaltsberechtigten bei Wegfall der Gründe für eine einvernehmliche

  • OLG Braunschweig, 22.04.1998 - 1 UF 123/97  

    Unterhaltsregress nach rechtskräftigem Urteil

  • OLG Karlsruhe, 22.04.2003 - 16 WF 190/02  

    Unterhaltsrecht: Schadensersatzanspruch des Unterhaltsschuldners bei

  • BGH, 28.01.1987 - IVb ZR 12/86  
  • AG Weilburg, 11.02.1998 - 24 F 911/97  

    BGB § 779, § 812, § 823 Abs. 2, § 826

  • OLG Celle, 23.04.1991 - 18 UF 186/90  

    Verwirkung von Geschiedenenunterhalt bei versuchtem Prozeßbetrug

  • OLG Köln, 25.11.1991 - 25 WF 239/91  

    BGB §§ 1605, 242

  • BVerwG, 18.09.2006 - 1 DB 5.06  

    Früherer Postbeamter; Antrag der obersten Dienstbehörde auf rückwirkende

  • OLG Oldenburg, 10.06.2010 - 14 UF 3/10  

    Unterhalt, Verwirkung, Prozessbetrug, Offenbarungspflicht

  • OLG Schleswig, 21.09.1995 - 13 UF 102/94  

    Verwirkung des Anspruchs auf nachehelichen Unterhalt

  • OLG Hamburg, 10.02.1987 - 12 UF 78/86  
  • OLG Schleswig, 13.01.1987 - 8 UF 279/85  

    BGB § 1361 Abs. 3, § 1579 Nr. 2

  • OLG Koblenz, 12.01.1989 - 11 WF 10/89  

    BGB §§ 1601, 1610

  • LG Würzburg, 10.04.1991 - 4 S 2287/90  

    BGB §§ 656, § 826

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