Rechtsprechung
   BGH, 24.02.1994 - IX ZR 227/93   

21jährige bürgende Tochter

§ 765, § 138 Abs. 1, § 1618a BGB, Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG

Volltextveröffentlichungen (7)

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  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Wirksamkeit einer von Kindern auf Veranlassung der Eltern geleisteten Bürgschaft

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Sittenwidrigkeit einer Bürgschaft vermögensloser, geschäftsunerfahrener Familienangehöriger

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Sittenwidrigkeit einer 100 000-DM-Bürgschaft einer ungelernten Arbeiterin bei Veranlassung durch die Eltern aus eigenem Interesse (Abänderung von BGH ZIP 1989, 629 - "Nur für die Akten")

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1994, 1341
  • ZIP 1994, 614
  • MDR 1994, 575
  • DNotZ 1994, 537
  • FamRZ 1994, 692 (Ls.)
  • WM 1994, 660
  • WM 1994, 680
  • BB 1994, 813
  • DB 1994, 879



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Wird zitiert von ... (31)  

  • BGH, 11.07.2002 - IX ZR 326/99  

    Zwangsvollstreckung - Titel bleibt trotz Rechtsprechungsänderung vollstreckbar

    Die erforderlichen Maßstäbe wurden erst in der nach Zurückverweisung ergangenen zweiten Revisionsentscheidung (BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 680), einem am selben Tage ergangenen weiteren Urteil (BGHZ 125, 206) sowie der nachfolgenden Rechtsprechung erarbeitet.

    Solche für die Senatsurteile vom 24. Februar 1994 (BGHZ 125, 206; IX ZR 227/93, WM 1994, 680) maßgeblichen Umstände fehlen hier.

  • BGH, 18.05.1995 - IX ZR 108/94  

    Formularmäßige Ausdehnung der Bürgenhaftung über das verbürgte Kreditlimit hinaus

    In der Rechtslehre wird zwar teilweise die Ansicht vertreten, schon dieser erste Teil der Sicherungszweckerklärung (zum zweiten Teil vgl. BGH, Urt. v. 5. April 1990 - IX ZR 111/89, WM 1990, 969, 970; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91, WM 1992, 391, 392; v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, NJW 1994, 1341, 1342) sei inhaltlich nicht bestimmt genug, weil zu der sachlichen Begrenzung auf Forderungen aus der Geschäftsverbindung eine Begrenzung der Höhe nach hinzutreten müsse (Brandner, in: Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG 7. Aufl. Anh. §§ 9 - 11 Rdnr. 260; Horn, in: Festschrift für Merz 1992 S. 217, 219 ff; ders., in: Staudinger/Horn, BGB 12. Aufl. § 765 Rdnr. 10; Pecher, in: MünchKomm-BGB, 2. Aufl. § 765 Rdnr. 12; Reinicke/Tiedtke JZ 1985, 485, 486; dies. JZ 1986, 426, 427 f; Tiedtke ZIP 1994, 1237, 1238; Thelen DB 1991, 741 ff).
  • BGH, 05.01.1995 - IX ZR 85/94  

    Wirksamkeit einer Ehegattenbürgschaft

    Solche Belastungen des Bürgen können sich insbesondere daraus ergeben, daß der Gläubiger dessen geschäftliche Unerfahrenheit oder eine seelische Zwangslage ausnutzt oder ihn auf andere Weise in seiner Entscheidungsfreiheit wesentlich beeinträchtigt (BGHZ 120, 272, 274; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 93/93 u. IX ZR 227/93, WM 1994, 676, 677; 680, 681 f jeweils m.w.N.).
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  • BGH, 25.04.1996 - IX ZR 177/95  

    Wegfall der Geschäftsgrundlage für die Bürgschaft eines finanziell nicht

    Solche Belastungen können sich insbesondere daraus ergeben, daß der Gläubiger selbst Umfang und Tragweite der Haftung verharmlost (vgl. BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 680, 683), ungewöhnliche und schwerwiegende, dem Bürgen ersichtlich unbekannte Haftungsrisiken verschweigt (vgl. BGHZ 125, 206, 217; BGH, Beschl. v. 28. März 1996 - IX ZR 199/95, z.V.b. in BGHR), in rechtlich verwerflicher Weise für ihn eine Zwangslage begründet (vgl. BGH, Urt. v. 2. November 1995, aaO. S. 54 f) oder in sonstiger Weise dessen Geschäftsunerfahrenheit zu seinem Vorteil ausnutzt (vgl. BGHZ 125, 206, 217; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, aaO.).

    Darüber hinaus verletzt der Kreditgeber grundlegende Prinzipien der Rechtsordnung auch dann, wenn er klar zutage getretene sittlich mißbilligenswerte Handlungen des Hauptschuldners für eigene Zwecke verwertet (BGHZ 125, 206, 213 ff; BGH, Urt. v. 22. Januar 1991 - XI ZR 111/90, NJW 1991, 923, 925; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, aaO. S. 682 f; v. 26. April 1994 - XI ZR 184/93, WM 1994, 1022, 1023).

  • BGH, 10.01.2006 - XI ZR 169/05  

    Widerruf der Verpfändung von Wertpapieren zur Besicherung einer

    Pflichtwidrig handelt ein Kreditinstitut aber dann, wenn es durch sein Verhalten erkennbar einen Irrtum des Sicherungsgebers über das Risiko hervorruft oder dieses Risiko bewusst verharmlost (Senat, Urteil vom 9. Oktober 1990 - XI ZR 200/89, WM 1990, 1956; BGH, Urteil vom 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 680, 684).
  • BGH, 27.05.2003 - IX ZR 283/99  

    Bürgschaft - Freier Willensentschluß / Handeln aus emotionaler Verbundenheit

    Wirkt das Kreditinstitut selbst in unzulässiger Weise auf die Entschließung des finanziell überforderten Bürgen ein, indem es durch Angestellte die Tragweite der Bürgschaft verharmlost oder verschleiert, insbesondere die Unterschrift als reine Formalität darstellt, kann dies die Sittenwidrigkeit der Bürgschaft begründen (vgl. BGHZ 120, 272, 277; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, NJW 1994, 1341, 1343; v. 8. Oktober 1998 - XI ZR 244/97, NJW 1999, 135, 136).

    So fehlt es an einer sittenwidrigen Beeinträchtigung der Willensfreiheit, wenn es sich für die Beteiligten erkennbar nur um eine allgemeine Redensart ohne inhaltliche Aussage über Umfang und Bedeutung des Risikos handelt (BGH, Urt. v. 5. Januar 1955 - IV ZR 112/54, WM 1955, 375, 376; v. 24. Februar 1994, aaO S. 1344; vgl. auch BGH, Urt. v. 15. April 1997 - IX ZR 112/96, NJW 1997, 3230, 3231).

  • BGH, 30.03.1995 - IX ZR 98/94  

    Auslegung einer Bürgschaftserklärung; Sittenwidrigkeit einer Bürgschaft für

    Nach der neuen Rechtsprechung von Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 89, 214 ; Beschl. v. 5. August 1994, WM 1994, 1837 ) und Bundesgerichtshof (BGHZ 125, 206 ; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 680 ; vgl. auch Urt. v. 26. April 1994 - XI ZR 184/93, WM 1994, 1022 ) kann ein Bürgschaftsvertrag jedoch gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig sein, wenn der Bürge sich in einem Umfang verpflichtet, der seine im Zeitpunkt des Vertragsschlusses bestehenden oder zu erwartenden Einkommens- und Vermögensverhältnisse weit übersteigt, und wenn er durch weitere, zu einem unerträglichen Ungleichgewicht der Vertragsparteien führende Umstände in einer dem Gläubiger zurechenbaren Weise zusätzlich erheblich belastet wird.

    Ein solches Verhalten kann unter Umständen geeignet sein, bei einem geschäftlich unerfahrenen Bürgen den Eindruck zu erwecken, er habe nichts Ernsthaftes zu befürchten, und ihn so daran hindern, die mit einer Bürgschaftsübernahme verbundenen rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen zu erkennen und das Für und Wider der mit ihnen verbundenen Belastungen eigenständig abzuwägen (vgl. BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 680, 684).

  • BGH, 18.01.1996 - IX ZR 171/95  

    Sittenwidrigkeit einer Ehegattenbürgschaft

    a) Nach allgemeinen Grundsätzen ist ein Rechtsgeschäft sittenwidrig, das - für den anderen Teil erkennbar - nur aufgrund einer Zwangslage des einen Partners zustande gekommen ist, wenn zusätzliche gewichtige Umstände die Begründung der Verbindlichkeit als sittlich unerträglich erscheinen lassen (vgl. BGH, Urt. v. 10. März 1982 - VIII ZR 222/81, NJW 1982, 1457 f; v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, ZIP 1994, 614 f; v. 5. Januar 1995 - IX ZR 85/94, WM 1995, 237, 238, z.V.b. für BGHZ 128, 230; Heinrichsmeier FamRZ 1994, 129, 132 unter a).

    Der Senat hat nur bei der Bürgschaft eines Kindes für die Hauptschuld des Vaters auf die begrenzte Leistungsfähigkeit des Kindes für sich abgestellt, weil es mit den Eltern keine dauerhafte Wirtschaftsgemeinschaft unterhielt (Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 660, 662).

  • BGH, 18.12.1997 - IX ZR 271/96  

    Sittenwidrigkeit von Bürgschaften für Kreditverbindlichkeiten einer GmbH

    Daß die Klägerin der Beklagten gegenüber die Rechtsfolgen einer solchen Bürgschaft verharmlost (vgl. BGHZ 132, 328, 330; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 680, 683) oder damit verbundene besondere Risiken, die für die Kreditgeberin klar ersichtlich waren, verschwiegen hat (vgl. BGHZ 125, 206, 217), ist ebenfalls nicht dargetan.
  • BGH, 02.11.1995 - IX ZR 222/94  

    Sittenwidrigkeit einer Ehegattenbürgschaft

    Die Revision rügt mit Recht, das Berufungsgericht habe Vorbringen der Beklagten außer acht gelassen, das rechtserheblich sei für die erforderliche Abwägung, ob die Bürgschaft nach ihrem Gesamtcharakter, der sich nach den Umständen bei Vertragsschluß aus einer Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck des Rechtsgeschäfts ergibt, mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (vgl. BGHZ 120, 272, 275 f; 125, 206, 210; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, WM 1994, 680, 681).

    Die Klägerin muß sich entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen, daß ihre Mitarbeiter die eine Sittenwidrigkeit begründenden Umstände gekannt haben oder hätten kennen müssen (vgl. BGHZ 83, 293, 296; Becker DZWir 1994, 397, 407); ein Verschulden ihrer Bediensteten hat die Klägerin gemäß § 278 BGB zu vertreten (vgl. BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, aaO. 684).

  • BGH, 08.10.1998 - IX ZR 257/97  

    Wirksamkeit einer Ehegattenbürgschaft bei grassem Mißverhältnis zwischen Umfang

  • BGH, 10.10.1996 - IX ZR 333/95  

    Veranlassung der erwachsenen Kinder zur Übernahme einer Bürgschaft durch die

  • BGH, 26.04.1994 - XI ZR 184/93  

    Sittenwidrigkeit der Mitverpflichtung des nicht verdienenden Ehegatten bei einem

  • BGH, 15.02.1996 - IX ZR 245/94  

    Sicherungszweck der Bürgschaft für ein Gesellschafterdarlehen

  • BVerfG, 05.08.1994 - 1 BvR 1402/89  

    Verfassungsrechtliche Anforderungen an die Inhaltkontrolle von

  • OLG Hamm, 01.12.1995 - 33 U 45/95  

    Wirksamkeit des Schuldbeitritts eines vermögenslosen Ehegatten

  • BGH, 08.11.2001 - IX ZR 46/99  

    Sittenwidrigkeit einer Bürgschaft; Formularmäßige Erweiterung der Zweckerklärung

  • BGH, 28.02.2002 - IX ZR 153/00  

    Sittenwidrigkeit eines Bürgschaftsversprechens wegen Überforderung des Bürgen

  • OLG Celle, 24.08.2005 - 3 W 119/05  

    Bankrecht - Bürgschaft naher Angehöriger

  • OLG Dresden, 12.04.1995 - 8 U 1233/94  

    BGB §§ 765, 766, 305

  • BGH, 10.10.1996 - IX ZR 334/95  
  • OLG Köln, 25.06.2003 - 13 U 105/02  

    Sittenwidrigkeit einer Bankbürgschaft

  • OLG Köln, 14.03.1997 - 3 U 80/96  

    Verstoß weitgefaßter Zweckerklärungen gegen AGB-Gesetz; Bürgschaft, Bank,

  • BGH, 03.04.2003 - IX ZR 235/00  

    Wirksamkeit von Bürgschaften erwachsener, finanziell von den Eltern anhängiger

  • OLG Köln, 01.03.1995 - 27 U 97/94  

    Bürgschaft des nahen Angehörigen - Bürgschaft, Sittenwidrigkeit

  • BGH, 17.04.1997 - IX ZR 135/96  

    Bürgschaft eines Unternehmersohnes

  • KG, 04.06.2002 - 4 U 124/01  

    Krasse finanzielle Überforderung des Bürgen

  • OLG Köln, 21.06.1995 - 13 U 248/94  

    Mitverpflichtung des leistungsunfähigen Ehepartners für Eigenheimfinanzierung und

  • OLG München, 30.05.1994 - 15 W 898/94  

    Sittenwidrigkeit eines Grio- und Kreditvertrages

  • OLG Celle, 15.06.1994 - 3 U 166/93  

    "Eigenkapitalhilfedarlehen": Mithaftungsverpflichtung der vermögenslosen Ehefrau

  • LG Hamburg, 01.09.1995 - 328 O 576/94  
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