Rechtsprechung
| BGH, 16.05.1991 - IX ZR 245/90 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Sittenwidrigkeit eines Bürgschaftsversprechens des studierenden Sohnes des Hauptschuldners
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Sittenwidrigkeit eines Bürgschaftsversprechens bei Mittellosigkeit des Bürgen
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Wirksames Bürgschaftsversprechen durch vermögenslosen Verwandten
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Wirksamkeit der Bürgschaft eines vermögenslosen Studenten für 100000 DM
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1991, 2015
- ZIP 1991, 787
- MDR 1991, 748
- FamRZ 1991, 1040 (Ls.)
- WM 1991, 1154
- BB 1991, 1291
- DB 1991, 1720
Wird zitiert von ... (13)
- BGH, 24.02.1994 - IX ZR 93/93
Wirksamkeit einer von Kindern zu Gunsten der Eltern geleisteten Bürgschaft
Diesem die Rechtsprechung des erkennenden Senats prägenden Grundsatz (vgl. BGHZ 106, 269, 272;107, 92, 98; BGH, Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, NJW 1991, 2015, 2016; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91, ZIP 1992, 233, 235 f) stimmt der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs zu (…Urt. v. 24. November 1992 - XI ZR 98/92, ZIP 1993, 26, 27, z.V. in BGHZ 120, 272 bestimmt).Davon ist im Ansatz auch dann auszugehen, wenn der Bürge dem Hauptschuldner verwandtschaftlich eng verbunden ist (BGHZ 106, 269, 272;107, 92, 103; Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91;… jeweils aaO).
Soweit der Senat in früheren Urteilen den hier dargelegten Gefahren für die Entscheidungsfreiheit des Bürgen und den daraus folgenden Pflichten der Bank keine entsprechende Bedeutung beigemessen hat (BGHZ 106, 269, 272; Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, NJW 1991, 2015, 2017), wird an dieser Auffassung nicht mehr festgehalten.
- BGH, 16.01.1992 - IX ZR 113/91
Voraussetzungen für die Beschränkung der Unwirksamkeitsfolge auf einen inhaltlich …
Die Klägerin war als Bürgschaftsgläubigerin zu einer besonderen Aufklärung der Beklagten über das übernommene Risiko nicht verpflichtet (st. Rspr. des Senats, zuletzt Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, WM 1991, 1154, 1156 m.w.N.; vgl. dazu Westermann, WuB I F 1 a - Bürgschaft 14.91; Köndgen, NJW 1991, 2018; Altmeppen, EWiR § 765 BGB 2/91, 663; Großfeld und Lühn, WM 1991, 2013).Der Umstand, daß die Beklagte auch durch Hilfsbereitschaft gegen gegenüber ihrem Ehemann zum Bürgschaftsversprechen veranlaßt worden sein kann, läßt die Interessenwahrung der Klägerin nicht als anstößig erscheinen (vgl. Senatsurt. v. 7. Juni 1988 - IX ZR 245/86, WM 1988, 1156, 1159; BGHZ 106, 269, 272 und Senatsurt. v. 16. Mai 1991 aaO).
Ein schutzwürdiges Interesse an einer Haftung der Beklagten aus ihrer Bürgschaft kann der Klägerin nicht abgesprochen werden (vgl. Senatsurt. v. 16. Mai 1991 aaO).
Daß die Klägerin die Kreditgewährung an die KG von einer Bürgschaft der Beklagten abhängig gemacht hat, führt nicht zur Sittenwidrigkeit des Bürgschaftsversprechens (vgl. Senatsurt. v. 16. Mai 1991 aaO).
b) Zur Kritik an seiner Rechtsprechung und zu dem - im Berufungsurteil angeführten - Urteil des XI. Zivilsenats vom 22. Januar 1991 ( XI ZR 111/90, WM 1991, 313 ) hat der Senat bereits in seinem Urteil vom 16. Mai 1991 ( IX ZR 245/90 aaO) eingehend - unter Erörterung grundrechtlicher Fragen - Stellung genommen und sodann die Grundsätze seiner Rechtsprechung zur Sittenwidrigkeit von Bürgschaftsverträgen (§ 138 Abs. 1 BGB ) bekräftigt.
- BVerfG, 19.10.1993 - 1 BvR 567/89
Bürgschaftsverträge
b) Die Inhaltskontrolle der Verträge durch die Instanzgerichte wurde vom IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs weitgehend verworfen (BGHZ 106, 269; 107, 92;… ZIP 1989, S. 629 f.; NJW 1991, S. 2015 ff. und BB 1992, S. 387 ff.).
- BGH, 24.02.1994 - IX ZR 227/93
Wirksamkeit einer von Kindern auf Veranlassung der Eltern geleisteten Bürgschaft
Diesem die Rechtsprechung des erkennenden Senats prägenden Grundsatz (vgl. BGHZ 106, 269, 272; 107, 92, 98; BGH, Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, NJW 1991, 2015, 2016; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91, ZIP 1992, 233, 235 f) stimmt der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs zu (…Urt. v. 24. November 1992 - XI ZR 98/92, ZIP 1993, 26, 27, z.V. in BGHZ 120, 272 bestimmt).Davon ist im Ansatz auch dann auszugehen, wenn der Bürge dem Hauptschuldner verwandtschaftlich eng verbunden ist (BGHZ 106, 269, 272; 107, 92, 103; Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90; v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91;… jeweils aaO).
Soweit der Senat in früheren Urteilen den hier dargelegten Gefahren für die Entscheidungsfreiheit des Bürgen und den daraus folgenden Pflichten der Bank keine entsprechende Bedeutung beigemessen hat (BGHZ 106, 269, 272; Urt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, NJW 1991, 2015, 2017), wird an dieser Auffassung nicht mehr festgehalten.
- BGH, 31.10.1991 - IX ZR 303/90
Anspruch des unentgeltlich für den Mandanten tätigen Rechtsanwalts; Zahlung einer …
Entscheidend ist, ob das Rechtsgeschäft nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Zweck und Beweggrund zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten vereinbart werden kann (BGHZ 86, 82, 88; 106, 269, 272; 107, 92, 97;… BGH, Urt. v. 19. Dezember 1989 - IVb ZR 91/88, NJW 1990, 703, 704; Senatsurt. v. 16. Mai 1991 - IX ZR 245/90, WM 1991, 1154, 1156). - OLG Celle, 24.08.2005 - 3 W 119/05
Bankrecht - Bürgschaft naher Angehöriger
Die Rechtsprechung besonders des IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs, der auch bei wirtschaftlich unsinnigen Bürgschaften naher Angehöriger die Privatautonomie betonte und eine Sittenwidrigkeit regelmäßig ablehnte (vgl. BGH, WM 1991, 1154, 1157), ist nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Oktober 1993 (NJW 1994, 36) jedenfalls in weiten Teilen als überholt anzusehen; der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat im Hinblick auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts seine frühere Auffassung aufgegeben (WM 1994, 680, 682). - BGH, 28.05.1991 - IX ZR 260/90
Haustürwiderrufsgesetz - Anwendbarkeit
Das Bürgschaftsversprechen war nicht schon deshalb sittenwidrig und nichtig, weil es von der Beklagten als Ehefrau des Hauptschuldners abgegeben worden ist, zumal diese nach ihren damaligen Angaben einen höheren Geldbetrag aus Witwenrentenansprüchen zu erwarten hatte, also keineswegs mittellos war (Senatsurt. v. 16.5.1991 - IX ZR 245/90 z.V.b.). - OLG Hamm, 01.12.1995 - 33 U 45/95
Wirksamkeit des Schuldbeitritts eines vermögenslosen Ehegatten
Davon ist auch dann auszugehen, wenn der Beitretende mit dem ursprünglichen Schuldner verwandtschaftlich eng verbunden ist (vgl. für den Fall der Burgschaft BGHZ 106, 269 (272) = NJW 1989, 830; BGHZ 107, 92 (203) = NJW 1989, 1276; BGH, NJW 1991, 2015; BGH NJW 1992, 896; BGH NJW 1994, 1278; BGH NJW 1994, 1341). - OLG Hamm, 29.01.1992 - 31 U 179/91 Nicht anders ist die Eingehung einer Bürgschaftsverpflichtung durch jemanden, der selbst kein nennenswertes Vermögen oder Einkommen besitzt, zu beurteilen (so zuletzt BGH, Urteil vom 16.05.1991 in NJW 1991, 2015 ff m. w. N.).
- OLG Köln, 21.02.1994 - 27 U 99/93
Klage vor ordentlichen Gericht trotz Schiedsgerichtsvereinbarung (hier vor der …
Denn in diesem Fall hätte das ordentliche Gericht ohne Bindung an die Entscheidung des Schiedsgerichts nur die Gültigkeit dieser sogenannten Kompetenz-Klausel zu prüfen (BGH NJW-RR 1988, 1526, 1527; NJW 1991, 2015, BGHZ 68, 356 (366 f.)). - OLG Dresden, 12.04.1995 - 8 U 1233/94
BGB §§ 765, 766, 305
- OLG Köln, 24.04.1998 - 19 U 204/97
Pflicht Gläubiger Bürge Bürgschaft
- OLG Köln, 24.04.1998 - 19 U 2/04
Keine Pflicht des Gläubigers den Bürgen vor dem Risiko der Bürgschaft zu warnen
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