Rechtsprechung
| BGH, 18.05.2006 - IX ZR 53/05 |
Volltextveröffentlichungen (10)
mehr- IWW
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Empfehlung des Steuerberaters zur Gewinnausschüttung - Unterlassene Aufklärung über anfallende Kirchensteuer - Verletzung der Beratungspflicht war nicht ursächlich für entstandenen Schaden
- NWB SteuerXpert START
- RA Kotz
Kirchenaustritt - muss Steuerberater seinem Mandanten hierzu raten?
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Pflichten des Steuerberaters im Hinblick auf die Kirchensteuerbelastung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Steuerberater - Beratungsleistungen des Steuerberaters bzgl. Kirchensteuer
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Sonstiges
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.05.2006, Az.: IX ZR 53/05 (Haftung des Steuerberaters für Kirchensteuerzahlungen seines Mandanten)" von RA Rafael Meixner und RA und StB Dr. Uwe Schröder, original erschienen in: DStR 2006, 2278 - 2279.
Verfahrensgang
- LG Bonn, 30.07.2004 - 15 O 232/04
- OLG Köln, 24.02.2005 - 8 U 61/04
- OLG Köln, 15.03.2005 - 8 U 61/04
- BGH, 18.05.2006 - IX ZR 53/05
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2006, 1645
- MDR 2007, 154
- VersR 2007, 700
- WM 2006, 1736
- DB 2006, 2004
Wird zitiert von ... (14)
- BGH, 05.02.2009 - IX ZR 6/06
Steuerrecht - Anscheinsbeweises in der Steuerberaterhaftung?
Wie sich der Mandant bei vertragsgerechter Beratung verhalten hätte, zählt zur haftungsausfüllenden Kausalität, die der Mandant nach § 287 ZPO zu beweisen hat (BGHZ 129, 386, 399 ; BGH, Urt. v. 18. Mai 2006 - IX ZR 53/05, WM 2006, 1736, 1737 Rn. 9).Sie setzt einen Tatbestand voraus, bei dem der Ursachenzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung des Beraters und einem bestimmten Verhalten seines Mandanten typischerweise gegeben ist, beruht also auf Umständen, die nach der Lebenserfahrung eine bestimmte tatsächliche Vermutung rechtfertigen (BGHZ 123, 311, 314 f ; BGH, Urt. v. 18. Mai 2006, aaO Rn. 11).
Um beurteilen zu können, wie ein Mandant sich nach pflichtgemäßer anwaltlicher oder steuerlicher Beratung verhalten hätte, müssen die Handlungsalternativen geprüft werden, die sich ihm stellten; deren Rechtsfolgen müssen ermittelt sowie miteinander und mit den Handlungszielen des Mandanten verglichen werden (BGH, Urt. v. 18. Mai 2006, aaO Rn. 9 mit weiteren Nachweisen).
Die Vermutung beratungsgerechten Verhaltens stellt eine Ausnahme zu dem allgemeinen Grundsatz dar, dass es keinen Anscheinsbeweis für individuelle Verhaltensweisen von Menschen in bestimmten Lebenslagen gibt (BGHZ 123, 311, 316 f ; BGH, Urt. v. 18. Mai 2006, aaO S. 1738 Rn. 15).
- BGH, 20.03.2008 - IX ZR 104/05
Steuerberater
bb) Für den Erblasser bestand neben der Möglichkeit, eine Steuerersparnis durch Beteiligung seiner Angehörigen an der Immobilie oder der GmbH zu erzielen, eine weitere wirtschaftlich vernünftige Alternative (vgl. BGH, Urt. v. 18. Mai 2006 - IX ZR 53/05, WM 2006, 1736, 1738 Rn. 14 f). - BGH, 24.05.2012 - IX ZR 152/10
Verfahrensrecht - Erfolglose Nichtzulassungsbeschwerde
Davon abgesehen ist die Frage, wann und in welchem Umfang die Grundsätze des Anscheinsbeweises im Anwaltsregress zur Anwendung kommen, in der Rechtsprechung des Senats geklärt (BGH, Urteil vom 30. September 1993 - IX ZR 73/93, BGHZ 123, 311, 314 ff; vom 18. März 2004 - IX ZR 255/00, NJW 2004, 1521, 1523; vom 18. Mai 2006 - IX ZR 53/05, WM 2006, 1736 Rn. 11, 15;… vom 23. November 2006 - IX ZR 21/03, WM 2007, 419 Rn. 23 ff;… vom 5. Februar 2009 - IX ZR 6/06, NJW 2009, 1591 Rn. 7 ff).Insbesondere ist im Sinne des angefochtenen Urteils entschieden, dass dann, wenn Alternativen im höchstpersönlichen Lebensbereich im Raum stehen, die nicht nur von wirtschaftlichen Überlegungen, sondern von ganz individuell geprägten Erwägungen beeinflusst werden - wie vorliegend eine möglicherweise das Verwandtschaftsverhältnis belastende Klage im Familienkreis -, der Anscheinsbeweis grundsätzlich nicht anwendbar ist (BGH, Urteil vom 18. Mai 2006 aaO Rn. 15).
- OLG Düsseldorf, 09.06.2009 - 24 U 133/08
So vermeiden Sie Regressrisiken beim unterhaltsrechtlichen Mandat
Wie sich der Mandant bei vertragsgerechter Beratung verhalten hätte, zählt zur haftungsausfüllenden Kausalität, die der Mandant nach § 287 ZPO zu beweisen hat (BGH WM 2006, 1736 und BGH MDR 2009, 656 Urt. v. 05.02.2009 - IX ZR 6/06 zur Steuerberaterhaftung - auch bei www.bundesgerichtshof.de). - OLG Düsseldorf, 23.02.2010 - 24 U 164/09
Anwaltsregress wegen unterbliebener Bezifferung eines Nutzungsvergütungsanspruchs …
Die Umstände, die sich der Mandant bei vertragsgerechter Beratung verhalten hätte, zählen zur haftungsausfüllenden Kausalität, die grundsätzlich der Mandant nach § 287 ZPO zu beweisen hat (BGH WM 2006, 1736; NJW 2009, 1591 zur Steuerberaterhaftung). - OLG Hamm, 04.03.2008 - 28 U 94/07
Zu den Voraussetzungen der Haftung für fehlerhafte anwaltliche Beratung beim …
Das Ergebnis einer solchen individuellen Entscheidung ist aber nicht aufgrund einer Vermutung vorhergesagt werden, weil individuelles Verhalten einer Person mit der anerkannten Ausnahme des Sonderfalles der nur im unmittelbaren Mandatsverhältnis zwischen einem Anwalt und seinem Mandanten greifenden Vermutung des beratungsgemäßen Verhaltens (…siehe dazu Fahrendorf, a.a.O., Rdn. 719 ff. m.w.N.) nicht aufgrund einer allgemeinen Lebenserfahrung prognostizierbar (…vgl. insoweit Palandt-Heinrichs, 67. Aufl., BGB vor § 249 Rdn. 166;… Fahrendorf, a.a.O., Rdn. 733 ff. jeweils m.w.N.; BGH in NJW-RR 2006, 1645 [1647 Rdn. 15]; NJW 2004, 2668 [2671 zu IV.]; NJW 2004, 1740 [1741 zu 3.a.]; NJW-RR 2000, 569 [572]; sowie die Nachweise bei BGH in NJW 1993, 3259 [3260 zu d.]; OLG München in NJW-RR 1995, 1525 [1526]). - BGH, 26.09.2006 - VIII ZR 180/04
Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren
Da dieser den Kern des Vorwurfs pflichtwidrigen Verhaltens betrifft, der für das Verfahren von zentraler Bedeutung ist, lässt dies auf eine Nichtberücksichtigung des Vortrags schließen (BGH, Urteil vom 18. Mai 2006 - IX ZR 53/05, WM 2006, 1736, unter II 1 b bb (3)). - OLG Celle, 03.02.2010 - 3 U 194/09
Steuerrecht - Einlage eines Wirtschaftsguts in das Betriebsvermögen
Um dies beurteilen zu können, müssen die Handlungsalternativen, die sich ihm stellten, geprüft, deren Rechtsfolgen müssen ermittelt und mit den Handlungszielen des Mandanten verglichen werden (BGH, Urteil vom 18. Mai 2006 - IX ZR 53/05, Juris Rn. 9 und ständig). - OLG Celle, 13.06.2007 - 3 U 238/06
Steuerberaterhaftung: Anforderungen an die Beurteilung der Kausalität zwischen …
Deren Rechtsfolgen müssen ermittelt sowie miteinander und mit den Handlungszielen des Klägers verglichen werden (ständige Rechtsprechung, vgl. BGH IX ZR 53/05 vom 18. Mai 2006). - OLG Düsseldorf, 23.02.2010 - 24 U 164/10
Rechtsanwälte - Haftung wegen unzureichender Beratung
Die Umstände, die sich der Mandant bei vertragsgerechter Beratung verhalten hätte, zählen zur haftungsausfüllenden Kausalität, die grundsätzlich der Mandant nach § 287 ZPO zu beweisen hat (BGH WM 2006, 1736; NJW 2009, 1591 zur Steuerberaterhaftung). - BGH, 08.07.2010 - IX ZR 153/08
Verfahrensrecht - Erfolglose Nichtzulassungsbeschwerde
- OLG Köln, 23.09.2010 - 8 U 2/10
Rechtstellung eines Wirtschaftsprüfers gegenüber Dritten
- LG Saarbrücken, 28.11.2011 - 9 O 261/10
- OLG Düsseldorf, 23.01.2012 - 24 U 127/11
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