Rechtsprechung
| BGH, 13.03.1979 - KZR 23/77 |
Volltextveröffentlichungen
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1979, 1605
- GRUR 1979, 657
Wird zitiert von ... (21)
- BGH, 14.11.2000 - XI ZR 248/99
Familienrecht - Finanzielle Überforderung des Ehegatten als Mitdarlehensnehmer
Zwar dürfen sittenwidrige Rechtsgeschäfte für den Gläubiger nicht das Risiko verlieren, mit dem sie durch die gesetzlich angeordnete Nichtigkeitssanktion behaftet sind; das wäre aber der Fall, wenn er im allgemeinen damit rechnen könnte, schlimmstenfalls durch gerichtliche Festsetzung das zu bekommen, was gerade noch rechtlich vertretbar und damit sittengemäß ist (vgl. BGHZ 68, 204, 207; BGH, Urteil vom 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605, 1606). - BGH, 18.12.2008 - VII ZR 201/06
Bauvertrag - Spekulativ überhöhter Einheitspreis im Bauvertrag
Eine nichtige Preisvereinbarung kann auch dann durch eine mit der Rechtsordnung vereinbare Preisvereinbarung ersetzt werden, wenn sie lediglich ein Bestandteil einer Gesamtpreisvereinbarung ist und die Nichtigkeit der Vereinbarung dem von beiden Seiten verfolgten Zweck der Parteien zuwiderliefe (vgl. BGH, Urteil vom 17. März 1969 - III ZR 188/65, BGHZ 52, 17, 24; Urteil vom 14. Juni 1972 - VIII ZR 14/71, NJW 1972, 1459), der Sittenverstoß sich eindeutig auf einen abtrennbaren Teil beschränkt und im Übrigen gegen Inhalt und Zustandekommen des Vertrages keine Bedenken bestehen (BGH, Urteil vom 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 79, 1605; Urteil vom 14. November 2000 - XI ZR 248/99, BGHZ 146, 37, 46). - BGH, 09.07.2008 - XII ZR 6/07
Familienrecht - Ausschluss des Versorgungsausgleichs
Für eine auf den Ausschluss des Versorgungsausgleichs beschränkte Teilnichtigkeit bleibt in solchem Fall kein Raum (Senatsbeschluss vom 17. Mai 2006 - XII ZB 250/03 - FamRZ 2006, 1097, 108; vgl. auch Brambring FPR 2005, 130, 133; vgl. ferner BGH Urteil vom 13. März 1979 - KZR 23/77 - NJW 1979, 1605, 1606).
- BGH, 16.12.2008 - XI ZR 454/07
Echte Mitdarlehensnehmerschaft ist von kreditgebender Bank zu beweisen
Zwar dürfen sittenwidrige Rechtsgeschäfte in aller Regel nicht mit einem gerade noch zulässigen Inhalt aufrechterhalten werden, weil sonst der Schutzzweck und die Abschreckungsfunktion des § 138 Abs. 1 BGB unterlaufen würden (siehe etwa BGHZ 68, 204, 207 ; BGH, Urteil vom 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605, 1606). - BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
Wirksamkeit eines gesellschaftsvertraglichen Wettbewerbsverbots; Verbot der …
Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.;… Sen.Urt. v. 9. Mai 1968 - II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH, Urt. v. 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton;… Sen.Urt. v. 28. April 1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944 WM 1986, 1251;… BGH, Urt. v. 15. März 1989 - VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;… Sen.Urt. v. 29. Oktober 1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121;… BGH, Urt. v. 19. Oktober 1993 - KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter;… Sen.Urt. v. 29. Januar 1996 - II ZR 286/94, NJW-RR 1996, 741). - BGH, 29.10.1990 - II ZR 241/89
Wirksamkeit eines Wettbewerbsverbots
Hier muß dann entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts die Ausschaltung des Verpflichteten ihre zeitliche Grenze finden (vgl. BGHZ 91, 1, 6 f.;… Sen.Urt. v. 19. November 1973 - II ZR 52/72, WertpMitt 1974, 74, 76; v. 16. Oktober 1989 - II ZR 2/89, WertpMitt 1990, 13, 16 = ZIP 1990, 586 ; BGH, Urt. v. 13. März 1979 - KZR 19/79, NJW 1979, 1605, 1606 mit Anm. Ulmer, NJW 1979, 1585, 1986).Denn nach der Rechtsprechung des BGH lassen sich derartige Dauerschuldverhältnisse in Zeitabschnitte derart zerlegen, daß diese sich als Teile eines ganzen Vertrages i. S. des § 139 BGB darstellen - mit der Folge, daß sie bei einem entsprechend bestehenden oder zu vermutenden Parteiwillen mit einer kürzeren, nicht zu beanstandenden Laufzeit aufrechterhalten bleiben (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Juni 1972 - VIII ZR 14/71, WertpMitt 1972, 1224, 1226; v. 23. November 1983 - VIII ZR 333/82, WertpMitt 1984, 88, 90 = ZIP 1984, 335, jeweils für den Bierlieferungsvertrag; v. 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605, 1606; v. 29. Mai 1984 - KZR 28/83, WuW/E BGH 2090, 2095, jeweils für Wettbewerbsverbote).
- BGH, 15.03.1989 - VIII ZR 62/88
Sittenwidrigkeit eines Wettbewerbsverbots; Erstreckung der Gesamtnichtigkeit …
Unbeschadet dieses Gesichtspunkts hat der Bundesgerichtshof ein zehnjähriges Wettbewerbsverbot für übermäßig und daher nichtig angesehen (Urteil vom 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605, 1606 unter II. 1; im Urteil vom 3. November 1981 - KZR 33/80, NJW 1982, 2000, 2001 unter 3. hat er die Sittenwidrigkeit verneint, weil der bei Vertragsschluß 64-jährige Beklagte sich ohnehin hatte zur Ruhe setzen wollen).Die Sittenwidrigkeit und daraus folgende Nichtigkeit des Wettbewerbsverbots kann nicht durch Rückführung auf ein erträgliches Maß ausgeräumt werden; das hat der Bundesgerichtshof schon mehrfach entschieden (vgl. Urteile vom 13. März 1979 aaO. unter II. 2 - dort auch zur Abgrenzung gegen die Fälle teilweiser Aufrechterhaltung zeitlich überlanger Bierlieferungsverträge - …und vom 28. April 1986 aaO. unter 4.).
- BGH, 05.06.1989 - II ZR 227/88
Aufrechterhaltung einer an sich unzulässigen Hinauskündigungsklausel für …
Auch sonst hat die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die geltungserhaltende Reduktion zugelassen, insbesondere bei einer übermäßig langen Vertragsdauer (…Urt. v. 14. Juni 1972 - VIII ZR 14/71, NJW 1972, 1459 für den Bierlieferungsvertrag; BGHZ 68, 1 betreffend den Bindungszeitraum für die Ankaufsverpflichtung in einem Erbbaurechtsvertrag; offengelassen dagegen im Urteil vom 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605 für die Dauer eines vertraglichen Wettbewerbsverbots; vgl. ferner BGHZ 52, 17, 22 f.;… Urt. v. 15. Januar 1987 - III ZR 153/85, NJW 1987, 2014, 2015). - BGH, 28.04.1986 - II ZR 254/85
Vereinbarung eines Wettbewerbsverbots nach Übernahme einer Rechtsanwaltspraxis
Diese Grundsätze, die auch der Kartellsenat herangezogen hat (Urt. v. 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605, 1606), müssen für den Beruf des Rechtsanwalts entsprechend gelten. - BGH, 30.11.1989 - I ZR 191/87
"AjS-Schriftenreihe"; Schutzfähigkeit eines Firmenschlagwortes; Verkehrsgeltung …
Beschränkungen wettbewerblicher Tätigkeiten durch Wettbewerbsverbote können zwar - unter Beachtung der Grenzen des § 138 Abs. 1 BGB und des § 242 BGB - einen Gesellschafter auch für die Zeit nach seinem Ausscheiden aus der Gesellschaft treffen (…BGH, Urt. v. 19.11.1973 - II ZR 52/72, WM 1974, 74, 75; Urt. v. 13.3.1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605, 1606). - BGH, 19.10.1993 - KZR 3/92
"Ausscheidender Gesellschafter"; Wirksamkeit eines Wettbewerbsverbots zwischen …
- BGH, 14.01.1997 - KZR 41/95
"Druckgußteile"; Wirksamkeit von Ausschließlichkeitsbindungen; Begriff des …
- BGH, 15.01.1987 - III ZR 153/85
Wirksamkeit eines am Ende eines Nachtclubbesuchs von einem zur Barzahlung …
- OLG Dresden, 03.01.2006 - 5 U 1451/05
Mietrecht - Verstecktes Wettbewerbsverbot unter "Sonstiges"
- BGH, 14.01.1997 - KZR 35/95
Wirksamkeit von Ausschließlichkeitsbindungen; Begriff des "gemeinsamen Zwecks"
- BGH, 29.05.1984 - KZR 28/83
- OLG Saarbrücken, 08.11.2000 - 1 U 513/00
Verwertung von Abonnentenverzeichnissen, Kundenlisten und Kundenbücher in der …
- BGH, 03.11.1981 - KZR 33/80
- OLG München, 10.05.2012 - 23 U 4635/11
Rechtsanwälte - Anwalt darf Verbot des Erfolgshonorars nicht umgehen!
- BGH, 22.04.1980 - KZR 20/79
- OLG München, 26.10.1993 - 18 U 3157/93
Sittenwidrigkeit einer Verhaltensklausel eines Handelsvertretervertrages für die …
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