Rechtsprechung
| LSG Hessen, 12.03.2007 - L 9 AS 33/06 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
- openjur.de
- Justiz Hessen
§ 7 Abs 3 SGB 2, § 9 Abs 1 SGB 2, § 9 Abs 2 S 1 SGB 2, § 9 Abs 2 S 2 SGB 2, § 9 Abs 2 S 3 SGB 2
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Unterhaltsgeld - Individualansprüche der Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft - Anforderungen an Aufhebungs- bzw Rückforderungsbescheide - Berechnung des Rückforderungsbetrags - RA Kotz
Bedarfsgemeinschaft kann nicht Schuldner von Rückforderungsansprüchen sein
Kurzfassungen/Presse (6)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Rückforderung bei Bedarfsgemeinschaften
- Verlag Dr. Otto Schmidt (Kurzinformation)
Familie hat zu viel Arbeitslosengeld II erhalten: Kein Rückforderungsrecht gegen die Bedarfsgemeinschaft
- ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)
Arbeitslosengeld II: keine "Sippenhaft" bei Rückzahlungsansprüchen
- hessen.de (Pressemitteilung)
Hartz IV: Kein Rückforderungsrecht gegen Bedarfsgemeinschaften
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Hartz IV: Kein Rückforderungsrecht gegen ganze Bedarfsgemeinschaften
- Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)
Bei zu unrecht bezahlten Leistungen besteht kein Rückforderungsrecht gegen ganze Bedarfsgemeinschaft
Verfahrensgang
- SG Kassel, 25.10.2005 - S 1 AS 263/05
- LSG Hessen, 12.03.2007 - L 9 AS 33/06
Wird zitiert von ... (11)
- LSG Sachsen, 18.09.2008 - L 3 AS 40/08
Beteiligtenfähigkeit von Arbeitsgemeinschaften im sozialgerichtlichen Verfahren
Ob gegenüber diesem der geltend gemachte Anspruch dem Grunde nach oder der Höhe nach besteht, ist keine Frage der hinreichenden inhaltlichen Bestimmtheit, sondern der materiellen Rechtmäßigkeit des Bescheides (im Ergebnis ebenso: HessLSG, Urteil vom 12. März 2007 - L 9 AS 33/06 - JURIS-Dokument Rdnr. 17, m.w.N.;… Eicher, in: Eicher/Spellbrink, SGB II [2. Aufl., 2008], § 40 Rdnr. 109b; Udsching/Link, SGB 2007, 513 [516]).Denn wie sich der Gesamtbetrag der Rückforderung berechnet, ist nicht eine Frage der inhaltlichen hinreichenden Bestimmtheit eines Verwaltungsaktes, sondern der hinreichenden Begründung des Verwaltungsaktes im Sinne von § 35 Abs. 1 SGB X (…vgl. Krasney, in: Kasseler Kommentar [Stand: 51. Erg.-Lfg., 1. September 2006], § 33 SGB X Rdnr. 7; vgl. auch HessLSG, Urteil vom 12. März 2007 - L 9 AS 33/06 - JURIS-Dokument Rdnr. 17, m.w.N.).
Dies wiederum hat für die Rückabwicklung von Leistungen zur Folge, dass die Rückabwicklung im jeweiligen individuellen Leistungsverhältnis zu erfolgen hat (vgl. HessLSG, Urteil vom 12. März 2007 - L 9 AS 33/06 - JURIS-Dokument Rdnr. 19, m.w.N.;… Eicher, in: Eicher/Spellbrink, SGB II [2. Aufl., 2008], § 40 Rdnr. 108; Udsching/Link, SGb 2007, 513 [514], m.w.N.).
- LSG Berlin-Brandenburg, 10.11.2011 - L 29 AS 2038/09
Bestimmtheitsgebot - Aufhebungs- und Rückforderungsbescheide - …
Nach der Rechtsprechung des Landessozialgerichts (LSG) Hessen (Urteil vom 12. März 2007, Az.: L 9 AS 33/06) sei die Höhe des zu erstattenden Betrages eine Frage der materiellen Rechtmäßigkeit.Ob der Beklagte hierzu berechtigt ist, ist eine Frage des materiellen Leistungsrechts und nicht des § 33 Abs. 1 SGB X (in diesem Sinne Hessisches LSG, Urteil vom 12. März 2007, L 9 AS 33/06; Schleswig-Holsteinisches LSG…, Urteil vom 13. November 2008, L 6 AS 16/07, alle zitiert nach juris, ebenso Udsching/Link, a.a.O., S. 516 unter Bezugnahme auf eine Entscheidung des Sozialgerichts Schleswig vom 17. Januar 2007, S 5 AS 375/06, diese veröffentlicht in juris).
Der gegenteiligen Auffassung des Sozialgerichts sowie der von dem Beklagten benannten Entscheidungen des Sozialgerichts Schleswig, Urteil vom 13. Juni 2006, S 9 AS 834/05, des LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 7. Mai 2009, L 28 AS 1354/08 sowie des LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 16. Juni 2008, L 19 B 106/08 AS, alle zitiert nach juris) könnte nur dann gefolgt werden, wenn sich der Aufhebungs- und Erstattungsbescheid an sämtliche Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft gerichtet hätte (vgl. a. Hessisches LSG, Urteil vom 12. März 2007, L 9 AS 33/06, a.a.O.; OVG Niedersachen, Beschluss vom 24. April 2003 - 12 LA 85/03 - FEVS 55, 10; VG Karlsruhe, Urteil vom 12. Juli 1999, 8 K 2907/98, zitiert nach juris), ohne den Umfang der Aufhebung sowie den jeweiligen Erstattungsbetrag individuell zuzuweisen (vgl. Hänlein, Anmerkung zu SG Schleswig…, Urteil vom 13. Juni 2006 in juris PR-SozR 19/2006 Anm. 2: Dem Sozialgericht Schleswig lag folgender Sachverhalt zugrunde: Es änderte sich das Einkommen der Ehefrau des Klägers, der Aufhebungs- und Erstattungsbescheid erging jedoch an den Kläger. Die fehlende Bestimmtheit begründete das Gericht damit, dass der Bescheid ausschließlich an den Kläger gerichtet war und nur diesen verpflichtete; in der Begründung des Widerspruchsbescheides war jedoch ausgeführt, dass die Gesamtrückforderung vom "Ehepaar" zu erstatten sei. Hänlein führt in seiner Besprechung der Entscheidung aus, dass das Sozialgericht den Kläger als alleinigen Adressaten des angefochtenen Bescheides gesehen habe, mit dem der gesamte Erstattungsanspruch gegen diesen geltend gemacht werde. Der so verstandene Bescheid könne kaum als unbestimmt angesehen werden, weil und soweit er den Kläger über das Maß dessen belaste, was er selbst zu Unrecht erhalten habe).
- SG Cottbus, 09.03.2009 - S 14 AS 1202/08
Aufhebung bzw Rücknahme der Bewilligung von Arbeitslosengeld II - …
§ 38 SGB II regelt nur eine Bevollmächtigungsvermutung für die Antragsstellung (vgl. insofern BSG B 7b AS 8/06 R LSG Hessen L 9 AS 33/06; SG Schleswig S 9 AS 834/05; SG Dortmund S 31 AS 340/06 ER, SG Koblenz S 11 AS 305/05).2007 (L 9 AS 33/06), die, auf den hier zu beurteilenden Einzelfall betrachtet, zu weit gehen würde.
- LSG Hessen, 07.02.2008 - L 8 KR 218/07
Krankenversicherung - Versicherungspflicht als bisher Nichtversicherter beim …
Auch für das Leistungssystem der Grundsicherung für Arbeitsuchende hat das Bundessozialgericht (Urteil vom 7. November 2006 - B 7 b AS 8/06 R, NDV - RD 2007, 3) herausgestellt, dass der in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zur Sozialhilfe entwickelte Grundsatz eines Individualanspruches in Ansehung der §§ 7, 19, 28, 38 SGB II gelte (so auch Hessisches Landessozialgericht Urteil vom 12. März 2007 L 9 AS 33/06). - LSG Hessen, 31.08.2012 - L 7 AS 312/11
§ 48 SGB 10, § 50 SGB 10, § 33 SGB 10, § 35 SGB 10, § 24 SGB 10
Die Tatsache, dass die Klägerin zunächst auch auf Rückzahlung der sich aus der Rückforderung der Leistungsgewährung bzgl. ihrer Kinder ergebenden Beträge in Anspruch genommen wurde und die Aufhebung dieser Leistungen vollständig gegenüber ihr erfolgte, ist eine Frage der materiellen Rechtmäßigkeit und nicht der Bestimmtheit (siehe hierzu schon Hess. LSG, Urteil vom 12. März 2007, Az.: L 9 AS 33/06; LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 5. Mai 2011, Az.: L 15 AS 64/09, nachfolgend BSG, Urteil vom 16. Mai 2012, Az.: B 4 AS 154/11 R - juris -). - SG Dortmund, 23.08.2007 - S 22 (31,48) AS 532/05
Krankenhaustagegeld ist grundsätzlich nicht auf ALG II anzurechnen
Eine auf den objektiven Empfängerhorizont abstellende Auslegung ergibt daher, dass nur der Kläger Regelungsadressat ist und dass dementsprechend der Rückforderungsbetrag in voller Höhe ausschließlich ihm gegenüber geltend gemacht worden ist (vgl. Hessisches Landessozialgericht (LSG), Urteil vom 12.3.2007, Az.: L 9 AS 33/06). - SG Aachen, 31.03.2008 - S 14 (23) AS 51/06
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Der Anwendung von § 9 Abs. 5 SGB II stehen weder § 9 Abs. 3 SGB II noch § 36 SGB XII entgegen (…für eine Anwendung von § 9 Abs. 5 SGB II in Fällen wie dem vorliegenden auch Hackethal, a.a.O., Rdnr. 50; wohl auch Hessisches LSG, Urteil vom 12.03.2007, L 9 AS 33/06, juris, Rdnr. 36;… a.A. und für eine analoge Anwendung von § 9 Abs. 3 SGB II Mecke, a.a.O., § 9 Rdnr. 43 und 69 m.w.N.;… Brühl/Schoch, in: LPK-SGB II, 2. Aufl. 2007, § 9 Rdnr. 64;… vgl. auch Scheibe, Sozialrecht aktuell 2006, S. 120 ff.). - SG Lüneburg, 03.09.2009 - S 28 AS 936/08
Hinreichende Bestimmtheit eines Rückforderungsbescheides gegenüber den einzelnen …
Er lässt sich gerade nicht den angegriffenen Bescheiden entnehmen, so dass mangelhafte Bestimmtheit vorliegt (…vgl. Urteil des Landessozialgerichtes Niedersachsen-Bremen vom 19. Juni 2009 - L 7 AS 66/08 - Beschluss des Landessozialgerichtes Nordrhein-Westfalen vom 11. Januar 2007 aaO;… Beschluss des Landessozialgerichtes Berlin- Brandenburg vom 25. August 2006 aaO; Urteil des Hessischen Landessozialgerichtes vom 12. März 2007 - L 9 AS 33/06 - Beschluss des Sozialgerichtes Dortmund vom 28. August 2006 - S 31 AS 340/06 ER - Urteil des Sozialgerichtes Gießen vom 13. November 2006 - S 26 AS 551/05 -). - SG Dortmund, 23.08.2007 - S 22 (31
Krankenhaustagegeld ist grundsätzlich nicht auf ALG II anzurechnen
Eine auf den objektiven Empfängerhorizont abstellende Auslegung ergibt daher, dass nur der Kläger Regelungsadressat ist und dass dementsprechend der Rückforderungsbetrag in voller Höhe ausschließlich ihm gegenüber geltend gemacht worden ist (vgl. Hessisches Landessozialgericht (LSG), Urteil vom 12.3.2007, Az.: L 9 AS 33/06). - LSG Hamburg, 15.09.2011 - L 5 AS 3/09 Aufhebungs- und Rückforderungsbescheide wegen zu Unrecht gewährter Leistungen nach dem SGB II müssen deshalb eindeutig erkennen lassen, welches Mitglied der Bedarfsgemeinschaft in welcher Höhe zu Unrecht erhalten hat und welcher Betrag von welcher Person zurückgefordert wird (LSG Hessen, Urteil vom 12.3.2007, L 9 AS 33/06; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 7.5.2009, L 28 AS 1354/08, LSG NRW, Urteil vom 28.4.2010, L 12 AS 34/09).
- SG Oldenburg, 09.08.2007 - S 49 AS 1307/07
Rechtsprechung
| LSG Nordrhein-Westfalen, 23.10.2006 - L 9 AS 33/06 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Verfahrensgang
- SG Köln, 21.06.2006 - S 6 AS 19/06
- LSG Nordrhein-Westfalen, 23.10.2006 - L 9 AS 33/06
- BSG, 02.01.2007 - B 7b AS 66/06 B
