Rechtsprechung
   LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 14.12.2000 - LVerfG 4/99   

Volltextveröffentlichungen (3)

Besprechungen u.ä.

  • nomos.de , S. 31 (Entscheidungsbesprechung)

    Art. 3 Abs. 3 u. 4 LV M-V; § 37 Abs. 2 Satz 1 KWG M-V; Art. 21 Abs. 1, 38 Abs. 1 GG; § 36 Abs. 3 LVerfGG M-V
    Kommunalwahlrecht/5%-Sperrklausel

Zeitschriftenfundstellen

  • DVBl 2001, 317 (Ls.)
  • NVwZ 2001, 799 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BVerfG, 13.02.2008 - 2 BvK 1/07  

    Sperrklausel Kommunalwahlen

    Der vorliegende Fall zwingt nicht zur Beantwortung der bislang vom Bundesverfassungsgericht noch nicht entschiedenen Frage, unter welchen Voraussetzungen eine bloße Untätigkeit des Gesetzgebers im Wege des Organstreitverfahrens angreifbar ist (vgl. BVerfGE 92, 80 ; 103, 164 ; 107, 286 ; vgl. auch VfGH RP, Urteil vom 15. November 1971 - VGH 7/71 -, DVBl 1972, S. 783 ; VfGH NW, Urteil vom 6. Juli 1999 - VerfGH 14/98 und 15/98 -, DVBl 1999, S. 1271; LVerfG M-V, Urteil vom 14. Dezember 2000 - LVerfG 4/99 -, NordÖR 2001, S. 64 ).

    aa) Mit der Einführung der Direktwahl der Bürgermeister in hauptamtlich verwalteten Gemeinden sowie der Landräte ist das zentrale Element weggefallen, das bislang die Rechtfertigung der Fünf-Prozent-Sperrklausel im schleswig-holsteinischen Kommunalwahlrecht gestützt hat (vgl. auch LVerfG M-V, Urteil vom 14. Dezember 2000 - LVerfG 4/99 -, LKV 2001, S. 270 ; VfGH NW, NWVBl 1994, S. 453 ; so auch Puhl, in: Staat im Wort, Festschrift für Josef Isensee, 2007, S. 441 ).

  • StGH Bremen, 14.05.2009 - St 2/08  

    Prüfung der Verfassungsmäßigkeit der Wiedereinführung der Fünf-Prozent-

    Mecklenburg-Vorpommern: Wegfall der Sperrklausel durch Urteil des Landesverfassungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 14. Dezember 2000 (LVerfGE 11, 306 = LKV 2001, 270); Gesetz vom 12. September 2003 (GVBl. S. 442).

    Der Grundsatz der Chancengleichheit der Wahlbewerber ergibt sich für politische Parteien aus Art. 21 Abs. 1 GG; diese Bestimmung wirkt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unmittelbar in die Landesverfassungen hinein, ist deren Bestandteil (BVerfGE 1, 208, 227; 103, 332, 352 f.; 120, 82, 104; vgl. auch MVVerfG, LKV 2001, 270 ff., 272).

    Weder die rein theoretische Möglichkeit einer Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der kommunalen Vertretungsorgane noch die allgemeine und abstrakte Behauptung, es sei ohne Sperrklausel eine solche Beeinträchtigung zu erwarten, würde der verfassungsgerichtlichen Überprüfung standhalten (vgl. auch VerfGH Berlin, LKV 1998, 142, 143; MVVerfG, LKV 2001, 270, 274; BVerfGE 120, 82, 113 f.; a. A. HambVerfG, DÖV 1999, 296 ff., 299).

    Die Rechtsprechung hat dem Bestehen oder Nichtbestehen gerade dieser Kreationsfunktion eine besondere Bedeutung für die rechtliche Beurteilung der Zulässigkeit einer Sperrklausel im Kommunalwahlrecht zugemessen (MVVerfG, LKV 2001, 270, 274 f.; ThürVerfGH NVwZ-RR 2009, 1, 3).

  • LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 27.05.2003 - LVerfG 10/02  

    Fraktionsausschluss

    Nach der Rechtsprechung des Landesverfassungsgerichts, das sich der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts angeschlossen hat, ist eine politische Partei (nur) im Organstreitverfahren vor dem Landesverfassungsgericht beteiligtenfähig, soweit sie sich auf eine Verletzung ihres verfassungsrechtlichen Status aus Art. 3 Abs. 4 LV durch ein Verfassungsorgan beruft (LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 14.12.2000, LVerfGE 11, 306, 310 ff. = LKV 2001, 270 mwN. zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts).

    Das bedeutet, dass er tatsächliche Behauptungen substantiiert vortragen muss, die - ihre Richtigkeit unterstellt - eine Rechts- oder Pflichtverletzung bzw. eine unmittelbare Rechts- oder Pflichtengefährdung durch ein Verhalten des Antragsgegners möglich erscheinen lassen (LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 14.12.2000, LVerfGE 11, 306, 314 mwN. zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts).

    Als Maßnahme im Sinne des § 36 Abs. 1 LVerfGG kommt auch der Erlass eines Gesetzes in Betracht, wenn bereits darin die Verletzung von durch die Landesverfassung übertragenen Rechten bzw. Kompetenzen liegen kann (LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 11.07.1996, LVerfGE 5, 203, 217; Urt. v. 14.12.2000, LVerfGE 11, 306, 313).

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  • LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 16.12.2004 - LVerfG 5/04  

    Fraktionsmindeststärke für Gemeindevertretungen - Zulässigkeit eines Antrags

    Nach der Rechtsprechung des Landesverfassungsgerichts, das sich der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts angeschlossen hat, ist eine politische Partei (nur) im Organstreitverfahren vor dem Landesverfassungsgericht beteiligtenfähig, soweit sie sich auf eine Verletzung ihres verfassungsrechtlichen Status aus Art. 3 Abs. 4 LV durch ein Verfassungsorgan beruft (LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 14.12.2000, LVerfGE 11, 306, 310 ff. = LKV 2001, 270 MWN. zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts).

    Das bedeutet, dass er tatsächliche Behauptungen substantiiert vortragen muss, die - ihre Richtigkeit unterstellt - eine Rechts- oder Pflichtverletzung bzw. eine unmittelbare Rechts- oder Pflichtengefährdung durch ein Verhalten des Antragsgegners möglich erscheinen lassen (LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 14.12.2000, LVerfGE 11, 306, 314 mwN. zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts).

    Als Maßnahme im Sinne des § 36 Abs. 1 LVerfGG kommt auch der Erlass eines Gesetzes in Betracht, wenn bereits darin die Verletzung von durch die Landesverfassung übertragenen Rechten bzw. Kompetenzen liegen kann (LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, Urt. v. 11.07.1996, LVerfGE 5, 203, 217; Urt. v. 14.12.2000, LVerfGE 11, 306, 313).

  • BVerfG, 11.03.2003 - 2 BvK 1/02  

    Kommunalwahl-Sperrklausel II

    Die damit aufgeworfene, bislang vom Bundesverfassungsgericht noch nicht entschiedene Frage, unter welchen Voraussetzungen eine bloße Untätigkeit des Gesetzgebers im Wege des Organstreitverfahrens angreifbar ist (vgl. BVerfGE 92, 80 ; 103, 164 ; zustimmend VerfGH Rheinland-Pfalz, DVBl 1972, S. 783 ; VerfGH Nordrhein-Westfalen, DVBl 1999, S. 1271; LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, NordÖR 2001, S. 64 ), bedarf auch hier keiner abschließenden Antwort.
  • BVerfG, 08.03.2001 - 2 BvK 1/97  

    ÖDP

    Aus diesem Grunde kann hier die von einigen Landesverfassungsgerichten (vgl. VerfGH Rheinland-Pfalz, DVBl 1972, S. 783 ; VerfGH Nordrhein-Westfalen, DVBl 1999, S. 1271; LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, NordÖR 2001, S. 64 ) bejahte, vom Bundesverfassungsgericht bislang aber noch nicht entschiedene Frage, ob bloße Unterlassungen des Gesetzgebers im Wege des Organstreitverfahrens überhaupt angreifbar sind (vgl. BVerfGE 92, 80 ), weiter offen bleiben.
  • VerfG Brandenburg, 21.12.2006 - VfGBbg 20/06  

    Aus Subsidiaritätsgründen unzulässige Verfassungsbeschwerde einer parteinahen

    Das Landesverfassungsgericht schließt sich dieser Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts an (ebenso LVerfG M-V, Urteil vom 14. Dezember 2000 - LVerfG 4/99 -, LVerfGE 11, 306, 310 f.).

    Soweit sich eine politische Partei durch das Verhalten eines Verfassungsorgans in diesem Status beeinträchtigt sieht, kämpft sie auch insoweit um ihr Recht auf Teilhabe am Verfassungsleben (LVerfG M-V, Urteil vom 14. Dezember 2000 - LVerfG 4/99 -, LVerfGE 11, 306, 310 f.).

  • VerfG Brandenburg, 26.08.2011 - VfGBbg 6/11  

    Amt des Bürgermeisters und Kreistagsmandat: Unvereinbarkeit verfassungsgemäß

    Sie betrifft im Wesentlichen die Einschränkung der Wahlrechtsgleichheit durch 5%-Klauseln (vgl. hierzu Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 6. Juli 1999, DVBl. 1999, 1271; Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern [LVerfG MV Urteil] vom 14. Dezember 2000, LKV 2001, 270), Fragen der Haushaltsgesetzgebung (BVerfGE 79, 311, 343), die kommunale Neugliederung (z. B. LVerfG MV, Urteil vom 27. Juli 2007, DVBl. 2007, 1102) sowie die Ermittlung des Regelsatzes nach dem SGB II (Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 9. Februar 2010 - 1 BvL 1/09 -, NJW 2010, 505).

    Das Verfassungsgericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat u. a. mit seinem Urteil vom 14. Dezember 2000 (a.a.O.) entschieden, dass das Unterlassen des Landtags, der Frage einer weiteren Rechtfertigung der Sperrklausel des § 37 Abs. 2 Satz 1, 2.

  • VerfGH Thüringen, 11.04.2008 - VerfGH 22/05  

    Fünf-Prozent-Klausel für Kommunalwahlen nichtig

    Den für ihre Landesverfassungen vertretenen gegenteiligen Ansichten des Verfassungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen (vgl. 29. September 1994 - 7/94, NWVBl. 1994, 553 ff. sowie 21. November 1995 - 21/94 - NWVBl. 1995, 58 ff. und 23. Juli 2002 - 2/01 - DÖV 2003, 30) und des Landesverfassungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern (vgl. 14. Dezember 2000 - LVerfG 4/99 - LVerfGE 11, 306, 321 ff.) sowie des vorlegenden Verwaltungsgerichts folgt das Gericht für die Thüringer Verfassung nicht.
  • VG Weimar, 13.07.2005 - 6 K 5804/04  
    Der Verfassungsgerichtshof Mecklenburg-Vorpommern hat mit Urteil vom 14.12.2000 ( LVerfG 4/99 - LKV 2001, 270 ff. ) die dortige Sperrklausel (§ 37 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 2 MVKommWahlG) für verfassungswidrig erklärt und dazu ausgeführt, Sperrklauseln beeinträchtigten das Recht auf Chancengleichheit, indem sie Parteien oder Wählergruppen die das festgesetzte Quorum nicht erfüllten, von der Sitzzuteilung in der zu wählenden Volksvertretung ausschlössen.

    ( LKV 2001, 270, 273, 274, 276 ).

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 28.08.2001 - VerfGH 14/00  
  • StGH Baden-Württemberg, 09.03.2009 - GR 1/08  

    Feststellungsanträge von drei Abgeordneten des Landtags als unzulässig

  • LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 25.03.2010 - LVerfG 3/09  

    § 130 StGB; Art. 22 Abs. 1 Satz 1 VerfMV

  • LVerfG Mecklenburg-Vorpommern, 27.01.2011 - LVerfG 4/09  

    1. Die Frage der zu wahrenden parlamentarischen Höflichkeitsformen betrifft das

  • VerfGH Thüringen, 18.07.2006 - VerfGH 8/05  

    Staats- und Verfassungsrecht; Organstreitverfahren; Organstreitverfahren;

  • LVerfG Nordrhein-Westfalen, 28.08.2001 - VerfGH 14/00  
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