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   OLG München, 11.05.1998 - 11 W 864/98   

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    Ablehnung eines Sachverständigen: Verliert er seinen Entschädigungsanspruch? (IBR 1999, 554)

Verfahrensgang

  • LG München I - 8 O 2099/96
  • OLG München, 11.05.1998 - 11 W 864/98

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 1998, 1687
  • MDR 1998, 1123
  • AnwBl 1999, 356
  • IBR 1999, 554



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Wird zitiert von ... (16)  

  • OLG Naumburg, 21.11.2001 - 13 W 604/01  

    Sachverständige - Unverwertbares Gutachten: Dennoch Entschädigungsanspruch?

    Daraus wird zu Recht abgeleitet, daß der Sachverständige seinen Entschädigungsanspruch nur dann verliert, wenn die Unverwertbarkeit seines Gutachtens auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht (OLG München MDR 1984, 948; OLG Koblenz BB 1988, 1490; 1993, 1975; OLG Hamm FamRZ 1994, 974 f.; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1353; OLG München NJW-RR 1998, 1687; Hartmann, Kostengesetze, 30. Aufl., § 3 ZSEG Rdn. 14; § 1 ZSEG Rdn. 46 f., 50; Zöller/Greger, ZPO, 22. Aufl., § 414 Rdn. 7).

    Ist danach der Entschädigungsanspruch verwirkt, entstand er vorliegend auch nicht deshalb erneut, weil das Folgegutachten auf den Leistungen des Sachverständigen aufbaute und deshalb billiger wurde oder sich die Parteien die Leistungen des Sachverständigen zu Eigen machten (OLG München NJW-RR 1998, 1687 [1688]; Hartmann, § 1 ZSEG Rdn. 50).

  • OLG Düsseldorf, 20.03.2006 - 5 U 151/04  

    Sachverständige - Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit

    a) Als ein die Besorgnis der Befangenheit rechtfertigender Grund wird es angesehen, wenn ein Sachverständiger zu einem von ihm zur Vorbereitung des Gutachtens anberaumten Termin nur eine der beiden Parteien hinzuzieht, die andere hingegen nicht (OLG Saarbrücken, a.a.O.; OLG München, Beschluss vom 11.05.1998, 11 W 864/98, NJW-RR 1998, 1687f = MDR 1998, 1123 m.w.N.; Zöller/Vollkommer, ZPO, 24. Aufl. 2005, Rz. 8 zu § 406).

    Der Anspruch des Sachverständigen auf Entschädigung seiner gutachterlichen Leistungen könnte allenfalls dann entfallen, wenn er die Unverwertbarkeit seines Gutachtens durch grob fahrlässiges Verhalten verursacht hat (vgl. OLG München, Beschluss vom 11.05.1998, 11 W 864/98, MDR 1998, 1123).

  • OLG Celle, 05.09.2007 - 6 W 82/07  

    Sachverständige - Vergütung bei unverwertbarem Gutachten?

    Soweit im weiteren Verfahren die Begutachtung durch den Sachverständigen R. doch noch ganz oder teilweise verwertet werden sollte, müsste ein neuer Antrag auf Festsetzung einer Entschädigung geltend gemacht werden (vgl. OLG München, MDR 1998, 1123).
mehr
  • OLG Frankfurt, 06.05.2004 - 25 W 27/04  

    Sachverständige - Honorar trotz Befangenheits-Ablehnung?

    Daher entfällt der Entschädigungsanspruch des Sachverständigen nur dann, wenn er die Unverwertbarkeit seines Gutachtens grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht (vgl. OLG Frankfurt am Main OLGR 2003, 311, 312; OLG Sachsen-Anhalt, B. vom 21.11.2001, Iuris KORE 416342002; OLG Frankfurt am Main OLGR 1998, 123; OLG München MDR 1998, 1123; OLG Düsseldorf NJW-RR 1997, 1353; OLG Hamm FamRZ 1994, 974; OLG Koblenz JurBüro 1988, 1732; OLG Köln JurBüro 1982, 890; OLG Düsseldorf JurBüro 1981, 593; OLG Hamm MDR 1979, 942; OLG Hamburg MDR 1978, 237; OLG Frankfurt am Main NJW 1977, 1502; Nachweise zur älteren Rechtsprechung bei BGH NJW 1976, 1154, 1155).
  • OLG Koblenz, 08.12.2009 - 14 W 769/09  

    Sachverständige - Vergütungsanspruch nach Ablehnung wegen Befangenheit?

    Allerdings können gutachterliche Leistungen eines abgelehnten Sachverständigen dadurch honorierbar werden, dass sie am Ende verfahrensmäßig benutzt werden, indem etwa ein vom Gericht eingesetzter Sachverständiger daran anknüpft oder sie von den Parteien zur Basis eines Vergleichs gemacht worden sind (OLG Düsseldorf Rpfl. 1991, 527; OLG München MDR 1998, 1123; LG Bayreuth JurBüro 1991, 437).
  • OLG Düsseldorf, 30.08.2001 - 10 W 88/01  

    Entschädigungsanspruch für Gutachtenstätigkeit bei Selbsttötung des

    Eine Versagung der Entschädigung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, etwa wenn das vorgelegte Gutachten aufgrund inhaltlicher, objektiv feststellbarer Mängel unverwertbar ist und der Sachverständige die Unverwertbarkeit verschuldet hat (vgl. Senat, Beschluss vom 31. Mai 2001, Az. 10 WF 10/01; OLG München OLGRep. 1999, 49; Hanseatisches OLG Hamburg, JurBüro 2000, 663; Hartmann, Kostengesetze, 30. Aufl. 2001, § 1 ZSEG, Rdn. 47 und 48; Meyer/Höver/Bach, a.a.O., § 3 Rdn. 12.4).
  • KG, 06.08.2004 - 6 W 135/04  

    Sachverständige - Gutachtenerstellung durch Dritte: Honorarverlust?

    Eine schuldhafte Pflichtverletzung, die zur Unverwertbarkeit des Gutachtens führt, hat zur Folge, dass dem Sachverständigen hierfür keine Entschädigung zu bewilligen ist (OLG München NJW-RR 1998, 1687; Roeßner in Praxishandbuch Sachverständigenrecht, § 41 Rn. 87).
  • OLG Frankfurt, 13.01.2003 - 3 WF 226/02  

    Sachverständige - Gutachten unverwertbar: Fällt Vergütungsanspruch weg?

    Die überwiegende Meinung in Literatur und Rechtsprechung sieht einen Wegfall des Entschädigungsanspruchs des Sachverständigen nur dann gegeben, wenn diesen an der objektiven Unbrauchbarkeit des Gutachtens ein vorsätzliches Verschulden trifft oder er diese zumindest durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat (Vorsatz: OLG Koblenz BB 1993, 1975; Amtsgericht Dortmund, JurBüro 1995, 151; grobe Fahrlässigkeit: Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg JurBüro 2000, 663; Oberlandesgericht Koblenz FamRZ 2001, 114; Bay. Oberlandesgericht München MDR 1998, 1123; Hartmann, Kommentar zum Zeugen- und Sachverständigengesetz, 31. Auflage, 2002, Rdnr. 46 ff. zu § 1; Meyer-Höver, a.a.O.).
  • OLG Karlsruhe, 23.02.2010 - 14 W 37/09  

    Sachverständige - Keine Benachrichtigung einer Partei von Ortstermin: Befangen!

    Führt ein Sachverständiger jedoch zur Vorbereitung seines Gutachtens eine Orts- und Sachbesichtigung in Anwesenheit nur einer der Parteien durch, ohne die andere zu benachrichtigen und ihr Gelegenheit zur Teilnahme zu geben, so läßt ihn dies nach herrschender Meinung als befangen erscheinen (BGH NJW 1975, 1363; OLG Bremen OLGR 2009, 700; OLG Frankfurt OLGR 2009, 573; OLG Saarbrücken OLGR 2007, 636; OLG Nürnberg MDR 2007, 237; OLG Jena MDR 2000, 169; OLG Oldenburg BauR 2004, 1817; OLG Koblenz MDR 2004, 831; OLG München NJW-RR 1998, 1687; OLG Dresden NJW-RR 1997, 1354, 1355; Greger in: Zöller, ZPO, 27. Aufl., § 406 Rn 8; Leipold in: Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 406 Rn 28; Huber in: Musielak, ZPO, 7. Aufl., § 406 Rn 6; Reichold in: Thomas-Putzo, ZPO, 29. Aufl., § 406 Rn 2).
  • OLG Bremen, 06.07.2009 - 3 U 6/07  

    Sachverständige - Unzulässiger Ortstermin: Keine Vergütung!

    Das kann insbesondere dann der Fall sein, wenn der Sachverständige erfolgreich abgelehnt wird, weil er ohne Informierung der einen Partei einen Ortstermin in Anwesenheit nur der Gegenpartei durchführt (OLG München, Beschluss v. 11.05.1998 - 11 W 864/98, MDR 1998, 1123; Zöller/Greger, a.a.O.).
  • LG Wuppertal, 21.11.2006 - 6 T 650/06  
  • OLG Naumburg, 07.01.2010 - 5 W 1/10  

    Sachverständige - Verlust des Vergütungsanspruchs durch Ablehnung

  • OLG Nürnberg, 06.02.2007 - 2 W 192/07  

    Sachverständige - Sachverständigenvergütung: Versagung und Rückforderung

  • LG Bad Kreuznach, 08.10.2009 - 3 OH 7/08  

    Sachverständige - Kein Vergütungsanspruch bei Unverwertbarkeit des Gutachtens

  • OLG Oldenburg, 21.06.2001 - 3 WF 34/01  
  • VGH Bayern, 21.02.2012 - 10 M 12.268  

    Kostenansatz; Erinnerung; unrichtige Sachbehandlung; Parteiöffentlichkeit;

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