Rechtsprechung
| OLG Celle, 11.02.2003 - 6 W 9/03 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
Testamentsauslegung: Auslegung einer Sanktionsklausel im gemeinschaftlichen Testament als Schlusserbeneinsetzung des Kindes; Grenzen der Bindungswirkung des Ehegattentestaments
- Niedersächsische Oberlandesgerichte
BGB § 2269
Testament - Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Testamentsauslegung: Auslegung einer Sanktionsklausel im gemeinschaftlichen Testament als Schlusserbeneinsetzung des Kindes; Grenzen der Bindungswirkung des Ehegattentestaments
- IWW
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 2269
Stillschweigende Einsetzung des Kindes als Schlusserbe- Bindungswirkung des gemeinschaftlichen Testaments - Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Erbrecht; Testament
Besprechungen u.ä.
- IWW (Entscheidungsbesprechung)
Testamentsauslegung - Pflichtteilsstrafklausel
Verfahrensgang
- LG Hildesheim, 06.02.2003 - 4 O 27/03
- OLG Celle, 11.02.2003 - 6 W 9/03
- OLG Celle, 11.02.2003 - 69 W 27/03
Zeitschriftenfundstellen
- MDR 2003, 813
Wird zitiert von ... (4)
- OLG Celle, 12.06.2003 - 6 U 239/02
Berliner Testament: Beeinträchtigende Schenkung zu Lasten eines Schlusserben …
Sie kann sich isoliert betrachtet auch darauf beschränken, den den Pflichtteil verlangenden Abkömmling nach dem Tod des Längstlebenden von der gesetzlichen Erbfolge auszuschließen, also lediglich eine bedingte Enterbung enthalten (vgl. Beschluss des Senats vom 11. Februar 2003 - 6 W 9/03 -, in: OLGR 2003, 123).Der Anspruch aus § 2287 BGB entsteht nämlich erst in dem Zeitpunkt, in dem dem beeinträchtigten Schlusserben die Erbschaft angefallen ist (Beschluss des Senats vom 11. Februar 2003 - 6 W 9/03 -, in: OLG-Report 2003, 123).
- OLG Karlsruhe, 19.01.2006 - 14 Wx 28/05
Gemeinschaftliches Testament: Schlusserbeneinsetzung der Kinder durch eine …
Dies entspricht der herrschenden Meinung (vgl. OLG Hamm, DNotZ 1951, 41;… Staudinger/Kanzleiter, BGB, 13. Bearb. § 2269 Rdn. 24; ebenfalls für nicht zwingend oder nicht ausreichend halten die Klausel: OLG Saarbrücken, NJW-RR 1992, 841 jedenfalls bei einem Erbvertrag; OLG Saarbrücken, NJW-RR 1994, 844; OLG Bremen, ZEV 1994, 365;… OLG Karlsruhe a.a.O.; OLG Celle, MDR 2003, 813;… Erman/Schmidt, BGB 11. Aufl. § 2269 Rdn. 7;… Lange/Kuchinke, Erbrecht 5. Aufl. § 24 IV 1 c; das Bayerische Oberste Landesgericht - BayObLG 59, 199 und 60, 216 - läßt zwar offen, ob eine Pflichtteilsstrafklausel im Zweifel nicht als Erbeinsetzung auszulegen ist, entnimmt einen entsprechenden Willen der testierenden Eheleute jedoch nicht der Klausel, sondern fordert eine Würdigung aller in Betracht kommenden außertestamentarischen Umstände;… nicht eindeutig: Musielak, in: Münchener Kommentar zum BGB, 4. Aufl. § 2269 Rdn. 14: Klausel "spricht für" Schlußerbeneinsetzung;… Jauernig/Stürner, BGB 10. Aufl. § 2269 Rdn. 3: Auslegung als Schlußerbeneinsetzung "liegt nahe";… Bamberger/Roth/Litzenburger, BGB § 2269 Rdn. 22: "unter besonderen Umständen";… für ausreichend halten die Klausel: Johannsen in BGB-RGRK 12. Aufl. § 2269 Rdn; 5;… Soergel/Wolf, BGB 13. Aufl. § 2269 Rdn. 14; wohl auch OLG Frankfurt, FGPrax 2001, 246). - OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
Pflichtteilsstrafklausel in einem gemeinschaftlichen Ehegattentestament
- OLG Hamm, 19.10.2010 - 10 U 79/10 Diese Zweckbestimmung setzt nicht notwendig eine gleichzeitige Einsetzung der Abkömmlinge als Schlusserben des Längstlebenden voraus ( OLG Hamm, Urteil vom 03.03.2009, 10 U 95/08 juris-Rn 54; OLG Celle MDR 2003, 813 juris-Rn 3; OLG Saarbrücken NJW-RR 1994, 844 ).
