Rechtsprechung
| BVerfG, 05.10.1960 - 2 BvR 536/60 |
Volltextveröffentlichungen
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Einstweilige Anordnung gegen die Niedersächsischen Kommunalwahlen 1960
Verfahrensgang
- BVerfG, 05.10.1960 - 2 BvR 536/60
- BVerfG, 08.11.1960 - 2 BvR 536/60
- BVerfG, 15.11.1960 - 2 BvR 536/60
Zeitschriftenfundstellen
- BVerfGE 11, 306
- NJW 1960, 2285 (Ls.)
Wird zitiert von ... (8)
- BVerfG, 03.05.1994 - 2 BvR 2760/93
Isserstedt
(1) Das Bundesverfassungsgericht hat es zwar als einen schweren Nachteil für das Gemeindewohl angesehen, wenn Wahlen in einer Situation der Rechtsunsicherheit durchgeführt werden müßten, weil ihre Rechtsgrundlagen umstritten und ihr Ergebnis möglicherweise alsbald gegenstandslos würde (vgl. BVerfGE 11, 306 [309]). - BVerfG, 17.11.1972 - 2 BvR 820/72
Wahlsendung NPD
- VerfG Brandenburg, 30.11.1993 - VfGBbg 3/93
Verfassungsgericht Potsdam: Ablehnung einer einstweiligen Anordnung zur …
Insoweit die Antragsteller hierzu auf Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Bezug nehmen, lagen diesen Entscheidungen nicht vergleichbare Sachverhalte zugrunde (BVerfGE 1, 1; 7, 367; 11, 306).
- BVerfG, 11.05.1964 - 2 BvR 230/64
Keine einstweilige Anordnung auf Verschiebung von Kommunalwahlen
Das Bundesverfassungsgericht muß vielmehr die Folgen gegeneinander abwägen, die eintreten würden, wenn eine einstweilige Anordnung nicht erginge, die Verfassungsbeschwerde in der Hauptsache jedoch Erfolg haben würde, gegen die Nachteile, die entstehen würden, wenn die begehrte einstweilige Anordnung erlassen würde (BVerfGE 3, 34 [37]; 3, 41 [44]; 6, 1 [4]; 11, 102 [104]; 11, 306 [308 f.]; 12, 276 [279]).Insofern unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von dem durch Beschluß vom 5. Oktober 1960-2 BvR 536/60 - entschiedenen Fall (BVerfGE 11, 306ff.), bei dem die Verfassungsmäßigkeit des Wahlgesetzes selbst und damit die Gültigkeit der bevorstehenden Kommunalwahlen insgesamt aus gewichtigen Gründen in Zweifel gezogen worden waren.
- BVerfG, 18.11.1995 - 2 BvR 1953/95
Keine einstweilige Anordnung gegen das bayerische Kommunalwahlrecht
Angesichts solcher - irreparablen - Nachteile hat sich das Bundesverfassungsgericht bei der Außervollzugsetzung von Wahlgesetzen größte Zurückhaltung auferlegt und einstweilige Anordnungen nur bei Vorliegen besonders gewichtiger Gründe erlassen (vgl. BVerfGE 81, 53 ,55, - mögliche Verletzung grundlegender Verfassungsprinzipien ,Bestimmung des Wahlvolkes als Ausgangspunkt aller demokratischer Legitimation,; BVerfGE 82, 353 ,369, - besondere staatspolitische Bedeutung der ersten gesamtdeutschen Wahl; BVerfGE 11, 306 ,309, - Vorliegen besonderer Rechtsunsicherheit; zu ablehnenden Entscheidungen vgl. BVerfGE 3, 41 ,44 f.,; 11, 102 ,104,; ferner BVerfGE 18, 151 ,154 f.,). - BVerfG, 24.06.1963 - 2 BvQ 1/63
Keine einstweilige Anordnung gegen die Ratifizierung des deutsch-niederländischen …
Die Verfassungsbeschwerde ist schließlich auch nicht offensichtlich unbegründet (vgl. zu diesen Zulässigkeitsvoraussetzungen BVerfGE 7, 99 [105]; 7, 367 [371]; 11, 306 [308]; 12, 36 [39 f.]). - BVerfG, 27.07.1964 - 2 BvR 230/64
Keine einstweilige Anordnung gegen Versagung von Parteienfinanzierung
Das Bundesverfassungsgericht hat die Folgen abzuwägen, die eintreten würden, wenn eine einstweilige Anordnung nicht ergeht, die angegriffenen Maßnahmen in dem späteren Verfahren jedoch für verfassungswidrig erklärt werden, gegen die Nachteile, die entstehen würden, wenn die angegriffene Regelung vorläufig außer Anwendung gesetzt würde (BVerfGE 3, 34 [37]; 3, 41 [44];6,1 [4]; 11, 102 [104]; 11, 306 [308f.];12,276 [279]). - BVerfG, 17.12.1960 - 2 BvQ 4/60
Einstweilige Anordnung gegen die Ausstrahlung von Fernsehsendungen durch eine …
Diese Rechtsunsicherheit kann das Gericht zum Anlaß nehmen, eine einstweilige Anordnung nach § 32 Abs. 1 BVerfGG zu erlassen (vgl. Beschluß vom 5. Oktober 1960 2 BvR 536/60).
Rechtsprechung
| BGH, 06.10.1960 - II ZR 215/58 |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- reference-global.com (Leitsatz und Auszüge)
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 33, 189
- NJW 1960, 2285
- JR 1961, 19
Wird zitiert von ... (35)
- BGH, 19.04.1971 - II ZR 98/68
Umfang des Verbots des Selbstkontrahierens
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - FG Hessen, 10.05.1995 - 4 K 3361/94 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BFH, 23.10.1996 - I R 71/95
In-Sich-Geschäft des Alleingeschäftsführers
Eine einem Alleingesellschafter nach dem 31. Dezember 1980 erteilte allgemeine Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot bedarf einer Regelung in der Satzung und der Eintragung im Handelsregister (Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 6. Oktober 1960 II ZR 215/58, BGHZ 33, 189, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1960, 2285; BGH-Beschlüsse vom 28. Februar 1983 II ZB 8/82, BGHZ 87, 59 = GmbH-Rundschau - GmbHR - 1983, 269; vom 8. April 1991 II ZB 3/91, BGHZ 114, 167, GmbHR 1991, 261, 262; Senatsurteile in BFHE 164, 255, BStBl II 1991, 597; vom 31. Mai 1995 I R 64/94, BFHE 178, 321, BStBl II 1996, 246;… vom 30. August 1995 I R 128/94, BFH/NV 1996, 363, jeweils m. w. N.).
- BFH, 13.03.1991 - I R 1/90
Weiterwirkende Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot bei Übergang zur …
Entgegen dem Regierungsentwurf des Änderungsgesetzes (…BTDrucks 8/1347, S. 43) ging der Gesetzgeber übereinstimmend mit früherer Rechtsprechung (BGH-Urteil vom 6. Oktober 1960 II ZR 215/58, BGHZ 33/189, 194) davon aus, daß die Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB im Gesellschaftsvertrag enthalten sein müsse (vgl. BGH in BGHZ 87, 59, 60). - BGH, 28.02.1983 - II ZB 8/82
Gestattung des Selbstkontrahierens
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 08.04.1991 - II ZB 3/91
Befreiung vom Verbot des Selbstkontrahierens
Die Einfügung dieser Bestimmung durch die GmbH-Novelle 1990 hat mithin lediglich den Meinungsstreit, in dem auch die höchstrichterliche Rechtsprechung wechselnde Standpunkte vertreten hatte (vgl. dazu BGHZ 33, 189 einerseits sowie BGHZ 56, 97 und 75, 358 andererseits), über die Frage beendet, ob § 181 BGB auch für Rechtsgeschäfte des geschäftsführenden Alleingesellschafters einer GmbH mit sich selber gilt.Es liegt auf der Hand, daß der Rechtsausschuß dabei von der allein in seinem Blickfeld liegenden Situation einer bereits als Einmann-Gesellschaft bestehenden GmbH ausgegangen ist, in der dem Alleingesellschafter (erstmals) eine bisher noch nicht bestehende Ermächtigung zur Vornahme von Insichgeschäften mit der Gesellschaft erteilt werden soll, was in der Tat regelmäßig nur durch eine entsprechende Satzungsänderung (vgl. BGHZ 33, 189, 193) möglich ist.
- BGH, 18.02.2009 - XII ZR 156/07
Familienrecht - Zulässigkeit der Anfechtungsklage des minderjährigen Kindes?
Denn auch wenn es an den materiell-rechtlichen Voraussetzungen für eine Pflegschaft fehlt, berechtigt dies das Prozessgericht grundsätzlich nicht, die Befugnis des bestellten Pflegers zu verneinen, den Prozess für das Kind zu führen (vgl. BGHZ 33, 189, 201). - BFH, 31.05.1995 - I R 64/94
Verdeckte Gewinnausschüttung bei unklarer Rechtslage
Dabei kann insoweit dahingestellt bleiben, ob die unter 2. genannten Grundsätze nicht auch insoweit entsprechend anzuwenden wären, weil die Zulässigkeit und Notwendigkeit des Handelsregistereintrags erst durch Rechtsprechungsänderung in der Entscheidung des BGH vom 28. Februar 1983 II ZB 8/82 (BGHZ 87, 59) bestätigt wurde (vgl. zur Rechtslage vor dieser Entscheidung z. B. Oberlandesgericht - OLG - Frankfurt am Main, Beschluß vom 3. Dezember 198 ... 0 W 819/82, Betriebs-Berater - BB - 1983, 146; BGH-Urteil vom 6. Oktober 1960 II ZR 215/58, BGHZ 33, 189, 192). - FG München, 26.01.1995 - 15 K 3163/94 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BFH, 15.10.1997 - I R 19/97
Selbstkontrahierungsverbot und Gesellschafterverträge
Eine einem Alleingesellschafter nach dem 31. Dezember 1980 erteilte allgemeine Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot bedarf einer --konstitutiv wirkenden-- Regelung in der Satzung und der --allerdings lediglich deklaratorischen-- Eintragung im Handelsregister (Bundesgerichtshof --BGH--, Urteil vom 6. Oktober 1960 II ZR 215/58, BGHZ 33, 189, Neue Juristische Wochenschrift - NJW 1960, 2285; BGH-Beschlüsse vom 28. Februar 1983 II ZB 8/82, BGHZ 87, 59 = GmbH-Rundschau - GmbHR 1983, 269; vom 8. April 1991 II ZB 3/91, BGHZ 114, 167 , GmbHR 1991, 261, 262; Senatsurteile in BFHE 164, 255 , BStBl II 1991, 597 ; vom 31. Mai 1995 I R 64/94, BFHE 178, 321, BStBl II 1996, 246 ;… vom 30. August 1995 I R 128/94, BFH/NV 1996, 363, Deutsches Steuerrecht - DStR 1995, 1791, jeweils m.w.N.). - BFH, 30.08.1995 - I R 128/94
- OLG Nürnberg, 05.03.2010 - 12 W 376/10
Anwendbarkeit des neuen Rechts auf eine Handelsregisterbeschwerde; Beschwerde …
- BGH, 19.11.1979 - II ZR 197/78
Nachweis des Insichgeschäfts bei Einmann-Gesellschafter
- BFH, 17.09.1992 - I R 89/91
In-sich-Geschäfte eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers
- BGH, 24.05.1976 - II ZR 164/74
- BGH, 07.02.1972 - II ZR 169/69
Rechtsfolgen der Gestattung eines Insichgeschäfts
- BGH, 27.09.1972 - IV ZR 225/69
Zulässigkeit des Selbstkontrahierens bei lediglich rechtlichem Vorteil
- BGH, 28.06.1966 - 1 StR 414/65
KO (a.F.) § 240 Abs. 1 Nr. 1; StGB § 283 Abs. 1 Nr. 8
- BFH, 22.09.1976 - I R 68/74
Im voraus zu treffende Vereinbarungen zwischen einer Kapitalgesellschaft und dem …
- KG, 21.03.2006 - 1 W 252/05
GmbH: Voraussetzung für die Befreiung des Geschäftsführers vom Verbot des …
- BayObLG, 07.05.1984 - BReg. 3 Z 163/83
Der Einmann-Gesellschafter stellt die Gesellschafterversammlung dar; Erfordernis …
- OLG Dresden, 04.12.2001 - 2 U 1145/01
Aufsichtsrat
- BFH, 11.02.1997 - I R 58/96
- BGH, 17.05.1971 - III ZR 53/68
Rechtsnatur der Befreiung vom Verbot des Selbstkontrahierens
- BGH, 30.11.1967 - II ZR 68/65
Vertretung der GmbH bei Vornahme eines Sozialakts
- BFH, 17.09.1992 - I R 98/91
In-sich-Geschäfte eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers
- BGH, 21.09.1967 - II ZR 150/65
- BFH, 31.07.1974 - I R 42/72
BGB § 181; GmbHG § 43 Abs. 1; KStG § 6 Abs. 1 Satz 2
- OLG Hamm, 02.10.1980 - 15 W 117/80
- BayObLG, 10.04.1981 - BReg. 1 Z 26/81
Beferiung des alleinigen Geschäftsführers und Gesellschafters einer GmbH von den …
- OLG Hamm, 21.02.1983 - 15 W 87/82
- BGH, 18.11.1968 - II ZR 121/67
- OLG München, 21.06.1983 - 19 U 1328/83
- FG Hessen, 15.10.1991 - 4 K 5274/90
- LG Saarbrücken, 15.03.2000 - 5 T 140/00
Genehmigung des vollmachtlosen Selbstkontrahierens
