Rechtsprechung
   BGH, 27.09.1991 - V ZR 55/90   

Volltextveröffentlichungen (2)

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    Feststellung schwerer Verfehlung des Beschenkten durch Revisionsgericht

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1992, 183
  • MDR 1992, 182
  • WM 1992, 71



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Wird zitiert von ... (23)  

  • BGH, 19.01.1999 - X ZR 42/97  

    Berücksichtigung vermögensmindernder Aufwendungen des Beschenkten vor Zugang der

    Rechtlich zutreffend und von der Revision unbeanstandet ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß eine Rückforderung des Geschenks nach §§ 530 Abs. 1, 531 BGB objektiv eine Verfehlung mit einem gewissen Maß an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraussetzt, die einen Mangel an Dankbarkeit erkennen läßt (st. Rspr.; z.B. BGH, Urt. v. 27.9.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184 m.w.N.).

    Unterbindet der Beschenkte die Ausübung eines dem Schenker vorbehaltenen Nutzungsrechts, so kann dies, je nach den Umständen des Einzelfalls entweder schon für sich allein, oder, wie hier, jedenfalls in Verbindung mit weiteren Verfehlungen, die Annahme groben Undanks rechtfertigen (vgl. BGH, Urt. v. 27.9.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184).

    Das hat zur Folge, daß der Beschenkte das Geschenk nur Zug um Zug gegen Ersatz dieser Aufwendungen herauszugeben hat (vgl. BGH, Urt. v. 27.9.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184; Urt. v. 11.1.1980 - V ZR 155/78, NJW 1980, 1789, 1790; MünchKomm./Lieb, BGB, 3. Aufl., § 818 Rdn. 54a).

    Soweit sich frühere Erkenntnisse des Bundesgerichtshofes zum Sonderfall des Schenkungswiderrufs dahin verstehen lassen sollten, daß nur solche Aufwendungen des Beschenkten bereicherungsmindernd berücksichtigt werden können, die zu einer bei Rückgabe des Geschenks noch vorhandenen Wertsteigerung geführt haben (vgl. BGH, Urt. v. 27.9.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184; Urt. v. 11.1.1980 - V ZR 155/78, NJW 1980, 1789, 1790), wird hieran nicht festgehalten.

  • BGH, 07.12.2001 - V ZR 65/01  

    Immobilien - "falsa demonstratio non nocet" gilt auch bei Auflassung

    Der Senat kann aber gemäß § 565 Abs. 3 Nr. 1 ZPO in der Sache abschließend entscheiden, weil der Sachverhalt geklärt ist und die weiteren Feststellungen des Berufungsgerichts ausreichen, um dem Senat das Nachholen der von dem Berufungsgericht versäumten zwingenden Schlußfolgerungen zu ermöglichen (vgl. Senat, Urt. v. 14. Dezember 1990, V ZR 223/89, NJW 1991, 1180, 1181; Urt. v. 27. September 1991, V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184).
  • BGH, 11.07.2000 - X ZR 89/98  

    Immobilien - Voraussetzung der Bejahung des groben Undanks des Beschenkten

    a) § 530 Abs. 1 BGB setzt nicht nur eine objektiv schwere Verfehlung des Beschenkten voraus; es ist ferner nötig, daß die Verfehlung Ausdruck einer Gesinnung des Beschenkten ist, die in erheblichem Maße (BGH, Urt. v. 28.10.1982 - IX ZR 62/82, FamRZ 1983, 349) die Dankbarkeit vermissen läßt, die der Beschenkte erwarten kann (BGH, Urt. v. 27.09.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184).

    So hat der Bundesgerichtshof bei Weigerung, das geschenkte Grundstück mit der zugesagten Grundschuld zu belasten, bei Weigerung, ein vorbehaltenes Wohnrecht zu erfüllen, oder bei Weigerung, die vorbehaltene Nutzung des Gartens des geschenkten Grundstücks zu gewähren, einen Widerruf wegen groben Undanks für möglich gehalten (BGH, Urt. v. 05.02.1993 - V ZR 181/91, NJW 1993, 1577; Urt. v. 30.03.1984 - V ZR 241/82; Urt. v. 27.09.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183).

mehr
  • BGH, 30.04.1993 - V ZR 234/91  

    Keine Berücksichtigung der DDR-Verjährung von Amts wegen - Verwirkung des

    Sind nämlich bei einer fehlerhaften Subsumtion unter einen unbestimmten Rechtsbegriff weitere tatsächliche Feststellungen weder erforderlich noch zu erwarten, eröffnen die gesetzliche Pflicht zur eigenen Sachentscheidung und das Gebot der Prozeßökonomie dem Revisionsgericht die Möglichkeit, die Anknüpfungstatsachen durch tatsächliche Schlüsse selbst dahin zu würdigen, ob die Subsumtion unter dem rechtlichen Tatbestand (hier: Verwirkung) möglich wird (Gottwald, Die Revisionsinstanz als Tatsacheninstanz, Berlin, 1975, S. 233; vgl. auch Senatsurt. v. 27. September 1991, V ZR 55/90, NJW 1992, 183 ).
  • BGH, 04.12.2001 - X ZR 167/99  

    Schenkung - Widerruf wegen groben Undanks

    Eine schwere Verfehlung setzt objektiv ein gewisses Maß an Schwere und subjektiv eine tadelnswerte Gesinnung voraus; diese muß Ausdruck einer Gesinnung des Beschenkten sein, die in erheblichem Maße (BGH, Urt. v. 28.10.1982 - IX ZR 62/82, FamRZ 1983, 349) die Dankbarkeit vermissen läßt, die der Beschenkte erwarten kann (st. Rspr. BGHZ 87, 145, 149; BGH, Urt. v. 27.9.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184; BGHZ 145, 35).
  • BGH, 07.02.2003 - V ZR 42/02  

    Immobilien - Anspruch auf Rückübertragung eines Grundstücks

    Da das Berufungsgericht die Auslegung des Vertrages unterlassen hat, kann sie der Senat selbst vornehmen, weil Feststellungen nicht zu treffen sind und weiteres Vorbringen der Parteien zu dieser Frage nicht zu erwarten ist (vgl. Senat, BGHZ 122, 308, 316, Urt. v. 24. Juni 1988, V ZR 49/87, NJW 1988, 2878, 2879, u. v. 27. Dezember 1991, V ZR 55/90, NJW 1992, 183).
  • OLG Köln, 19.03.2002 - 11 W 19/02  

    Schenkungswiderruf bei Gefährdung des Wohnungsrechts des Schenkers durch

    Als grober Undank (zum Begriff vgl. etwa BGHZ 87, 145, 149; BGH, NJW 1992, 183, 184; 2000, 2301) erscheint schon die glaubhaft gemachte Tatsache, dass die Antragsgegnerin ihre Eltern inzwischen als "asozialer Asi" bezeichnet und dass sie ihnen angekündigt hat, sie "unter die Erde zu bringen".

    Die nachhaltige Missachtung der vom Beschenkten dem Schenker gegenüber übernommenen Pflichten ist in der Rechtsprechung bereits mehrfach als grober Undank gewertet worden, so bei der Weigerung, das geschenkte Grundstück mit der zugesagten Grundschuld zu belasten, bei der Weigerung, ein vorbehaltenes Wohnrecht zu erfüllen, oder bei Weigerung, die vorbehaltene Nutzung des Gartens des geschenkten Grundstücks zu gewähren (vgl. BGH, NJW 1992, 183; 1993, 1577; vgl. auch BGH, NJW 2000, 3201 f.).

  • BAG, 06.09.1994 - 9 AZR 92/93  

    Urlaubsgeld und Erziehungsurlaub

    a) Das Revisionsgericht hat auch ohne Rüge von Amts wegen zu prüfen, ob eine sog. Prozeßfortführungsvoraussetzung (Zöller/Schneider, ZPO, 18. Aufl., § 559 Rz 8; BGH Urteil vom 27. September 1991 - V ZR 55/90 - WM 1992, 71) noch besteht.
  • BGH, 03.11.1995 - V ZR 102/94  

    Erfüllung eines vor der Wiedervereinigung eingeräumten Ankaufsrechts an einem

    Das kann der Senat, da das Berufungsgericht insoweit die notwendigen Feststellungen getroffen hat, selbst entscheiden (vgl. z.B. Senatsurt. v. 27. September 1991, V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184).
  • BGH, 05.10.2004 - X ZR 25/02  

    Gesellschaftsrecht - Rückforderungsrecht bei Zweckschenkung

    Die den Widerruf der Schenkung wegen groben Undanks regelnde Bestimmung des § 530 Abs. 1 BGB setzt nicht nur eine objektiv schwere Verfehlung des Beschenkten voraus; es ist ferner nötig, daß die Verfehlung Ausdruck einer Gesinnung des Beschenkten ist, die in erheblichem Maße (BGH, Urt. v. 28.10.1982 - IX ZR 62/82, FamRZ 1983, 349) die Dankbarkeit vermissen läßt, die der Schenker erwarten kann (BGH, Urt. v. 27.09.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184; Senat BGHZ 145, 35, 38).
  • BGH, 05.02.1993 - V ZR 181/91  

    Hartnäckige Erfüllungsverweigerung als schwere Verfehlung des Beschenkten

  • OLG Hamm, 30.03.2000 - 22 U 112/99  

    Ehebedingte Zuwendung - Rückwirkende Umdeutung in Schenkung bei einer Scheidung?

  • BGH, 30.06.1993 - XII ZR 210/91  

    Schenkung und unbenannte Zuwendung unter Ehegatten

  • OLG Celle, 03.04.2003 - 6 U 212/02  

    Widerruf einer Schenkung: Grober Undank bei Strafanzeige des Beschenkten gegen

  • OLG Koblenz, 06.10.2005 - 5 U 1220/04  

    Rückforderung - Schenkung oder ehebedingte Zuwendung?

  • LG Heilbronn, 19.01.2006 - 6 S 16/05  

    Gasversorgung: Gerichtliche Billigkeitskontrolle einer Gaspreiserhöhung

  • OLG Köln, 14.05.2004 - 19 U 114/03  

    Kein Rückforderungsanspruch eines Anbieters von

  • OLG Hamm, 28.06.2001 - 22 U 165/00  

    Grundstückskaufvertrag - Wegfall der Geschäftsgrundlage - Scheitern der

  • OLG Hamm, 15.08.2007 - 8 U 162/05  

    Kein Schenkungswiderruf ohne Nachweis einer tadelnswerten Gesinnung des

  • OLG Brandenburg, 26.11.2008 - 4 U 5/08  

    Widerruf einer Schenkung: Zwangsvollstreckung gegen den Schenker als grober

  • BGH, 27.11.1991 - IV ZR 267/90  
  • LG Limburg, 12.03.2012 - 2 O 384/10  

    § 530 Abs 1 BGB, § 313 Abs 1 BGB, § 313 Abs 2 BGB, § 812

  • OLG Düsseldorf, 01.12.1997 - 9 U 115/97  

    Auseinandersetzungsvereinbarung; Vollzug der Auseinandersetzung; Surrogation

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