Rechtsprechung
   BGH, 11.11.1992 - VIII ZR 238/91   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Beratungsvertrag: Unwirksame Freizeichnung von wesentlichen Vertragspflichten in AGB

  • rechtsportal.de

    AGBG § 9
    Formularmäßige Freizeichnung von wesentlichen Vertragspflichten und Haftungsbegrenzung im kaufmännischen Verkehr

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
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  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Unwirksame Freizeichnung von wesentlichen Vertragspflichten und Haftungsbegrenzung im kaufmännischen Verkehr

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Unwirksamkeit der formularmäßigen Haftungsbeschränkung im kaufmännischen Geschäftsverkehr bei Höchstbetrag unterhalb der vertragstypischen Schäden

Kurzfassungen/Presse

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Unwirksame Haftungsbeschränkung in AGB (IBR 1993, 92)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1993, 335
  • NJW-RR 1993, 564 (Ls.)
  • ZIP 1993, 46
  • MDR 1993, 212
  • WM 1993, 24
  • BB 1992, 2460
  • DB 1993, 221
  • IBR 1993, 92



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Wird zitiert von ... (32)  

  • BGH, 27.09.2000 - VIII ZR 155/99  

    AGB - Wirksamkeit von Neuwagen-Verkaufsbedingungen

    Eine solche ist regelmäßig unwirksam, wenn sie vertragstypische, vorhersehbare Schäden, die aus der Verletzung vertragswesentlicher Pflichten entstehen, nicht abdeckt (vgl. BGH, Urteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91, WM 1993, 24 = NJW 1993, 335 unter II 3 m.w.N.).
  • BGH, 20.07.2005 - VIII ZR 121/04  

    Handelsrecht - Transparenz von Formularbestimmungen im Vertragshändlervertrag

    a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 149, 89, 95 f.; 145, 203, 244; Senatsurteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91, WM 1993, 24 = NJW 1993, 335, unter II 2 a) darf eine formularmäßige Freizeichnung von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit nicht zur Aushöhlung von vertragswesentlichen Rechtspositionen des Vertragspartners führen, etwa weil sie ihm solche Rechte wegnimmt oder einschränkt, die ihm der Vertrag nach seinem Inhalt und Zweck gerade zu gewähren hat (§ 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB, § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG).
  • BGH, 18.05.1995 - IX ZR 108/94  

    Formularmäßige Ausdehnung der Bürgenhaftung über das verbürgte Kreditlimit hinaus

    Das in § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG enthaltene Verbot soll verhindern, daß vertragswesentliche Rechte und Pflichten durch Allgemeine Geschäftsbedingungen ausgehöhlt werden (BGHZ 89, 363, 367; BGH, Urt. v. 11. November 1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335).
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  • BGH, 24.10.2001 - VIII ARZ 1/01  

    AGB - Haftungsauschluss bei Verletzung von Kardinalpflichten

    Ein Ausschluß der Haftung für die verschuldete Nichterfüllung von Vertragspflichten kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nach § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG als eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners anzusehen sein, wenn dadurch wesentliche Rechte und Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrages ergeben, so eingeschränkt werden, daß die Erreichung des Vertragszweckes gefährdet ist (BGHZ 89, 363, 367 f; BGH, Urteile vom 23. Februar 1984 - VII ZR 274/82, NJW 1985, 3016 unter II 2; vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335 unter II 2 a; vom 26. Januar 1993 - X ZR 90/91, NJW-RR 1993, 560 unter III 2 b aa; vom 19. Februar 1998 - I ZR 233/95, WM 1998, 2064 = NJW-RR 1998, 1426 unter II 2 a und BGHZ 145, 203, 244).

    Ein formularmäßiger Ausschluß der Haftung für vertragstypische, vorhersehbare Schäden, die aus der Verletzung vertragswesentlicher Pflichten entstehen, ist darum von der Rechtsprechung wiederholt als unwirksam angesehen worden (BGHZ 145, 203, 244 f.; BGH, Urteil vom 11. Juni 1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335 unter II. 3.).

  • BGH, 12.01.1994 - VIII ZR 165/92  

    Autokauf - Nutzungsvergütung richtig berechnen

    Es entspricht gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung, daß die Haftung für die Erfüllung wesentlicher Vertragspflichten selbst bei einfacher Fahrlässigkeit des AGB-Verwenders oder seiner Erfüllungsgehilfen nicht formularmäßig ausgeschlossen werden kann (zuletzt Senatsurteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91 = WM 1993, 24 unter II 2 a m.w.Nachw.).
  • BGH, 05.12.1995 - X ZR 14/93  

    Werkvertrag - Zusicherung einer Eigenschaft

    In Konkretisierung dieses Grundsatzes hat der Bundesgerichtshof ausgesprochen, die Begrenzung der Haftung für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten auf einen Höchstbetrag sei in Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch gegenüber Kaufleuten dann unwirksam, wenn der Höchstbetrag die vertragstypischen, vorhersehbaren Schäden nicht abdeckt (BGH, Urt. v. 11.11.1992 - VIII ZR 238/91, WM 1993, 24, 26).

    Vor allem darf sich der Klauselverwender - auch gegenüber einem Kaufmann - nicht formularmäßig von Pflichten freizeichnen, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht, auf deren Erfüllung der Vertragspartner daher vertraut und auch vertrauen darf (st. Rspr.; vgl. u. a. BGH, Urt. v. 5.5.1992 - VI ZR 188/91, NJW 1992, 2016; Urt. v. 11.11.1992 - VIII ZR 238/91, BGHR AGBG § 9 Abs. 2 Nr. 2 - Haftungsfreizeichnung 3 m.w.N.).

  • BGH, 14.11.2000 - X ZR 211/98  

    Wirksamkeit einer Haftungsbeschränkung in AGBG

    Das ist im Zweifel anzunehmen, wenn eine Bestimmung mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung, von der abgewichen wird, nicht zu vereinbaren ist (§ 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG) oder wenn sie wesentliche Rechte und Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrags ergeben, so einschränkt, daß die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet ist (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG; BGHZ 103, 316, 321; vgl. auch Sen.Urt. v. 26.1.1993 - X ZR 90/91, NJW-RR 1993, 560, 561 m.w.N.; BGHZ 89, 363, 366 f.; BGHZ 108, 348, 351: bei "Kardinalpflichten"; BGH, Urt. v. 11.11.1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335).

    Diese Gefährdung wird nicht dadurch berührt, daß aus einer Verletzung derartiger Pflichten herrührende Schäden nicht Gegenstand des jeweiligen Rechtsstreits sind (BGH, Urt. v. 11.11.1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335 f. m.w.N.).

    Eine solche ist nämlich auch im kaufmännischen Verkehr grundsätzlich nicht zulässig (u.a. BGH, Urt. v. 11.11.1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335, 336; vgl. weiter u.a. BGHZ 84, 109, 114 ff.; 124, 254, 262; 127, 35, 47, st. Rspr.).

  • BGH, 25.02.1998 - VIII ZR 276/96  

    Haftungsbegrenzung in Stromlieferungsverträgen wirksam

    Sie sind deshalb nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes grundsätzlich nur wirksam, wenn die Höchstsumme die vertragstypischen, vorhersehbaren Schäden abdeckt (BGHZ 89, 363, 368 f; Senatsurteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91 = NJW 1993, 335 unter II 3 m.w.Nachw.).
  • OLG Düsseldorf, 25.02.2003 - U (Kart) 2/00  
    Das Landgericht hat diese Bestimmung für unwirksam erklärt, da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch im kaufmännischen Verkehr eine formularmäßige Haftungsbeschränkung, die wesentliche Vertragspflichten und vorhersehbare Schäden umfasse, einer Inhaltskontrolle nicht standhalte (BGH, Urteil vom 11.11.1992, Az. VIII ZR 238/91; veröffentlicht in ZIP 1993, 46).

    Sie ergreift namentlich die Schadensersatzansprüche wegen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Hauptpflichten) im Sinne von § 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB (vgl. BGH ZIP 1993, 46, 48), als die die Beklagte bezeichnet hat (GA 587): die Belieferung mit Vertragsware, Gebietsschutz und Gewährung von Rabatten, Boni sowie von Prämien.

    Die Haftungsbeschränkung kommt einer Aushöhlung vertraglicher Hauptpflichten der Beklagten gleich, die sie einerseits ausdrücklich eingegangen ist, andererseits aber zugleich abgeschwächt hat durch eine Haftungsfreizeichnung in den Fällen einer durch einfache Fahrlässigkeit verursachten Schädigung der Händler (vgl. BGH ZIP 1993, 46, 47).

  • BGH, 21.01.1999 - III ZR 289/97  

    Formularmäßige Vereinbarung von Ausschlußfristen für die Geltendmachung von

    Mit diesem Inhalt kommt der Klausel auch im kaufmännischen Geschäftsverkehr wegen Verstoßes nach § 9 AGBG keine Gültigkeit zu (vgl. nur BGH, Urteil vom 19. Februar 1998 - I ZR 233/95 - NJW-RR 1998, 1426, 1429), ohne daß es darauf ankommt, ob die versicherungsmäßige Abdeckung des Schadens durch den Vertragspartner möglich oder üblich ist (vgl. insoweit nur BGH, Urteil vom 29. November 1988 - X ZR 112/87 - NJW-RR 1989, 953, 955 f), oder die vertraglich vorgesehenen Höchstsummen geeignet sind, die vertragstypischen, vorhersehbaren Schäden abzudecken (siehe hierzu nur BGH, Urteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91 - NJW 1993, 335, 336 m. w. N.).

    Dabei kann dahinstehen, unter welchen Voraussetzungen ein Bewachungsunternehmer angesichts dessen, daß die ordnungsgemäße Erfüllung der Bewachungsleistung dem Vertrag das Gepräge gibt (Graf von Westphalen aaO Rn. 16; s. auch OLG Köln NJW-RR 1994, 25) und daher zu seinen Kardinalpflichten gehört, überhaupt in der Lage ist, sich von der Haftung für schuldhaftes Fehlverhalten eines Wachmannes freizuzeichnen (vgl. zur formularmäßigen Freizeichnung von der Haftung für leichte Fahrlässigkeit nicht leitender Angestellter oder Arbeiter bei der Erfüllung wesentlicher Vertragspflichten BGH, Urteil vom 19. Februar 1998 aaO S. 1427 und Urteil vom 11. November 1992 aaO S. 335, jeweils m. w. N.), da die zu beanstandende Haftungsbegrenzungsklausel nicht auf ein zulässiges Maß zurückgeführt werden kann (Urteil vom 19. Februar 1998 aaO S. 1429 m. w. N.).

  • BGH, 19.02.1998 - I ZR 233/95  

    Formularmäßige Beschränkung des Schadensersatzes auf grobes Verschulden in der

  • BGH, 05.12.1995 - X ZR 13/93  
  • OLG Celle, 03.07.2008 - 13 U 68/08  

    Bauvertrag - Unwirksame AGB-Klauseln in Bauverträgen

  • BGH, 11.12.1997 - I ZR 162/95  

    Rechte des Einlagerers gegen den neuen Lagerhalter nach Umlagerung der Ware

  • OLG Hamm, 08.11.2001 - 27 U 42/01  

    Haftung des Vermittlers einer treuhänderischen Kommanditbeteiligung

  • OLG Hamburg, 06.06.2001 - 4 REMiet 1/01  

    Mietrecht - Formularklausel - Ausschluss der Haftung des Vermieters für leicht

  • OLG Hamm, 09.12.2004 - 21 U 58/04  

    Schadensersatzanspruch eines Feuerversicherers aus übergegangenem Recht wegen

  • OLG Köln, 05.10.2000 - 1 U 25/00  

    Haftung eines Luftfrachtführers bei Beförderungsverweigerung

  • OLG Hamm, 25.01.2007 - 21 U 79/06  

    Unwirksame formularmäßige Haftungsfreizeichnung durch Wachschutzunternehmen

  • OLG Celle, 19.11.2009 - 8 U 107/09  

    Umfang der Ausschlussklausel für "Gesundheitsschäden durch Heilmaßnahmen und

  • OLG Köln, 21.03.1997 - 19 U 215/96  

    Grenzen des Haftungsausschlusses in AGB bei Vorträgen über die Lieferung von

  • OLG Köln, 21.12.1995 - 5 U 82/94  
  • OLG Naumburg, 12.08.1999 - 2 U (Hs) 34/98  

    Überbürdung der Pflicht zu Erhaltung der Mietsache auf den Mieter eines

  • OLG Köln, 27.05.1998 - 5 U 28/98  
  • OLG Hamm, 18.09.2008 - 24 U 48/07  

    Bauvertrag - Fehlerhafter Einbau einer Heizungsanlage

  • OLG Köln, 21.12.1995 - 5 U 94/94  
  • OLG Köln, 21.12.1995 - 5 U 86/94  
  • OLG Köln, 21.12.1995 - 5 U 95/94  
  • OLG Köln, 21.12.1995 - 5 U 77/94  
  • LG Mönchengladbach, 09.08.2006 - 5 T 18/06  
  • OLG Naumburg, 18.02.1997 - 9 U 200/96  

    Gelten Nebenpflichten der VOB/B auch für BGB-Werkvertrag?

  • OLG Frankfurt, 26.05.1998 - 5 U 25/97  

    Haftung des Flughafenbetreibers für die Beschädigung eines Flugzeugs beim Beladen

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