Weitere Entscheidung unten: BayObLG, 16.03.1995

Rechtsprechung
   BVerwG, 24.05.1995 - 7 B 51.95   

Volltextveröffentlichungen (2)

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    Anwendung der Stichtagsregelung auch auf Erwerb eines dinglichen Nutzungsrechts nach Kauf eines volkseigenen Gebäudes

Kurzfassungen/Presse (2)

Verfahrensgang

  • VG Chemnitz, 13.09.1994 - 1 K 424/93
  • BVerwG, 24.05.1995 - 7 B 51.95

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1995, 2738
  • ZIP 1995, 1121
  • NJ 1995, 2738
  • NJ 1995, 610
  • DÖV 1995, 1009
  • NVwZ 1995, 1201 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BVerfG, 23.11.1999 - 1 BvF 1/94  

    Stichtagsregelung

    Der 7. Revisionssenat des Bundesverwaltungsgerichts teilt die Rechtsauffassung der Bundesregierung und betont unter Bezugnahme auf seine bisherigen Entscheidungen (BVerwGE 94, 279; BVerwG, NJW 1995, S. 2738) insbesondere:.
  • BVerwG, 27.01.2000 - 7 C 2.99  

    Offene Vermögensfragen

    Demgemäß geht der Senat in ständiger Rechtsprechung davon aus, daß der Kauf volkseigener Grundstücke durch Private erstmals durch das Verkaufsgesetz zugelassen wurde (vgl. Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 17; Urteil vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25; Urteil vom 29. August 1996 - BVerwG 7 C 6.96 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 34).
  • BVerwG, 22.11.2001 - 7 C 8.01  

    Vermögensrechtliche Rückübertragung eines Grundstücks; redlicher Erwerb;

    Ob der Gebäudeeigentümer oder Nutzungsberechtigte das Grundstück behalten darf, richtet sich allein danach, ob ein Restitutionsanspruch wegen redlichen Erwerbs ausgeschlossen ist (vgl. Beschluss vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 17).
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  • BVerwG, 27.10.1995 - 7 C 56.94  

    Kein Stichtag bei Erwerb vom redlichen Voreigentümer in der DDR

    Aber auch zwischen dem 19. Oktober 1989 und dem Inkrafttreten des genannten Gesetzes am 19. März 1990 hat es Verkäufe aus Volkseigentum an private Dritte gegeben, die vom Regelungszweck des § 4 Abs. 2 S. 2 VermG erfaßt werden, nämlich beispielsweise die Veräußerungen volkseigener Gebäude nach dem Gesetz über den Verkauf volkseigener Eigenheime, Miteigentumsanteile und Gebäude für Erholungszwecke vom 19. Dezember 1973 (GBl I S. 578) unter gleichzeitiger Verleihung eines dinglichen Nutzungsrechts an dem volkseigenen Grundstück (vgl. BVerwG, Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - NJW 1995, 2738 = VIZ 1995, 524 = ZOV 1995, 316).
  • BVerwG, 29.01.1998 - 7 C 47.96  

    Redlicher Erwerb; Stichtag; schriftliche Beantragung des Erwerbs vor dem

    Wie sich aus der gesonderten Erwähnung des dinglichen Nutzungsrechts in § 4 Abs. 2 Satz 1 VermG ergibt, schließt der mit der Bestellung eines solchen Rechts verbundene Erwerb des Eigentums am Gebäude zugleich auch die Rückgabe des zugehörigen Grundstücks aus (vgl. Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - Buchholz 112 § 4 VermG Nr. 17; stRspr),.
  • BVerwG, 22.02.1996 - 7 B 36.96  

    Offene Vermögensfragen: Verfassungsmäßigkeit der abgemilderten Stichtagsregelung

    Ein nach dieser Vorschrift redlicher Erwerb des dinglichen Nutzungsrechts hat nach der Rechtsprechung des Senats auch dann Bestand, wenn der Nutzungsberechtigte das Grundstückseigentum nicht hinzuerworben hat; daraus ergibt sich zugleich, daß der spätere Erwerb des Grundstückseigentums als sog. Komplettierungskauf nicht an der Stichtagsregelung des § 4 Abs. 2 S. 2 VermG scheitert (vgl. Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 -, Buchholz 112 § 4 VermG Nr. 17).
  • BVerwG, 02.11.1999 - 8 B 336.99  
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  • BVerwG, 30.04.1997 - 7 B 27.97  

    Offene Vermögensfragen - Verfassungsmäßigkeit der Regelung über den redlichen

    Dies trifft auch dann zu, wenn der Versuch eines nachfolgenden Erwerbs des Grundstücks, der im übrigen entgegen der von der Beschwerde vertretenen Auffassung als "Komplettierungskauf" nicht an der Stichtagsregelung scheitern müßte (vgl. BVerwG, Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - Buchholz 112 § 4 VermG Nr. 17, S. 41), wegen fehlender Grundbucheintragung mißlang; nichts anderes gilt im Streitfall, in welchem geltend gemacht worden ist, die Gemeinde sei beim Verkauf des Grundstücks nicht wirksam vertreten gewesen.
  • BVerwG, 25.03.1999 - 7 C 11.98  

    Redlicher Erwerb; wirksamer Erwerb; unangreifbare Eigentümerstellung; Genehmigung

    Daraus ergibt sich zugleich, daß der spätere Erwerb des Grundstücks als sogenannter Komplettierungskauf nicht an der Stichtagsregelung des § 4 Abs. 2 Satz 2 VermG scheitert (stRspr; grundlegend Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - Buchholz 112 § 4 VermG Nr. 17).
  • BVerwG, 26.09.1996 - 7 C 7.95  

    Offene Vermögensfragen - Redlicher Erwerb in bezug auf dingliche Nutzungsrechte

    § 4 Abs. 2 Satz 1 VermG läßt den redlichen Erwerb dinglicher Nutzungsrechte für einen Restitutionsausschluß ausreichen, weil derartige Rechte unter den Verhältnissen der DDR in wirtschaftlicher Hinsicht dem Eigentum nahe kamen und deshalb vom Gesetzgeber als eine gegenüber Restitutionsansprüchen ebenso schützenswerte Rechtsposition wie das Eigentum selbst angesehen werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. November 1993 - BVerwG 7 C 7.93 - BVerwGE 94, 279 [287]; Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - NJW 1995, 2738 = Buchholz 112 § 4 VermG Nr. 17).
  • BVerwG, 26.11.2003 - 8 B 84.03  
  • BVerwG, 22.08.2000 - 8 B 172.00  
  • VG Cottbus, 17.09.2009 - 1 K 782/07  

    Frage eines Rechtsverstoßes in Zusammenhang mit der Wohnraumzuweisung (verneint);

  • BVerwG, 03.01.1996 - 7 B 356.95  
  • BVerwG, 16.08.1999 - 8 B 199.99  
  • BVerwG, 31.10.1996 - 7 B 326.96  

Rechtsprechung
   BayObLG, 16.03.1995 - 2St RR 51/95   

Volltextveröffentlichungen

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1995, 2738
  • MDR 1995, 841
  • StV 1995, 573



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Wird zitiert von ... (14)  

  • OLG Hamm, 26.09.1996 - 3 Ss 1079/96  

    JGG § 68 Nr. 1; StPO § 140 Abs. 2, § 141 Abs. 2, § 145

    Die Schwere der Tat beurteilt sich vor allem nach der zu erwartenden Rechtsfolgenentscheidung (OLG Hamm, NStZ 1982, 298; BayObLG, NJW 1995, 2738; OLG Frankfurt/Main, StV 1995, 628, 629; KK-Laufhütte, a.a.O., § 140 Rdnr. 21; Kleinknecht/Meyer-Goßner, a.a.O., § 140 Rdnr. 23, jeweils m.w.N.).

    Bei welcher Straferwartung ein Fall der notwendigen Verteidigung zu bejahen ist, wird in der obergerichtlichen Rechtsprechung zwar nicht ganz einheitlich beurteilt, jedoch wird nach heute überwiegender und zutreffender Ansicht jedenfalls bei einer Straferwartung von mindestens einem Jahr ohne Strafaussetzung zur Bewährung ein Fall der notwendigen Verteidigung im Sinne des § 140 Abs. 2 StPO bejaht (OLG Braunschweig, StV 1996, 6; BayObLG, NJW 1995, 2738; OLG Frankfurt/Main, StV 1995, 628, 629; OLG Hamm, StV 1993 180; OLG Köln, StV 1991, 151, jeweils m.w.N.).

  • OLG Saarbrücken, 24.04.2007 - Ss 25/07  

    Absehen vom Fahrverbot - Erhebliche Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit

    Es bedarf vielmehr einer wertenden Gesamtbetrachtung, in die nach ständiger, vom Senat geteilter Rechtsprechung auch schwerwiegende mittelbare Nachteile, wie etwa der drohende Bewährungswiderruf in anderer Sache mit einzubeziehen sind (vgl. z.B. BayObLG NJW 1995, 2738; OLG Brandenburg NJW 2003, 521; OLG Düsseldorf VRS 89, 367; OLG Hamm VRS 100, 307; OLG Karlsruhe NStZ 1991, 505; OLG Koblenz, StraFo 2006, 285; OLG Köln StV 1993, 402; OLG Oldenburg NStZ-RR 2005, 318; Senatsbeschlüsse vom 5. November 2001 - Ss 62/01 - und 1. August 2002 - Ss 43/02 -).
  • OLG Hamm, 05.11.1998 - 3 Ss 1216/98  

    Aufhebung, notwendige Verteidigung, Straferwartung ab einem Jahr ohne Bewährung,

    Nach der wohl überwiegenden Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, der der Senat folgt, ist in der Regel von dem Fall einer notwendigen Verteidigung auszugehen, wenn die Verhängung einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Strafaussetzung zur Bewährung zu erwarten ist (Senat, Beschluss vom 26.09.1996 - 3 Ss 1079/96 OLG Hamm; Beschluss vom 06.03.1997 - 3 Ss 203/97 OLG Hamm - Beschluss vom 26.06.1997 - 3 Ss 725/97 OLG Hamm; Bay0bLG NJW 1995, 2738; OLG Düsseldorf, VRS 92, S. 24).

    Zu berücksichtigen sind vielmehr auch sonstige schwerwiegende Nachteile wie etwa ein drohender Widerruf der Strafaussetzung in einer anderen Sache sowie die Verteidigungsfähigkeit des Angeklagten (Senat, Beschluss vom 26.09.1996 - 3 Ss 1079/96 OLG Hamm - Beschluss vom 06.03.1997 - 3 Ss 203/97 OLG Hamm; BayObLG, NJW 1995, 2738; OLG Düsseldorf, VRS 92, 24; Kleinknecht/Meyer-Goßner, a.a.O., § 140 Randnummern 24, 25 m.w.N.).

mehr
  • OLG Köln, 03.12.1996 - Ss 595/96  

    StPO § 140 Abs. 2

    Ob eine Tat im Sinne dieser Vorschrift als schwer zu beurteilen ist, richtet sich im wesentlichen nach der zu erwartenden Rechtsfolge (vgl. BGHSt 6, 199; BayObLG VRS 89, 211; SenE vom 24. September 1996 - Ss 468/96 - KK-Laufhütte, StPO, 3. Aufl., § 140 Rdnr. 21 m.w.N.).
  • OLG Dresden, 12.10.1999 - 1 Ss 453/99  

    Notwendige Verteidigung - Schwere der Tat - drohender Bewährungswiderruf

    Bei dieser Sachlage wäre es erforderlich gewesen, dem Angeklagten einen Verteidiger gemäß § 140 Abs. 2 StPO zu bestellen (vgl. auch OLG Hamm, NStZ-RR 1998, 243; OLG Köln, Strafverteidiger 1998, 645; BayObLG, NJW 1995, 2738).
  • OLG Saarbrücken, 24.04.2007 - Ss 28/07  

    StPO § 140 Abs. 2

    Es bedarf vielmehr einer wertenden Gesamtbetrachtung, in die nach ständiger, vom Senat geteilter Rechtsprechung auch schwerwiegende mittelbare Nachteile, wie etwa der drohende Bewährungswiderruf in anderer Sache mit einzubeziehen sind (vgl. z.B. BayObLG NJW 1995, 2738; OLG Brandenburg NJW 2003, 521; OLG Düsseldorf VRS 89, 367; OLG Hamm VRS 100, 307; OLG Karlsruhe NStZ 1991, 505; OLG Koblenz, StraFo 2006, 285; OLG Köln StV 1993, 402; OLG Oldenburg NStZ-RR 2005, 318; Senatsbeschlüsse vom 5. November 2001 - Ss 62/01 - und 1. August 2002 - Ss 43/02 -).
  • OLG Hamm, 07.08.2001 - 4 Ws 158/01  

    Beiordnung eines Pflichtverteidiger, Schwere der Tat

    Die Schwere der Tat ist vor allem nach der zu erwartenden Rechtsfolgenentscheidung zu beurteilen (vgl. Kleinknecht/Meyer-Goßner, a.a.O. § 140 Rdnr. 23 m.w.N.), wobei auch sonstige schwerwiegende Nachteile, die der Angeklagte infolge der Verurteilung zu gewärtigen hat, wozu auch ein drohender Bewährungswiderruf zählt, zu berücksichtigen sind (vgl. KG StV 83, 186; OLG Düsseldorf StraFo 99, 24; BayObLG NJW 95, 2738; OLG Köln StV 93, 402).
  • OLG Hamm, 14.06.2005 - 1 Ss 171/05  
    Nach heute überwiegender und vom Senat geteilter Auffassung wird jedenfalls bei einer Straferwartung von mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe ohne Strafaussetzung zur Bewährung die Mitwirkung eines Verteidigers unter dem Gesichtspunkt der Schwere der Tat für notwendig erachtet (vgl. hierzu OLG Hamm StV 2004, 586; NStZ-RR 2001, 107; StV 1993, 180; OLG Düsseldorf VRS 89, 367; OLG Frankfurt StV 1995, 628; BayObLG NJW 1995, 2738; KG StV 1989, 412; Meyer-Goßner, StPO, 48. Aufl., § 140 Rdnr. 23).
  • OLG Koblenz, 11.02.2003 - 2 Ws 10/03  

    notwendige Verteidigung, Schwere der Tat, Tatschwere

    Vielmehr bedarf es einer wertenden Gesamtbetrachtung, in die auch schwerwiegende mittelbare Nachteile wie etwa der drohende Widerruf einer Bewährung in anderer Sache mit einzubeziehen sind (vgl. OLG Düsseldorf in VRS 89, 367, 368; BayObLGSt 1995, 56).
  • OLG Hamm, 24.08.1999 - 4 Ws 290/99  

    Beiordnung eines Pflichtverteidigers, notwendige Verteidigung, drohender

    Diese Grenze wird vorliegend deutlich überschritten, so dass die Beschwerde Erfolg haben muss (zu vgl. zum Ganzen auch BayObLG in NJW 1995 S. 2738; OLG Frankfurt in StV 1995 S. 628 ff)." Diesen zutreffenden Ausführungen schließt sich der Senat an, so daß die angefochtene Entscheidung aufzuheben und Rechtsanwalt K. dem Angeklagten antragsgemäß als Pflichtverteidiger beizuordnen war.
  • OLG Celle, 30.05.2012 - 32 Ss 52/12  

    Notwendige Verteidigung bei drohendem Bewährungswiderruf in anderer Sache

  • OLG Düsseldorf, 13.04.2011 - 2 RVs 27/11  

    Pflichtverteidiger, Beiordnung, Schwere der Tat

  • OLG Hamm, 06.04.2000 - 4 Ss 356/00  

    notwendige Verteidigung, Pflichtverteidigung wegen Schwere der Tat,

  • OLG Hamm, 03.08.2000 - 4 Ss 657/00  

    Aufhebung, notwendige Verteidigung, Verhandlung ohne Verteidiger, mehr als ein

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