Rechtsprechung
| BVerwG, 03.11.1994 - 3 C 17.92 |
Berliner Rettungsdienstgesetz
Art. 12 GG, Verstaatlichung einer Tätigkeit durch Schaffung eines Verwaltungsmonopols, Art. 3 Abs. 1 GG, Bevorzugung von gemeinnützigen Einrichtungen;
§§ 113, 144 VwGO, Gesetzesänderung während des Gerichtsverfahrens, Bestimmung der für die Entscheidung maßgeblichen Rechtsvorschriften
Volltextveröffentlichungen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Rettungswesen: Regelung im Land Berlin
Kurzfassungen/Presse
- Jurion (Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Berlin, 25.01.1989 - 1 A 275.86
- OVG Berlin, 12.02.1992 - 1 B 32.89
- BVerwG, 03.11.1994 - 3 C 17.92
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 17, 79
- BVerwGE 97, 79
- NJW 1995, 3067
- DÖV 1995, 689
- NVwZ 1996, 66 (Ls.)
Wird zitiert von ... (115)
- VGH Bayern, 16.08.2012 - 22 ZB 12.949
Eröffnung des Insolvenzverfahrens
Aus dem Vorbringen in Abschnitt 2.a jenes Schriftsatzes ergibt sich nicht, dass die angefochtene Entscheidung im Sinn von § 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO von dem am 3. November 1994 erlassenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 97, 79) abweicht.Die Klägerin macht geltend, dieser rechtliche Ausgangspunkt stehe in Widerspruch zu dem im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. November 1994 (a.a.O.) aufgestellten Rechtssatz, wonach "für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsaktes auf den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung abzustellen" sei.
a) Da das Urteil vom 3. November 1994 (a.a.O.) in der Begründung des Antrags auf Zulassung der Berufung mit der Fundstelle "NJW 1995, 3067 [3068])" zitiert wird, liegt es zumindest nahe, dass sich der Rechtssatz, von dem das Verwaltungsgericht abgewichen sei, nach Auffassung der Klägerin auf der Seite 3068 dieser Veröffentlichung der genannten Entscheidung findet.
Vorstellbar erscheint allenfalls, dass die Klägerin eine dahingehende Aussage aus dem folgenden, in NJW 1995, 3067/3068 abgedruckten Passus der Entscheidungsgründe des Urteils vom 3. November 1994 herleitet: "Maßgeblich für die Entscheidung eines Gerichts sind die Rechtsvorschriften, die sich im Zeitpunkt der Entscheidung für die Beurteilung des Klagebegehrens Geltung beimessen, und zwar gleichgültig, ob es sich um eine Feststellungsklage, eine Leistungsklage, eine Anfechtungsklage oder Verpflichtungsklage handelt.".
Zu der Frage, aus welchen Vorschriften sich Aussagen über die Zulässigkeit und Begründetheit einer Klage ergeben (ob hierzu z.B. auch Bestimmungen gehören, die bei Erlass der gerichtlichen Entscheidung bereits außer Kraft getreten sind), verhält sich der vorstehend zitierte Passus aus dem Urteil vom 3. November 1994 (a.a.O.) demgegenüber gerade nicht.
In Abschnitt 3 der Entscheidungsgründe des Urteils vom 3. November 1994 (NJW 1995, 3067/3070) hat das Bundesverwaltungsgericht darauf hingewiesen, dass nach seiner ständigen Rechtsprechung "für die Anfechtungsklage gegen einen Verwaltungsakt mit Dauerwirkung grundsätzlich die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung maßgebend" ist.
Soweit der vorliegende Rechtsstreit den Widerruf der der Klägerin erteilten Gaststättenerlaubnis zum Gegenstand hat, hat sich das Verwaltungsgericht zu diesem rechtlichen Obersatz schon deshalb nicht in Widerspruch gesetzt, weil der Widerruf einer Gaststättenerlaubnis keinen "Dauerverwaltungsakt" bzw. keinen "Verwaltungsakt mit Dauerwirkung" im Sinne des Begriffsverständnisses darstellt, das dem Urteil vom 3. November 1994 (a.a.O.) zugrunde liegt.
Es entspricht deshalb seit langem gefestigter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, dass bei der Beurteilung der Rechtmäßigkeit des Widerrufs einer Gaststättenerlaubnis auf den Zeitpunkt der letzten verwaltungsbehördlichen Entscheidung abzustellen ist (…BVerwG vom 13.3.1973, a.a.O.; vom 28.7.1978 BVerwGE 56, 205/208; vom 16.12.1987 GewArch 1988, 233; vom 25.1.1994 GewArch 1995, 121; vom 19.5.1994 NVwZ-RR 1994, 580), ohne dass insoweit ein Widerspruch zu der im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. November 1994 (a.a.O., S. 3070) enthaltenen, sich nur auf Dauerverwaltungsakte beziehenden Aussage besteht.
Dauerverwaltungsakte im Sinn des Urteils vom 3. November 1994 (a.a.O.) hat die Beklagte allerdings insoweit erlassen, als sie der Klägerin in der Nummer II des streitgegenständlichen Bescheids die Ausübung des erlaubnisfreien Gaststättengewerbes untersagt und sie diesen Ausspruch in der Nummer III des Bescheidstenors auf selbständige Tätigkeiten jedweder Art im stehenden Gewerbe erstreckt hat.
Denn die im zweiten Absatz des Abschnitts II.1.b des vorliegenden Beschlusses im Wortlaut zitierte Aussage aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. November 1994 (a.a.O., S. 3070) gibt nur eine Durchbrechungen zugängliche Regel wieder.
Eine derartige Durchbrechung des im Urteil vom 3. November 1994 (a.a.O., S. 3070) referierten Grundsatzes hat das Bundesverwaltungsgericht in der Entscheidung vom 2. Februar 1982 (BVerwGE 65, 1/2 f.) - bezogen auf die Untersagung erlaubnisfreier gewerblicher Betätigungen - darin gesehen, dass § 35 Abs. 6 GewO einem ehedem unzuverlässigen Gewerbetreibenden, der später die Zuverlässigkeit wiedererlangt, einen antragsabhängigen Rechtsanspruch auf Wiedergestattung der Gewerbeausübung zuerkennt.
Ergibt sich bei Gewerbeuntersagungen aus dem einschlägigen materiellen Recht aber ein Beurteilungszeitpunkt, der von dem bei Dauerverwaltungsakten im Allgemeinen geltenden Grundsatz in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise abweicht, so setzte sich das Verwaltungsgericht nicht zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. November 1994 (a.a.O.) in Widerspruch, wenn es auch die Rechtmäßigkeit der Nummern II und III des streitgegenständlichen Bescheids nach Maßgabe der bei Bescheidserlass bestehenden tatsächlichen und rechtlichen Situation beurteilt hat.
Denn im Urteil vom 3. November 1994 (a.a.O.) hat das Bundesverwaltungsgericht unter ausdrücklichem Hinweis auf die Möglichkeit von Ausnahmen nur den bei Dauerverwaltungsakten im Allgemeinen geltenden Grundsatz referiert.
Das Urteil vom 3. November 1994 (a.a.O.) aber erging nicht zu § 35 GewO, sondern zum Berliner Rettungsdienstgesetz.
- BVerwG, 27.10.2000 - 4 A 18.99
Straßenplanungsrecht
- VG Berlin, 25.10.2011 - 21 K 85.10
Kein genereller Ausschluss Privater von der Notfallrettung in Berlin
Ein solcher liegt vor, wenn sich neuer Bedarf ergibt und die vorhandenen Kräfte zur Deckung des Bedarfs nicht ausreichen (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994 - 3 C 17.92 - Juris Rdnr. 38).Dabei verkennt die Kammer nicht, dass es dem Beklagten im Rahmen seiner Organisationsgewalt zusteht, die Schutzziele und die in der Notfallrettung einzusetzenden persönlichen und sachlichen Mittel zu bestimmen, d.h. die Stärke des Rettungspersonals und die Art und die Anzahl der benötigten Notarzt- und Rettungswagen (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 40).
Die Klägerin hat einen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über ihren Antrag auf Übertragung von Aufgaben der Notfallrettung, da die tatbestandlichen Voraussetzungen von § 5 Abs. 1 Satz 3 RDG erfüllt sind und die Schaffung des Verwaltungsmonopols ihre Berufsfreiheit berührt (vgl. BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 29).
Da sich die Ausübung der Organisationsgewalt der Sache nach an der Bewältigung der in § 2 Abs. 1 RDG gestellten Aufgabe einer Bedarfs- und fachgerechten Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung zu orientieren hat, die Vorschriften des Rettungsdienstgesetzes aber nicht den privaten Interessen der Einrichtungen zu dienen bestimmt sind, kann die Klägerin grundsätzlich nur eine sie benachteiligende Verletzung des Gleichheitssatzes rügen (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 41).
Bei der eigentlichen Auswahlentscheidung wird er sich dann - sofern im maßgeblichen Zeitpunkt der Entscheidung weiterhin ein Bedarf besteht und die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen - an den Gesichtspunkten Leistungsfähigkeit, Qualitätssicherung, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit zu orientieren haben (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 38).
Denn die Erklärung der Notfallrettung zur hoheitlichen Aufgabe ist zum Schutze eines überragend wichtigen Gemeinschaftsgutes - unmittelbar bedrohten Lebens und bedrohter Gesundheit - nach Art. 12 GG gerechtfertigt (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 29).
Die vom Gesetzgeber vorgenommene Bevorzugung der Hilfsorganisationen ist im Hinblick auf deren weiter gehende Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes, die voraussetzt, dass sie über genügend, insbesondere im Rettungsdienst eingesetztes und geübtes Personal und Material verfügen, die Abfederung der mit dem Vorhalten der Kapazitäten verbundene wirtschaftlichen Belastung, die einfachere und kostengünstigere Koordination des Rettungsdienstes bei Geringhaltung der Zahl der zur Durchführung generell berechtigten Organisation und die immerhin mögliche Einsetzbarkeit von Dritten in besonderen Fällen verfassungsrechtlich zulässig ((BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 37; Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin…, Beschluss vom 13. August 1996 - 63/94 - Juris Rdnr. 32 f.; vgl. ferner VGH München, Urteil vom 19. Januar 2004 - 21 B 00.2569 - Juris).
- VG Berlin, 25.10.2011 - 21 K 83.10 Ein solcher liegt vor, wenn sich neuer Bedarf ergibt und die vorhandenen Kräfte zur Deckung des Bedarfs nicht ausreichen (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994 - 3 C 17.92 - Juris Rdnr. 38).
Dabei verkennt die Kammer nicht, dass es dem Beklagten im Rahmen seiner Organisationsgewalt zusteht, die Schutzziele und die in der Notfallrettung einzusetzenden persönlichen und sachlichen Mittel zu bestimmen, d.h. die Stärke des Rettungspersonals und die Art und die Anzahl der benötigten Notarzt- und Rettungswagen (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 40).
Die Klägerin hat einen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über ihren Antrag auf Übertragung von Aufgaben der Notfallrettung, da die tatbestandlichen Voraussetzungen von § 5 Abs. 1 Satz 3 RDG erfüllt sind und die Schaffung des Verwaltungsmonopols ihre Berufsfreiheit berührt (vgl. BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 29).
Da sich die Ausübung der Organisationsgewalt der Sache nach an der Bewältigung der in § 2 Abs. 1 RDG gestellten Aufgabe einer Bedarfs- und fachgerechten Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung zu orientieren hat, die Vorschriften des Rettungsdienstgesetzes aber nicht den privaten Interessen der Einrichtungen zu dienen bestimmt sind, kann die Klägerin grundsätzlich nur eine sie benachteiligende Verletzung des Gleichheitssatzes rügen (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 41).
Bei der eigentlichen Auswahlentscheidung wird er sich dann - sofern im maßgeblichen Zeitpunkt der Entscheidung weiterhin ein Bedarf besteht und die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen - an den Gesichtspunkten Leistungsfähigkeit, Qualitätssicherung, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit zu orientieren haben (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 38).
Denn die Erklärung der Notfallrettung zur hoheitlichen Aufgabe ist zum Schutze eines überragend wichtigen Gemeinschaftsgutes - unmittelbar bedrohten Lebens und bedrohter Gesundheit - nach Art. 12 GG gerechtfertigt (BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 29).
Die vom Gesetzgeber vorgenommene Bevorzugung der Hilfsorganisationen ist im Hinblick auf deren weiter gehende Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes, die voraussetzt, dass sie über genügend, insbesondere im Rettungsdienst eingesetztes und geübtes Personal und Material verfügen, die Abfederung der mit dem Vorhalten der Kapazitäten verbundene wirtschaftlichen Belastung, die einfachere und kostengünstigere Koordination des Rettungsdienstes bei Geringhaltung der Zahl der zur Durchführung generell berechtigten Organisation und die immerhin mögliche Einsetzbarkeit von Dritten in besonderen Fällen verfassungsrechtlich zulässig ((BVerwG, Urteil vom 3. November 1994, a.a.O., Rdnr. 37; Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin…, Beschluss vom 13. August 1996 - 63/94 - Juris Rdnr. 32 f.; vgl. ferner VGH München, Urteil vom 19. Januar 2004 - 21 B 00.2569 - Juris).
- VGH Bayern, 19.01.2004 - 21 B 00.2569 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 20.11.2003 - 4 CN 6.03
Normenkontrolle; Rechtsvorschrift; Regionalplan; Ziele der Raumordnung; …
Allerdings können Fragen des Landesrechts vom Revisionsgericht geprüft werden, wenn sich die Vorinstanz mit ihnen nicht befasst hat (vgl. BVerwG, Urteile vom 3. November 1994 - BVerwG 3 C 17.92 - BVerwGE 17, 79 und vom 30. August 2001 - BVerwG 4 CN 9.00 - BVerwGE 115, 77). - BVerwG, 12.03.2002 - 5 C 2.01
Bestätigungsmerkmal, deutsche Sprache als - für deutsche Volkszugehörigkeit; …
Zwischenzeitlich eingetretene Rechtsänderungen sind für das Revisionsgericht demgemäß in dem Umfang beachtlich, in dem sie das Berufungsgericht zu berücksichtigen hätte (BVerwGE 1, 291 ; 89, 14 ; 89, 296 ; 96, 86 ; 97, 79 ; Urteile vom 20. Februar 1990 - BVerwG 1 C 30.86 - , vom 29. Februar 1996 - BVerwG 7 C 41.94 - und vom 12. Juli 2001 - BVerwG 3 C 14.01 - ). - VG Darmstadt, 12.11.2002 - 3 G 2244/02 In diesem Sinne besteht ein öffentliches Interesse daran, die Geübtheit durch den Einsatz außerhalb von Katastrophen zu sichern und dadurch gleichzeitig die durch das Vorhalten der Kapazitäten entstehende wirtschaftliche Belastung zu mindern (vgl. zu diesem Aspekt BVerwG, Urt. v. 03.11.1994, 3 C 17.92, BVerwGE 97, 79, 87).
Die einzusetzenden persönlichen und sächlichen Mittel zu bestimmen, obliegt dem Antragsgegner im Rahmen seiner Organisatipnsgewalt, so dass diesbezügliche Rechte Dritter grundsätzlich ausgeschlossen sind (BVerwG, Urt. v. 03.11.1994, 3 C 17.92, BVerwGE 97, 79, 84 ff. zu § 5 Abs. 1 Satz 1 Rettungsdienstgesetz Berlin).
Diese Regelung der Berufsausübung ist jedoch unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes zum Schütze eines überragend wichtigen Gemeinschaftsgutes - die Sicherung unmittelbar bedrohten Lebens (§ 2 Abs. 3 HRDG) - nach Art. 12 Abs. 1 GG gerechtfertigt (vgl. im Einzelnen BVerwG, Urt. v. 03.11.1994, 3 C 17.92, BVerwGE 97, 79, 84 ff. zu § 5 Abs. 1 Satz 1 Rettungsdienstgesetz Berlin).
Insofern kann dahinstehen, ob und inwieweit der Antragstellerin ein subjektives Recht zustehen könnte, wenn die Kreise und kreisfreien Städte von der Betreuung privater Krankentransportunternehmen regelmäßig Gebrauch machen würden und damit möglicherweise die Durchführung eines Auswahlverfahrens erforderlich wäre (vgl. die Überlegungen des BVerwG, Urt. v. 03.11.1994, 3 C 17.92, BVerwGE 97, 79, 84 ff. zu § 5 Abs. 1 Satz 1 Rettungsdienstgesetz Berlin).
Auch im Hinblick auf die Wettbewerbsfreiheit erscheint es verhältnismäßig, dass der Gesetzgeber das Interesse Privater an einem freien Zugang zum "Markt Notfallversorgung" zurücksetzt; denn er muss im Rahmen seiner Einschätzungsprärogative nicht davon ausgehen, dass die Aufgabe der Notfallversorgung im freien Wettbewerb mit der gleichen Wirksamkeit bedarfsgerecht erfüllt werden würde (vgl. zu Art. 12 GG BVerwG, Urt. v. 03.11.1994, 3 C 17.92, BVerwGE 97, 79, 85 zu § 5 Abs. 1 Satz 1 Rettungsdienstgesetz Berlin).
- BGH, 16.09.2004 - III ZR 346/03
Amtshaftung - Haftung für Behandlungsfehler eines Notarztes
Dementsprechend hat es das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 3. November 1994 (BVerwGE 97, 79 ff) für unbedenklich gehalten, daß das Land Berlin die Notfallrettung als Ordnungsaufgabe ausgestaltete. - BSG, 27.06.2007 - B 6 KA 27/06 R
Bescheidungsurteil - Beschränkung der gerichtlichen Prüfungskompetenz im …
Dem Urteil des BVerwG vom 3.11.1994 (Buchholz 418.15 Rettungswesen Nr. 2 = NVwZ 1996, 66) kann nicht entnommen werden, dass die Rechtskraft eines Bescheidungsurteils im Hinblick auf die dargelegte Rechtsauffassung nur den Beklagten bindet, während es der Klägerseite freistehe, in späteren Prozessen eine für sie noch günstigere Rechtsauffassung des Gerichts zu erstreiten. - BVerfG, 08.06.2010 - 1 BvR 2011/07
Öff. Recht - Eingliederung des privaten in den öffentlichen Rettungsdienst
- BVerwG, 18.07.2002 - 3 C 54.01
Maßgeblicher Zeitpunkt für Klage auf Subventionsgewährung; verfassungswidrige …
- VerfGH Berlin, 13.08.1996 - VerfGH 63/94
Ausschluß der Beteiligung privater Krankentransportunternehmen an der …
- BVerwG, 22.01.1998 - 3 C 6.97
Kein Arzneimittelverkauf am Autoschalter
- BGH, 09.01.2003 - III ZR 217/01
Amtshaftung - Staat haftet für Arzt im Rettungsdienst
- BVerwG, 17.06.1999 - 3 C 20.98
Rettungsdienst; Notfallrettung; qualifizierter Krankentransport; Berufsfreiheit; …
- BVerwG, 13.05.2009 - 9 C 7.08
Aufwandsteuer, Zweitwohnungssteuer, Zweitwohnungsabgabe, persönliche …
- BGH, 25.09.2007 - KZR 48/05
Rettungsleitstelle
- VG Karlsruhe, 14.03.2001 - 7 K 2179/99
Keine Zulassung privater Unternehmen zur Notfallrettung
- BVerwG, 11.02.1999 - 2 C 4.98
Rechtsänderung im Revisionsverfahren.
- BVerwG, 13.05.2009 - 9 C 6.08
Bundesverwaltungsgericht bestätigt die Zweitwohnungsabgabensatzung der Stadt …
- BGH, 28.09.1999 - KVR 29/96
Verbundnetz; Mißbrauchskontrolle nach Wegfall der gesetzlichen Freistellung von …
- BVerwG, 18.07.2002 - 3 C 53.01
Maßgeblicher Zeitpunkt für Klage auf Subventionsgewährung; Diskriminierung wegen …
- BVerwG, 13.03.2003 - 5 C 10.02
Kostenerstattung bei Umzug; Erstattungspflicht bei Umzug.
- BVerwG, 20.11.2003 - 4 CN 5.03
Klagen von Gemeinden gegen die Regionalplanung zum Flughafen Frankfurt/ Main
- VGH Baden-Württemberg, 27.09.2005 - 1 S 261/05
Zulässigkeit eines Taubenfütterungsverbots trotz Staatsziel Tierschutz
- VGH Bayern, 23.08.2012 - 8 B 11.1608
BayVGH: Öffnung des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen für Geschäftsflieger ist …
- BVerwG, 12.03.2002 - 5 C 28.01
Bestätigungsmerkmal, deutsche Sprache als - für deutsche Volkszugehörigkeit; …
- BVerwG, 08.11.2004 - 3 B 36.04
Bedrohung; Berufsfreiheit; Eingriff; Einschätzungsprärogative; Gemeinschaftsgut; …
- BVerwG, 19.08.2008 - 3 B 11.08
Verfahrensmangel; Überzeugungsgrundsatz; aktenwidrige Entscheidung; Pflegeheim; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 05.02.2002 - 15 A 1965/99
- OVG Nordrhein-Westfalen, 03.01.2006 - 20 D 118/03
Konversion des Militärflugplatzes Weeze-Laarbruch in einen zivilen …
- BVerwG, 30.10.1996 - 1 B 197.96
Gewerberecht - Fahrschullehrer, Widerruf einer Fahrschulerlaubnis wegen fehlender …
- BVerwG, 28.01.2010 - 4 C 6.08
Baunachbarklage; Rechtskraftbindung; Wiederholungsverbot; subjektive …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 11.12.2006 - 13 A 2771/03
Apotheke darf sich nicht als "Internationale Apotheke" bezeichnen
- BVerwG, 26.10.1995 - 3 C 10.94
Berufsrecht: Berufsfreiheit und Zulassung zum qualifizierten Krankentransport
- OVG Niedersachsen, 21.10.2002 - 10 L 517/00
Entrichtung des Verwaltungskostenbeitrags als Voraussetzung für die …
- VGH Hessen, 05.01.2007 - 2 TG 2911/06
Untersagung privater Sportwetten in Hessen
- BVerwG, 18.07.2002 - 3 C 55.01
Maßgeblicher Zeitpunkt für Klage auf Subventionsgewährung; verfassungswidrige …
- BVerwG, 18.07.2002 - 3 C 56.01
Maßgeblicher Zeitpunkt für Klage auf Subventionsgewährung; verfassungswidrige …
- BGH, 25.09.2007 - KZR 14/06
Baden-Württembergs Rettungsleitstellen handeln öffentlich-rechtlich
- BVerwG, 30.06.2005 - 3 C 37.04
Restitution nach verwaltungsrechtlicher Rehabilitation; Erstattungspflicht wegen …
- BVerwG, 27.09.2007 - 7 C 4.07
- BVerwG, 07.04.2004 - 4 B 25.04
- OVG Niedersachsen, 11.02.2002 - 7 LA 359/01
Grundwassersanierung durch Grundstückseigentümer; Altlast; Grundwasser; …
- VGH Baden-Württemberg, 22.10.2002 - 4 S 220/02
Genehmigung zum Betrieb von Notfallrettung - Bestandsschutz
- OVG Nordrhein-Westfalen, 29.08.2006 - 13 A 3968/04
- OVG Nordrhein-Westfalen, 08.01.2002 - 15 A 2052/99
- BVerwG, 19.10.2006 - 9 B 11.06
- VG Braunschweig, 10.04.2008 - 5 B 4/08
Neuregelung des staatlichen Sportwettenmonopols; Berufsfreiheit; …
- VG Karlsruhe, 02.09.2008 - 11 K 4331/07
Abgabe von Arzneimitteln über das sog. visavia-System
- BVerwG, 14.02.1996 - 11 C 6.95
Recht der Landwirtschaft: Zuweisung von Neuanpflanzungs- oder …
- OVG Schleswig-Holstein, 20.03.2002 - 2 L 136/00
- VG Bremen, 26.05.2004 - 6 K 85/04
Ablehnung des Antrages auf Altersteilzeit im Hinblick auf die Aufhebung der …
- OVG Brandenburg, 23.11.2004 - 2 A 269/04
Heranziehung Privater zu Straßenbaumaßnahme der Gemeinde
- OVG Nordrhein-Westfalen, 29.06.2006 - 13 A 1957/03
PBefG § 47 Abs. 3
- OLG Düsseldorf, 16.04.2008 - 3 Kart 78/07
Genehmigung der Netzentgelte eines Stromversorgers hinsichtlich der Kosten für …
- BVerwG, 31.03.2003 - 6 B 64.02
- BGH, 28.09.1999 - KVR 28/96
Verbundnetz; Mißbrauchskontrolle nach Wegfall der gesetzlichen Freistellung von …
- VGH Baden-Württemberg, 12.06.2002 - 4 S 995/02
Nebenbestimmung zur Genehmigung zum Betrieb von Krankentransport
- OVG Sachsen, 05.11.2003 - 5 B 310/03
Einwohnergleichwerte, Einwohnerzahl, mehrfaches Stimmrecht, …
- OVG Niedersachsen, 06.03.2008 - 12 LA 404/07
Aberkennung des Rechts, von einer ausländischen Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch …
- OVG Schleswig-Holstein, 21.08.2002 - 2 L 30/00
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.10.2000 - 8 A 1850/99
- OVG Berlin, 14.09.2004 - 8 B 12.02
- OVG Sachsen, 16.11.2009 - 3 B 276/09
Kindeswohl; Bindungswirkung eines Urteils
- OLG Stuttgart, 04.03.2010 - 202 EnWG 22/08
Vereinfachtes Verfahren der Anreizregulierung: Berücksichtigung eines …
- BVerwG, 22.09.2011 - 6 B 19.11
Auslegung öffentlich-rechtlicher Willenserklärungen und Anträge im Bereich des …
- OVG Schleswig-Holstein, 15.12.1999 - 2 L 253/98
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.12.2000 - 8 A 1850/99
- BayObLG, 09.07.2003 - Verg 7/03
Vergabe - Vorliegen einer Dienstleistungskonzession
- OVG Schleswig-Holstein, 05.01.2005 - 2 LB 58/04
Anspruchsentstehung, Gesetzesänderung, Kindergartenrecht, Kostenausgleich, …
- OVG Schleswig-Holstein, 01.02.2005 - 2 MB 170/04
- OVG Nordrhein-Westfalen, 03.01.2006 - 20 D 118.03
- OVG Nordrhein-Westfalen, 27.04.2006 - 3 B 1933/05
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.02.2008 - 12 A 2233/06
- VG Regensburg, 30.09.2009 - RN 4 E 09.1503
Vergabe - Einstweiliger Rechtsschutz gegen Vergabe von Rettungsdienstleistungen
- OVG Sachsen-Anhalt, 12.05.2011 - 2 L 30/10
Vornahme einer als Befreiung zu qualifizierenden Abweichungsentscheidung nach § …
- OVG Schleswig-Holstein, 15.12.1999 - 2 L 191/98
- VGH Baden-Württemberg, 25.10.2000 - 11 S 43/00
Rechtskraft eines Bescheidungsurteils
- OVG Schleswig-Holstein, 26.11.2002 - 2 M 96/02
- OVG Berlin, 14.09.2004 - 8 B 21.02
- OVG Schleswig-Holstein, 16.03.2005 - 2 LB 71/04
Behinderter, Eingliederungshilfe, Ferienmaßnahme, Betreuungskosten, Ermessen, …
- OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2010 - 12 B 39.09
Emissionshandelsrecht; Grubengasprojekte; Anerkennung als Gemeinsame …
- OVG Schleswig-Holstein, 21.06.2000 - 2 L 80/99
- OVG Schleswig-Holstein, 18.02.2004 - 2 LB 67/03
- VG Düsseldorf, 23.06.2004 - 7 K 431/02
- VG Hannover, 27.04.2010 - 4 A 6036/08
Zulässigkeit des Kormoranschusses in einem FFH-Gebiet und faktischen …
- OLG Frankfurt, 18.08.1999 - 7 U 212/98
- VG Düsseldorf, 19.12.2007 - 20 K 4984/05
- VG Bayreuth, 08.06.2011 - B 5 M 07.94
Inhaltliche Anwendung des bei Klageerhebung anwendbaren Kostenrechts - offen …
- OVG Schleswig-Holstein, 09.07.2003 - 2 MB 25/03
- VG Oldenburg, 08.12.2003 - 7 A 4333/02
Zwangsstilllegung eines bereits veräußerten Kraftfahrzeugs; Zwangsstilllegung; …
- VG Aachen, 15.06.2007 - 9 K 2631/03
- VG München, 26.01.2009 - M 8 K 08.145
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Feststellung der Rechtmäßigkeit der …
- VG Regensburg, 09.12.2009 - RN 4 E 09.2360
- VG Köln, 22.03.2011 - 7 K 8382/09
- OVG Sachsen-Anhalt, 22.06.2011 - 3 L 258/09
Anforderungen an das Vorliegen einer unbilligen Härte bei der Einziehung von …
- VGH Bayern, 05.12.2011 - 20 BV 10.2833
Keulung eines Geflügelbestandes aufgrund tierseuchenrechtlicher Anordnung
- OVG Sachsen, 29.06.2000 - 3 BS 120/00
VwGO § 114; VwVfG § 40; SächsPRG 1999 § 38 Abs. 5 S. 2; SächsPRG 1996 …
- VG Göttingen, 25.10.2001 - 1 A 1080/01
Eigenständiges Aufenthaltsrecht des Ehegatten; Aufenthaltsrecht, eigenständiges …
- OVG Schleswig-Holstein, 05.11.2001 - 2 M 84/01
- OVG Schleswig-Holstein, 05.11.2001 - 2 M 83/01
- VG München, 26.01.2009 - M 8 K 08.663
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Feststellung der Rechtmäßigkeit der …
- VG Ansbach, 02.07.2009 - AN 14 K 07.00609
Heranziehung junger Volljähriger zu einem Kostenbeitrag aus ihrem Vermögen
- VG Hannover, 14.07.2011 - 10 A 4244/07
Deutsche Staatsangehörigkeit eines Kindes bei Rücknahme der …
- VG Berlin, 25.10.2011 - 3 A 255.08
Art 7 Abs 4 GG, § 4 PrSchulG BE, § 8 Abs 2 PrSchulG BE, § 8 Abs 3 PrSchulG …
- VG Berlin, 25.10.2011 - 3 A 733.08
Art 7 Abs 4 GG, § 4 PrSchulG BE, § 8 Abs 2 PrSchulG BE, § 8 Abs 3 PrSchulG …
- VG Osnabrück, 24.11.2011 - 6 B 61/11
Lebensmittelrecht - Entzug einer Schlachtzulassung
- VG München, 29.11.2011 - M 5 K 10.965
Polizeifachliche Unterweisung; Polizeivollzugsdienst; Fachlaufbahn; fachlicher …
- VG Ansbach, 13.03.2012 - AN 1 K 11.02166
Einstellung in den staatlichen Schuldienst; geburtsbedingte Verzögerung der …
- VG Bremen, 11.03.2004 - 8 K 450/03
Qualifizierter Krankentransport, Zulassung, § 34 Abs. 3 BremHilfeG
- VG Bremen, 16.03.2004 - 6 K 88/02
Altersteilzeit für Professoren nach dem 21.12.2001
- VGH Bayern, 31.07.2007 - 21 B 06.1384
Bayerisches Rettungsdienstgesetz: Bestandsschutz im Bereich des Notarzteinsatzes …
- VG München, 31.07.2008 - M 17 K 06.3644
Kulturgut; Verbringung vor dem EU-Beitritt Tschechiens; Verjährung des …
