Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 18.02.1999

Rechtsprechung
   BVerwG, 18.02.1999 - 5 C 35.97   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BSHG § 76, § 88; DVODVO zu § 76 BSHG § 3, § 8

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Einkommen, Abgrenzung zum Vermögen;; Steuererstattung als -;; Steuererstattung als Einkommen;; Vermögen, Abgrenzung zum Einkommen.

Kurzfassungen/Presse

  • nomos.de , S. 53 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)

    §§ 76, 88 BSHG; § 76 DVO; §§ 3, 8 BSHG
    Sozialhilferecht/Abgrenzung von Einkommen und Vermögen

Besprechungen u.ä.

  • nomos.de , S. 53 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)

    §§ 76, 88 BSHG; § 76 DVO; §§ 3, 8 BSHG
    Sozialhilferecht/Abgrenzung von Einkommen und Vermögen

Verfahrensgang

  • VG Münster, 14.03.1995 - 5 K 2359/93
  • VG Schleswig, 07.11.1996 - 13 A 304/95
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 31.10.1997 - 24 A 2602/95
  • OVG Schleswig-Holstein, 20.02.1998 - 1 L 20/98
  • BVerwG, 18.02.1999 - 5 C 35.97
  • BVerwG, 18.02.1999 - 5 C 14.98

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerwGE 108, 296
  • NJW 1999, 3649
  • FamRZ 1999, 1653
  • DVBl 2000, 63
  • NVwZ 2000, 200 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (123)  

  • BSG, 30.07.2008 - B 14 AS 26/07 R  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommens- oder Vermögensberücksichtigung -

    aa) Die Regelung des § 11 Abs. 1 Satz 1 SGB II ist im Wesentlichen wortgleich mit dem bis zum 31. Dezember 2004 geltenden § 76 Abs. 1 Bundessozialhilfegesetz (BSHG) sowie § 82 Abs. 1 Satz 1 SGB XII. Bereits nach dem Wortlaut, der auf "Einnahmen in Geld oder Geldeswert" abstellt, sind als Einkommen alle eingehenden geldwerten Leistungen anzusehen (so für § 76 BSHG BVerwG, Urteile vom 18. Februar 1999 - 5 C 35/97 = BVerwGE 108, 296, 299 und 5 C 14/98 = NJW 1999, 3137).
  • VGH Baden-Württemberg, 17.03.2004 - 12 S 1615/03  

    Wohngeldnachzahlung und laufende Hilfe zum Lebensunterhalt

    Die Anrechnung erfolgt nach BVerwG (Urt. vom 18.02.1999 - 5 C 35.97 - BVerwGE 108, 296) grundsätzlich zu dem Zeitpunkt des Zuflusses.

    Mit seiner vom Verwaltungsgericht zugelassenen Berufung macht der Beklagte geltend, die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts stehe im Widerspruch zu dem vom Bundesverwaltungsgericht in seiner Entscheidung vom 18.02.1999 - 5 C 35.97 - (BVerwGE 108, 296) entwickelten Grundsatz, wonach Voraussetzung für die Anrechnung eines Einkommens nach § 76 BSHG nicht sei, dass Zeitraumidentität und Zweckidentität vorliegen.

    Unerheblich sind somit grundsätzlich der Grund der Zahlung und eine etwaige Zweckbestimmung; sozialhilferechtlich entscheidend für den Einsatz von Einkommen ist vielmehr dessen bedarfsbezogene Verwendungsmöglichkeit (BVerwG, Urteil vom 19.02.2001 - 5 C 4.00 -, NVwZ-RR 2001, 519, Urteil vom 18.02.1999 - 5 C 35.97 -, BVerwGE 108, 296).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat insbesondere an der auch vom Verwaltungsgericht angenommenen Auffassung, für die Bestimmung des Begriffs des Einkommens komme es neben der Zweckbestimmung des Zuflusses auch auf den Zeitraum an, für den die Zahlung bestimmt sei (sogenannte Identitätstheorie, so noch BVerwG, Urteil vom 24.04.1968 - V C 62.67 -, BVerwGE 29, 295; so auch unter Bezugnahme hierauf VGH Bad.-Württ., Urteil vom 01.10.1997 - 6 S 2671/95 -, FEVS 48, 300) ausdrücklich nicht festgehalten (BVerwG, Urteil vom 18.02.1999 - 5 C 35.97 -, BVerwGE 108, 296).

    Mit dem Abstellen auf den Zeitpunkt des tatsächlichen Zuflusses wird auch nicht unzulässig an einen mehr oder weniger zufälligen Zeitpunkt angeknüpft, sondern einer aktuellen Notlage ein aktuelles Einkommen gegenübergestellt (BVerwG, Urteil vom 18.02.1999 - 5 C 35.97 -, BVerwGE 108, 296).

    Zwar kann abweichend vom tatsächlichen Zufluss rechtlich ein anderer Zeitpunkt als maßgeblich bestimmt werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 18.02.1999 - 5 C 35.97 -, BVerwGE 108, 296, Urteil vom 28.05.2003 - 5 C 41.02 -, NVwZ-RR 2004, 112).

    Sie sind, soweit nicht im Einzelfall eine andere Regelung angezeigt ist, auf einen angemessenen Zeitraum aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag anzusetzen (§ 3 Abs. 3 Satz 2 und 3, § 8 Abs. 1 Satz 3 DVO zu § 76 BSHG; vgl. zum ganzen BVerwG, Urteil vom 18.02.1999 - 5 C 35.97 -, BVerwGE 108, 296, Urteil vom 28.05.2003 - 5 C 41.02 -, NVwZ-RR 2004, 112).

  • BSG, 30.09.2008 - B 4 AS 29/07 R  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Steuererstattung

    Dabei ist in Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) vom tatsächlichen Zufluss auszugehen, es sei denn rechtlich wird ein anderer Zufluss als maßgeblich bestimmt (BVerwG Urteile vom 18.2.1999 - 5 C 35/97 = BVerwGE 108, 296 ff; 18.2.1999 - 5 C 14/98 = NJW 1999, 3137).
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Rechtsprechung
   BVerwG, 18.02.1999 - 5 C 14.98   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • rechtsportal.de

    BSHG § 76, § 88; DVODVO zu § 76 BSHG § 3, § 8

  • Judicialis

    Einkommen, Abgrenzung zum Vermögen, Schadensersatzanspruch als -;; Schadensersatzleistung als Einkommen;; Vermögen, Abgrenzung zum Einkommen.

Verfahrensgang

  • VG Münster, 14.03.1995 - 5 K 2359/93
  • VG Schleswig, 07.11.1996 - 13 A 304/95
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 31.10.1997 - 24 A 2602/95
  • OVG Schleswig-Holstein, 20.02.1998 - 1 L 20/98
  • BVerwG, 18.02.1999 - 5 C 14.98
  • BVerwG, 18.02.1999 - 5 C 35.97

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerwGE 108, 296
  • NJW 1999, 3137
  • NJW 1999, 3649
  • FamRZ 1999, 1653
  • DVBl 2000, 63
  • NVwZ 1999, 1343 (Ls.)
  • NVwZ 2000, 200



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Wird zitiert von ... (50)  

  • BSG, 30.07.2008 - B 14 AS 26/07 R  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommens- oder Vermögensberücksichtigung -

    aa) Die Regelung des § 11 Abs. 1 Satz 1 SGB II ist im Wesentlichen wortgleich mit dem bis zum 31. Dezember 2004 geltenden § 76 Abs. 1 Bundessozialhilfegesetz (BSHG) sowie § 82 Abs. 1 Satz 1 SGB XII. Bereits nach dem Wortlaut, der auf "Einnahmen in Geld oder Geldeswert" abstellt, sind als Einkommen alle eingehenden geldwerten Leistungen anzusehen (so für § 76 BSHG BVerwG, Urteile vom 18. Februar 1999 - 5 C 35/97 = BVerwGE 108, 296, 299 und 5 C 14/98 = NJW 1999, 3137).

    bb) Im Sozialhilferecht galt im Zeitpunkt der Bezugnahme des Gesetzgebers die vom BVerwG entwickelte "modifizierte Zuflusstheorie" (vgl BVerwGE 108, 296 ff und BVerwG, NJW 1999, 3137 f).

    Von dieser Betrachtung ist das Bundesverwaltungsgericht in der Folgezeit und mit der Entwicklung der modifizierten Zuflusstheorie ausdrücklich abgerückt (BVerwGE 108, 296, 298; BVerwG, NJW 1999, 3137).

    Das BVerwG hat zu Recht darauf hingewiesen, dass Einnahmen in aller Regel aus bereits zuvor bestehenden Rechtspositionen erzielt werden und als Beispiel hierfür die Auszahlung des Arbeitsentgeltes als Erfüllung der Forderung aus dem Arbeitsvertrag genannt (BVerwGE 108, 296, 300; NJW 1999, 3137).

    Dahinstehen kann hier, ob der Rechtsprechung des BVerwG (vgl BVerwGE 108, 296, 300 f) auch im Hinblick auf die Ausnahmen von diesem Grundsatz zu folgen ist.

  • BSG, 30.07.2008 - B 14 AS 43/07 R  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommens- oder Vermögensberücksichtigung -

    Bereits nach dem Wortlaut, der auf "Einnahmen in Geld oder Geldeswert" abstellt, sind als Einkommen alle eingehenden geldwerten Leistungen anzusehen (so für § 76 BSHG: BVerwG, Urteile vom 18. Februar 1999 - 5 C 35/97 = BVerwGE 108, 296, 299 und 5 C 14/98 = NJW 1999, 3137).

    bb) Im Sozialhilferecht galt im Zeitpunkt der Bezugnahme des Gesetzgebers die vom BVerwG entwickelte "modifizierte Zuflusstheorie" (vgl BVerwGE 108, 296 ff und BVerwG, NJW 1999, 3137 f).

    Von dieser Betrachtung ist das BVerwG in der Folgezeit und mit der Entwicklung der modifizierten Zuflusstheorie ausdrücklich abgerückt (BVerwGE 108, 296, 298; BVerwG, NJW 1999, 3137).

    Das BVerwG hat zu Recht darauf hingewiesen, dass Einnahmen in aller Regel aus bereits zuvor bestehenden Rechtspositionen erzielt werden und als Beispiel hierfür die Auszahlung des Arbeitsentgeltes als Erfüllung der Forderung aus dem Arbeitsvertrag genannt (BVerwGE 108, 296, 300; NJW 1999, 3137).

    Dahinstehen kann hier, ob der Rechtsprechung des BVerwG (vgl BVerwGE 108, 296, 300 f) auch im Hinblick auf die Ausnahmen von diesem Grundsatz zu folgen ist.

  • BSG, 07.05.2009 - B 14 AS 13/08 R  

    BSG schützt private Altersvorsorge // Unüberwindbare Versorgungslücken nicht

    Bereits nach dem Wortlaut, der auf "Einnahmen in Geld oder Geldeswert" abstellt, sind als Einkommen alle eingehenden geldwerten Leistungen anzusehen (so für § 76 BSHG BVerwG, Urteile vom 18. Februar 1999 - 5 C 35/97 - BVerwGE 108, 296, 299 und 5 C 14/98 = NJW 1999, 3137).

    bb) Im Sozialhilferecht galt im Zeitpunkt der Bezugnahme des Gesetzgebers die vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) entwickelte "modifizierte Zuflusstheorie" (vgl BVerwGE 108, 296 ff und BVerwG, NJW 1999, 3137 f).

    Von dieser Betrachtung ist das BVerwG in der Folgezeit und mit der Entwicklung der modifizierten Zuflusstheorie ausdrücklich abgerückt (BVerwGE 108, 296, 298; BVerwG, NJW 1999, 3137).

    Das BVerwG hat zu Recht darauf hingewiesen, dass Einnahmen in aller Regel aus bereits zuvor bestehenden Rechtspositionen erzielt werden und als Beispiel hierfür die Auszahlung des Arbeitsentgeltes als Erfüllung der Forderung aus dem Arbeitsvertrag genannt (BVerwGE 108, 296, 300; NJW 1999, 3137).

    Dahinstehen kann hier, ob der Rechtsprechung des BVerwG (vgl BVerwGE 108, 296, 300 f) auch im Hinblick auf die Ausnahmen von diesem Grundsatz zu folgen ist.

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