Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 09.10.2003

Rechtsprechung
   BGH, 18.11.2003 - VI ZR 385/02   

Volltextveröffentlichungen (10)

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  • IWW
  • Prof. Dr. Lorenz

    Begriff des Schutzgesetzes i.S.v. § 823 II BGB (Halteverbot an Baustelle); Voraussetzung einer Eigentumsverletzung (§ 823 I BGB) durch Nutzungsbeeinträchtigung ohne Eingriff in die Sachsubstanz; Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb - Erfordernis der Betriebsbezogenheit des Eingriffs

  • anwalt-salewski.de

    Begriff des Schutzgesetzes in 823 Abs. 2 BGB

  • anwalt-salewski.de

    § 1 StVO; § 823 Abs. 2 BGB
    Begriff des Schutzgesetzes in 823 Abs. 2 BGB

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Schutz des Vermögens eines Bauunternehmers durch Halteverbote im Rahmen von Baustellen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Verkehrsrecht - Zweck des Halteverbots an einer Baustelle

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (13)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Halteverbot dienst nicht dem Schutz von Vermögensinteressen

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Halteverbot dient nicht dem Schutz von Vermögensinteressen

  • 123recht.net (Pressemeldung, 18.11.2003)

    Falschparker muss bei Behinderung keinen Schadenersatz zahlen // Halteverbot dient nicht dem Vermögensschutz

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  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Halteverbot dient nicht dem Schutz von Vermögensinteressen

  • Benkelberg & Kollegen (Kurzmitteilung)
  • Info-Letter Versicherungs- und Haftungsrecht , S. 7 (Kurzinformation)

    Keine Anwendung der StVO im Rahmen des § 823 Abs. 2 BGB

  • NWB SteuerXpert START (Leitsatz)

    BGB § 823 B Bf.; StVO § 12, § 45

  • RA Kotz (Leitsatz und Zusammenfassung)

    Parken im Halteverbot einer gekennzeichneten Baustelle - Schadensersatzpflicht

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Halteverbot dient nicht dem Schutz von Vermögensinteressen

  • nomos.de , S. 41 (Kurzinformation)

    §§ 12, 45 StVO; § 823 BGB
    Halteverbot dient nicht dem Schutz von Vermögensinteressen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Falschparken: Verbotschilder schützen keine Privatinteressen

  • rechtplus.de (Kurzinformation)

    Kein Schadensersatz wegen Parkens im Baustellenbereich

  • wgk.eu (Kurzinformation)

    Kein Schadensersatzanspruch beim Parken im Halteverbot

Besprechungen u.ä.

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Schadensersatzhaftung - Keine Haftung für Falschparker

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2004, 356
  • MDR 2004, 274
  • NZBau 2004, 157 (Ls.)
  • NZV 2004, 136
  • NJ 2004, 129
  • VersR 2004, 255



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Wird zitiert von ... (38)  

  • BGH, 11.01.2005 - VI ZR 34/04  

    Umfang der Haftung durch die Beschädigung einer Eisenbahnstrecke

    Deshalb reicht es nicht aus, daß der Individualschutz durch Befolgung der Norm als ihr Reflex objektiv erreicht werden kann; er muß vielmehr im Aufgabenbereich der Norm liegen (vgl. etwa Senatsurteile BGHZ 100, 13, 14 f.; 103, 197, 199; ferner BGHZ 116, 7, 13; 122, 1, 3 f. jeweils m.w.N.; zuletzt Senatsurteile vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - VersR 2004, 255 und vom 16. März 2004 - VI ZR 105/03 - VersR 2004, 1012 beide m.w.N.).

    Denn Voraussetzung für einen Anspruch nach § 823 Abs. 2 BGB ist zudem stets, daß der konkrete Schaden aus der Verletzung eines Rechtsguts entstanden ist, zu dessen Schutz die Rechtsnorm erlassen wurde (vgl. Senatsurteile BGHZ 19, 114, 125 f.; 27, 137, 140, 143; 39, 366, 367 f. und vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - aaO, 256).

    Eine Eigentumsverletzung kann zwar nicht nur durch eine Beeinträchtigung der Sachsubstanz, sondern auch durch eine sonstige die Eigentümerbefugnisse treffende tatsächliche Einwirkung auf die Sache erfolgen, etwa wenn ein Fahrzeug jede Bewegungsmöglichkeit verliert und seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch entzogen wird (vgl. Senatsurteile vom 5. Juni 1990 - VI ZR 359/89 - VersR 1991, 105, 106; vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - aaO, 257 sowie BGHZ 55, 153, 159; vgl. ferner BGH, Urteil vom 7. Juni 1979 - II ZR 132/77 - LM Nr. 27 zu § 823 [Ac]).

    Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn das Fahrzeug unter Beibehaltung seiner Bewegungsmöglichkeit im übrigen nur wenige Stunden an einer konkret geplanten Fahrt gehindert und dadurch lediglich seine wirtschaftliche Nutzung vorübergehend eingeengt wird (Senatsurteile vom 21. Juni 1977 - VI ZR 58/76 - VersR 1977, 965, 967; vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - aaO; vgl. auch BGHZ 86, 152, 154 f.).

    Deshalb bedarf es für eine sachgerechte Eingrenzung des Haftungstatbestandes des Erfordernisses eines unmittelbaren Eingriffs in dem Sinne, daß der Eingriff sich irgendwie gegen den Betrieb als solchen richtet, also betriebsbezogen ist und nicht vom Gewerbebetrieb ohne weiteres ablösbare Rechte oder Rechtsgüter betrifft (Senatsurteile BGHZ 29, 65, 70 f., 74; vom 21. Juni 1977 - VI ZR 58/76 - aaO und vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - aaO; vgl. auch BGHZ 55, 153, 161 f.; 86, 152, 156 ff.).

    Für solche Fallgestaltungen ist ein betriebsbezogener Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb verneint worden (vgl. zu den Stromkabelfällen: Senat BGHZ 29, 65, 74 f.; 66, 388, 393 f., Urteil vom 12. Juli 1977 - VI ZR 136/76 - VersR 1977, 1006, 1007; zur Straßenbenutzung vgl. Senatsurteile vom 21. Juni 1977 - VI ZR 58/76 - und vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - beide aaO; zum Fleetfall: BGHZ 55, 153, 161).

  • BGH, 14.06.2005 - VI ZR 185/04  

    Rückgriff des Kaskoversicherers gegen den Fahrer eines gemieteten Fahrzeugs wegen

    Es genügt, daß die Norm auch das in Frage stehende Interesse des Einzelnen schützen soll, mag sie auch in erster Linie das Interesse der Allgemeinheit im Auge haben (vgl. Senatsurteile BGHZ 100, 13, 14 f.; 103, 197, 199; ferner BGHZ 116, 7, 13; BGHZ 122, 1, 3 f.; Senatsurteile vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - VersR 2004, 255; vom 16. März 2004 - VI ZR 105/03 - VersR 2004, 1012 und vom 9. November 2004 - VI ZR 311/03 - VersR 2005, 238, jeweils m.w.N.).

    Deshalb reicht es nicht aus, daß der Individualschutz durch Befolgung der Norm als ihr Reflex objektiv erreicht werden kann; er muß vielmehr im Aufgabenbereich der Norm liegen (vgl. Senatsurteile BGHZ 100, 13, 14 f.; vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - aaO; vom 16. März 2004 - VI ZR 105/03 - aaO und vom 9. November 2004 - VI ZR 311/03 - aaO).

    Dann allerdings kann eine im Gesetz angelegte drittschützende Wirkung der Norm auch zu Schadensersatzansprüchen führen, wenn sie in Bezug auf die im Einzelfall zu erlassenden Ge- und Verbote noch der Konkretisierung durch einen Verwaltungsakt bedarf (vgl. Senatsurteil vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - VersR 2004, 255 f.; ferner BGHZ 62, 265, 266 f.; BGHZ 122, 1, 3 ff. und BGH, Urteil vom 27. September 1996 - V ZR 335/95 - VersR 1997, 367, 368).

    Dieses dient als sachlich begrenztes Ordnungsrecht der Abwehr von typischen Gefahren, die vom Straßenverkehr ausgehen und die dem Straßenverkehr von außen oder durch Verkehrsteilnehmer erwachsen (vgl. Senatsurteil vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - VersR 2004, 255, 256 m.w.N.).

    Einzelne Vorschriften der Straßenverkehrsordnung können allerdings zugleich dem Schutz von Individualinteressen dienen, namentlich der Gesundheit, der körperlichen Unversehrtheit und des Eigentums (vgl. Senatsurteile vom 25. Januar 1983 - VI ZR 212/80 - VersR 1983, 438, 439; vom 28. April 1987 - VI ZR 66/86 - VersR 1987, 906, 908; vom 25. September 1990 - VI ZR 19/90 - VersR 1990, 1366, 1367 und vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - aaO).

  • BGH, 28.03.2006 - VI ZR 50/05  

    Schadensersatzrecht - Schmerzensgeld für unachtsamen Fußgänger

    Eine Reihe von Vorschriften der Straßenverkehrsordnung dient dabei dem Schutz von Individualinteressen, insbesondere der Gesundheit, der körperlichen Unversehrtheit und des Eigentums (vgl. Senatsurteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 185/04 - aaO und vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02 - VersR 2004, 255, 256, jeweils m.w.N.; RGRK/Steffen, aaO, § 823, Rn. 541; Bamberger/Roth/Spindler, BGB, § 823, Rn. 192; Wussow/Kürschner, Unfallhaftpflichtrecht, 15. Aufl., Kap. 4, Rn. 14), und entspricht damit einem Gesamtanliegen dieser Verordnung, durch einzelne Ge- und Verbote abstrakten und konkreten Gefahren für Leib und Leben zu begegnen (vgl. Begründung zur StVO i.d.F. v. 16. November 1970, BR-Drucks. 420/70, S. 46).
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Rechtsprechung
   BVerfG, 09.10.2003 - 2 BvR 1497/03   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • HRR Strafrecht

    Art. 3 Abs. 1 GG; Art. 3 Abs. 3 Satz 1 GG; § 57 Abs. 2 StGB § 456a StPO
    Auslieferung; Vollzugszwecke (Resozialisierung; Verwirklichung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit); Gleichheitssatz (allgemeiner; spezieller; Differenzierung nach Staatsangehörigkeit).

  • lexetius.com
  • Bundesverfassungsgericht
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Verfahrensgang

  • OLG Karlsruhe, 01.08.2003 - 3 Ws 120/03
  • BVerfG, 09.10.2003 - 2 BvR 1497/03

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2004, 356
  • NVwZ 2004, 608 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (4)  

  • OLG Karlsruhe, 14.03.2005 - 3 Ws 82/05  

    Strafrestaussetzung bei einem abgeschobenen Verurteilten; Aussetzung des

    Schließlich können besondere Umstände i. S. d. § 57 Abs. 2 Nr. 2 StGB nicht wegen der dem Verurteilten gegenüber anderen abgeurteilten Straftätern "durch die frühzeitige Abschiebung gewährten Vergünstigung" schlechterdings verneint werden (vgl. zu Sinn und Zweck der Regelungen des § 456 a StPO: BVerfG B. v. 09.10.2003 - 2 BvR 1497/03 - OLG Düsseldorf NStE Nr. 4 zu § 456 a StPO; LR-Wendisch StPO 25. Aufl. § 456 a Rdnr. 1; Meyer-Goßner StPO 47. Aufl. § 456 a Rdnr. 1 m.w.N.).
  • VG Münster, 08.10.2009 - 8 K 1498/08  

    Gesinnungsfragen zu verlängerter Aufenthaltserlaubnis rechtswidrig // Gericht

    Das Kriterium der Staatsangehörigkeit unterfällt nicht den dort genannten Kriterien der Abstammung, Rasse, Heimat, oder Herkunft, vgl. BVerfG, z. B. Beschlüsse vom 9. Februar 1994 - 1 BvR 1687/92 -, BVerfGE 90, 27 (37) = juris, Rn. 29, vom 8. Januar 1997 - 1 BvR 424/94 -, Rechtspfleger 1997, 320 = juris, Rn. 11, und vom 9. Oktober 2003 - 2 BvR 1497/03 -, NJW 2004, 356 = www.bverfg.de Rn. 3 = juris, Rn. 3; Jarass, a.a.O., Art. 3 Rn. 126.
  • OLG Köln, 25.05.2009 - 2 Ws 243/09  

    StPO § 454 Abs. 3 Satz 1; StPO § 456 a; StPO § 467 Abs. 1 Satz

    § 456a StPO kann nach der Änderung von Art. 16 Abs. 2 GG zwar grundsätzlich auch auf Deutsche Anwendung finden (vgl BVerfG NJW 2004, 356), jedoch nur bei einer Verpflichtung, Deutschland zu verlassen, etwa in Auslieferungsfällen.
  • OLG Stuttgart, 22.11.2010 - 4 Ws 213/10  

    Strafvollstreckung: Auslegung des Antrags eines abgeschobenen Verurteilten in

    Sinn und Zweck des § 456 a StPO, den die Vollstreckungsbehörde zutreffend dargelegt hat (s. BVerfG NJW 2004, 356; KK-Appl, StPO, 6. Aufl., § 456 a Rn. 1), gebieten es nicht, die einstweilige Aussetzung abzulehnen.
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