Rechtsprechung
   BGH, 29.06.2005 - VIII ZR 299/04   

Volltextveröffentlichungen (7)

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  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Sittenwidrigkeit von durch Gewinnversprechen provozierten Verträgen: Verhältnis zu § 661a BGB; Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit nach § 138 BGB, Verhältnis zu § 123 BGB im Falle "systematischer Schwächung der Entscheidungsfreiheit"; Sittenwidrigkeit von kausalen und abstrakten Schuldanerkenntnissen; Kondiktion von abstrakten Schuldanerkenntnissen und dolo-petit-Einwand; Voraussetzung der Rechtskraftdurchbrechung nach § 826 BGB

  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse

  • wkdis.de (Kurzinformation)

    Durchbrechung der Rechtskraft eines Vollstreckungstitels als Folge eines Anspruches aus § 826 BGB nur in Ausnahmefällen

Besprechungen u.ä.

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Sittenwidrigkeit von durch Gewinnversprechen provozierten Verträgen: Verhältnis zu § 661a BGB; Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit nach § 138 BGB, Verhältnis zu § 123 BGB im Falle "systematischer Schwächung der Entscheidungsfreiheit"; Sittenwidrigkeit von kausalen und abstrakten Schuldanerkenntnissen; Kondiktion von abstrakten Schuldanerkenntnissen und dolo-petit-Einwand; Voraussetzung der Rechtskraftdurchbrechung nach § 826 BGB

Sonstiges (2)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 29.06.2005, Az.: VIII ZR 299/04 (Gewinnzusagen, materielle Unrichtigkeit eines rechtskräftigen Vollstreckungstitels)" von RA Thomas Fischer, LL.M., original erschienen in: VuR 2006, 448 - 449.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 29.06.2005, Az.: VIII ZR 299/04 (Rechtskraft und Sittenwidrigkeit)" von Dr. Michael Stürner, M. jur., original erschienen in: ZZP 2006, 219 - 225.

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2005, 2991
  • VersR 1999, 1158



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Wird zitiert von ... (31)  

  • BGH, 03.04.2008 - III ZR 190/07  

    Wirksamkeit eines Internet-Spielvertrages bei fehlender Limitsetzung

    aa) Als sittenwidrig im Sinne dieser Vorschrift ist ein Rechtsgeschäft zu beurteilen, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den grundlegenden Wertungen der Rechts- und Sittenordnung nicht zu vereinbaren ist (Senatsurteil vom 17. Januar 2008 - III ZR 239/06 - NJW 2008, 982, 983 Rn. 11; BGHZ 107, 92, 97; 146, 298, 301; BGH, Urteile vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 299/04 - NJW 2005, 2291, 2292 unter II. B. 1. a) aa); vom 6. Februar 2007 - X ZR 117/04 - NJW 2007, 1806, 1807 Rn. 10; jew. m.w.N.).
  • BGH, 17.01.2008 - III ZR 239/06  

    Wirksamkeit eines Partnervermittlungsvertrags

    Für die Beurteilung als sittenwidrig im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB ist vielmehr entscheidend, ob das Rechtsgeschäft nach seinem aus Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den grundlegenden Wertungen der Rechts- und Sittenordnung unvereinbar ist (BGHZ 110 aaO; 146, 298, 301; BGH, Urteil vom 14. Mai 1998 aaO; Urteil vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 299/04 - NJW 2005, 2991, 2992 m.w.N.).
  • OLG Karlsruhe, 06.02.2007 - 17 Verg 7/06  

    Vergabe - Vorabinformationspflicht bei Beteiligung mehrerer Unternehmen

    Denn bei einem sittenwidrigen Verhalten gegenüber der Allgemeinheit oder gegenüber Dritten ist § 138 BGB nur anwendbar, wenn alle Beteiligten subjektiv sittenwidrig handeln (vgl. BGH, NJW 1990, 568), wobei freilich das Bewusstsein von Sittenwidrigkeit nicht erforderlich ist, sondern es ausreicht, wenn der Handelnde die Tatsachen kennt, aus denen sich die Sittenwidrigkeit ergibt (BGH, NJW 1988, 1374; NJW 2005, 2991; Palandt/Heinrichs, BGB, 66. Aufl., § 138 Rn. 8).
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  • OLG Brandenburg, 08.05.2007 - 2 U 28/06  

    Vollstreckungsschutz wegen Sittenwidrigkeit der Vollstreckungshandlung;

    Die Anwendung von § 826 BGB ist auf besonders schwerwiegende, eng begrenzte Ausnahmefälle beschränkt, da andernfalls die Rechtskraft ausgehöhlt, die Rechtssicherheit beeinträchtigt und der Rechtsfriede in untragbarer Weise in Frage gestellt würde (BGH NJW 1987, 3256; 2005, 2991, 2994).

    Die Rechtskraft muss dabei nur dann zurücktreten, wenn es mit dem Gerechtigkeitsgedanken schlechthin unvereinbar wäre, dass der Gläubiger seine formale Rechtsstellung unter Missachtung der materiellen Rechtslage zu Lasten des Schuldners ausnutzt (BGH NJW 1987, 3256; 2002, 2940, 2943; 2005, 2991, 2994).

  • OLG Düsseldorf, 02.11.2005 - U (Kart) 14/05  
    Für die Unrichtigkeit des rechtskräftigen Urteils kommt es dabei ausschließlich auf tatsächliche Umstände - d.h. Tatsachen und Erfahrungssätze - und nicht auf eine angeblich fehlerhafte Rechtsanwendung an (BGHZ 40, 130, 134; 101, 380, 384; NJW 2005, 2991, 2993 f.; Wagner, a.a.O. Rdnr. 130).

    (1) Der Vorwurf einer vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung ist - weil gemäß § 138 ZPO jede Prozesspartei zu einem vollständigen und wahrheitsgemäßen Sachvortrag verpflichtet ist - gerechtfertigt, wenn der Titelgläubiger das Urteil durch Täuschung des Gerichts über den wahren Sachverhalt erschlichen hat (BGHZ 40, 130, 133; 50, 115, 124; BGH, NJW 2005, 2991, 2994; BGH, MDR 1970, 134; Wagner in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Band 5, 4. Aufl., § 826 Rdnr. 131; Schiemann in Erman, Bürgerliches Gesetzbuch, Band 2, 11. Aufl., § 826 Rdnr. 36; Oechsler in Staudinger, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 2. Buch, 13. Aufl., § 826 Rdnr. 472, 497 f.; Hönn/Dönneweg, Soergel, Bürgerliches Gesetzbuch, Band 5/2, 13. Aufl., § 826 Rdnr. 118).

  • BGH, 22.09.2011 - IX ZR 1/11  

    Anerkenntnis eines Anspruchs aus zweifelhaftem Rechtsverhältnis

    Das Berufungsgericht hat das Anerkenntnis vom 15. Dezember 2008 nach dem Rechtsgrundsatz des Bundesgerichtshofs in seinem Urteil vom 29. Juni 2005 (VIII ZR 299/04, NJW 2005, 2991, 2993 unter B. 1. c, aa) für unwirksam gehalten.
  • BVerfG, 07.09.2011 - 1 BvR 1012/11  

    Verfassungsbeschwerde eines privatärztlichen Abrechnungsinstituts gegen die

    Die Kosten eines Inkassobüros können - wenngleich im Einzelnen manches umstritten ist (vgl. BGH, Urteil vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 299/04 -, NJW 2005, S. 2991 [2994] m. w. N.) - nach vielfacher höchst- und obergerichtlicher Rechtsprechung und herrschender Meinung in der Literatur, unbeschadet bestimmter Einschränkungen, grundsätzlich als Verzugsschaden geltend gemacht werden (vgl. etwa BGH, Urteil vom 24. Mai 1967 - VIII ZR 278/64 -, juris; OLG München, Urteil vom 29. November 1974 - 19 U 3081/74 -, NJW 1975, S. 832; OLG Karlsruhe, Urteil vom 11. Juni 1986 - 6 U 234/85 -, NJW-RR 1987, S. 15; OLG Frankfurt, Urteil vom 14. November 1989 - 11 U 14/89 -, NJW-RR 1990, S. 729; OLG Dresden, Urteil vom 4. April 1995 - 13 U 1515/93 -, NJW-RR 1996, S. 1471; OLG Oldenburg, Urteil vom 24. April 2006 - 11 U 8/06 -, JurBüro 2006, S. 481; Unberath, in: Bamberger/Roth, BeckOK zum BGB, Stand: 1. Februar 2009, § 286 Rn. 74; Ernst, in: Münchener Kommentar zum BGB, 5. Aufl. 2007, § 286 Rn. 157 m. w. N.).
  • OLG Brandenburg, 24.10.2012 - 3 U 106/11  

    Verfahrensrecht - Wann liegt ein Missbrauch von Vollstreckungstiteln vor?

    Die Rechtskraft muss nur dann zurücktreten, wenn es mit dem Gerechtigkeitsgedanken schlechthin unvereinbar wäre, dass der Gläubiger seine formale Rechtsstellung unter Missachtung der materiellen Rechtslage zu Lasten des Schuldners ausnutzt (BGH NJW 2005, 2991 ff, 2994), was noch nicht der Fall ist, wenn der Gläubiger mehr erhält, als ihm bei zutreffender Bewertung der Rechtslage zugestanden hätte (BGHZ 112, 54; BGH NJW 2002, 2940).
  • LAG Schleswig-Holstein, 06.10.2006 - 5 Sa 205/05  

    Schadensersatz, Titelmissbrauch, Sozialversicherungsbeiträge

    Die Rechtskraft muss nur dann zurücktreten, wenn es mit dem Gerechtigkeitsgedanken schlechthin unvereinbar wäre, dass der Titelgläubiger seine formelle Rechtsstellung unter Missachtung der materiellen Rechtslage zu Lasten des Schuldners ausnutzt (st. Rspr.: BGH, Urt. v. 29.06.2005 - VIII ZR 299/04 -, NJW 2005, 2991; BGH, Urt. v. 09.02.1999 - VI ZR 9/98 -, NJW 1999, 1257; BGH, Urt. v. 30.06.1998 - VI ZR 160/97 -, NJW 1998, 2818).

    aa) Ein verwerflicher und damit sittenwidriger Gebrauch eines rechtskräftigen Titels kann z.B. vorliegen, wenn der Gläubiger das Mahnverfahren bewusst missbraucht, um für einen ihm nicht zustehenden Anspruch einen Vollstreckungstitel zu erlangen (BGH, Urt. v. 29.06.2005 - VIII ZR 299/04 -, a.a.O.).

  • OLG Düsseldorf, 06.07.2006 - U (Kart) 26/05  
    Für die Unrichtigkeit des rechtskräftigen Urteils kommt es dabei ausschließlich auf tatsächliche Umstände - d.h. Tatsachen und Erfahrungssätze - und nicht auf eine angeblich fehlerhafte Rechtsanwendung an (BGHZ 40, 130, 134; 101, 380, 384; NJW 2005, 2991, 2993 f.; Wagner, a.a.O. Rdnr. 130).

    (1) Der Vorwurf einer vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung ist - weil gemäß § 138 ZPO jede Prozesspartei zu einem vollständigen und wahrheitsgemäßen Sachvortrag verpflichtet ist - zum einen dann gerechtfertigt, wenn der Titelgläubiger das Urteil durch Täuschung des Gerichts über den wahren Sachverhalt erschlichen hat (vgl. BGHZ 40, 130, 133; 50, 115, 124; BGH, NJW 2005, 2991, 2994; BGH, MDR 1970, 134; Wagner in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Band 5, 4. Aufl., § 826 Rdnr. 131; Schiemann in Erman, Bürgerliches Gesetzbuch, Band 2, 11. Aufl., § 826 Rdnr. 36; Oechsler in Staudinger, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 2. Buch, 13. Aufl., § 826 Rdnr. 472, 497 f.; Hönn/ Dönneweg, Soergel, Bürgerliches Gesetzbuch, Band 5/2, 13. Aufl., § 826 Rdnr. 118).

  • OLG Oldenburg, 24.04.2006 - 11 U 8/06  

    Kostenerstattung: Behandlung der Kosten eines Inkassobüros bei dessen

  • OLG Düsseldorf, 06.07.2006 - U Kart 26/05  

    Unzulässige Klage wegen entgegenstehender Rechtskraft

  • LAG Hessen, 15.09.2008 - 16 Sa 839/08  

    Titelmissbrauch - nachlässige Prozessführung - Versäumnisurteil

  • OLG Zweibrücken, 09.02.2009 - 4 W 98/08  

    Berücksichtigung einer unterbliebenen Verfahrensverbindung im

  • LG Köln, 26.09.2007 - 9 S 139/07  
  • OLG Stuttgart, 10.02.2010 - 3 U 179/09  

    Handelsmakler: Wirksamkeit eines Vermittlungsauftrags zur Herbeiführung einer

  • OLG Celle, 10.03.2011 - 8 U 180/10  

    Negative Feststellungklage: Korrektur einer versäumten Befristung eines Anspruchs

  • LG Köln, 04.07.2007 - 9 S 44/07  
  • VK Brandenburg, 26.01.2010 - VK 55/09  

    Vergabe - NachVertragsschluss kein Nachprüfungsverfahren mehr!

  • LG Karlsruhe, 15.08.2006 - 2 O 350/06  

    "Share"-Veranstaltung nach thailändischem Vorbild: Rechtliche Einordnung als

  • LG Köln, 04.07.2007 - 9 S 88/07  
  • AG Schwelm, 27.03.2006 - 20 C 401/05  
  • LG Köln, 16.07.2008 - 2 O 230/07  
  • LG Wiesbaden, 10.12.2008 - 10 S 27/08  

    Arglistige Täuschung bei Eintragungsofferten in Gewerbeverzeichnisse

  • AG Kehl, 26.04.2011 - 4 C 19/11  

    Verzugsschaden: Ersatzfähigkeit von Inkassokosten

  • AG Schwelm, 14.02.2006 - 20 C 399/05  
  • AG Hameln, 07.08.2009 - 23 C 40/09  

    Abstraktes Schuldanerkenntnis: Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung der

  • LG Hannover, 16.10.2009 - 14 S 60/09  

    Bereicherungseinrede gegen das Leistungsverlangen aus einem abstrakten

  • LG Köln, 15.07.2010 - 22 O 549/09  
  • LG Berlin, 17.03.2011 - 5 O 412/10  

    § 138 BGB, § 134 BGB, § 2 RDLGZustV BB, § 3 RDLGZustV BB

  • LG Berlin, 08.02.2012 - 4 O 452/11  

    § 286 BGB, § 249 BGB, § 254 Abs 2 BGB

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