Rechtsprechung
   BGH, 16.05.2006 - VI ZR 189/05   

Volltextveröffentlichungen (13)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)

    BGB § 823 Ef
    Verkehrssicherungspflichtige muss nicht für alle denkbaren, entfernten Möglichkeiten eines Schadeneintritts Vorsorge treffen

  • Jurion

    Verstoß eines Vermieters gegen seine Verkehrssicherungspflicht, sofern er die mit einem Glasausschnitt versehenen Zimmertüren bei einer Familie mit Kleinkindern nicht mit Sicherheitsglas nachrüstet; Art und Umfang einer Verkehrssicherungspflicht; Vorbeugung bezüglich abstrakter Gefahren; Verstoß gegen baurechtliche Vorschriften, sofern die Innentürverglasungen nicht aus Sicherheitsglas bestehen

  • Berliner Mieterverein (Volltext/Auszüge/Inhaltsangabe)

    Verkehrssicherungspflicht

  • vermieter-ratgeber.de (Kurzinformation und Volltext)

    Kindgerechte Sicherheitsausstattung?

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Kein Sicherheitsglas in Zimmertüren wegen Kleinkindern; Verkehrssicherungspflicht; Gefahrenquelle; Sorgfaltspflicht; Unglück; Schadensersatz

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823
    Verkehrssicherungspflicht des Vermieters einer Wohnung hinsichtlich mit Glasausschnitt versehenen Zimmertüren

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Vermieter muss kein Sicherheitsglas nachrüsten

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (7)

  • advogarant.de (Kurzinformation)

    Verkehrssicherungspflicht des Vermieters gegenüber einer Familie mit Kleinkindern

  • info-m.de (Leitsatz)

    Verkehrssicherungspflicht: Welchen Sicherheitsstandard schuldet der Vermieter?

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Kleinkind fällt durch Glastür - Haftet der Vermieter für die Verletzung am Auge?

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Verkehrssicherungspflicht: Zimmertüren dürfen Glasausschnitte ohne Sicherheitsglas haben

  • grundeigentum-verlag.de (Kurzinformation und Entscheidungsanmerkung)

    Gegen überspitzte Anforderungen an Verkehrssicherung - Kein Sicherheitsglas in Zimmertüren bei Vermietung an Familien mit Kleinkindern

  • mietrechtsinfo.de (Leitsatz)

    Zimmertüren und Verkehrssicherungspflicht

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Kleinkind fiel in Glastür - BGH weist Schadensersatzklage ab - BGH zur Verkehrssicherungspflicht des Vermieters

Besprechungen u.ä. (2)

  • grundeigentum-verlag.de (Kurzinformation und Entscheidungsanmerkung)

    Gegen überspitzte Anforderungen an Verkehrssicherung - Kein Sicherheitsglas in Zimmertüren bei Vermietung an Familien mit Kleinkindern

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Verkehrssicherungspflicht: Vermieter muss kein Sicherheitsglas nachrüsten! (IMR 2006, 37)

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Die "kindgerechte" Mietwohnung und das "kindgerechte" Ferienappartement - Oder: Einfachverglasung als Sicherheitsmangel" von VROLG a.D. Dr. Winfried Schuschke, original erschienen in: NZM 2006, 733 - 735.

Verfahrensgang

  • AG Siegen, 10.08.2004 - 13 C 372/04
  • LG Siegen, 02.08.2005 - 1 S 151/04
  • BGH, 16.05.2006 - VI ZR 189/05

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2006, 2326
  • MDR 2006, 1405
  • NZM 2006, 578
  • VersR 2006, 1083



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Wird zitiert von ... (74)  

  • BGH, 02.03.2010 - VI ZR 223/09  

    Verkehrssicherungspflicht für bestehende technische Anlagen: Nachrüstungspflicht

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist derjenige, der eine Gefahrenlage - gleich welcher Art - schafft, grundsätzlich verpflichtet, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer möglichst zu verhindern (vgl. etwa Senatsurteile vom 19. Dezember 1989 - VI ZR 182/89 - VersR 1990, 498, 499; vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 447/00 - VersR 2002, 247, 248; vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - VersR 2003, 1319; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - VersR 2006, 233, 234 und vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - VersR 2006, 1083, 1084, jeweils m.w.N.; vgl. auch BGHZ 121, 367, 375 und BGH, Urteil vom 13. Juni 1996 - III ZR 40/95 - VersR 1997, 109, 111).

    Es sind vielmehr nur diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, die Schädigung anderer tunlichst abzuwenden (vgl. Senatsurteile vom 10. Oktober 1978 - VI ZR 98/77 - und - VI ZR 99/77 - VersR 1978, 1163, 1165, vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - aaO, vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - und vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - jeweils aaO).

    Der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt (§ 276 Abs. 2 BGB) ist genügt, wenn im Ergebnis derjenige Sicherheitsgrad erreicht ist, den die in dem entsprechenden Bereich herrschende Verkehrsauffassung für erforderlich hält (vgl. Senatsurteile vom 16. Februar 1972 - VI ZR 111/70 - VersR 1972, 559, 560; vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - aaO; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - und vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - jeweils aaO).

    Daher reicht es anerkannter Maßen aus, diejenigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die ein verständiger, umsichtiger, vorsichtiger und gewissenhafter Angehöriger der betroffenen Verkehrskreise - hier der Banken - für ausreichend halten darf, um andere Personen - hier die Kunden - vor Schäden zu bewahren, und die den Umständen nach zuzumuten sind; Voraussetzung für eine Verkehrssicherungspflicht ist, dass sich vorausschauend für ein sachkundiges Urteil die nahe liegende Gefahr ergibt, dass Rechtsgüter anderer verletzt werden können (vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 1963 - VI ZR 145/62 - VersR 1963, 532; vom 19. Mai 1967 - VI ZR 162/65 - VersR 1967, 801; vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 447/00 - aaO; vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - aaO; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - und vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - jeweils aaO).

    Er hat ein "Unglück" erlitten und kann dem Schädiger kein "Unrecht" vorhalten (vgl. Senatsurteile vom 15. April 1975 - VI ZR 19/74 - VersR 1975, 812; vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - aaO; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - und vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - jeweils aaO).

  • BGH, 31.10.2006 - VI ZR 223/05  

    Einzelhändler haftet nicht für explodierte Limonadenflasche

    Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist derjenige, der eine Gefahrenlage - gleich welcher Art - schafft, grundsätzlich verpflichtet, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer möglichst zu verhindern (vgl. Senatsurteile vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - VersR 2006, 1083, 1084; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - VersR 2006, 233, 234 und vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - VersR 2003, 1319, jeweils m. w. N.).

    Auch dann reicht es jedoch anerkanntermaßen aus, diejenigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die ein verständiger, umsichtiger, vorsichtiger und gewissenhafter Angehöriger der betroffenen Verkehrskreise für ausreichend halten darf, um andere Personen vor Schäden zu bewahren, und die ihm den Umständen nach zuzumuten sind (vgl. Senatsurteile vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - und vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 -, jeweils aaO m. w. N.).

  • BGH, 06.02.2007 - VI ZR 274/05  

    Voraussetzungen einer Verkehrssicherungspflicht

    Daher reicht es anerkanntermaßen aus, diejenigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die ein verständiger, umsichtiger, vorsichtiger und gewissenhafter Angehöriger der betroffenen Verkehrskreise - hier: der Verkehrsteilnehmer - für ausreichend halten darf, um andere Personen - hier: der Eigentümer angrenzender Bauwerke - vor Schäden zu bewahren, und die ihm den Umständen nach zuzumuten sind (vgl. Senat, Urteile vom 12. Februar 1963 - VI ZR 145/62 - VersR 1963, 532; vom 19. Mai 1967 - VI ZR 162/65 - VersR 1967, 801; vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 447/00 - aaO; vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - aaO; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - aaO und vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - VersR 2006, 1083).

    Kommt es in Fällen, in denen hiernach keine Schutzmaßnahmen getroffen werden mussten, weil eine Gefährdung anderer zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber nur unter besonders eigenartigen und entfernter liegenden Umständen zu befürchten war, ausnahmsweise doch einmal zu einem Schaden, so muss der Geschädigte - so hart dies im Einzelfall sein mag - den Schaden selbst tragen (vgl. Senat, Urteile vom 15. April 1975 - VI ZR 19/74 - VersR 1975, 812; vom 15. Juli 2003 - VI ZR 155/02 - aaO; vom 8. November 2005 - VI ZR 332/04 - aaO und vom 16. Mai 2006 - VI ZR 189/05 - aaO).

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