Rechtsprechung
| BGH, 25.06.1975 - VIII ZR 254/74 |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- rechtsberaterhaftung.de (Leitsatz)
Unterschrift
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 65, 46
- NJW 1975, 1704
- VersR 1975, 954
Wird zitiert von ... (45)
- BVerwG, 13.04.1999 - 1 C 24.97
Angabe einer Postfachanschrift; Anschrift; anwaltliche Vertretung; Bezeichnung …
- BGH, 04.10.1984 - VII ZR 342/83
Nichtunterzeichnung von Schriftsatz durch Anwalt; Wirksamkeit der …
b) Daß bestimmende Schriftsätze (soweit nicht ihre Einreichung durch Telegramm, Fernschreiben oder Telebrief erfolgt) eigenhändig unterschrieben sein müssen, ist - abweichend vom Wortlaut des § 130 Nr. 6 ZPO - für den Anwaltsprozeß zwingend (RGZ 151, 82, 83; BGHZ 65, 46, 47; zu Rechtsmittel- und Rechtsmittelbegründungsschriften vgl. ferner die Nachw. im Senatsbeschluß vom 6. Dezember 1979 - VII ZB 13/79 = VersR 1980, 331).Das hat der Bundesgerichtshof zum Beispiel für den Fall als zulässig angesehen, daß eine nicht fristgebundene Klageschrift nicht ordnungsgemäß unterschrieben war (BGHZ 65, 46, 48).
- BGH, 09.12.1987 - IVb ZR 4/87
Angabe der ladungsfähigen Anschrift des Klägers in der Klageschrift
Wie bereits das Reichsgericht in Bezug auf das Erfordernis der Unterzeichnung der Klageschrift (vgl. § 130 Nr. 6 ZPO) dargelegt hat, kann aus der Bedeutung des bestimmenden Schriftsatzes für den Gang des Verfahrens folgen, daß ungeachtet der Fassung des § 130 ZPO als Ordnungsvorschrift ein zwingendes Erfordernis gegeben ist (RGZ 151, 82, 84; s.a. BGHZ 65, 46, 47; 92, 251, 254; BayObLGZ 1970, 151, 154).
- BVerwG, 06.12.1988 - 9 C 40.87
VwGO § 81
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - OLG Brandenburg, 24.09.2012 - 53 Ss 128/12 Darüber hinaus gehört es zum Wesen der Unterzeichnung, dass der Schriftzug einen individuellen und einmaligen Charakter aufweist, der die Identität des Unterzeichnenden ausreichend kennzeichnet, und somit die Nachahmung durch einen beliebigen Dritten zumindest erschwert (vgl. BGHSt 12, 317; BGH MDR 1964, 747; NJW 1967, 2310; NJW 1974, 1090; NJW 1975, 1704; NJW 1982, 1467; NJW 1985, 1227; BayObLGSt 2003, 73; OLG Nürnberg NJW 1961, 1777;… Kuckein in: Karlsruher Kommentar zur StPO 5. Aufl. § 345 Rn. 12;… Meyer-Goßner a.a.O. Rn. 129;… BFH/NV 2002, 1604).
Diese gesteigerten Anforderungen dienen dazu, bei bestimmenden Schriftsätzen im Interesse eines gesicherten Verfahrensablaufs von vornherein möglichst jeden Zweifel darüber auszuschließen, dass die jeweils erklärte Prozesshandlung von einem Rechtsanwalt herrührt, der aufgrund seiner Sachkunde für den Inhalt des Schriftsatzes die volle Verantwortung übernommen hat (vgl. BGHSt 12, 317; BGH NJW 1975, 1704).
Selbst wenn man aus dem Gebilde den entstellten Anfangsbuchstaben des Namens des Verteidigers des Angeklagten "I" herauslesen wollte, so wie der Verteidiger vorträgt, genügt ein derartiges Handzeichen bei bestimmenden Schriftsätzen den Ansprüchen an eine Unterzeichnung nicht; gleiches gilt, wenn man das Vorliegen der Paraphe annehmen wollte (vgl. BGH NJW 1967, 2310; NJW 1975, 1704; NJW 1982, 1467; NJW 1985, 1227; OLG Nürnberg NStZ-RR 2007, 151;… BFH/NV 2002, 1604).
Andernfalls hinge die Formgültigkeit der Revisionsbegründung von Zufälligkeiten ab und es wäre nicht sichergestellt, dass der Senat die Ordnungsgemäßheit der Unterzeichnung eigenständig nachprüfen kann (vgl. BGH NJW 1975, 1704).
- OLG Nürnberg, 07.12.2006 - 2 St OLG Ss 260/06
StPO § 345 Abs. 2; GG Art. 19 Abs. 4; GG Art. 103
Darüber hinaus gehört es zum Wesen der Unterzeichnung, dass der Schriftzug einen individuellen und einmaligen Charakter aufweist, der die Identität des Unterzeichnenden ausreichend kennzeichnet, und somit die Nachahmung durch einen beliebigen Dritten zumindest erschwert (vgl. BGHSt 12, 317, 319 f.; BGH MDR 1964, 747; NJW 1967, 2310; NJW 1974, 1090; NJW 1975, 1704; NJW 1982, 1467; NJW 1985, 1227; BayObLGSt 2003, 73; OLG Nürnberg NJW 1961, 1777;… Blaese/Wielop Förmlichkeiten der Revision in Strafsachen 2. Aufl. S. 131;… Kuckein in: Karlsruher Kommentar zur StPO 5. Aufl. § 345 Rn. 12;… Meyer-Goßner a.a.O. Rn. 129).Diese gesteigerten Anforderungen dienen dazu, bei bestimmenden Schriftsätzen im Interesse eines gesicherten Verfahrensablaufs von vornherein möglichst jeden Zweifel darüber auszuschließen, dass die jeweils erklärte Prozesshandlung von einem Rechtsanwalt herrührt, der aufgrund seiner Sachkunde für den Inhalt des Schriftsatzes die volle Verantwortung übernommen hat (vgl. BGHSt 12, 317, 139; BGH NJW 1975, 1704).
Selbst wenn man aus dem Gebilde den entstellten Anfangsbuchstaben "..." des Namens des Verteidigers des Angeklagten herauslesen wollte, genügt ein derartiges Handzeichen bei bestimmenden Schriftsätzen den Ansprüchen an eine Unterzeichnung nicht; gleiches gilt, wenn man, was nach Auffassung des Senats selbst bei wohlwollenster Lesart nicht mehr vertretbar erschiene, in Anbetracht des Punktes am Ende des Gebildes das Vorliegen der Paraphe "..." oder, "... " annehmen wollte (vgl. BGH NJW 1967, 2310; NJW 1975, 1704; NJW 1982, 1467; NJW 1985, 1227;… Kuckein a.a.O.;… Meyer-Goßner a.a.O.).
Andernfalls hinge die Formgültigkeit der Revisionsbegründung von Zufälligkeiten ab und es wäre nicht sichergestellt, dass der Senat die Ordnungsgemäßheit der Unterzeichnung eigenständig nachprüfen kann (vgl. BGH NJW 1975, 1704, 1705).
- BAG, 26.06.1986 - 2 AZR 358/85
Heilung fehlerhafter Klageschrift
Ebenso läßt die Rechtsprechung den Verzicht des Bekl. auch auf zwingend vorgeschriebene Wirksamkeitsvoraussetzungen der Klageerhebung nach § 253 Abs. 1 ZPO (förmliche Zustellung) und § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO (Angabe des Gegenstandes und des Grundes des erhobenen Anspruches) zu (so BGHZ 65, 46 m.w.N.).Es kann daher auf sich beruhen, ob die Bekl. schon in erster Instanz ihr Rügerecht durch rügeloses Verhandeln verloren hatte, d.h. ob die Bekl. etwa bereits aus den ihr übersandten mangelhaften Klageabschriften hätte schließen können, daß auch die Klageschrift nicht unterzeichnet war (vgl. dazu BGHZ 65, 46).
- OLG Nürnberg, 06.12.2006 - 2 St OLG Ss 260/06 Darüber hinaus gehört es zum Wesen der Unterzeichnung, dass der Schriftzug einen individuellen und einmaligen Charakter aufweist, der die Identität des Unterzeichnenden ausreichend kennzeichnet, und somit die Nachahmung durch einen beliebigen Dritten zumindest erschwert (vgl. BGHSt 12, 317 [319f] = NJW 1959, 734; BGH, MDR 1964, 747; NJW 1967, 2310; NJW 1974, 1090; NJW 1975, 1704; NJW 1982, 1467; NJW 1985, 1227; BayObLGSt 2003, 73; OLG Nürnberg, NJW 1961, 1777;… Blaese/Wielop, Förmlichkeiten der Revision in Strafsachen, 2. Aufl., S. 131;… Kuckein, in: KK-StPO, 5. Aufl., § 345 Rn 12; Meyer-Goßner, § 345 Rn 129).
Diese gesteigerten Anforderungen dienen dazu, bei bestimmenden Schriftsätzen im Interesse eines gesicherten Verfahrensablaufs von vornherein möglichst jeden Zweifel darüber auszuschließen, dass die jeweils erklärte Prozesshandlung von einem Rechtsanwalt herrührt, der auf Grund seiner Sachkunde für den Inhalt des Schriftsatzes die volle Verantwortung übernommen hat (vgl. BGHSt 12, 317 [319] = NJW 1959, 734; BGH, NJW 1975, 1704).
Selbst wenn man aus dem Gebilde den entstellten Anfangsbuchstaben "I" des Namens des Verteidigers des Angekl. herauslesen wollte, genügt ein derartiges Handzeichen bei bestimmenden Schriftsätzen den Ansprüchen an eine Unterzeichnung nicht; gleiches gilt, wenn man, was nach Auffassung des Senats selbst bei wohlwollendster Lesart nicht mehr vertretbar erschiene, in Anbetracht des Punktes am Ende des Gebildes das Vorliegen der Paraphe "I" oder "H" annehmen wollte (vgl. BGH, NJW 1967, 2310; NJW 1975, 1704; NJW 1982, 1467; NJW 1985, 1227; Kuckein, § 345 Rn12; Meyer-Goßner § 345 Rn 129).
Andernfalls hinge die Formgültigkeit der Revisionsbegründung von Zufälligkeiten ab und es wäre nicht sichergestellt, dass der Senat die Ordnungsgemäßheit der Unterzeichnung eigenständig nachprüfen kann (vgl. BGH, NJW 1975, 1704 [1705]).
- BGH, 01.03.1984 - IX ZR 33/83
Wahrung der Frist durch Einreichung einer Anfechtungsklage bei einem …
In Anwaltsprozessen muß die Klageschrift von einem bei dem angerufenen Gericht zugelassenen Rechtsanwalt unterschrieben sein (BGHZ 22, 254; 65, 46).Die dennoch erfolgte Klagezustellung (vgl. § 78 a Abs. 2 ZPO ) am 12. Februar 1981 war mithin eine unwirksame Prozeßhandlung mit der Folge, daß die Klage, auch nachdem der Kläger sich durch einen bei dem Landgericht Traunstein zugelassenen Rechtsanwalt hatte vertreten lassen, durch Prozeßurteil als unzulässig hätte abgewiesen werden müssen (vgl. BVerwG MDR 1976, 781), wenn der Mangel nicht geheilt worden wäre (vgl. RGZ 90, 86; BGHZ 65, 46, 48).
- BGH, 11.10.1984 - X ZB 11/84
"Servomotor"; Unterzeichnung eines bestimmenden Schriftsatzes
b) Was unter einer "Unterschrift" zu verstehen ist, ergibt sich nach höchstrichterlicher Rechtsprechung aus dem Sprachgebrauch und dem Zweck der Formvorschrift (BGH MDR 1964, 747; NJW 1975, 1704).Eine den Erfordernissen des § 130 Nr. 6 ZPO und des § 73 Abs. 2 Satz 1 PatG genügende Unterschrift setzt danach ein aus Buchstaben einer üblichen Schrift bestehendes Gebilde voraus (BGH NJW 1975, 1704), das nicht lesbar zu sein braucht (BGHSt 12, 317; BGH NJW 1975, 1704; NJW 1982, 1467).
- BGH, 29.06.1989 - III ZR 92/87
Amtspflichten des Urkundsbeamten bei Zustellungen im Mahnverfahren; …
- BGH, 11.02.1976 - VIII ZR 220/75
- BGH, 03.06.1987 - VIII ZR 154/86
Einhaltung der Schriftform des Einspruchs gegen einen Vollstreckungsbescheid
- BGH, 05.06.1985 - VIII ZR 269/84
- BGH, 12.03.1980 - VIII ZR 115/79
Einwand des Bürgen aus Verjährung der Hauptschuld
- BGH, 11.02.1982 - III ZR 39/81
- BGH, 12.12.1988 - II ZR 129/88
Form und Zulässigkeit der Anschlußberufung gegen eine in der Berufungsinstanz …
- BGH, 27.04.1999 - VI ZR 174/97
Leistung der Unterschrift des Prozeßbevollmächtigten mittels Faksimile-Stempel; …
- GemSOGB, 30.04.1979 - GmS-OGB 1/78
Revisionsbegründung einer Behörde - § 81 Abs. 1 Satz 1 VwGO, § 164 …
- BGH, 24.01.1983 - VIII ZR 178/81
Verjährungsfrist für Rückabwicklungsansprüche; Unterbrechung der Verjährung durch …
- BAG, 05.07.1990 - 8 AZB 16/89
Revisionsbeschwerde - Telekopie
- BGH, 04.10.1990 - IX ZB 78/90
Wiedereinsetzung bei Versäumung des Beitritts vor Rechtskraft des Urteils
- BGH, 27.09.1995 - I ZR 156/93
"Sozialversicherungsfreigrenze"; Wettbewerbswidrigkeit eines Verstoßes gegen die …
- BGH, 25.09.1979 - VI ZR 79/79
Anforderungen an die Unterzeichnung der Klageschrift
- BGH, 08.02.1996 - IX ZR 107/95
Rechtzeitige Erhebung einer Anfechtungsklage
- BGH, 11.07.1985 - VII ZB 6/85
Vorschriftsmäßige Besetzung eines Spruchkörpers bei vakanter Vorsitzendenstelle
- BFH, 28.07.1982 - V R 64/82
BFH-EntlastG Art. 1 Nr. 1 Satz 1
- LAG Hamm, 20.05.2008 - 4 Sa 1738/07
Betriebsrente; Anpassungsverpflichtung; Abwicklungsgesellschaft; …
- BGH, 06.12.1979 - VII ZB 13/79
- BGH, 20.11.1986 - III ZR 18/86
- OLG Köln, 18.11.1996 - 16 U 17/96
Fehlende Unterzeichnung der Klageschrift
- BGH, 27.10.1983 - VII ZB 9/83
- BGH, 26.06.1980 - VII ZB 11/80
- BVerwG, 22.06.1978 - 7 B 107.78
- BAG, 06.08.1987 - 2 AZR 553/86
- OLG Frankfurt, 11.02.1985 - 20 W 403/84
FGG § 11
- OLG Nürnberg, 18.07.1990 - 9 W 1878/90
BRAGO § 6, § 13; ZPO § 253
- VGH Baden-Württemberg, 20.02.1992 - 8 S 2881/91
Wirksame Rechtsmitteleinlegung trotz fehlender Unterschrift des …
- BGH, 27.04.1976 - IX ZB 457/74
- BGH, 04.11.1975 - IX ZB 343/74
- BGH, 02.10.1980 - III ZR 84/79
- LG Hamburg, 11.08.2009 - 311 S 49/09
§§ 130 Nr. 6, 519 Abs. 4 ZPO
- LG Hamburg, 11.08.2009 - 311 S 50/09
§§ 130 Nr. 6, 519 Abs. 4 ZPO
- BGH, 09.06.1982 - IVb ARZ 21/82
- BGH, 26.03.1976 - V ZR 75/75
Für Blogger: