Rechtsprechung
   OLG München, 15.03.1990 - 29 U 6138/89   

Volltextveröffentlichungen (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 1990, 1016



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Wird zitiert von ... (8)  

  • OLG Saarbrücken, 23.12.2003 - 4 U 199/03  

    Direktunterrichtsvertrag: Wirksamkeit eines Kündigungsausschlusses für die ersten

    ggg) Ausgehend von diesen Grundsätzen geht die herrschende Auffassung in der Rechtsprechung davon aus, dass bei Direktunterrichtsverträgen von der Art des streitgegenständlichen Vertrages regelmäßig ein Ausschluss der Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für eine Dauer von bis zu 20 Monaten zulässig ist, auch wenn dies (nahezu) die gesamte Vertragsdauer umfasst (vgl. etwa: OLG München, NJW-RR 1990, 1016 f) gerichteten Unterrichtsverträgen immer wieder verneint (vgl. OLG München, NJW-RR 1990, 1016 f; OLG Saarbrücken, 24.09.1982 - 4 U 92/81 (Bl. 59 d. A.); OLG Saarbrücken, 26.04.1983 - 7 U 4/83 (Bl. 64 d. A.); OLG Düsseldorf, 05.02.1987 - 8 U 79/86 (Bl. 84 d. A.); OLG Köln, 19.10.1990 - 20 U 63/90 (Bl. 102 d. A.); OLG Karlsruhe, 12.02.1999 - 10 U 174/98 (Bl. 70 d. A.) - Unterrichtsdauer 14 Monate (Bl. 77 d. A.); KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 d. A.); OLG Schleswig, 25.07.2003 - 1 U 163/02 (Bl. 171 d. A.); LG Saarbrücken, 10.09.1998 - 2 S 66/97 (Bl. 53 d. A. m. w. N. auf Bl. 58 d. A.)).

    Diese Auffassung betrifft überwiegend Verträge, die eine Ausbildung zum Heilpraktiker bzw. zu verwandten Berufen (hier Psychotherapeut / psychologischer Berater) zum Gegenstand haben (so etwa: OLG München, NJW-RR 1990, 1016 f; OLG Saarbrücken, 24.09.1982 - 4 U 92/81 (Bl. 59 d. A.); OLG Saarbrücken, 26.04.1983 - 7 U 4/83 (Bl. 64 d. A.); OLG Düsseldorf, 05.02.1987 - 8 U 79/86 (Bl. 84 d. A.); OLG Köln, 19.10.1990 - 20 U 63/90 (Bl. 102 d. A.); OLG Karlsruhe, 12.02.1999 - 10 U 174/98 (Bl. 70 d. A.); KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 d. A.); OLG Schleswig, 25.07.2003 - 1 U 163/02 (Bl. 171 d. A.); LG Saarbrücken, 10.09.1998 - 2 S 66/97 (Bl. 53 d. A.)).

    Wegen der Anforderungen, die der Beruf des Heilpraktikers stelle, seien dagegen kürzere Ausbildungszeiten nicht ausreichend (vgl. OLG München, NJW-RR 1990, 1016; OLG Düsseldorf, 05.02.1987 - 8 U 79/86 (Bl. 84 (Bl. 93 f d. A.); KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 (157 f) d. A.); OLG Schleswig, 25.07.2003 - 1 U 163/02 (Bl. 171 (Bl. 181) d. A.)).

    Um dies zu verhindern, müsse ein frühzeitiges Abbröckeln der Zahl der Kursteilnehmer verhindert und dadurch für das Unterrichtsunternehmen eine sichere Kalkulationsgrundlage geschaffen werden (vgl. OLG München, NJW-RR 1990, 1016; OLG Saarbrücken, 26.04.1983 - 7 U 4/83 (Bl. 64 (68) d. A.); OLG Düsseldorf, 05.02.1987 - 8 U 79/86 (Bl. 84 (94) d. A.); OLG Köln, 19.10.1990 - 20 U 63/90 (Bl. 102 (109) d. A.); KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 (158) d. A.); OLG Schleswig, 25.07.2003 - 1 U 163/02 (Bl. 171 (182) d. A.); LG Saarbrücken, 10.09.1998 - 2 S 66/97 (Bl. 53 (57) d. A.)).

    Die im Ausschluss dieser Möglichkeit liegende nicht unerhebliche Belastung des Kursteilnehmers sei jedoch im Interesse der erforderlichen Planungssicherheit der Unternehmen hinzunehmen (vgl. OLG München, NJW-RR 1990, 1016 (1017); KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 (159) d. A.); OLG Schleswig, 25.07.2003 - 1 U 163/02 (Bl. 171 (182) d. A.)).

    Der zu Unterrichtende habe daher keinen Anspruch auf Einräumung einer Erprobungszeit von sechs Monaten (vgl. OLG München, NJW-RR 1990, 1016 (1017); KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01 (Bl. 153 (159) d. A.)).

    Wirksam sei eine Bindungsdauer von 20 Monaten bei einem Unterrichtsvertrag zur Ausbildung als Heilpraktiker dagegen, wenn eine angemessene Probezeit gewährleistet sei und nicht eine besondere Einbringung der Persönlichkeit, wie z. B. in Selbsthilfegruppen, vorausgesetzt werde (vgl. Wolf/Horn/Lindacher-Wolf, aaO., § 11 Nr. 12 AGBG, Rdnr. 13; ohne diese Einschränkung: OLG München, NJW-RR 1990, 1016 f).

  • BGH, 04.11.1992 - VIII ZR 235/91  

    Ordentliche Kündigung eines Ausbildungsvertrages mit formularmäßiger

    Auf diese in Rechtsprechung und Schrifttum streitige Frage (für eine Einbeziehung der zwischen Vertragsabschluß und Leistungsbeginn liegenden Zeitspanne z.B. OLG Hamm in Bunte, Entscheidungssammlung zum AGBG Bd. V Nr. 76 zu § 11 Nr. 12; Hensen in: Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG , 6. Aufl. Rdnr. 9; Münch-Komm/Kötz, BGB , 2. Aufl., Rdnr. 136; Erman/Hefermehl, BGB , 12. Aufl. Rdnr. 4 jeweils zu § 11 Nr. 12 AGBG ; dagegen u.a.: KG NJW-RR 1989, 1075; OLG München NJW-RR 1990, 1016 ; Palandt/Heinrichs, BGB , 51. Aufl. Rdnr. 78; Graf v. Westphalen in: Löwe/v. Westphalen/Trinkner, GroßKomm. z. AGBG , 2. Aufl. Rdnr. 20; Wolf in: Wolf/Horn/Lindacher, AGBG , 2. Aufl. Rdnr. 10 jeweils zu § 11 Nr. 12 AGBG ; Heinbuch in Gilles/Heinbuch/Gounalakis, Handbuch des Unterrichtsrechts, Rdnr. 276) kommt es vorliegend jedoch nicht an.

    Teilweise werden aber auch Laufzeiten von 20 bis 24 Monaten nicht beanstandet (OLG Hamm NJW 1982, 1053; LG Hamburg NJW 1986, 262; KG NJW-RR 1989, 1075; OLG München NJW-RR 1990, 1016 ).

  • OLG Köln, 15.07.1997 - 15 U 189/96  
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  • BGH, 17.03.1993 - VIII ZR 180/92  

    Laufzeit der Dauerschuld ab Vertragsbeginn - Verbot alternativloser

    Das Berufungsgericht hat sich dabei der Auffassung angeschlossen, nach welcher der letztgenannte Zeitpunkt maßgeblich ist (KG NJW-RR 1989, 1075; OLG München NJW-RR 1990, 1016 ; Graf von Westphalen in Löwe/Graf von Westphalen/Trinkner, Großkomm. zum AGB-Gesetz , 2. Aufl., Rdnr. 20; Wolf in Wolf/Horn/Lindacher, AGB-Gesetz , 2. Aufl., Rdnr. 10; Coester-Waltjen in Schlosser/Coester-Waltjen/Graba, AGB-Gesetz , Rdnr. 14; Staudinger/Schlosser, BGB , 21. Aufl. Rdnr. 17, jeweils zu § 11 Nr. 21 AGBG ; Palandt/Heinrichs, BGB , 52. Aufl., § 11 AGBG Rdnr. 78; Soergel/U. Stein, BGB , 21. Aufl., § 11 AGBG Rdnr. 144; Dittmann/Stahl, AGB, Rdnr. 551).
  • KG, 10.03.2003 - 12 U 106/01  

    Kündigungsmöglichkeiten eines Heilpraktiker-Ausbildungsvertrags

    Mit dem LG in der angefochtenen Entscheidung und den Oberlandesgerichten OLG München (NJW-RR 1990, 1016) und Düsseldorf (OLGR 1997, 57) ist der Senat der Ansicht, dass die Vertragspartner der Beklagten durch eine Laufzeit von 26 Monaten unter Berücksichtigung der Kündigungsmöglichkeiten zum Ablauf des 12. und des 20. Monats nicht unangemessen benachteiligt werden.
  • OLG Koblenz, 18.07.2001 - 1 U 1352/98  

    Wirksamkeit und Kündigung eines Heilpraktiker-Ausbildungsvertrages

    Während diese Frage vom OLG Köln (OLGR 1998, 5 ff.) im Anschluss an die sog. "Tänzer-Entscheidung" des BGH (BGH, NJW 1993, 326 ff.) insbesondere im Hinblick auf die fehlende Probezeit bejaht wird, lehnen das OLG München (OLG München, NJW-RR 1990, 1016) und das OLG Düsseldorf (OLG Düsseldorf, OLGR 1997, 57) eine unangemessene Benachteiligung des Kunden insbesondere wegen dem Erfordernis der Planungssicherheit für den Veranstalter ab.
  • OLG Stuttgart, 12.11.1991 - 6 U 86/91  
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  • OLG Hamburg, 27.01.2011 - 11 U 94/10  

    AGB eines Direktunterrichtsvertrages: Ausschluss der ordentlichen Kündigung

    Es ist insofern mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urt. v. 8. März 1984, IX ZR 144/83, BGHZ 90, 280 ff.) davon auszugehen, dass beim Direktunterrichtsvertrag eine einjährige Bindung des Vertragspartners und dementsprechend für diesen Zeitraum der Ausschluss der ordentlichen Kündigungsmöglichkeit grundsätzlich auch durch Allgemeine Geschäftsbedingungen wirksam vereinbart werden kann (so auch KG, Urt. v. 10. März 2003, 12 U 106/01, NJW-RR 2003, 1062 ff.; weitergehend OLG München, Urt. v. 15. März 1990, 29 U 6138/89, NJW-RR 1990, 1060 f.).

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