Rechtsprechung
   BGH, 12.11.2004 - V ZR 322/03   

Volltextveröffentlichungen (9)

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Kurzfassungen/Presse

  • Deutsches Notarinstitut (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    BGB §§ 823, 280, 892; GBO §§ 13, 22
    Keine Schadensersatzpflicht bei grob fahrlässigem Löschungsantrag für (vermeintlich) erloschenes Recht (mit nachfolgend gutgläubig lastenfreiem Erwerb eines Dritten)

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 12.11.2004, V ZR 322/03 (Ungerechtf. Löschung des Vorkaufsrechts, Schadensersatz)" von RiaBayOLG a.D. Johann Demharter, original erschienen in: Rpfleger 2005, 185 - 186.

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 2005, 315
  • MDR 2005, 263
  • FamRZ 2005, 362
  • Rpfleger 2005, 135
  • Rpfleger 2005, 185



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Wird zitiert von ... (10)  

  • BGH, 23.01.2008 - VIII ZR 246/06  

    Kaufrecht - Schadensersatz bei unberechtigtem Mangelbeseitigungsverlangen?

    In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist, wie die Revision zu Recht geltend macht, anerkannt, dass allein in der Erhebung einer Klage oder in der sonstigen Inanspruchnahme eines staatlichen, gesetzlich geregelten Rechtspflegeverfahrens zur Durchsetzung vermeintlicher Rechte weder eine unerlaubte Handlung im Sinne der §§ 823 ff. BGB (BGHZ 74, 9, 16; 95, 10, 18 f.; 118, 201, 206; 154, 269, 271 f.; 164, 1, 6) noch ein Verstoß gegen Treu und Glauben und damit eine zum Schadensersatz verpflichtende Vertragsverletzung gesehen werden kann (BGHZ 20, 169, 172; BGH, Urteil vom 20. März 1979 - VI ZR 30/77, WM 1979, 1288 = NJW 1980, 189, unter I 2, insoweit in BGHZ 75, 1 nicht abgedruckt; Urteil vom 12. November 2004 - V ZR 322/03, NJW-RR 2005, 315 unter II 2).
  • BGH, 16.01.2009 - V ZR 133/08  

    Bauträger - Haftung für fahrlässige Geltendmachung unberechtigter Forderungen

    In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist, das ist dem Berufungsgericht zuzugeben, anerkannt, dass allein in der Erhebung einer Klage oder in der sonstigen Inanspruchnahme eines staatlichen, gesetzlich geregelten Rechtspflegeverfahrens zur Durchsetzung vermeintlicher Rechte weder eine unerlaubte Handlung im Sinne der §§ 823 ff. BGB (BGHZ 36, 18, 20 f. ; 74, 9, 15 f. ; 95, 10, 18 ff. ; 118, 201, 206 ; 148, 175, 181 f. ; 154, 269, 271 ff. ; 164, 1, 6 ; BGH, Urt. v. 23. Januar 2008, VIII ZR 246/06, NJW 2008, 1147, 1148) noch eine zum Schadensersatz verpflichtende Vertragsverletzung gesehen werden kann (Senat, BGHZ 20, 169, 172 ; BGH, Urt. v. 20. März 1979, VI ZR 30/77, NJW 1980, 189, 190, insoweit in BGHZ 75, 1 nicht abgedruckt; Urt. v. 4. November 1987, IVb ZR 83/86, NJW 1988, 2032, 2033; Senat, Urt. v. 12. November 2004, V ZR 322/03, NJW-RR 2005, 315, 316; BGH, Urt. v. 23. Januar 2008, aaO; vgl. auch Zeiss, NJW 1967, 703, 706 f., a.A. Becker-Eberhard, Grundlagen der Kostenerstattung, 1985, S. 99 ff.; Haertlein, Exekutionsintervention und Haftung, 2008, S. 352 ff.; Kaiser NJW 2008, 1709, 1710 f.).
  • BGH, 04.12.2008 - III ZR 51/08  

    Immobilien - Notarpflichten bei Verkauf einer Eigentumswohnung

    Die nach der Vorschrift vorzunehmende Grundbucheinsicht erstreckt sich aber dann auf den Inhalt der Grundakten, wenn die Grundbucheintragung auf dortige Vorgänge Bezug nimmt, die für das zu beurkundende Geschäft von Bedeutung sind (vgl. § 874, § 1115 Abs. 1 BGB; Senatsurteil vom 26. März 1953 aaO; BGH, Urteil vom 12. November 2004 - V ZR 322/03 - NJW-RR 2005, 315; RG HRR 1934 Nr. 805; Ganter, in: Zugehör/Ganter/Hertel, Handbuch der Notarhaftung, Rn. 884; Lerch, BeurkG, 3. Aufl., § 21 Rn. 6).
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  • OLG Brandenburg, 22.07.2009 - 4 U 2/09  

    Örtliche Zuständigkeit für eine Klage auf Duldung der Zwangsvollstreckung in ein

    eines staatlichen, gesetzlich eingerichteten und geregelten Verfahrens bedient, greift nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs selbst dann nicht rechtswidrig in den gesetzlich geschützten Rechtskreis des Prozess- bzw. Verfahrensgegners ein, wenn sein Begehren womöglich sachlich ungerechtfertigt ist und der anderen Seite aus dem Verfahren über dieses hinaus Nachteile entstehen (ständiger Rechtsprechung des BGH, zuletzt im Urteil 12.11.2004 - V ZR 322/03 - Rn. 10 ff., zit. nach Juris = BGH NJW-RR 2005, 315; ferner im Urteil vom 25.03.2003 - VI ZR 175/02 - Rn. 18 ff., zit. nach juris = BGHZ 154, 269; vgl. ferner Staudinger/Oechsler (2009), § 826 Rn. 545 m.w.N.).

    Eine Haftung auch bei fahrlässiger Fehleinschätzung der Rechtslage würde demgegenüber praktisch eine Einschränkung des Rechtsschutzes bedeuten (BGH, Urteil vom 12.11.2004 - V ZR 322/03 - Rn. 11, zit. nach juris; BGH NJW 1979, 1351; 1985, 1961).

    Der Gegner muss im kontradiktorischen Verfahren die Rechtsgutsbeeinträchtigung ohne deliktsrechtlichen Schutz hinnehmen, weil die Prüfung der Rechtslage durch das Gericht erfolgt und er sich gegen eine ungerechtfertigte Inanspruchnahme in dem Rechtspflegeverfahren selbst hinreichend wehren kann (BGH, Urteil vom 11.11.2003 - VI ZR 371/02 - Rn. 13, zit. nach juris; vgl. ferner BGH, Urteil vom 25.03.2003 - VI ZR 175/02 - Rn.18, zit. nach juris; vgl. auch die Nachweise bei BGH, Urteil vom 12.11.2004 - V ZR 322/03 - Rn. 12, zit. nach juris; zustimmend auch Staudinger/Oechsler (2009), § 826 Rn. 548).

    (2) Selbst wenn die streitgegenständlichen Rechtsbehelfe der Beklagten gegen die von der Klägerin eingeleiteten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen - entgegen der bisherigen Auffassung sämtlicher damit befassten Gerichte - unbegründet wären, käme nach alledem eine Haftung der Beklagten ebenso wie ein daraus herzuleitender vorbeugender Unterlassungsanspruch nur in Betracht, wenn mindestens leicht überprüfbare Hinweise auf die Unrichtigkeit der Rechtsposition des Beklagten zu 1.) vorgelegen und er sich diesen verschlossen hätte (BGH, Urteil vom 12.11.2004 - V ZR 322/03 - Rn. 13, zit. nach juris) oder sich das Verhalten der Beklagten gar als sittenwidrige Schädigung der Klägerin darstellen würde (BGH, Urteil vom 11.11.2003 - VI ZR 371/02 - Rn. 16, zit. nach juris; BGH, Urteil vom 25.03.2003 - VI ZR 175/02 - Rn. 22, zit. nach juris).

  • BGH, 12.07.2012 - V ZB 219/11  

    Grundbuchrecht - Sicherungshypothek erloschen: Wer muss Löschung bewilligen?

    Im Übrigen werden seine berechtigten Belange dadurch gewahrt, dass ihm das Grundbuchamt vor der Löschung im Wege des § 22 Abs. 1 GBO rechtliches Gehör zu gewähren hat (Senat, Urteil vom 12. November 2004 - V ZR 322/03, NJW-RR 2005, 315, 316 mwN; OLG Köln, ZIP 2010, 1763, 1765; OLG München, ZIP 2012, 382, 383; Demharter, GBO, 28. Aufl., § 22 Rn. 49).
  • OLG München, 02.03.2009 - 34 Wx 79/08  

    Grundbuchsache: Eintragung eines Amtswiderspruchs gegen die berichtigende

    Denn dessen (mögliches) Recht ist durch die berichtigende Eintragung betroffen (BGH Rpfleger 2005, 135/136; BayObLGZ 1994, 177/179; 1999, 174/176; Demharter § 1 Rn. 49; Hügel/Holzer § 22 Rn. 21).

    Es stand den Beteiligten zu 2 und 3 auch frei, ein hierzu bestimmtes, gesetzlich geregeltes Verfahren in Anspruch zu nehmen (vgl. BGH Rpfleger 2005, 135).

  • OLG München, 27.10.2011 - 34 Wx 435/11  

    Immobilien - Löschung einer Zwangshypothek durch Unrichtigkeitsnachweis möglich!

    Die Gehörsgewährung im Verfahren der Berichtigung infolge Unrichtigkeitsnachweises ist auch nicht abhängig von der Werthaltigkeit der (grundbuchrechtlichen) Position (BGH Rpfleger 2005, 135/136; siehe Hügel/Holzer § 22 Rn. 21; Demharter GBO 27. Aufl. § 1 Rn. 49).
  • OLG München, 02.05.2012 - 15 U 2929/11  

    Vergütung des Rechtsanwalts: Forderung der gesetzlichen Gebühren wegen

    In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass eine unberechtigte außergerichtliche Inanspruchnahme wegen einer Geldforderung einen materiellrechtlichen Kostenerstattungsanspruch begründen kann (BGH, NJW 2009, 1262; NJW 2008, 1147; NJW 2007, 1458; NJW-RR 2005, 315).
  • OLG München, 07.08.2012 - 34 Wx 76/12  

    1. Zur Zulässigkeit einer Zwischenverfügung des Grundbuchamts.2. Der

    (3) Sollte das Grundbuchamt in selbständiger Würdigung der Urkunden, wozu es verpflichtet ist, ebenfalls zu dieser Auffassung gelangen, wird es vorab den von der Löschung jeweils betroffenen Rechtsinhabern Gehör zu gewähren haben (BGH Rpfleger 2005, 135; Staudinger/Jörg Mayer § 1026 Rn. 13).
  • OLG München, 19.10.2011 - 34 Wx 208/11  

    Umfang des Rechtsscheins des Grundschuldbriefs

    Eine Anhörung des in der Abtretungserklärung vom 19.6.1967 genannten Zessionars ist im (einseitigen) Antragsverfahren nicht veranlasst, da er nach dem aktuellen Grundbuchstand von der beantragten Löschung nicht betroffen ist (vgl. Demharter § 1 Rn. 49; siehe auch BGH Rpfleger 2005, 135/136).
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