Rechtsprechung
| BGH, 18.06.2007 - II ZR 89/06 |
Volltextveröffentlichungen (9)
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- NWB SteuerXpert START
ZPO § 288
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ZPO § 288
Zulässiger Gegenstand eines gerichtlichen Geständnisses; Auslegung einer Pensionszusage - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensrecht - Vortrag von Partei als Gegenstand von gerichtlichem Geständnis
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Parteivortrag über die Vereinbarung der Unverfallbarkeit einer Versorgungsanwartschaft als Gegenstand eines Geständnisses
Verfahrensgang
- LG Leipzig, 06.09.2004 - 4 O 4965/03
- OLG Dresden, 27.02.2006 - 2 U 1849/04
- BGH, 18.06.2007 - II ZR 89/06
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2007, 1563
- ZIP 2008, 1040
- MDR 2007, 1278
- VersR 2007, 1438
- WM 2007, 1662
Wird zitiert von ... (13)
- BGH, 29.05.2008 - IX ZR 42/07
Insolvenzrecht - Bardeckung: Welcher Zeitpunkt ist entscheidend?
An dieses Vorbringen ist der Kläger gebunden, weil es durch die Antragstellung im folgenden Termin vom 8. Februar 2007 Geständniswirkung (§ 288 ZPO) erlangt hat (BGH, Urt. v. 18. Juni 2007 - II ZR 89/06, NJW-RR 2007, 1563, 1565 Rn. 16). - BGH, 16.03.2009 - II ZR 68/08
Anspruch auf Zahlung eines Ruhegeldes nach Vollendung des 62. Lebensjahres
Durch § 6 Abs. 2 lit. d des Anstellungs- und Pensionsvertrags wurde der Kläger für den hier vorliegenden, in § 6 Abs. 2 lit. c geregelten Pensionsfall - § 6 Abs. 2 lit. b, für den dies nicht gilt, ist entgegen der Auffassung der Revisionserwiderung nicht einschlägig - gegenüber den Bestimmungen des BetrAVG in der Weise besser gestellt, dass seine Versorgungsansprüche schon mit ihrem Entstehen unverfallbar waren (…vgl. Sen. Urt. v. 17. Dezember 2001 - II ZR 222/99, ZIP 2002, 364 f. m.w.Nachw.; Sen. Urt. v. 18. Juni 2007 - II ZR 89/06, WM 2007, 1662, 1663 f.). - BGH, 19.01.2012 - IX ZR 2/11
Zwangsvollstreckung - Steuerschuld einer umsatzsteuerrechtlichen Organschaft
Durch die in der nachfolgenden Antragstellung liegende stillschweigende Bezugnahme wurde die Geständniswirkung des § 288 ZPO verwirklicht (BGH, Urteil vom 14. April 1999 - IV ZR 289/97, NJW-RR 1999, 1113; vom 18. Juni 2007 - II ZR 89/06, NJW-RR 2007, 1563 Rn. 16).
- BGH, 22.02.2011 - XI ZR 261/09
Bankrecht - Beweislast für Fehlen der Lastschriftgenehmigung bei der Bank
Darin hat das Berufungsgericht rechtsfehlerfrei ein Geständnis nach § 288 Abs. 1 ZPO gesehen, das sich auch auf eine juristisch eingekleidete Tatsache beziehen kann (BGH, Urteile vom 6. Oktober 2005 - III ZR 367/04, NJW-RR 2006, 281, 282 und vom 18. Juni 2007 - II ZR 89/06, WM 2007, 1662 Rn. 16). - OLG Düsseldorf, 16.08.2007 - 10 U 6/07
Abgrenzung zwischen Vertragsstrafe und Schadenspauschalierung - Auslegung …
Es gehört zu den anerkannten Grundsätzen für die Auslegung einer Individualvereinbarung, dass zwar der Wortlaut einer Vereinbarung den Ausgangspunkt der Auslegung bildet, dass jedoch der übereinstimmende Parteiwille dem Wortlaut und jeder anderen Interpretation vorgeht (z.B. BGH, Beschl. v. 18.6.2007, II ZR 89/06; Beschl. v. 20.9.2006, VIII ZR 141/05; NJW 1994, 1528).Soweit danach das Geständnis eine Tatsache betreffen muss, zählen dazu nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs indessen auch juristisch eingekleidete Tatsachen (BGH, Urt. v. 18.06.2007, II ZR 89/06; NJW-RR 2006, 281; NJW-RR 2003, 1578).
- BGH, 13.04.2011 - IX ZR 129/10
Verfahrensrecht - Zurückweisung einer Revision
Durch die in der Antragstellung liegende stillschweigende Bezugnahme wird die Geständniswirkung des § 288 ZPO auch auf vorinstanzliches Vorbringen erstreckt (BGH, Urteil vom 14. April 1999 - IV ZR 289/97, NJW 1999, 1113; vom 18. Juni 2007 - II ZR 89/06, NJW-RR 2007, 1563 Rn. 16).Gegenstand eines Geständnisses können auch - wie im Streitfall - juristisch eingekleidete Tatsachen sein (BGH, Urteil vom 16. Juli 2003 - XII ZR 100/00, NJW 2003, 1578, 1579; vom 18. Juni 2007, aaO).
- BGH, 16.03.2009 - II ZR 74/08
Auslegung des Anstellungsvertrages eines Vorstandsmitglieds einer …
Durch § 6 Abs. 2 lit. d des Anstellungs- und Pensionsvertrags wurde der Kläger für den hier vorliegenden, in § 6 Abs. 2 lit. c geregelten Pensionsfall - § 6 Abs. 2 lit. b, für den dies nicht gilt, ist entgegen der Auffassung der Revisionserwiderung nicht einschlägig - gegenüber den Regelungen des BetrAVG in der Weise besser gestellt, dass seine Versorgungsansprüche schon mit ihrem Entstehen unverfallbar waren (…vgl. Sen. Urt. v. 17. Dezember 2001 - II ZR 222/99, ZIP 2002, 364 f. m.w.Nachw.; Sen. Urt. v. 18. Juni 2007 - II ZR 89/06, WM 2007, 1662, 1663 f.). - BGH, 16.10.2008 - IX ZR 108/06
Zurückweisung verspäteten Vorbringens in der Berufungsinstanz
Gegenstand eines Geständnisses können Tatsachen sein, auch juristisch eingekleidete Tatsachen (BGH, Urteil vom 6. Oktober 2005 - III ZR 367/04, NJW-RR 2006, 281, 282; vom 18. Juni 2007 - II ZR 89/06, WM 2007, 1662, 1664 Rn. 16). - OLG Hamm, 30.10.2007 - 28 U 46/07
Anwaltshaftung wegen verjährter Gewährleistungsansprüche aufgrund falscher …
Dass die Vertragsparteien im Zeitpunkt der Beurkundung etwa ausdrücklich übereinstimmend eine Abtretung sämtlicher Gewährleistungsansprüche gewollt hatten, und dieser Wille nach dem Grundsatz "falsa demonstratio non nocet" selbst dann maßgebend wäre, wenn er in der Urkunde keinen oder nur einen unvollkommenen Ausdruck gefunden hat (…vgl. Palandt-Heinrichs, 66. Aufl., BGB § 133 Rdn. 8; BGHZ 113, 251 [258 ff.] = NJW 1991, 1604 ff.; BGH in NJW 1998, 746 [747]; BGH in NJW 2002, 1038 [1039]; BGH in NJW 2002, 888 [891]; NJW 2003, 3692 [zu II.1.]; NJW 2003, 2748 [2750 zu 2.b.] BeckRS 2007 12109 [Rdn. 13]), wird von der Beklagten schon weder behauptet, noch unter Beweis gestellt. - OLG Hamm, 19.03.2009 - 18 U 137/08
Zulässigkeit eines Teilurteils über die Klage ohne Entscheidung über die …
Es ist bereits denkbar, dass die Beklagten das Vorliegen eines Handelsvertreterverhältnisses als juristisch eingekleidete Tatsache in der Klageerwiderung gemäß § 288 ZPO zugestanden haben (vgl. BGH II ZR 89/06, NJW-RR 2007, 1563 (1565)), indem sie aus Seite 2 des Klageerwiderungsschriftsatzes vom 08.11.2006 (Bl. 54 d.A.) ausdrücklich ausgeführt haben, dass zunächst der Drittwiderbeklagte und später dann die Klägerin als "Handelsvertreter" für sie tätig geworden seien. - BGH, 09.02.2012 - IX ZR 48/11
Verfahrensrecht - Erfolglose Nichtzulassungsbeschwerde
- OLG Dresden, 22.08.2007 - 13 U 107/07
Zur Auslegung und Wirksamkeit einer schriftlichen Vollmacht zum Erwerb von …
- OLG Köln, 27.04.2010 - 9 U 128/08
Umfang der Aufklärungsobliegenheit nach Entwendung eines Pkw
Rechtsprechung
| OLG Koblenz, 14.07.2006 - 5 W 420/06 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- verkehrslexikon.de
Zur Pflicht des Prozessbevollmächtigten des Klägers zur Information des Beklagtenanwalts über die kurz vor dem Gerichtstermin erfolgte Klagerücknahme - Anfallen der Terminsgebühr
- rechtsportal.de
Kostentragungspflicht bei kurzfristiger Klagerücknahme
Kurzfassungen/Presse
- Verlag Dr. Otto Schmidt (Kurzinformation)
Bei einer kurzfristigen Klagerücknahme muss der Klägeranwalt die rechtzeitige Kenntnisnahme des Beklagtenvertreters sicherstellen
Sonstiges
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Koblenz vom 14.07.2006, Az.: 5 W 420/06 (Terminsreisekosten des Beklagtenanwalts in Unkenntnis der Klagerücknahme)" von Herbert P. Schons, original erschienen in: AGS 2007, 106.
Verfahrensgang
- LG Koblenz, 30.06.2006 - 10 O 142/06
- OLG Koblenz, 14.07.2006 - 5 W 420/06
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2007, 1563
- MDR 2007, 55
- FamRZ 2006, 1687 (Ls.)
Wird zitiert von ... (2)
- OLG Köln, 08.03.2007 - 17 W 37/07
Keine Terminsgebühr durch Sachstandsanfrage - Terminsgebühr aufgrund …
Das Versäumnis, seinen Rechtsanwalt nicht früher mit der Rücknahme des Rechtsmittels beauftragt zu haben, muss sich der Beklagte zurechnen lassen und kann der Klägerin nicht zum Nachteil gereichen (s. a. : OLG Koblenz MDR 2007, 55). - OLG Stuttgart, 27.03.2009 - 8 W 118/09
Kostenentscheidung: Terminsteilnahme des Beklagtenvertreters nach Klagerücknahme; …
Der Entscheidung des OLG Koblenz (NJW-RR 2007, 1563) ist nicht zu entnehmen, um welche Gebühren aus welchem Streitwert es im Einzelnen geht.
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