Rechtsprechung
   BVerwG, 14.12.1994 - 11 C 4.94   

Volltextveröffentlichungen (3)

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NZV 1995, 243
  • VBlBW 1995, 236
  • DVBl 1995, 744
  • DÖV 1995, 512
  • NVwZ 1995, 910



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (19)  

  • VGH Baden-Württemberg, 23.06.1995 - 5 S 646/93  

    Zum Rechtsschutz von Gemeinden gegenüber verkehrsregelnden Entscheidungen der

    Ein Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung der Straßenverkehrsbehörde über Anordnungen nach § 45 Abs. 1b S 1 Nrn 3, 5 StVO zur Förderung eines gemeindlichen Verkehrskonzepts hat eine Gemeinde nur, wenn sie über ein bestimmten Mindestanforderungen genügendes städtebauliches Verkehrskonzept verfügt (im Anschluß an BVerwG, Urt v 20.04.1994 - 11 C 17/93 - BVerwGE 95, 333 u v 14.12.1993 - 11 C 4/94 -).

    Die gegen das Zwischenurteil eingelegte Revision des Beklagten hat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 14.12.1994 - 11 C 4.94 - zurückgewiesen.

    Zur Begründung seines Sachantrags führt das Land im wesentlichen aus: Obgleich das Bundesverwaltungsgericht erstmals in seinen Urteilen vom 20.04.1994 - 11 C 17.93 - und vom 14.12.1994 - 11 C 4.94 - subjektive Rechtspositionen der Gemeinden in § 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 5 Alt. 2 StVO bei der Einrichtung geschwindigkeitsbeschränkter Zonen im Hinblick auf ein gemeindliches Konzept zur geordneten städtebaulichen Entwicklung anerkannt habe, habe das Regierungspräsidium in den angefochtenen fachaufsichtlichen Weisungen die Interessenlage der Klägerin gleichwohl bereits miteinbezogen.

    Die Berufung der Klägerin ist zulässig (vgl. Zwischenurteil des Senats v. 21.10.1993 und Urt. d. BVerwG v. 14.12.1994 - 11 C 4.94 -), aber nicht begründet.

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in dem auf das Zwischenurteil des Senats vom 21.10.1993 in dieser Sache ergangenen Revisionsurteil vom 14.12.1994 - 11 C 4.94 - entschieden, daß die Klägerin in ihrer Eigenschaft als Selbstverwaltungskörperschaft und Trägerin eigener Rechte und Pflichten wegen der ihr zustehenden Planungshoheit insoweit in den Schutzbereich nach § 25 Abs. 1b Satz 1 Nr. 5 Alt. 2 StVO einbezogen ist, als sie gegenüber der (staatlichen) Straßenverkehrsbehörde einen Anspruch darauf hat, daß diese von der Ermächtigung, ein gemeindliches Konzept zur geordneten städtebaulichen Entwicklung zu unterstützen, ermessensfehlerfreien Gebrauch macht.

  • VG Köln, 28.01.2008 - 11 K 153/07  
    vgl. BVerwG, Urteil vom 14.12.1994 - 11 C 4.94 -, NVZ 1995, 243.

    1994 - 11 C 17/93 -, NZV 1994, 493; VGH Bad.-Württ., Zwischenurteil vom 21.10.1993 - 5 S 646/93 -, DVBl 1994, 348; BVerwG, Urteil vom 14.12.1994, aaO..

    vgl. BVerwG, Urteil vom 14.12.1994, a.a.O..

  • VG Karlsruhe, 11.07.2001 - 3 K 1694/00  

    Klagebefugnis einer Kommune gegen verkehrsrechtliche Weisung

    Für die Klagebefugnis genügt es, dass die Verletzung eigener Rechte des Klägers möglich, nicht aber offensichtlich und eindeutig ausgeschlossen ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 14.12.1994 -11 C 4/94-, NVwZ 1995, 910).

    Eine fachaufsichtliche Weisung im Straßenverkehrsrecht nach § 44 Abs. 1 Satz 2 StVO kann nach ihrem objektiven Sinngehalt aber ausnahmsweise dann die für einen Verwaltungsakt erforderliche Gerichtetheit auf Außenwirkung haben, wenn ihre Rechtswirkung unter Berücksichtigung des zugrundeliegenden materiellen Rechts nicht im staatlichen Innenbereich verbleibt, sondern auf den rechtlich geschützten Bereich der Gemeinde in Selbstverwaltungsangelegenheiten übergreift und damit Außenwirkung erzeugt (vgl. BVerwG, Urt. v. 14.12.1994, aaO.).

    Dies gilt auch, wenn die Gemeinde als untere Straßenverkehrsbehörde durch fachaufsichtliche Weisung der höheren Straßenverkehrsbehörde an der Umsetzung von Geschwindigkeitsbeschränkungen gehindert wird (vgl. zum Ganzen BVerwG, Urt. v. 20.04.1994 -11 C 17/93-, BVerwGE 95, 333; VGH Bad.-Württ., Zwischenurteil vom 21.10.1993 -5 S 646/93-, DVBl. 1994, 348; BVerwG, Urt. v. 14.12.1994, aaO.).

mehr
  • VGH Baden-Württemberg, 29.01.2009 - 5 S 149/08  

    Anspruch auf Festsetzung von verkehrsberuhigtem Bereich?

    Insofern kommt auch der von den Klägern und vom Verwaltungsgericht angeführte Regelungsfall des § 45 Abs. 1 b Nr. 5 1. Alt. StVO, der die Straßenverkehrsbehörden ermächtigt, auch die zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Abgasen notwendigen Anordnungen zu treffen, grundsätzlich als Anspruchsgrundlage für den Erlass straßenverkehrsrechtlicher Anordnungen in Betracht (vgl. zum durch § 45 Abs. 1 b Nr. 5 2. Alt. StVO den Gemeinden vermittelten Schutz BVerwG, Urt. v. 20.04.1994 - 11 C 17.93 -, BVerwGE 95, 333; Urt. v. 14.12.1994 - 11 C 4.94 -, Buchholz 442.151 § 45 StVO Nr. 32).
  • VGH Baden-Württemberg, 28.02.2005 - 1 S 1312/04  
    Dabei kann insoweit dahinstehen, welche Rechtspositionen der Klägerin durch die Aufhebung eines von ihr erlassenen Ausgangsbescheids berührt sein können und ob der angefochtene Widerspruchsbescheid ihr gegenüber auf eine unmittelbare Außenwirkung gerichtet ist (siehe zu Maßnahmen der Kommunalaufsicht BVerwG, Beschluss vom 27.2.1978 - VII B 36.77 -, Buchholz 310 § 42 VwGO Nr. 72; Urteil vom 14.12.1994 - 11 C 4.94 -, Buchholz 442.151 § 45 StVO Nr. 32).
  • BVerwG, 26.04.2012 - 2 C 17.10  

    Polizeivollzugsbeamter; Feststellung der Polizeidienstunfähigkeit; Versetzung in

    Ob eine hoheitliche Maßnahme einer Behörde auf unmittelbare Rechtswirkung nach außen gerichtet ist, hängt davon ab, ob sie nach ihrem objektiven Sinngehalt dazu bestimmt ist, Außenwirkung zu entfalten, nicht aber davon, wie sie sich im Einzelfall auswirkt (Urteile vom 15. Februar 1989 - BVerwG 6 A 2.87 - BVerwGE 81, 258 = Buchholz 236.1 § 59 SG Nr. 2 S. 3, vom 14. Dezember 1994 - BVerwG 11 C 4.94 - Buchholz 442.151 § 45 StVO Nr. 32 S. 22 und vom 2. März 2006 - BVerwG 2 C 3.05 - BVerwGE 125, 85 = Buchholz 237.8 § 84 RhPLBG Nr. 1 S. 2).
  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 22.09.2011 - 2 M 155/11  

    Fachaufsichtliche Weisung in der Schulverwaltung

    Zutreffend hat die Antragstellerin zunächst den rechtlichen Ansatz des erstinstanzlichen Gerichts, das in Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts davon ausgegangen ist, dass Fachaufsichtsmaßnahmen grundsätzlich nicht von dessen Adressaten angegriffen werden können, weil es an der für den Verwaltungsaktscharakter erforderlichen Außenwirkung und somit an einer Verletzung in eigenen Rechten fehlt (vgl. BVerwG, Urt. v. 14. Dezember 1994 - 11 C 4.94 -, zit. nach juris Rn. 11), nicht in Frage gestellt.

    Es ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung - der sich der Senat auch insoweit anschließt - geklärt, dass es für die Frage, welcher Rechtsnatur eine Verwaltungsmaßnahme ist, darauf ankommt, welchen objektiven Sinngehalt sie hat, nicht wie sie sich tatsächlich auswirkt (vgl. BVerwG, Urt. v. 14. Dezember 1995 - 11 C 4.94 -, a.a.O. Rn. 11 m.w.N.).

  • VGH Baden-Württemberg, 09.03.2012 - 1 S 3326/11  

    Kommunalverfassungsrechtlicher Organstreit - kein Mitentscheidungsrecht des

    In diesem Fall entfaltet die Weisung nämlich insoweit Außencharakter, als das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde berührt wird (vgl. allgemein: BVerwG, Urt. v. 20.04.1994 - 11 C 17.93 - BVerwGE 95, 333 u. Urt. v. 14.12.1994 - 11 C 4.94 - VBlBW 1995, 236 = NVwZ 1995, 910; VGH Bad-Württ. Urt. v. 28.02.2005 - 1 S 1312/04 - VBlBW 2005, 229).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 30.06.2005 - 20 A 3988/03  

    OBG NRW § 9; WHG § 19

    BVerwG, Urteil vom 14.12.1994 - 11 C 4.94 -, NVwZ 1995, 910; Urteil vom 11.11.1988 - 8 C 9.87 -, NVwZ-RR 1989, 359; Urteil vom 16.3.1977 - 8 C 72.75 -, BVerwGE 52, 151.
  • VGH Baden-Württemberg, 22.09.2003 - 5 S 2550/02  

    Verfahrensrecht - Zur Zulässigkeit der Anfechtungsklage einer Baubehörde

    Vielmehr greift sie auf den rechtlich geschützten Bereich der Klägerin in Selbstverwaltungsangelegenheiten, nämlich in deren Planungshoheit, über (vgl. BVerwG, Urt. v. 11.11.1988 - 8 C 9.87 - BayVBl. 1989, 247), wie dies auch bei einer auf das gleiche Ziel gerichteten fachaufsichtlichen Weisung des Regierungspräsidiums Freiburg als höherer Baurechtsbehörde (§ 46 Abs. 1 Nr. 2 LBO) gegenüber der Klägerin als unterer Baurechtsbehörde (§ 46 Abs. 1 Nr. 3 LBO, §§ 13 Abs. 1 Nr. 1, 16 Abs. 1 LVG, § 131 Abs. 2 GemO) der Fall wäre (vgl. hierzu auch BVerwG, Urt. v. 14.12.1994 - 11 C 4.94 - DVBl. 1995, 744).
  • OVG Berlin-Brandenburg, 26.04.2012 - 5 S 27.11  

    Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes; Charité; Universitätsprofessor;

  • OVG Sachsen-Anhalt, 17.09.2009 - 2 L 228/08  

    Einordnung in die Klassifikation der Wirtschaftszweige

  • OVG Thüringen, 22.12.2004 - 2 KO 158/04  

    Kommunalrecht; Widerspruchsbehörde in Angelegenheiten der Beteiligung an den

  • VGH Baden-Württemberg, 24.02.1997 - 5 S 7/97  

    Fachaufsichtliche Weisung an öffentlich bestellten Vermessungsingenieur als

  • VG Koblenz, 04.12.2006 - 4 K 379/06  

    Hinweisschilder auf Hotel müssen vorerst nicht entfernt werden

  • VGH Bayern, 21.07.2009 - 11 C 09.712  

    Beschwerde gegen unterlassene (einfache) Beiladung; Tempo 30-Zone;

  • OVG Rheinland-Pfalz, 04.11.2003 - 7 A 11135/03  
  • VG Lüneburg, 23.09.1999 - 7 A 70/97  
  • VG Gera, 29.10.2003 - 2 K 2268/02  

    Kommunalaufsichtsrecht; Kommunalaufsichtsrecht; Weisung; Fachaufsicht;

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht