Rechtsprechung
| VerfGH Rheinland-Pfalz, 04.11.1998 - VGH B 5/98; VGH B 6/98 |
Volltextveröffentlichungen
- Telemedicus
Auskunft über Informanten durch Finanzverwaltung
Kurzfassungen/Presse
- finanztip.de (Kurzinformation)
Finanzamt muss Informanten nicht preisgeben
Besprechungen u.ä.
- WEKA Datenschutz (Entscheidungsbesprechung)
Kein Anspruch auf Nennung eines Informanten
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1999, 2264
- DVBl 1999, 309
- DVBl 1999, 976
- NVwZ 1999, 981 (Ls.)
Wird zitiert von ... (7)
- BVerwG, 04.09.2003 - 5 C 48.02
Akteneinsicht; Auskunftsanspruch; Behördeninformantin, Pflicht zur Benennung des …
Nach dieser Regelung, mit der der Gesetzgeber das Recht auf informationelle Selbstbestimmung (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG; s.a. BVerfGE 65, 1 ) konkretisierend durch einen Akteneinsichtsanspruch ausgeformt und im überwiegenden Allgemeininteresse beschränkt hat (s.a. VerfGH Rheinland Pfalz, Entscheidung vom 4. November 1998 VGH 5 B 5/98, B 6/98 , DVBl 1999, S. 309 ff. ), ist die Behörde zur Gestattung der Aktensicht nicht verpflichtet, soweit die Vorgänge wegen der berechtigten Interessen der Beteiligten oder dritter Personen geheim gehalten werden müssen; jedenfalls bei entgegenstehenden berechtigten Geheimhaltungsinteressen dritter Personen ist sie nicht berechtigt, Akteneinsicht zu gewähren.Jenseits dieser hier nicht einschlägigen ausdrücklichen gesetzlichen Übermittlungsbefugnisse käme allerdings ein überwiegendes Interesse des Klägers, zur Wahrung seines auch verfassungsrechtlich geschützten Persönlichkeitsrechts die Identität der Behördeninformantin festzustellen (VerfGH Rheinland Pfalz, Entscheidung vom 4. November 1998 VGH 5 B 5/98, B 6/98 , DVBl 1999, S. 309 ), dann in Betracht, wenn ausreichende Anhaltspunkte für die Annahme vorlägen, dass die Behördeninformantin wider besseres Wissen und in der vorgefassten Absicht, den Ruf des Klägers zu schädigen, gehandelt oder der Stadt M. leichtfertig falsche Informationen übermittelt haben könnte (s. dazu BVerwGE 89, 14 ; Urteil vom 27. Februar 2003 BVerwG 2 C 10.02 , Buchholz 237.7 § 85 NWLBG Nr. 9 = NWVBl 2003, 340 f.).
- BVerwG, 22.07.2010 - 20 F 11.10
In-camera-Verfahren; Informantenschutz; Rechtsgüterschutz; Gefahrenabwehr; …
Informantenschutz ist weder abhängig von der ausdrücklichen Bitte um vertrauliche Behandlung noch von der begründeten Befürchtung, sich im Fall einer Offenlegung möglichen Repressalien ausgesetzt zu sehen (VerfGH Rheinland-Pfalz, Urteil vom 4. November 1998 - B 5/98, B 6/98 - NJW 1999, 2264 ). - VerfG Brandenburg, 21.04.2005 - VfGBbg 56/04
Verfassungsbeschwerde: Verwerfung eines Klageerzwingungsantrags des …
Gerichtliche Entscheidungen, die das Recht auf informationelle Selbstbestimmung beeinträchtigen, verletzen Art. 11 Abs. 1 LV folglich nur dann, wenn sie sich nicht auf eine gesetzliche Grundlage stützen können, die ihrerseits den Schrankenfestlegungen der Verfassung entspricht, oder wenn eine diesen Anforderungen genügende Regelung nicht in verfassungsgemäßer Weise - nämlich unter Beachtung des eingeschränkten Grundrechts - ausgelegt und angewandt worden ist (st. Rspr. des BVerfG zu Art. 2 Abs. 1 GG, vgl. z.B. BVerfG, Urteil vom 15. Januar 1958 - 1 BvR 400/51 -, BVerfGE 7, 198, 206; Urteil vom 8. April 1997 - 1 BvR 48/94 -, BVerfGE 95, 267, 306; ebenso für das informationelle Selbstbestimmungsrecht nach Art. 1 Abs. 1 der Verfassung für Rheinland-Pfalz: Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 4. November 1998 - B 5/98 -, NJW 1999, 2264).
- VerfGH Rheinland-Pfalz, 13.07.2012 - VGH B 10/12
Jugendrecht, Elternrecht, Verhältnis, Abwägung
Die Entscheidungen der zuständigen Fachgerichte, namentlich die Feststellung und Würdigung des Tatbestands sowie die Auslegung des einfachen Rechts und seine Anwendung auf den Einzelfall, sind grundsätzlich der Nachprüfung durch den Verfassungsgerichtshof entzogen (VerfGH RP, Beschluss vom 14. Juni 1996 - VGB B 4/96; VerfGH RP, DVBl. 1999, 309 [310]). - OLG Nürnberg, 23.03.2000 - 13 U 3948/99
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Schuldbeitritt
Daß der Kredit nach dem Inhalt des Schuldbeitrittsvertrages vom 20. Juni 1997 für eine bereits ausgeübte gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit des Beklagten bestimmt und der Beklagte mithin nicht Verbraucher gewesen ist (BGH NJW 1999 2264 = LM § 1 VerbrKrG Nr. 11/12 Blatt 5; BGH NJW 1996, 2156 = LM § 1 VerbrKrG Nr. 5 Blatt 3), hat die - insoweit darlegungs- und beweispflichtige (BGJ NJW 1996, 2367, 2368) - Klägerin nicht dargetan. - VG Frankfurt/Main, 22.04.2009 - 7 K 805/08
Finanzaufsicht - keine Offenbarung der Identität eines Informanten
35 Die Klägerin hat jedoch keinen Auskunftsanspruch nach § 29 Abs. 2 VwVfG in seiner Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, welches die informationelle Selbstbestimmung umfasst, und dem Grundrechtsträger aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG ein Recht auf Auskunft nicht nur über den Inhalt personenbezogener Daten, sondern auch auf deren Quelle gibt (vgl. dazu: RhPfVerfGH, Entscheidung vom 04.11.1998 - VGH B 5/98 u.6/98; NJW 1999, S.2264). - VG Frankfurt/Main, 02.11.2011 - 7 K 1621/10
Kein Anspruch auf uneingeschränkte Akteneinsicht nach § 1 IFG und § …
Der Auskunftsanspruch, der eine Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts darstellt, welches die informationelle Selbstbestimmung umfasst, gibt dem Grundrechtsträger aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG ein Recht auf Auskunft nicht nur über den Inhalt personenbezogener Daten, sondern auch auf deren Quelle (vgl. dazu: RhpfVerfGH, Entscheidung vom 04.11.1998 - VGH B 5/98 und 6/98; NJW 1999, S. 2264).
Rechtsprechung
| BVerwG, 17.12.1998 - 4 C 16.97 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Jurion
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Bauplanungsrecht - Hamburgischer Baustufenplan; übergeleiteter Bebauungsplan; Auslegung eines übergeleiteten Bebauungsplans; Baunutzungsverordnung als Auslegungshilfe; im Bebauungsplan vorgesehene Ausnahmen; Abweichung vom Bebauungsplan; Befreiung; städtebauliche Vertretbarkeit der Abweichung; Asylbewerberunterkunft; Wohngebiet; Wohnbedürfnisse
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Öffentliches Baurecht - Auslegung übergeleiteter Vorschriften und Bebauungspläne
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Hamburgischer Baustufenplan; übergeleiteter Bebauungsplan; Auslegung eines übergeleiteten Bebauungsplans; Baunutzungsverordnung als Auslegungshilfe; im Bebauungsplan vorgesehene Ausnahmen; Abweichung vom Bebauungsplan; Befreiung; städtebauliche Vertretbarkeit der Abweichung; Asylbewerberunterkunft; Wohngebiet; Wohnbedürfnisse.
Verfahrensgang
- VG Hamburg, 27.11.1992 - 16 VG 1252/91
- VG Hamburg, 27.11.1992 - 16 VG 1409/92
- OVG Hamburg, 28.04.1994 - Bf II 18/93
- BVerwG, 23.08.1996 - 4 C 13.94
- OVG Hamburg, 10.04.1997 - Bf II 72/96
- BVerwG, 17.12.1998 - 4 C 16.97
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 108, 190
- DVBl 1999, 782
- DÖV 1999, 559
- BauR 1999, 603
- NVwZ 1999, 981
- ZfBR 1999, 160
Wird zitiert von ... (73)
- OVG Hamburg, 15.10.2008 - 2 Bs 171/08
Kindertagesstätte in besonders geschütztem Wohngebiet
Die Zulässigkeit von Vorhaben in den Baugebieten der Baustufenpläne ist ausschließlich typisierend nach der Zulässigkeit der Art der zu verwirklichenden Bodennutzungen und deren Auswirkungen auf andere im Baugebiet nach § 10 Abs. 4 BPVO zulässige Nutzungen zu beurteilen (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.1998, BVerwGE 108, 190 ff.).Danach darf die Bestimmung der Nutzungen, die in einem Wohngebiet nach der BPVO zulässig sind, nicht der Entscheidung der Baugenehmigungsbehörde im konkreten Einzelfall überlassen bleiben, sondern im Rahmen einer typisierenden Bestimmung nur zur Zulässigkeit solcher Nutzungen führen, die in dieser Gebietsform jeweils generell zulässig sind (BVerwG, Urt. v. 12.12.1998, BVerwGE 108, 190, 198).
Denn die Vorschriften der Baunutzungsverordnung bringen regelmäßig zum Ausdruck, was nach allgemeinem Verständnis für die Wohnnutzung in bestimmten Gebieten über die eigentliche Wohnnutzung hinaus als dazugehörig oder mit ihr verträglich anzusehen ist (…OVG Hamburg, Urt. v. 10.4.1997, NordÖR 1999, 354, 356;… Urt. v. 13.2.2002, NordÖR 2002, 412 f.; BVerwG, Urt. v. 12.12.1998, BVerwGE 108, 190, 199).
Diese schließen eine Übernahme des Regelungsmodells aus § 3 Abs. 3 BauNVO 1990 zur Konkretisierung der Wohnbedürfnisse i.S.v. § 10 Abs. 4 BPVO deshalb ebenfalls aus (vgl. BVerwG, Urt. v. 12.12.1998, BVerwGE 108, 190, 194, insoweit unter Korrektur der Rechtsauffassung des Beschwerdegerichts aus dem Urt. v. 10.4.1997, NordÖR 1999, 354, 358 f.).
Vielmehr muss die Bestimmung der Nutzungen, die im besonders geschützten Wohngebiet neben dem Wohnen allgemein erwartet werden oder mit der Wohnnutzung verträglich sind, ausschließlich anhand typisierter Nutzungsformen erfolgen, die im Plangebiet ohne das planerische Bedürfnis nach einer weiteren Steuerung zulässig sind (vgl. BVerwG, Urt. v. 12.12.1998, BVerwGE 108, 190, 198).
- BVerwG, 19.09.2002 - 4 C 13.01
Befreiung; Ermessen; öffentliche Belange; gemeindliche Planungsabsichten; …
Und dass eine solche Überschreitung auch städtebaulich vertretbar wäre, nämlich nach § 1 BauGB zulässiger Inhalt eines Bebauungsplans sein könnte (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 1998 - BVerwG 4 C 16.97 - BVerwGE 108, 190 ), begegnet ebenfalls keinen Bedenken. - VGH Baden-Württemberg, 16.06.2003 - 3 S 2324/02
Keine Atypik mehr bei Befreiung nach § 31 Abs. 2 BauGB!
Dagegen eröffnet die "städtebauliche Vertretbarkeit" in § 31 Abs. 2 Nr. 2 BauGB grundsätzlich in weiterem Umfang Befreiungsmöglichkeiten, da in diesem Sinne alles vertretbar ist, was in einem Bebauungsplan unter Berücksichtigung des Abwägungsgebots planbar wäre (vgl. BVerwG, Urteil vom 17.12.1998 - 4 C 16.97 -, BVerwGE 108, 190 = PBauE § 31 BauGB, Nr. 19).Letzteres ergibt sich vor allem daraus, dass die Grundzüge der Planung nicht berührt werden dürfen (vgl. BVerwG, Urteil vom 17.12.1998 - a.a.O. -).
- OVG Hamburg, 02.07.2009 - 2 Bs 72/09
Zur Zulässigkeit einer ihrer Art nach "kleinen" KiTa
Die dagegen gerichteten Ausführungen des Beigeladenen zur Zulässigkeit von Kindertageseinrichtungen nach § 3 Abs. 3 BauNVO 1990 verkennen, dass die Überleitung der Baustufenpläne und des § 10 BPVO in das geltende Bauplanungsrecht auf der Basis der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der das Beschwerdegericht folgt, bundesrechtlichen Beschränkungen unterliegt (…vgl. insb. BVerwG, Urt. v. 23.8.1996, BVerwGE 101, 365, 379 f.; Urt. v. 17.12.1998, BVerwGE 108, 190, 194), § 3 BauNVO 1990 keine unmittelbare Anwendung findet und auch nicht - insbesondere nicht hinsichtlich seines Abs. 3 - entsprechend anzuwenden ist.Vielmehr muss die Bestimmung der Nutzungen, die im besonders geschützten Wohngebiet neben dem Wohnen allgemein erwartet werden oder mit der Wohnnutzung verträglich sind, ausschließlich anhand typisierter Nutzungsformen erfolgen, die im Plangebiet ohne das planerische Bedürfnis nach einer weiteren Steuerung zulässig sind (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.1998, a.a.O., 198).
Auch dieser Umstand spricht dafür, dass sich die Einrichtung des Beigeladenen nicht etwa aufgrund atypischer Betriebseigenschaften ohne einen Regelungsbedarf zur Vermeidung von Störungen, wie dies erforderlich wäre (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.1998, BVerwGE 108, 190, 198), als Wohnnutzung i.S.v. § 10 Abs. 4 BPVO einordnen lässt.
- BVerwG, 02.02.2012 - 4 C 14.10
Krematorium; Abschiedsraum; Anlage für kulturelle Zwecke; Gemeinbedarfsanlage; …
Sie ist für eine "dem Wandel der Zeiten" anpassungsfähige Auslegung offen (Urteil vom 17. Dezember 1998 - BVerwG 4 C 16.97 - BVerwGE 108, 190 ). - OVG Hamburg, 26.10.2011 - 2 Bf 151/10
Kindertagesstätten in besonders geschützten Wohngebieten
Die Argumentation des Klägers lässt zunächst wesentliche bundesrechtliche Rahmenbedingungen für die inhaltliche Überleitung eines Baustufenplans unter Anwendung des § 10 Abs. 4 BPVO weitgehend außer Betracht, wie sie das Bundesverwaltungsgericht in seinen Entscheidungen vom 23. August 1996 (BVerwGE 101, 365 ff.) und 17. Dezember 1998 (BVerwGE 108, 190 ff.) zum Ausdruck gebracht hat und Gegenstand der Entscheidungen des Berufungsgerichts im Eilverfahren waren.Vielmehr müssen solche Nutzungen im Rahmen einer typisierenden Bestimmung in dieser Gebietsart generell zulässig sein, weil sie ihrer Art nach selbst Wohnen sind oder in einem Wohngebiet allgemein auch erwartet werden oder jedenfalls mit ihm verträglich sind (BVerwG, Urt. v. 17.12.1998, BVerwGE 108, 190, 198).
Das Bundesverwaltungsgericht hat ferner deutlich gemacht, dass eine analoge Anwendung von § 31 Abs. 1 BauGB ausgeschlossen ist und zugleich auch eine Auslegung des § 10 Abs. 4 BPVO in Form einer uneingeschränkten Anlehnung an die für die Baugebietsarten in der BauNVO aufgeführten Nutzungstypen ausscheidet, da dies auf eine unzulässige "dynamische Verweisung" hinausliefe (BVerwG, Urt. v. 17.12.1998, a.a.O., 194).
- VG Sigmaringen, 06.07.2004 - 4 K 623/04
Atypik für Befreiung nicht erforderlich; Kostentragungspflicht der Gemeinde bei …
Städtebaulich vertretbar im Sinne dieser Norm ist, was zulässiger Inhalt des Bebauungsplans sein könnte (BVerwG, Urt. v. 17.12.1998 - 4 C 16/97 -, BVerwGE 108, 190 ff.).Diese Frage ist nicht abstrakt, sondern anhand der konkreten Gegebenheiten zu beurteilen (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.1998 - 4 C 16/97 -, a.a.O.;… Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, 8. Aufl. 2002, § 31 BauGB Rn. 35).
Dagegen eröffnet die "städtebauliche Vertretbarkeit" in § 31 Abs. 2 Nr. 2 BauGB grundsätzlich in weiterem Umfang Befreiungsmöglichkeiten, da in diesem Sinne alles vertretbar ist, was in einem Bebauungsplan unter Berücksichtigung des Abwägungsgebots planbar wäre (vgl. BVerwG, Urteil vom 17.12.1998 - 4 C 16.97 -, BVerwGE 108, 190 = PBauE § 31 BauGB, Nr. 19).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 08.10.2003 - 7 A 1397/02
Mobilfunkanlage: Befreiung v. Bebauungsplanfestsetzungen
BVerwG, Urteil vom 17.12.1998 - 4 C 16.97 -, BRS 60 Nr. 71. - VG Düsseldorf, 09.10.2008 - 9 K 2185/05 vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 1998 - 4 C 16.97 -,, BRS 60 Nr. 71 (zur Auslegung des Begriffs "dem Wohnbedürfnis dienen"); VG Düsseldorf, Urteil vom 26. April 2007 - 9 K 6244/06 -, JURIS-Dokumentation.
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 1998 - 4 C 16.97 -, a.a.O.; vgl. auch [für einen Sonderfall, in dem im Übrigen das in einem übergeleiteten Bebauungsplan festgesetzte Baugebiet einem Baugebietstyp der Baunutzungsverordnung entsprach] OVG NRW, Beschluss vom 22. März 2002 - 10 B 201/02 -, BRS 65 Nr. 120.
- OVG Hamburg, 02.07.2009 - 2 B 72/09 Die dagegen gerichteten Ausführungen des Beigeladenen zur Zulässigkeit von Kindertageseinrichtungen nach § 3 Abs. 3 BauNVO 1990 verkennen, dass die Überleitung der Baustufenpläne und des § 10 BPVO in das geltende Bauplanungsrecht auf der Basis der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der das Beschwerdegericht folgt, bundesrechtlichen Beschränkungen unterliegt (…vgl. insb. BVerwG, Urt. v. 23.8.1996, BVerwGE 101, 365, 379 f.; Urt. v. 17.12.1998, BVerwGE 108, 190, 194), § 3 BauNVO 1990 keine unmittelbare Anwendung findet und auch nicht - insbesondere nicht hinsichtlich seines Abs. 3 - entsprechend anzuwenden ist.
Vielmehr muss die Bestimmung der Nutzungen, die im besonders geschützten Wohngebiet neben dem Wohnen allgemein erwartet werden oder mit der Wohnnutzung verträglich sind, ausschließlich anhand typisierter Nutzungsformen erfolgen, die im Plangebiet ohne das planerische Bedürfnis nach einer weiteren Steuerung zulässig sind (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.1998, a.a.O., 198).
Auch dieser Umstand spricht dafür, dass sich die Einrichtung des Beigeladenen nicht etwa aufgrund atypischer Betriebseigenschaften ohne einen Regelungsbedarf zur Vermeidung von Störungen, wie dies erforderlich wäre (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.1998, BVerwGE 108, 190, 198), als Wohnnutzung i.S.v. § 10 Abs. 4 BPVO einordnen lässt.
- VGH Bayern, 26.01.2007 - 1 BV 02.2147
Durchsetzung des Anspruchs auf eine Baugenehmigung
- OVG Hamburg, 28.10.2009 - 2 Bs 154/09
Gewerbliche Kunstgalerie in besonders geschütztem Wohngebiet; Befreiungen von …
- OVG Hamburg, 28.11.2012 - 2 Bs 210/12
- VGH Bayern, 15.12.2010 - 2 B 09.2419
Faktisches Gewerbegebiet: Vergnügungsstätte zulässig?
- VGH Baden-Württemberg, 14.03.2007 - 8 S 1921/06
Befreiung von vorhabenbezogenen Bebauungsplan
- OVG Berlin-Brandenburg, 11.08.2008 - 10 S 32.07
Bauplanungsrechtlicher Nachbarschutz: Plangebietsübergreifender Nachbarschutz; …
- BVerwG, 22.04.2003 - 4 B 21.03
- VG Düsseldorf, 26.04.2006 - 9 K 6244/06
- OVG Nordrhein-Westfalen, 03.05.2007 - 7 A 2364/06
Nachbarschützende Wirkung von Gestaltungsvorschriften?
- OVG Hamburg, 02.02.2011 - 2 Bf 90/07
Drive-in-Restaurant: Im Mischgebiet zulässig?
- OVG Hamburg, 14.11.2002 - 2 Bf 700/98
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.12.2006 - 10 A 930/05
- VGH Bayern, 11.05.2010 - 14 ZB 09.2060
Keine ernstlichen Zweifel
- VG Schleswig, 29.06.2000 - 5 A 1058/99
Wann Befreiung von Bebauungsplanfestsetzungen möglich?
- OVG Hamburg, 30.04.2008 - 2 Bf 133/03
Herstellung einer Stellplatzanlage
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.08.2004 - 7 A 4005/03
Mögliche Verwendung einer Vorgartenfläche
- OVG Nordrhein-Westfalen, 17.02.2009 - 10 A 568/07
- OVG Nordrhein-Westfalen, 25.06.2003 - 7 A 1157/02
Carport als Festsetzung im Bebauungsplan
- OVG Hamburg, 08.12.2003 - 2 Bs 439/03
Mobilfunkanlagen in Wohngebieten zulässig!
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 19.03.2008 - 3 K 8/07
Normenkontrollverfahren gegen Bebauungsplan - Schaffung der planungsrechtlichen …
- BVerwG, 29.05.2002 - 4 B 29.02
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 05.06.2012 - 3 K 36/11
Baurechthier: Normenkontrolle - Bebauungsplan Nr. 7 "Kloster Süd"
- VG Düsseldorf, 09.12.2005 - 11 K 7450/04
- VG Düsseldorf, 23.07.2007 - 9 K 4661/06
Verwaltungsgericht lässt drei Mobilfunkanlagen in Erkrath zu
- VG München, 16.08.2012 - M 8 SN 12.2853
Nachbareilantrag gegen Kinderkrippe in einem reinen Wohngebiet nach der BauNVO …
- OVG Hamburg, 12.02.2002 - 2 Bs 384/01
- OVG Hamburg, 13.02.2002 - 2 Bf 22/97
- OVG Schleswig-Holstein, 16.06.2004 - 2 LB 2/04
Immobilien - Benutzungsgebühren für die Niederschlagswasserleistung
- VG Sigmaringen, 08.04.2009 - 1 K 486/08
Ortsbausatzung; Gemischtes Gebiet; Spielhallen; Einheit; Schwellenwert
- VGH Bayern, 07.10.2010 - 2 B 09.1287
Gewerbegebiet; Spielhalle; ausnahmsweise Zulässigkeit von Vergnügungsstätten; …
- VGH Baden-Württemberg, 27.10.2000 - 8 S 714/00
Änderung einer Fortsetzungsfeststellungsklage in Verpflichtungsklage; …
- VG Karlsruhe, 20.04.2004 - 4 K 4638/02
Baurecht-Zulässigkeit einer Mobilfunkanlage
- VG Karlsruhe, 21.04.2004 - 10 K 2980/03
Zur Zulässigkeit einer Mobilfunkanlage in einem reinen Wohngebiet
- VG Hamburg, 20.04.2009 - 9 E 3464/08
Kindertagesstätte in besonders geschütztem Wohngebiet
- VG Freiburg, 22.08.2007 - 4 K 1989/06
- VG Düsseldorf, 04.04.2011 - 25 K 5561/10
Übergangswohnheim im Wohngebiet rücksichtslos?
- OVG Hamburg, 20.12.2011 - 2 Bs 205/11
Zulässigkeit einer suchttherapeutischen Einrichtung in einem Geschäftsgebiet gem. …
- BVerwG, 17.10.1997 - 4 B 146.97
- VGH Bayern, 28.03.2006 - 14 B 05.3051
Baurecht: Ermessensreduzierung bei Erteilung einer Befreiung nach § 31 Abs. …
- VG Augsburg, 17.11.2008 - Au 5 K 08.354
Faktisches Gewerbegebiet; Erweiterung einer Vergnügungsstätte; Ausnahmecharakter
- VG München, 02.04.2012 - M 8 K 11.1463
Schaufenster- bzw. Ladenerweiterung in den Bereich von Arkaden, die als …
- VG München, 10.03.2008 - M 8 K 07.2519
Rechtmäßigkeit der Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans; …
- VG Ansbach, 27.08.2008 - AN 9 K 08.00767
Abstandsflächen; Einwand unzulässiger Rechtsausübung; Rücksichtnahmegebot im …
- VG München, 27.10.2008 - M 8 K 08.251
Befreiung von Festsetzungen eines Bebauungsplans; Stellplätze
- VG München, 09.02.2009 - M 8 K 08.2513
Werbeanlage; keine Beeinträchtigung des großen Ortsbildes; Bescheidungsausspruch …
- VG München, 09.02.2009 - M 8 K 08.2355
Befreiung von in übergeleitetem Baulinienplan festgesetzter Baugrenze; Grundzüge …
- VG Berlin, 15.06.2009 - 13 A 11.07
Bauordnungsrecht: Anordnung, eine Grundstücksteilung rückgängig zu machen und die …
- VGH Bayern, 03.03.2010 - 2 ZB 09.1725
Betrieb einer Spielhalle von 6.00 Uhr bis 5.00 Uhr; Gewerbegebiet; Ausnahme; …
- VG München, 28.03.2011 - M 8 K 10.1030
Zulassung einer kerngebietstypischen Spielhalle in einem festgesetzten …
- VG Düsseldorf, 13.10.2011 - 4 K 3672/10
- VG Düsseldorf, 13.10.2011 - 4 K 6124/10
- VG Aachen, 20.10.2011 - 5 K 307/10
- VG München, 12.12.2011 - M 8 K 11.2387
Werbeanlage; Funktionslosigkeit einer Baulinie (verneint)
- VG Würzburg, 20.03.2012 - W 4 K 11.243
Zur Frage, ob sich die Behörde mit Erfolg auf fehlendes Sachbescheidungsinteresse …
- VG München, 18.06.2012 - M 8 K 10.2206
Vorbescheid; Einfügen nach dem Maß der baulichen Nutzung und hinsichtlich der …
- VG Augsburg, 16.01.2008 - Au 4 K 07.552
Mobilfunk-Sendeanlage auf Beherbergungsbetrieb; Allgemeines Wohngebiet; …
- VG Ansbach, 13.01.2010 - AN 9 K 09.01032
Bescheidungsklage des Bauherrn
- VG Augsburg, 07.10.2010 - Au 5 K 10.51
Werbeanlage; funktionslose Festsetzung im Bebauungsplan
- VG München, 14.10.2010 - M 11 K 10.260
Nachbarklage; kerngebietstypische Spielothek; Gebietserhaltungsanspruch; …
- VG München, 14.10.2010 - M 11 K 10.280
Nachbarklage; kerngebietstypische Spielothek; Gebietserhaltungsanspruch; …
- VG Ansbach, 28.10.2010 - AN 18 K 10.00959
Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens hinsichtlich notwendiger Befreiungen …
- VG München, 21.03.2011 - M 8 K 10.168
Werbeanlage; Befreiung; Verunstaltung, störende Häufung (verneint)
- VG München, 23.05.2011 - M 8 K 10.4590
Maßgeblichkeit von übergeleiteten Baulinienplänen für untergeordnete …
Rechtsprechung
| VerfGH Bayern, 14.04.1999 - Vf. 4-VII-97 |
Kurzfassungen/Presse
- DVBl (Leitsatz)
Art. 68 Abs. 3 Satz 1 BayBO 1998, der die staa...
Zeitschriftenfundstellen
- DVBl 1999, 1293 (Ls.)
- NVwZ 1999, 981 (Ls.)
