Rechtsprechung
| BVerwG, 07.06.2001 - 4 CN 1.01 |
Naturschutzgebiet "Königsbrücker Heide"
§ 47 VwGO, eine Gemeinde ist grundsätzlich antragsbefugt für eine Normenkontrolle einer naturschutzrechtlichen Verordnung, die ihr Gebiet erfaßt (Einschränkung ihrer planerischen Freiheit), grundsätzliche Bejahung auch des Rechtschutzinteresses;
§ 1 Abs. 3 BauGB, Zulässigkeit einer Planung für zukünftigen Bedarf;
§ 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB, gemeindliche Verkehrspolitik
Volltextveröffentlichungen (5)
- Alpmann Schmidt
VwGO § 47 Abs. 2 S. 1
- NWB SteuerXpert START
VwGO § 47 Abs. 2 Satz 1 (n.F.); BNat SchG § 12
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Naturschutzgebiet; Planungshoheit; Naturschutzverordnung; Bebauungsplan; Antragsbefugnis; Rechtsschutzinteresse
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Umweltrecht - Normenkontrolle: Gemeinde antragsbefugt gegen NaturschutzVO?
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Naturschutzgebiet; Planungshoheit; Naturschutzverordnung; Bebauungsplan; Antragsbefugnis; Rechtsschutzinteresse.
Kurzfassungen/Presse (2)
- Datenbank zur Rechtsprechung im Kommunalrecht (Leitsatz)
Klagebefugnis einer Gemeinde gegen naturschutzrechtliche Verordnung; Zulässigkeit gemeindlicher Verkehrspolitik
- nomos.de
, S. 51 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)
§ 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO; § 12 BNatSchG
NaturschutzVO/Normenkontrollverfahren/Antragsbefugnis/Gemeinde/Fachplanung und gemeindliche Planungshoheit
Besprechungen u.ä. (2)
- nomos.de
, S. 51 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)
§ 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO; § 12 BNatSchG
NaturschutzVO/Normenkontrollverfahren/Antragsbefugnis/Gemeinde/Fachplanung und gemeindliche Planungshoheit - hermanns-rechtsanwaelte.de
(Entscheidungsbesprechung)
(RA Dr. Caspar David Hermanns)
Verfahrensgang
- OVG Sachsen, 02.11.2000 - 1 D 116/98
- BVerwG, 07.06.2001 - 4 CN 1.01
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 114, 301
- DÖV 2002, 75
- BauR 2002, 282
- NVwZ 2001, 1280
- ZfBR 2002, 70
Wird zitiert von ... (60)
- BVerwG, 17.09.2003 - 4 C 14.01
Erstplanungspflicht der Gemeinde; Planungsgebot; großflächiger Einzelhandel; …
Maßgebend sind ihre eigenen städtebaulichen Vorstellungen (stRspr; zuletzt Beschluss vom 5. August 2002 - BVerwG 4 BN 32.02 - NVwZ-RR 2003, 7; Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301, m. w. N.). - BVerwG, 30.04.2004 - 4 CN 1.03
Normenkontrolle; Antragsbefugnis; abwägungserheblicher Belang; Einbeziehung eines …
Maßgebend sind ihre eigenen städtebaulichen Vorstellungen (stRspr BVerwG; zuletzt Beschluss vom 5. August 2002 - BVerwG 4 BN 32.02 - NVwZ-RR 2003, 7; Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301 m.w.N.). - BVerwG, 05.11.2002 - 9 VR 14.02
Gemeinde; kommunale Planungshoheit; Bauleitplanung; Fachplanung; …
Die Frage, ob von einer Gemeinde geltend gemachte Belange unter dem genannten Aspekt abwägungsbeachtlich sind, betrifft im Streitfall in aller Regel - so auch im vorliegenden Fall - nicht die Zulässigkeit der von ihr eingelegten Rechtsbehelfe, sondern deren Begründetheit (vgl. zur Normenkontrolle BVerwG, Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301 ).
- BVerwG, 01.07.2004 - 4 BN 28.04 Die geltend gemachte Abweichung des angegriffenen Urteils von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - (BVerwGE 114, 301) liegt nicht vor.
Das Bundesverwaltungsgericht hat ausgeführt, dass sich eine Gemeinde bei einem Angriff gegen eine naturschutzrechtliche Verordnung zur Begründung ihrer Antragsbefugnis gemäß § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO grundsätzlich auf ihr Selbstverwaltungsrecht berufen kann (vgl. BVerwGE 114, 301, 304).
Zum Umfang der Antragsbefugnis brauchte es keine Ausführungen zu machen, denn die Gemeinde hatte ihren Antrag auf bestimmte, ihr Gemeindegebiet betreffende Regelungen der Landschaftsschutzverordnung beschränkt (vgl. BVerwGE 114, 301, 303).
Das Gericht hat die Frage, ob eine Kommune insoweit in erster Linie als Gemeinde oder aber als Behörde tätig wird, als überdenkenswert bezeichnet, im Ergebnis aber offen gelassen (vgl. BVerwGE 114, 301, 308).
Etwas anderes gilt dann, wenn der Antragsteller selbst im Falle einer ihm günstigen Entscheidung in absehbarer Zeit daraus keine ihm günstigen Maßnahmen ableiten könnte und die erstrebte Entscheidung in diesem Sinne für ihn letzten Endes mutmaßlich "wertlos" ist (BVerwGE 114, 301, 307).
Es genügt, dass eine Verwirklichung der Ziele der Antragstellerin jedenfalls nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden kann (vgl. BVerwGE 114, 301, 308).
- BVerwG, 16.01.2003 - 4 CN 8.01
Normenkontrolle, verwaltungsgerichtliche; Rechtsverordnung; Verordnungsänderung …
Darüber hinaus sind sie auch als Behörden im Sinne von § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO antragsberechtigt (BVerwG, Beschluss vom 15. März 1989 - BVerwG 4 NB 10.88 - BVerwGE 81, 307; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301). - BVerwG, 02.08.2006 - 9 B 9.06
Eisenbahnrechtliche Planfeststellung; kommunale Planungshoheit; Abwägungsgebot; …
Indiziell sind mit dieser Rechtsprechung jene Fallgruppen beschrieben, in denen die Gemeinden gegenüber der Fachplanung "wehrfähig" sind, weil ihre Planungshoheit mehr als nur geringfügig beeinträchtigt sein kann (vgl. Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301 = Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 147 S. 58). - BVerwG, 26.03.2007 - 7 B 73.06
Atomares Endlager; vernachlässigbare Wärmestrahlung; Planfeststellung; …
Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau- und Fachplanungsrecht geht demgegenüber davon aus, dass die Beachtlichkeit geltend gemachter Belange einer Gemeinde in aller Regel nicht die Zulässigkeit des eingelegten Rechtsmittels, sondern dessen Begründetheit betrifft (…Beschluss vom 5. November 2002 a.a.O.; Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301 ;… Urteil vom 27. März 1992 a.a.O., insoweit nur abgedruckt in Buchholz 451.22 AbfG Nr. 48; Urteil vom 30. September 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23).Zwar ist auch von einer Beeinträchtigung der Planungshoheit durch Vorhaben der Fachplanung auszugehen, wenn kommunale Einrichtungen der Daseinsvorsorge hiervon erheblich betroffen werden (Urteil vom 7. Juni 2001 a.a.O; Urteil vom 26. Februar 1999 - BVerwG 4 A 47.96 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 148).
- BVerwG, 26.03.2007 - 7 B 72.06
Atomares Endlager; vernachlässigbare Wärmestrahlung; Planfeststellung; …
Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau- und Fachplanungsrecht geht demgegenüber davon aus, dass die Beachtlichkeit geltend gemachter Belange einer Gemeinde in aller Regel nicht die Zulässigkeit des eingelegten Rechtsmittels, sondern dessen Begründetheit betrifft (Beschluss vom 5. November 2002 - BVerwG 9 VR 14.02 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 171; Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301; Urteil vom 27. März 1992 - BVerwG 7 C 18.91 - Buchholz 451.22 AbfG Nr. 48; Urteil vom 30. September 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23).Von einer Beeinträchtigung der gemeindlichen Planungshoheit durch Vorhaben der Fachplanung ist auch dann auszugehen, wenn kommunale Einrichtungen der Daseinsvorsorge hiervon erheblich betroffen sind (Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301 , Urteil vom 26. Februar 1999 - BVerwG 4 A 47.96 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 148).
- VG Stuttgart, 19.02.2004 - 1 K 1483/03
Planfeststellung für den Bau einer Landesmesse
66 Inwiefern ihr eine solche bereits unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Verletzung ihrer wehrfähigen kommunalen Rechte zustünde (…vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 30.03.1993, Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23;… Urt. v. 20.05.1998, Buchholz 406.25 § 41 BImSchG Nr. 18; BVerwG, Beschl. v. 05.11.2002, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 171; Urt. v. 07.06.2001, BVerwGE 114, 301 ), kann dahinstehen.Insofern kann eine Gemeinde eine Beeinträchtigung dieser Einrichtungen rügen, die so erheblich ist, dass sie deren Funktionsfähigkeit in Mitleidenschaft zieht (vgl. BVerwG, Beschl. v. 30.08.1995, Buchholz 406.13 § 6a ROG Nr. 1;… Urt. v. 27.03.1992, BVerwGE 90, 96 ; Urt. v. 07.06.2001, UPR 2002, 29;… Urt. v. 16.12.1988, BVerwGE 81, 95).
Zwar wären konkrete Bemühungen gemeindlicher "Verkehrspolitik" (entspr. § 1 Abs. 3 i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB) im Planfeststellungsbeschluss ggf. abwägend zu berücksichtigen gewesen (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 07.06.2001, BVerwGE 114, 301; Beschl. v. 22.04.1997, Buchholz 406.11 § 1 BauGB Nr. 91; Vallendar, UPR 2003, 41 ), doch hat die Klägerin innerhalb der Einwendungsfrist auch nicht ansatzweise dargetan (auch nicht in Anlage 6 zum Einwendungsschriftsatz vom 11.12.2001), welche in ihrem Verkehrsentwicklungsplan enthaltenen "Zielvorgaben" berührt bzw. welche von ihr zu deren Erreichung bereits unternommenen planerischen Bemühungen durch die vorgesehene Verkehrserschließung erschwert oder gar vereitelt würden.
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 25.06.2002 - VerfGH 42/00 Darüber hinaus kann die Planungshoheit beeinträchtigt sein, sofern wesentliche Teile des Gemeindegebiets einer durchsetzbaren Planung der Gemeinde entzogen werden (VerfGH NRW, DVBl. 1992, 710, 711; NWVBl. 1992, 242; OVGE 45, 291, 294; ebenso für Akte der überörtlichen Fachplanung BVerwGE 79, 318, 325; 100, 388, 394 f.; BVerwG, NVwZ 2001, 1280, 1281).
Die genannten Fallgruppen umschreiben diejenigen Bereiche, in denen die gemeindlichen Belange nicht mehr als unbedeutend anzusehen sind und daher nicht wegen angenommener Geringfügigkeit vom Träger der Regionalplanung unbeachtet gelassen werden dürfen (vgl. BVerwG, NVwZ 2001, 1280, 1281 für die überörtliche Fachplanung).
- OVG Sachsen, 04.04.2012 - 1 B 170/11
Netzergänzende Maßnahmen, gemeindliche Planungshoheit, Präklusion
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 14.10.2008 - 4 K 25/06
Erforderlichkeit eines Erörterungstermins oder einer Ergebnismitteilung nach NatG …
- BVerwG, 26.01.2010 - 4 B 43.09
Freihalteplanung auf ehem. Bahngelände zulässig!
- VGH Bayern, 30.07.2010 - 22 N 08.2749
Normenkontrollverfahren; Antragsbefugnis; Wasserschutzgebiet; Präklusion von …
- OVG Niedersachsen, 25.11.2009 - 1 KN 141/07
Überplanung einer Bundesstraße mit Autobahnanschluss
- VGH Bayern, 26.06.2002 - 22 N 01.2625
- OVG Niedersachsen, 09.10.2008 - 12 KN 12/07
Zur Normenkontrollfähigkeit von Flächennutzungsplänen nach § 35 Abs. 3 Satz …
- VGH Baden-Württemberg, 22.06.2009 - 1 S 2865/08
Bürgerbegehren mit Bezug zur Bauleitplanung
- OVG Niedersachsen, 28.05.2002 - 7 KN 75/01
Zum Verhältnis der Festsetzung eines Wasserschutzgebietes zur Aufstellung von …
- BVerwG, 08.03.2006 - 9 A 29.05
Vorplatz des Bahnhofs Berlin-Spandau weiter ohne Vordach und Bahnhofsuhr
- OVG Niedersachsen, 22.05.2008 - 1 KN 149/05
Erforderlichkeit einer kommunalen Entlastungsstraße
- VGH Baden-Württemberg, 06.07.2004 - 5 S 1706/03
Verletzung der Planungshoheit einer Gemeinde
- VGH Baden-Württemberg, 02.05.2005 - 8 S 582/04
Anforderungen an Öffentliche Auslegung d. Bebauungsplans
- OVG Sachsen-Anhalt, 11.05.2006 - 2 K 249/04
Normenkontrolle einer Naturschutzgebietsverordnung
- OVG Nordrhein-Westfalen, 04.12.2006 - 7 A 1862/06
Gebietsentwicklungsplan und Planungshoheit der Gemeinde
- BVerwG, 26.03.2007 - 7 B 75.06
Atomares Endlager; vernachlässigbare Wärmestrahlung; Planfeststellung; …
- LVerfG Nordrhein-Westfalen, 25.06.2002 - VerfGH 42/00
- VerfGH Nordrhein-Westfalen, 25.10.2011 - VerfGH 10/10
- OVG Nordrhein-Westfalen, 04.03.2002 - 7a D 92/01
- OVG Niedersachsen, 15.04.2011 - 1 KN 356/07
Normenkontrolle gegen innerstädtische Entlastungsstraße
- OVG Niedersachsen, 19.01.2012 - 1 MN 93/11
Nebeneinander zwei dominanter Gebäude zulässig!
- OVG Nordrhein-Westfalen, 29.01.2002 - 10a D 98/99
- OVG Rheinland-Pfalz, 17.03.2005 - 1 C 11411/04
Fernstraßenrechtlicher Planfeststellungsbeschluss
- OVG Rheinland-Pfalz, 20.01.2010 - 8 C 10357/09
Umfang der Rechtsschutzmöglichkeiten einer Gemeinde in der Nachbarschaft zu einem …
- VGH Bayern, 14.01.2003 - 1 N 01.2072
Normenkontrolle gegen einen Änderungsbebauungsplan, Widerspruch eines …
- VG Karlsruhe, 04.08.2009 - 5 K 2165/08
Klage einer Gemeinde gegen einen Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau eines …
- OVG Sachsen, 24.01.2007 - 1 D 10/05
Normenkontrolle, Antragsbefugnis, Gewässerunterhaltungslast, Gemeinde, Natura …
- VGH Bayern, 05.12.2007 - 22 N 05.194
ausreichende Bemessung des Schutzgebiets
- VGH Hessen, 10.05.2012 - 4 C 841/11
Unwirksame Windenergie-Zielfestlegung
- VG Hannover, 30.08.2012 - 12 A 1642/11
Immissionsschutzrechtlicher Vorbescheid für die Errichtung einer …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 24.02.2003 - 20 A 3955/02
- VG Neustadt, 30.06.2011 - 4 K 61/11
Raumordnungsrecht
- VGH Bayern, 28.03.2002 - 1 NE 01.2074
Bauleitplanung: Festsetzungssperre für von einer Schutzgebietsverordnung umfasste …
- VGH Bayern, 13.02.2007 - 8 N 06.2040
Straßenplanung durch Bebauungsplan; Antragsbefugnis im Normenkontrollverfahren
- VGH Bayern, 30.03.2010 - 8 N 09.1861
Normenkontrollverfahren, Straßenbebauungsplan, Ortsumfahrung, europarechtliche …
- VGH Bayern, 11.03.2005 - 22 A 04.40063
Eisenbahnrechtliche Planungsgenehmigung: Aufhebung?
- OVG Niedersachsen, 20.03.2003 - 7 KS 2667/01
Zu den erforderlichen Schutzmaßnahmen bei der Verklappung von Bodenmaterial im …
- VGH Bayern, 28.06.2006 - 8 N 06.710
Mängel eines isolierten Straßenbebauungsplans und deren Heilung
- VGH Bayern, 29.05.2008 - 22 ZB 08.75
Wasserrechtliche Bewilligung, Drittanfechtung; nachteilige Einwirkung auf Rechte …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 04.03.2002 - 7a D 41/01
- BVerwG, 31.05.2002 - 4 BN 27.02
- VGH Bayern, 29.05.2008 - 22 ZB 08.77
Wasserrechtliche Bewilligung, Drittanfechtung; nachteilige Einwirkung auf Rechte …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 05.08.2002 - 8 A 778/01
- LG Augsburg, 16.07.2003 - BLO 3728/02
Baurecht: Grundstücksenteignung zum Zwecke der Fertigstellung einer öffentlichen …
- VG Minden, 02.02.2005 - 11 K 2678/03
Kreis Lippe ist für Abfalldeponie in Kalletal verantwortlich
- VG Lüneburg, 17.07.2007 - 2 B 34/07
Zur Anfechtung eines Abschlussbetriebsplans für ein Kalibergwerk durch eine …
- VGH Bayern, 29.01.2010 - 22 A 09.40005
Eisenbahnrechtliche Planfeststellung; Auflassung von Bahnübergängen; wehrfähige …
- VGH Bayern, 30.03.2010 - 8 N 09.1861 - 1868
Normenkontrollverfahren, Straßenbebauungsplan für Ortsumfahrung, Artenschutz
- VG Kassel, 20.08.2003 - 7 G 2478/02
Art 28 Abs 2 GG, BImSchV 4
- VG Ansbach, 10.08.2011 - AN 9 K 11.00092
Nachbarklage gegen Wohnanlage mit Studentenappartements
Rechtsprechung
| VerfG Brandenburg, 28.03.2001 - VfGBbg 2/01 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Entscheidungsdatenbank Berlin-Brandenburg
Art 52 Abs 4 Verf BB
Keine Verletzung des Rechts auf zügiges Verfahren iSv Verf BB Art 52 Abs 4 durch mehr als 3-jährige Dauer eines verwaltungsgerichtlichen Rechtsstreits zur Klärung der Staatsangehörigkeit - Verfassungsgericht Brandenburg
LV Art. 52 Abs. 4
Zügiges Verfahren - nomos.de
, S. 33
Art. 52 Abs. 4 LVBbg.
Anspruch auf zügiges Verfahren/Überlastung der Gerichte in den neuen Bundesländern
Zeitschriftenfundstellen
- NVwZ-RR 2001, 1280 (Ls.)
- NJ 2001, 364
- DVBl 2001, 912
- NVwZ 2001, 1280 (Ls.)
Wird zitiert von ... (8)
- VerfG Brandenburg, 20.03.2003 - VfGBbg 108/02
Verletzung des Grundrechts auf zügiges Verfahren vor Gericht durch …
Die Verfassungsbeschwerde ist zulässig (vgl. allgemein zu das Recht auf zügiges Verfahren vor Gericht betreffenden Verfassungsbeschwerden: Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 28.03.2001 - VfGBbg 2/01 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 12, 3; BVerfG NJW 1997, 2811 m.w.N.).Es konkretisiert den Grundsatz des effektiven Rechtsschutzes zu einem Grundrecht auf ein zügiges Verfahren vor Gericht und gewährleistet, dass gerichtliche Entscheidungen in angemessener Zeit ergehen (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 12, 3, 6 ff.).
Die angemessene Verfahrensdauer lässt sich nicht generell und abstrakt, sondern nur nach den besonderen Umständen des einzelnen Falles bemessen (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 - a.a.0., vom 19. Januar 1995 - VfGBbg 9/94 -, LVerfGE 3, 129, 133 und vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -a.a.0.).
Dabei ist neben dem eigenen prozessualen Verhalten des Beschwerdeführers - etwa wenn er durch verzögernde Anträge (vgl. für einen solchen Fall Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 19. Januar 1995 - VfGBbg 9/94 - a.a.0.) zur Verfahrensverlängerung beigetragen oder den Arbeitsaufwand durch ungeordnetes und unübersichtliches Vorbringen erhöht hat (vgl. insoweit Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.0.) - nicht zuletzt die Bedeutung der Angelegenheit für den Beschwerdeführer (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.0.; BVerfG, Beschluss vom 30. April 1992 - 1 BvR 406/89 - zitiert nach JURIS) zu berücksichtigen.
Dagegen ist - im Land Brandenburg nach der Umstrukturierung der Justizorganisation im Rahmen der Wiedervereinigung (vgl. hierzu Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.0.) - die besondere Situation des angerufenen Gerichts, etwa seine Überlastung, nach nunmehr über 10 Jahren nicht mehr beachtlich.
Das Rechtsstaatsprinzip erfordert eine funktionsfähige Rechtsprechung, zu der eine angemessene Ausstattung der Gerichte gehört (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 28.03.2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.0. m.w.N.).
Eine solche Verfahrensdauer hat das erkennende Gericht freilich in dem seiner Entscheidung vom 28. März 2001 (- VfGBbg 2/01 - a.a.0.) zugrundeliegenden Ausgangsfall als "noch" nicht gegen Art. 52 Abs. 4 Satz 1 LV verstoßend angesehen.
- VerfG Brandenburg, 09.12.2004 - VfGBbg 40/04
Asylrecht; Verwaltungsprozeßrecht; zügiges Verfahren; Rechtswegerschöpfung; …
Es konkretisiert den Grundsatz des effektiven Rechtsschutzes zu einem Grundrecht auf ein zügiges Verfahren vor Gericht und gewährleistet, daß gerichtliche Entscheidungen in angemessener Zeit ergehen (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 12, 3, 6 ff.).... Die angemessene Verfahrensdauer läßt sich nicht generell und abstrakt, sondern nur nach den besonderen Umständen des einzelnen Falles bemessen (…Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 - a.a.O., vom 19. Januar 1995 - VfGBbg 9/94 -, LVerfGE 3, 129, 133 und vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.).
Dabei ist neben dem eigenen prozessualen Verhalten des Beschwerdeführers - etwa wenn er durch verzögernde Anträge (vgl. für einen solchen Fall Verfassungsgericht des Landes Brandenburg…, Beschluß vom 19. Januar 1995 - VfGBbg 9/94 - a.a.O.) zur Verfahrensverlängerung beigetragen oder den Arbeitsaufwand durch ungeordnetes und unübersichtliches Vorbringen erhöht hat (vgl. insoweit Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.) - nicht zuletzt die Bedeutung der Angelegenheit für den Beschwerdeführer (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.; BVerfG, Beschluß vom 30. April 1992 - 1 BvR 406/89 - zitiert nach juris) zu berücksichtigen.
Dagegen ist - im Land Brandenburg nach der Umstrukturierung der Justizorganisation im Rahmen der Wiedervereinigung (vgl. hierzu Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.) - die besondere Situation des angerufenen Gerichts, etwa seine Überlastung, nach nunmehr über 10 Jahren nicht mehr beachtlich.
Das Rechtsstaatsprinzip erfordert eine funktionsfähige Rechtsprechung, zu der eine angemessene Ausstattung der Gerichte gehört (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28.03.2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O. m.w.N.).".
Auch kann dem Beschwerdeführer nicht entgegengehalten werden, er habe durch zu den Gerichtsakten gereichte Schriftstücke das Verfahren verkompliziert und den Bearbeitungsaufwand erhöht (vgl. zu diesem Gesichtspunkt: Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 12, 3, 7).
- VerfG Brandenburg, 16.03.2006 - VfGBbg 62/05
Sozialrecht: zügiges Verfahren
Es konkretisiert den Grundsatz des effektiven Rechtsschutzes zu einem Grundrecht auf ein zügiges Verfahren vor Gericht und gewährleistet, daß gerichtliche Entscheidungen in angemessener Zeit ergehen (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 12, 3, 6 ff.).Die angemessene Verfahrensdauer läßt sich nicht generell und abstrakt, sondern nur nach den besonderen Umständen des einzelnen Falles bemessen (…Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 - a.a.O., vom 19. Januar 1995 - VfGBbg 9/94 -, LVerfGE 3, 129, 133 und vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.).
Dabei ist neben dem eigenen prozessualen Verhalten des Beschwerdeführers - etwa wenn er durch verzögernde Anträge (vgl. für einen solchen Fall Verfassungsgericht des Landes Brandenburg…, Beschluß vom 19. Januar 1995 - VfGBbg 9/94 - a.a.O.) zur Verfahrensverlängerung beigetragen oder den Arbeitsaufwand durch ungeordnetes und unübersichtliches Vorbringen erhöht hat (vgl. insoweit Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.) - nicht zuletzt die Bedeutung der Angelegenheit für den Beschwerdeführer (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.; BVerfG, Beschluß vom 30. April 1992 - 1 BvR 406/89 - zitiert nach JURIS) zu berücksichtigen.
- OVG Brandenburg, 08.11.2002 - 4 E 139/02
Prozesskostenhilfe, Beschwerde, Streitigkeit nach dem Asylverfahrensgesetz, …
Zwar kann eine überlange Verfahrensdauer einen Verstoß gegen das Gebot zur Gewährung effektiven Rechtsschutzes aus Art. 6 Abs. 1 EMRK und Art. 19 Abs. 4 GG sowie gegen das Grundrecht auf ein zügiges Verfahren aus Art. 52 Abs. 4 Satz 1 BbgVerf darstellen (vgl. nur EGMR, Urteil vom 26. Oktober 2000 - 30210/96 -, NJW 2001, 2694, 2697 [EGMR 26.10.2000 - GK - 30210/96]; BVerfG, Beschluss vom 4. Juli 2001 - l BvR 165/01 -; NVwZ-RR 2001, 694 f.; BbgVerfG, Beschluss vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LKV 2001, 409).Insoweit kommt es auf eine Betrachtung und Abwägung im Einzelfall an, bei der neben der objektiven Verfahrensdauer etwa auch die Bedeutung der Angelegenheit für den Rechtsschutzsuchenden und die Dringlichkeit der Sache eine Rolle spielen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 6. Mai 1997-1 BvR 711/96 -, NJW 1997, 2811 f.; BbgVerfG, Beschluss vom 28. März 2001 -VfGBbg 2/01 -, LKV 2001, 409; ThürVerfGH, Beschluss vom 15. März 2001 - VerfGH 1/00 -, LKV 2001, 462 f.).
Zwar vermag eine chronische Überlastung der Gerichte eine überlange Verfahrensdauer nicht zu rechtfertigen (EGMR, NJW 2001, 213 f. [EGMR 27.07.2000 - IV - 33379/96]; vgl. auch BbgVerfG, Beschluss vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LKV 2001, 409).
- VerfG Brandenburg, 12.06.2008 - VfGBbg 2/08 Die im Hinblick auf dieses Prozeßgrundrecht angemessene Verfahrensdauer läßt sich jedoch nicht generell und abstrakt, etwa nach der Dauer des Verfahrens, sondern nur nach den besonderen Umständen des einzelnen Falles bemessen (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 -, a.a.O., vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LVerfGE 12, 89, 91 und vom 16. März 2006 - VfGBbg 62/05 -).
Dabei ist neben dem eigenen prozessualen Verhalten des Beschwerdeführers nicht zuletzt die Bedeutung der Angelegenheit für den Beschwerdeführer (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 - a.a.O.; BVerfG, Beschluß vom 30. April 1992 - 1 BvR 406/89 - zitiert nach JURIS) zu berücksichtigen.
- OVG Berlin-Brandenburg, 27.03.2012 - 3 A 1.12
Bestimmung des Begriffs Gerichtsverfahren i.S.v. § 198 Abs. 1 S. 1 GVG in …
Die Situation des schwebenden Verfahrens hatte jedoch keine gravierenden Auswirkungen auf das tägliche Leben des Klägers (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 28. März 2001 - 2/01 -, DVBl. 2001, 912 = juris Rn. 9), die Rückforderungen des Studentenwerks bedrohten ihn nicht existenziell. - OVG Berlin, 28.10.2004 - 6 N 11.04
D (A), Berufungszulassungsantrag, Grundsätzliche Bedeutung, Rechtliches Gehör, …
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist geklärt, dass die Pflicht zur Gewährleistung wirksamen Rechtsschutzes, die für die Verwaltungsgerichte aus Art. 19 Abs. 4 GG abgeleitet wird (BVerfG, Beschluss vom 14. Oktober 2003, NVwZ 2004, 334), bedeutet, dass Gerichtsverfahren in angemessener Zeit beendet sind, wobei die Angemessenheit der Dauer eines Verfahrens nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalles zu bestimmen ist (BVerfGE 55, 349, 369; 93, 1, 13; VerfG Bbg., Beschluss vom 28. März 2001, DVBl. 2001, 912; VerfG Bbg., Beschluss vom 20. März 2003, InfAuslR 2003, 250; vgl. auch EGMR, Urteil vom 25. Februar 2000, NJW 2001, 211; Urteil vom 31. Mai 2001, NJW 2002, 2856; EGMR, Urteil vom 27. Juli 2000, NJW 2001, 213; EGMR). - VerfG Brandenburg, 20.11.2008 - VfGBbg 17/08 Die angemessene Verfahrensdauer läßt sich dabei nicht generell und abstrakt, sondern nur nach den besonderen Umständen des einzelnen Falles bemessen (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 - LVerfGE 2, 115 [Leitsatz 1], 116, vom 19. Januar 1995 - VfGBbg 9/94 -, LVerfGE 3, 129, 133 und vom 28. März 2001 - VfGBbg 2/01 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 12, 3, 6 ff).
