Weitere Entscheidung unten: VGH Baden-Württemberg, 20.10.2004

Rechtsprechung
   OVG Berlin, 10.11.2004 - 2 S 50.04   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Öffentliches Baurecht - Nutzungsuntersagung einer Diskothek im Mischgebiet

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse

  • advogarant.de (Kurzinformation)

    Gaststätte darf in einem Mischgebiet nicht einfach als Diskothek genutzt werden

Besprechungen u.ä. (2)

  • nomos.de , S. 39 (Entscheidungsbesprechung)

    §§ 31, 34 BauGB; §§ 4a, 6, 7 BauNVO; § 70 BauO Bln; § 80 VwGO
    Nutzungsuntersagung eines Diskothekbetriebs im Mischgebiet (RA Dr. Christian-W. Otto; Neue Justiz 7/2005, S. 322)

  • baurecht-brandenburg.de (Entscheidungsbesprechung)

    §§ 31, 34 BauGB; §§ 4a, 6, 7 BauNVO; § 70 BauO Bln; §§ 80, 117 VwGO
    Nutzungsuntersagung - Mischgebiet - Vergnügungsstätte

Verfahrensgang

  • VG Berlin, 28.07.2004 - 19 A 83.04
  • OVG Berlin, 10.11.2004 - 2 S 50.04

Zeitschriftenfundstellen

  • NVwZ-RR 2005, 160
  • NJ 2005, 322
  • BauR 2005, 677
  • ZfBR 2005, 292 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (8)  

  • OVG Berlin-Brandenburg, 20.03.2008 - 2 S 116.07  

    Gebäudekomplex als faktisches Sondergebiet?

    Bei der beschriebenen Größenordnung und dem schwerpunktmäßigen Musik- und Tanzbetrieb in den Nachtstunden hat das Lokal des Antragstellers den Charakter einer kerngebietstypischen Vergnügungsstätte (vgl. OVG Bln, Beschluss vom 10. November 2004 - OVG 2 S 50.04 - BRS 67 Nr. 73 = NVwZ-RR 2005, 160).

    Hierbei genügt es bauplanungsrechtlich, dass das Lokal seiner Art nach geeignet ist, das Wohnen wesentlich zu stören, unabhängig von den konkreten Immissionen im Einzelfall (vgl. OVG Bln, Beschluss vom 10. November 2004, a.a.O. m. w. N.; BVerwG, Urteil vom 25. November 1983, BRS 40 Nr. 45; Beschluss vom 28. Juli 1988, BRS 48 Nr. 40; Urteil vom 24. Februar 2000, NVwZ 2000, 1054).

  • OVG Schleswig-Holstein, 05.10.2009 - 1 MB 16/09  

    Unzulässigkeit einer kerngebietstypischen Vergnügungsstätte im Mischgebiet

    Dies prägt das für die Gebietsverträglichkeit bestimmende typische Störpotenzial der Einrichtung maßgeblich (vgl. OVG Berlin, Beschl. v. 10.11.2004, 2 S 50.04, NVwZ-RR 2005, 160).

    Ein "Eindringen" intensiver gastronomischer Nutzungen würde in diesem Bereich die "Eigenart" des Mischgebietes und die Balance zwischen gewerblicher und Wohnnutzung deutlich verändern (vgl. zur Rechtslage nach § 6 Abs. 2 Nr. 8 BauNVO 1990 auch VGH München, Beschl. v. 30.08.2007, 1 CS 07.1253, Juris; OVG Koblenz, Beschl. v. 09.03.2007, 8 A 10066/07, LKRZ 2007, 202 sowie OVG Berlin, Beschl. v. 10.11.2004, a.a.O.).

  • VGH Hessen, 22.02.2012 - 3 A 1112/11  

    Abgrenzung Schank-/Speisewirtschaft - Vergnügungsstätte

    Liegt der Nutzungsschwerpunkt bei täglich wechselnder, in den Nachtstunden beginnender Musikprogramme, handelt es sich um eine Vergnügungsstätte (vgl. Ernst/Zinkahn/Bielenberg, a.a.O., § 4 BauNVO Rdnr. 60 unter Hinweis auf OVG Berlin, Beschluss vom 10.11.2004 - 2 S 50/04 - juris, allerdings unter fehlerhafter Einfügung des Wortes "nicht").

    Es genügt deshalb, wenn das Lokal seiner Art nach geeignet ist, das Wohnen wesentlich zu stören, unabhängig von der Art der konkreten Emissionen (vgl. OVG Berlin, Beschluss vom 10.11.2004 a.a.O.).

mehr
  • VG Gelsenkirchen, 06.11.2007 - 5 L 1014/07  

    Gaststätte, Vergnügungsstätte, Diskothek, Schank- und Speisewirtschaft,

    vgl. OVG Berlin, Beschluss vom 10. November 2004 - 2 S 50/04 -, NVwZ-RR 2005, 160 = BauR 2005, 677; OVG des Saarlandes, Urteil vom 05. Dezember 1995 - 2 R 2/95 -, BRS 57 Nr. 64; VGH Mannheim, Urteil vom 18. Oktober 1990 - 5 S 3063/89 -, NVwZ-RR 1991, 405.

    vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. November 1990 - 4 B 162.90 -, in Juris abrufbar, und Urteile vom 21. Februar 1986 - 4 C 31.83 -, NVwZ 1986, 643 = DVBl. 1988, 234 = BRS 46 Nr. 51 und vom 25. November 1983 - 4 C 64.79 - BVerwGE 68, 207 = BRS 40 Nr. 45 = BauR 1984, 142; OVG Berlin, Beschluss vom 10. November 2004 - 2 S 50/04 -, a. a. O.

  • OVG Hamburg, 02.09.2011 - 2 Bs 136/11  

    Eine unbestimmte Baugenehmigung ist rechtswidrig!

    Mit den in der schalltechnischen Untersuchung erwähnten Musik- und Tanzveranstaltungen und den nächtlichen Öffnungszeiten sind außerdem Nutzungselemente gegeben, die eine Einordnung als Vergnügungsstätte (vgl. dazu u.a. OVG Koblenz, Urt. v. 1.6.2011, 8 A 10196/11, juris; OVG Bautzen, Beschl. v. 9.12.2009, 1 B 468/09, juris; OVG Schleswig, Beschl. v. 5.10.2009, 1 MB 16/09, juris; VGH München, Beschl. v. 29.4.2008, 15 CS 08.455, juris; OVG Berlin, Beschl. v. 10.11.2004, BauR 2005, 677) ebenfalls nicht von vornherein ausgeschlossen erscheinen lassen.
  • VG Ansbach, 17.10.2012 - AN 9 K 12.00385  

    Vorlage eines Bauantrags; Nutzungsänderung Gaststätte - Diskothek

    Dies kann insbesondere bei wechselndem Musikprogramm und erst in den Nachstunden beginnendem Musik- und Tanzbetrieb bejaht werden (vgl. hierzu OVG Berlin vom 10.11.2004 NVwZ-RR 2005, 160).
  • VGH Bayern, 14.03.2011 - 2 CS 11.229  

    Nutzungsuntersagung; Diskothek im Keller; zweiter Rettungsweg

    Im Ergebnis kommt es nicht auf die vom Betreiber gewählte Bezeichnung (Bar, Lounge, Club oder ähnliches an), sondern auf den tatsächlichen Nutzungsumfang (vgl. auch OVG Berlin vom 10.11.2004 Az. 2 S 50/04 NVwZ-RR 2005, 160).
  • VG München, 28.03.2012 - M 9 K 11.539  

    Unbestimmte Baugenehmigung; Diskothek nur bei Tanz; Erforderlichkeit der

    Da es auf die Bezeichnung des Lokals nicht ankommt, sondern auf den tatsächlichen Nutzungsumfang, kann ein Musikcafe oder eine Musikkneipe eine Tanzbar oder Diskothek sein, wenn das Musik- und Tanzprogramm nachts beginnt (Ernst/Zinkhahn/Bielenberg/Söfker, BauGB, § 6 BauNVO, RdNr. 44; OVG Berlin v. 10.11.2004, Az: 2 S 50/04-juris; BayOLG v. 22.12.1994, Az: 3 OPOWI 103/94-juris).

Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 20.10.2004 - 8 S 2273/04   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Justiz Baden-Württemberg

    Präklusion von Nachbareinwendungen gegen Bauvorhaben nach Ablauf der Einwendungsfrist; erneute Einwendungen bei späteren Änderungen des Bauantrages nur in Bezug hierauf

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 55 Abs 2 S 1 BauO BW, § 55 Abs 2 S 2 BauO BW
    Präklusion von Nachbareinwendungen gegen Bauvorhaben nach Ablauf der Einwendungsfrist; erneute Einwendungen bei späteren Änderungen des Bauantrages nur in Bezug hierauf

  • VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei) (Volltext und Leitsatz)

    Materielle Präklusion; Änderung Bauantrag; Angrenzer; Benachrichtigung; Wiederholung

mehr
  • rechtsportal.de

    LBauO § 55 Abs. 2 Satz 1, 2
    Baurecht - materielle Präklusion, Änderung des Bauantrags, Angrenzerbenachrichtigung, Wiederholung

  • ibr-online

    Öffentliches Baurecht - Verfristung der Angrenzer-Abwehrrechte

  • Judicialis

    materielle Präklusion, Änderung des Bauantrags, Angrenzerbenachrichtigung, Wiederholung

Verfahrensgang

  • VG Stuttgart, 09.09.2004 - 11 K 3331/04
  • VGH Baden-Württemberg, 20.10.2004 - 8 S 2273/04

Zeitschriftenfundstellen

  • NVwZ-RR 2005, 160
  • BauR 2005, 147
  • ZfBR 2005, 584 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (3)  

  • VGH Baden-Württemberg, 02.11.2009 - 3 S 3013/08  

    Formelle Präklusion auch bei falschem Belehrungshinweis?

    Eine Rechtsmittelbelehrung muss die gesetzlich erforderlichen Mindestangaben enthalten und darf nicht generell geeignet sein, die Einlegung als Rechtsbehelf zu erschweren (BVerwG, Beschluss vom 01.07.1971 - VII CB 23.69 -, Buchholz 310 § 48 VwGO Nr. 22; Urteil vom 27.04.1990 - 8 C 70.88 -, NJW 1991, 508; zum Inhalt einer Belehrung über eine materielle Präklusion auslösende Rechtsfolge vgl. insbesondere VGH Baden-Württemberg Beschluss vom 26.04.2002 - 5 S 629/02 -, VBlBW 2002, 445; Beschluss vom 20.10.2004 - 8 S 2273/04 -, NVwZ 2005, 1; Beschluss vom 09.01.2008 - 3 S 2016/07 -, NVwZ [zu § 55 Abs. 2 LBO]).
  • VG Stuttgart, 09.12.2008 - 5 K 5822/07  

    Objektive am Erklärungswert ausgerichtete Auslegung einer Baugenehmigung;

    Daher ist nicht der Frage weiter nachzugehen, welche Veränderungen des ursprünglichen Bauantrags vom 09.06.2006 samt den dazugehörigen Bauvorlagen (§ 52 Abs. 1 Satz 1 LBO) die zweite und dritte Angrenzerbenachrichtigung veranlasst haben (vgl. zu zusätzlichen oder andersartigen Beeinträchtigungen infolge von Änderungen des Bauantrags und die damit verbundenen Probleme mit der materiellen Präklusion: VGH Bad.-Württ., Beschle. v. 01.04.1998 - 8 S 722/98 -, VBlBW 1998, 464 = NVwZ 1998, 986 u. v. 20.10.2004 - 8 S 2273/04 -, NVwZ-RR 2005, 160 = BRS 67 Nr. 190).
  • VG Sigmaringen, 11.06.2008 - 1 K 275/07  

    Gewerbegebiet; Anlage für kulturelle Zwecke; Parkplatz; Stellplatz;

    Nach der Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg (Beschlüsse vom 20.10.2004 - 8 S 2273/04 - Juris und vom 01.04.1998 - 8 S 722/98 -, VBlBW 1998, 464), welche die Kammer ihrer Entscheidung zugrunde legt, verliert der Angrenzer seine Abwehrrechte gegen das konkrete beantragte Bauvorhaben mit dem Ablauf der Einwendungsfrist endgültig.
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