Rechtsprechung
   VGH Hessen, 25.02.2005 - 2 UE 2890/04   

Volltextveröffentlichungen (8)

mehr
  • eventlaw.de

    Zumutbarkeit von Freizeitlärm; Volksfest

  • laermberatung-wittstock.de

    § 172 VwGO; § 155 Abs. 2 VwGO; Art. 19 Abs. 4 GG; § 126 Abs. 1 VwGO; § 126 Abs. 3 VwGO; § 113 Abs. 1 S. 4 VwGO; § 3 Abs. 1 BImSchG; § 3 Abs. 5 Nr. 1 BImSchG; § 890 Abs. 2 ZPO; § 167 VwGO; § 169 Abs. 1 S. 2 VwGO; § 13 Abs. 2 S. 1 VwVfG; § 127 Abs. 2 S. 2 VwGO
    Innenstadtfest - 4 Tage Open-air in der Innenstadt

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Immissionsschutzrecht - Freizeitlärm, Immissionsabwehranspruch, Leistungsklage, Mieter, Nachbar, Ordnungsgeld, schlicht hoheitliches Handeln, seltenes Störereignis, Unterlassungsanspruch, Unterlassungsklage, Verwaltungsakt, Volksfest, Zwangsgeld

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Öffentliches Baurecht - Geräuschimmissionen eines Volksfestes

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Freizeitlärm, Immissionsabwehranspruch, Leistungsklage, Mieter, Nachbar, Ordnungsgeld, schlicht hoheitliches Handeln, seltenes Störereignis, Unterlassungsanspruch, Unterlassungsklage, Verwaltungsakt, Volksfest, Zwangsgeld

Kurzfassungen/Presse (3)

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    DJ-Bühne beim Bad Homburger Laternenfest muss leiser werden

  • anwaltskanzlei-lankau.de , S. 10 (Kurzinformation)

    Musikbühne beim Bad Homburger Laternenfest muss leiser werden

  • hessen.de (Pressemitteilung)

    DJ - Bühne beim Bad Homburger Laternenfest muss leiser werden

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • ESVGH 55, 192 (Ls.)
  • NVwZ-RR 2006, 531
  • BauR 2005, 1065 (Ls.)
  • NVwZ 2005, VIII Heft 9



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Wird zitiert von ... (6)  

  • VGH Bayern, 22.11.2005 - 22 ZB 05.2679  

    Auslegung behördlicher Schreiben; Anspruch auf immissionsschutzbehördliches

    Da die TA Lärm 1998 nach ihrer Nr. 1 Abs. 2 b) auf immissionsschutzrechtlich nicht genehmigungsbedürftige Freizeitanlagen und Freiluftgaststätten nicht anwendbar ist, bleibt es der tatrichterlichen Würdigung im Einzelfall vorbehalten, die Schädlichkeit der von solchen Anlagen ausgehenden Lärmeinwirkungen im Sinn von § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 3 Abs. 1 BImSchG zu beurteilen (BVerwG vom 17.7.2003, NJW 2003, 3360/3361; HessVGH vom 25.2.2005, GewArch 2005, 437).

    Als Orientierungshilfe im Sinne eines "groben Anhalts" kann die sog. Freizeitlärm-Richtlinie des Länderausschusses für Immissionsschutz (NVwZ 1997, 469) herangezogen werden, einschließlich der Regelung Nr. 4.4 für sog. seltene Ereignisse (vgl. zuletzt Hess VGH vom 25.2.2005, GewArch 2005, 437).

    In Anbetracht dieser Privilegierung des Volksfestlärms liegt die Anwendung der Freizeitlärm-Richtlinie des Länderausschusses für Immissionsschutz (vgl. NVwZ 1997, 469) zwar nicht eben nahe (anders z.B. Hess. VGH vom 25.2.2005, GewArch 2005, 437; Spies, Einige Aspekte des Gaststätten- und Freizeitlärms, GewArch 2004, 453/454).

    Ausnahmen kann es nur in sehr seltenen, nicht mehrere Nächte andauernden Fällen geben (OVG RP, a.a.O.; HessVGH vom 25.2.2005, GewArch 2005, 437/439).

    Schon vor 22 Uhr kommt es zu erheblichen Lärmbelästigungen, wie das Verwaltungsgericht im Anschluss an das Gutachten der Fa. *****-***** festgestellt hat (zur Bedeutung dieser Umstände HessVGH vom 25.2.2005, GewArch 2005, 437/439).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.09.2011 - 2 A 2249/09  

    Anforderungen an die Bestimmtheit einer Baugenehmigung zur Vermeidung eines

    vgl. BVerwG, Beschluss vom 28. Juli 2010 - 4 B 29.10 -, BauR 2010, 2083 = juris Rn. 3 (zur Geruchsimmissionsrichtlinie), Urteile vom 16. Mai 2001 - 7 C 16.00 -, BRS 64 Nr. 181 = juris Rn. 12 (zur indiziellen Bedeutung der Freizeitlärmrichtlinie), vom 30. April 1992 - 7 C 25.91 - BVerwGE 90, 163 = BRS 54 Nr. 188 = juris Rn. 12 (zur Heranziehbarkeit der TA Lärm für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Glockengeläut), und vom 24. April 1991 - 7 C 12.90 -, BVerwGE 88, 143 = BRS 52 Nr. 191 = juris Rn. 14; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 15. Juli 2010 - OVG 11 S 35.10 -, NVwZ-RR 2010, 877 = juris Rn. 12; Hess. VGH, Urteil vom 25. Februar 2005 - 2 UE 2890/04 -, NVwZ-RR 2006, 531 = juris Rn. 53; OVG Rh.-Pf., Urteil vom 16. April 2003 - 8 A 11903/02 -, BRS 66 Nr. 73 = juris Rn. 31 f.; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 26. Juni 2002 - 10 S 1559/01 -, BRS 65 Nr. 181 = juris Rn. 46 (die vier letztgenannten jeweils zur Freizeitlärmrichtlinie).
  • OVG Schleswig-Holstein, 11.10.2006 - 1 LB 28/04  
    Die Eignung der FLäR als Orientierungshilfe zur Beurteilung von Volksfestlärm u. ä. ist auch in der Verwaltungsrechtsprechung unumstritten (BVerwG, Urt. v. 24.04.1991, 7 C 12.90, BVerwGE 88, 143/149 = NVwZ 1991, 884; VGH Kassel NVwZ-RR 1997, 159, Urt. v. 25.02.2005, 2 UE 2890/04, NVwZ-RR 2006, 531/532, VGH Mannheim, Urt. v. 13.12.1993, 8 S 1800/93, NVwZ-RR 1994, 633/634, VBlBW 1996, 108/109; OVG Lüneburg, Urt. v. 15.09.1994, 7 L 5328/92, GewArch 1995, 173/174; OVG Bremen, Urt. v. 14.11.1995, 1 BA 13/95, NVwZ-RR 1997, 165); auch die zivilrechtliche Judikatur stimmt damit überein (BGH, Urt. v. 26.09.2003, V ZR 41/03, NJW 2003, 3699/3700; Urt. v. 23.03.1990, V ZR 58/89, BGHZ 111, 63 = NJW 1990, 2465).

    4.2 Bei einer Veranstaltung mit einer erheblichen örtlichen Bedeutung sind damit im Zusammenhang stehende sozial adäquate und allgemein akzeptierte Störwirkungen vom Einzelnen auch dann hinzunehmen, wenn die Orientierungswerte nach der FLäR im Einzelfall überschritten werden (vgl. VGH Kassel, Urt. v. 25.02.2005, a.a.O., S. 533 [m.w.N.]).

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  • OVG Sachsen-Anhalt, 30.06.2006 - 1 L 4/06  

    Zum Schadensersatzanspruch eines Beamten aufgrund Nichtbeförderung

    Dem steht insbesondere nicht entgegen, dass nur der Beklagte Berufung eingelegt hat, denn eine in schlüssiger Weise erklärte Anschlussberufung ist gemäß § 127 Abs. 2 VwGO zulässig, weil die Berufungsbegründungsfrist nicht zugestellt wurde (vgl. zur Klageerweiterung als Anschlussberufung etwa: OVG Schleswig-Holstein, Urteil vom 16. November 2005 - Az.: 2 LB 4/05 -, ZFSH/SGB 2006, 109; VGH Hessen, Urteil vom 25. Januar 2005 - Az.: 2 UE 2890/04 -, zitiert nach juris.web; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 23. April 1999 - Az.: 9 S 2529/97 -, zitiert nach juris.web; BayVGH, Urteil vom 12. August 1998 - Az.: 3 B 94.3497 -, zitiert nach juris.web).
  • VG Köln, 05.03.2009 - 1 K 1485/08  

    Pfingstkirmes in Niederkassel-Mondorf verstößt gegen gesetzlichen Lärmschutz

    Darüber hinaus hätte die Festsetzung aus Sicht der Kammer auch unter Berücksichtigung der von dem Beklagten zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. BGH, a.a.O., sowie des Verwaltungsgerichtshofs Kassel, vgl. Urteil vom 25. Februar 2005 - 2 UE 2890/04 -, NVwZ-RR 2006, 531, und des Oberverwaltungsgerichts Koblenz, vgl. Urteil vom 14. September 2004 - 6 A 1094/04 -, zit. nach juris, nicht ohne eine Beschränkung der Lärmimmissionen erfolgen dürfen.
  • OVG Berlin-Brandenburg, 23.07.2008 - 11 S 56.08  

    Abwehranspruch gegen Immissionen einer hoheitlich betriebenen Anlage; rechtliche

    In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass die von Freizeitanlagen ausgehenden Lärmimmissionen in der Rechtsprechung (z.B. BVerwG, Urteil v. 16. Mai 2001 - 2001, 1167 ff.; BGH, Urteil v. 26. September 2003 - V ZR 41/03 -, NJW 2003, 3699 ff.; Bayerischer VGH, Beschluss v. 12. Mai 2004 - 24 CE 04.1230 -, NVwZ 2005, 719 f.; Hessischer VGH, Urteil v. 25. Februar 2005 - 2 UE 2890/04, BauR 2005, 1065 f.; OVG Niedersachen, Urteil v. 15. September 1994 - 7 L 5328/92 -, NJW 1995, 900 ff.; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 3. November 1997 - 21 A 269/96 -, zit. nach juris, Rn ; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss v. 13. Februar 2004 - 6 B 10279/04 -, NVwZ-RR 2004, 485 f.; OVG Schleswig-Holstein, Beschluss v. 12. Juli 2006 - 4 MB 55/06 -, zit. nach juris, Rn 12) gerade deshalb regelmäßig auf der Grundlage der - in der Vergangenheit auch in Berlin zu beachtenden - Freizeitlärmrichtlinie (Empfehlung des Länderausschusses für Immissionsschutz, abgedruckt z.B. NVwZ 1997, 469; vor Inkrafttreten des LImSchG in Ergänzung der Verordnung zur Bekämpfung des Lärms und der hierzu erlassenen Ausführungsvorschriften auch in Berlin anwendbar, vgl. ABl. 1996, S. 2803) beurteilt werden, weil diese die für die Ermittlung und Bewertung von gewerblichem Lärm entwickelten Regelwerke im Hinblick auf die Besonderheiten von Freizeitlärm abwandelt und damit für die Beurteilung dieser Art von Lärm bessere Anhaltspunkte bietet als die TA Lärm (so zur früheren Fassung BVerwG, Urteil vom 24.04.1991 - 7 C 12/90 -, NVwZ 1991, 884, 885; BGH, Urteil v. 23. März 1990 - V ZR 58/89 -, NJW 1990, 2465 ff.).
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