Rechtsprechung
   BAG, 12.03.2008 - 10 AZR 152/07   

Volltextveröffentlichungen (11)

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  • Bundesarbeitsgericht

    Ausschlussfrist - AGB-Kontrolle

  • IWW
  • rws-verlag.de

    Teilbarkeit einer zweistufigen Verfallklausel

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    AGB-Kontrolle zweistufiger Ausschlussfrist, wenn Unwirksamkeit nur eine Stufe umfasst - Bei Teilbarkeit der Klausel bleibt wirksamer Teil in Kraft - Unzulässiger Teil muss sprachlich eindeutig abtrennbar sein

  • NWB SteuerXpert START
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 305 § 305c § 307
    Provision/Umsatzbeteiligung; Ausschlussfristen; AGB-Kontrolle

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Ausschlussfrist - AGB-Kontrolle

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Teilbarkeit einer zweistufigen Verfallklausel

Kurzfassungen/Presse

Besprechungen u.ä.

  • meyer-koering.de (Entscheidungsbesprechung)

    Zweistufige Ausschlussfristen können geteilt werden

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • ZIP 2008, 1651
  • BB 2008, 1627
  • DB 2008, 1272
  • JR 2009, 87
  • NZA 2008, 699



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Wird zitiert von ... (73)  

  • LAG Hamm, 11.10.2011 - 14 Sa 543/11  

    Berufung des Trainers erfolgreich - Vertragsklausel unwirksam

    Die vorliegende Klausel entspricht auch nicht einer tariflichen Bestimmung oder anderen Norm im Sinne des § 310 Abs. 4 Satz 3 BGB, die auf das Arbeitsverhältnis der Parteien unmittelbar Anwendung findet, so dass eine AGB-Kontrolle nicht ausgeschlossen wird (vgl. BAG, 28. September 2005, 5 AZR 52/05, NZA 2006, 149 ; 12. März 2008, 10 AZR 152/07, NZA 2008, 699 ).

    Das gelte sowohl für einstufige wie zweistufige Ausschlussfristen (vgl. BAG, 25.Mai 2005, 5 AZR 572/04, NZA 2005, 1111; 31. August 2005, 5 AZR 545/04, NZA 2006, 324; 28. September 2005, 5 AZR 52/05, NZA 2006, 149; 12. März 2008, 10 AZR 152/07, NZA 2008, 699).

    Die Klausel muss sprachlich teilbar sein und die restliche Regelung verständlich bleiben (vgl. BAG, 19. Dezember 2006, 9 AZR 294/06, NZA 2007, 809 ; 23. Januar 2007, 9 AZR 482/06, NZA 2007, 748 ; 12. März 2008, 10 AZR 152/07, NZA 2008, 699 ; 6. Mai 2009, 10 AZR 443/08, NZA 2009, 783 ).

    - zweistufige Ausschlussfristen (BAG, 12. März 2008, 10 AZR 152/07, NZA 2008, 699 ), - Zielvereinbarung über Bonuszahlung bei "ungekündigten Bestand" statt nur "Bestand" des Arbeitsverhältnisses zum Ablauf des Geschäftsjahrs: (BAG, 6. Mai 2009, 10 AZR 443/08, NZA 2009, 783 ), - widerrufliche und auf Tariflohnerhöhungen anrechenbare Zulage (BAG, 1. März 2006, 5 AZR 363/05, NZA 2006, 745 ).

    Dieser stellt die gegenüber § 139 BGB speziellere Regelung der Rechtsfolgen einer Unwirksamkeit von Allgemeinen Geschäftsbedingungen dar (vgl. BAG, 12. März 2008, 10 AZR 152/07, NZA 2008, 699 ; 13. April 2010, 9 AZR 36/09, AP BGB § 307 Nr. 45; ErfK/Preis, a.a.O., § 310 BGB Rn. 102; HK-ArbR/Boemke/Ulrici, a.a.O., § 306 BGB Rn. 1; Palandt/Grüneberg, BGB, a.a.O., § 306 Rn. 1; MüKo-BGB/Basedow, 5. Auflage, 2007, § 306 Rn. 1 f.).

  • LAG Hamm, 17.12.2008 - 10 Sa 1113/08  

    Aufwendungsersatzansprüche eines Arbeitnehmers; einzelvertragliche

    Die Klausel des § 13 des Arbeitsvertrages entspricht auch nicht einer tariflichen Bestimmung oder anderen Norm im Sinne des § 310 Abs. 4 Satz 3 BGB, die auf das Arbeitsverhältnis der Parteien unmittelbar Anwendung findet (BAG, 12.03.2008 - AP BGB § 305 Nr. 10).

    Ausschlussfristen sind im Übrigen im Arbeitsleben auch durchaus üblich (BAG, 28.09.2005 - AP BGB § 307 Nr. 7; BAG, 12.03.2008 - AP BGB § 305 Nr. 10).

    Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist eine Frist für die schriftliche Geltendmachung von weniger als 3 Monaten im Rahmen einer einzelvertraglichen Ausschlussfrist unangemessen kurz (BAG, 28.09.2005 - AP BGB § 307 Nr. 7; BAG, 28.11.2007 - AP BGB § 307 Nr. 33; BAG, 12.03.2008 - AP BGB § 305 Nr. 10).

    Zweistufige Ausschlussfristen können grundsätzlich geteilt werden (BAG, 25.05.2005 - AP BGB § 310 Nr. 1; BAG, 12.03.2008 - AP BGB § 305 Nr. 10 m.w.N.).

    Die Teilbarkeit der Klausel ist mittels einer Streichung des unwirksamen Teils mit einem "blauen Stift" zu ermitteln (Blue-Pencil-Test; BAG, 21.04.2005 - AP BGB § 307 Nr. 3; BAG, 12.03.2008 - AP BGB § 305 Nr. 10).

    Damit ist die unzulässige Regelung in § 13 Satz 2 des Arbeitsvertrages sprachlich und inhaltlich von § 13 Satz 3 des Arbeitsvertrages eindeutig abtrennbar (so ausdrücklich: Preis/Roloff, RdA 2005, 144, 158; vgl. auch BAG, 12.03.2008 - AP BGB § 305 Nr. 10).

  • LAG Düsseldorf, 22.05.2012 - 16 Sa 302/12  
    Ausschlussfristen sind im Arbeitsleben sowohl in Tarifverträgen als auch in Arbeitsverträgen ausgesprochen üblich (BAG vom 12.03.2008 - 10 AZR 152/07 - a.a.O., Rn. 19).

    Danach ist eine arbeitsvertragliche Verfallfrist, die eine Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber dem Arbeitgeber nicht vor Ablauf von drei Monaten verlangt, wirksam (vgl. BAG vom 12.03.2008 - 10 AZR 152/07 - a.a.O., Rn. 22).

    (a)Die zweite Stufe in § 19.4 MTV mit der Notwendigkeit einer gerichtlichen Geltendmachung innerhalb eines Monats ist nach den Grundsätzen der BAG-Rechtsprechung als arbeitsvertragliche Frist zwar unwirksam, weil eine Frist von weniger als drei Monaten auch für die gerichtliche Geltendmachung unangemessen kurz ist (BAG vom 12.03.2008 - 10 AZR 152/07 - a.a.O., Rn. 24).

    Die zweite Stufe hinsichtlich der gerichtlichen Geltendmachung in § 19.4 MTV kann gestrichen werden, ohne dass die erste Stufe hinsichtlich der außergerichtlichen Geltendmachung in § 19.2 MTV ihren Sinn verlieren würde; diese kann auch isoliert bestehen bleiben (ausdrücklich für diesen Tarifvertrag LAG Düsseldorf vom 08.12.2011 - 11 Sa 852/11 - a.a.O., Rn. 44; vgl. auch BAG vom 12.03.2008 - 10 AZR 152/07 - a.a.O., Rn. 26 ff.; LAG Sachsen vom 23.08.2011 - 1 Sa 322/11 - a.a.O., Rn. 33).

    Ausschlussfristen sind im Arbeitsleben durchaus üblich (BAG vom 12.03.2008 - 10 AZR 152/07 - a.a.O., Rn. 19), insbesondere in Tarifverträgen sind sie weit verbreitet.

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