Rechtsprechung
| BSG, 05.02.2003 - B 6 KA 26/02 R |
Volltextveröffentlichungen (4)
- lexetius.com
Vertragsärztliche Versorgung - Erteilung einer poliklinischen Institutsermächtigung - verhaltenstherapeutische Leistungen - keine Überprüfung der hochschulbehördlichen Anerkennung - Zuständigkeit bei unterschiedlichen KÄV-Bezirken - Prüfung - Qualifikation - Supervisor - Befristungsdauer der Institutsermächtigung
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Vertragsarztangelegenheiten
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Erteilung einer poliklinischen Institutsermächtigung
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (2)
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
SGG § 162, § 164 Abs. 2 Satz 3, § 160 Abs. 2 Nr. 3 Halbsatz 2
- aerzteblatt.de (Kurzinformation)
Keine Ausschlussfrist
Verfahrensgang
- SG Köln, 01.08.2001 - S 9 (19) KA 345/00
- LSG Nordrhein-Westfalen, 10.04.2002 - L 11 KA 206/01
- BSG, 05.02.2003 - B 6 KA 26/02 R
Zeitschriftenfundstellen
- NZS 2003, 616 (Ls.)
Wird zitiert von ... (16)
- BSG, 19.07.2006 - B 6 KA 14/05 R
Vertragsärztliche Versorgung - Ermächtigung - Radiologe - Versorgungsbedarf - …
Ihre materielle Beschwer, wie sie für Rechtsmittel von Beigeladenen gegeben sein muss (…s zB BSGE 85, 145, 146 = SozR 3-5525 § 20 Nr. 1 S 2;… BSG SozR 4-2500 § 87 Nr. 3 RdNr 6;… zum maßgeblichen Zeitpunkt vgl BSG SozR 3-1500 § 54 Nr. 40 S 82 f), liegt darin, dass KÄVen auf Grund ihres Sicherstellungsauftrages die Gesamtverantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der vertragsärztlichen Versorgung tragen (…vgl zB BSGE 79, 97, 99 f = SozR 3-5545 § 23 Nr. 1 S 4; BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 15).Entscheidungen in Zulassungsangelegenheiten im Bereich einer KÄV betreffen deshalb stets und unmittelbar auch ihren Verantwortungsbereich (…vgl BSGE 85, 145, 146 = SozR 3-5525 § 20 Nr. 1 S 2; BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 15 mwN).
- BSG, 05.11.2003 - B 6 KA 52/02 R
Vertragsärztliche Versorgung - Voraussetzung für Ermächtigung einer …
Sie ist zwar zulässig (zur Anfechtungsbefugnis der KÄVen s zuletzt BSG, Urteil vom 5. Februar 2003 - B 6 KA 26/02 R -, SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 15 mwN), aber unbegründet.Diese Auslegung berücksichtigt den aus Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz folgenden Grundsatz der Hochschulautonomie (hierzu s BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 25) und entspricht zudem dem Sinn und Zweck des § 117 Abs. 2 SGB V, keine hohen formalen Anforderungen an die zu ermächtigenden Einrichtungen zu stellen, um baldmöglichst den Bedarf an universitärer psychologischer Forschung und Lehre zu decken (…zu dieser Entstehungsgeschichte s Gesetz vom 16. Juni 1998, BGBl I 1311, iVm BSG aaO RdNr 23 mit Hinweisen auf BT-Drucks 13/9540 S 2 und 13/8035 S 22 f).
In seinem Urteil vom 5. Februar 2003 (SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 18 am Ende) hat der Senat bereits darauf hingewiesen, dass nach der heutigen Rechtslage anders als früher (…s dazu Senatsurteil vom 2. Oktober 1996, BSGE 79, 159, 164 ff = SozR 3-5520 § 31 Nr. 5 S 10 ff) Institutsermächtigungen zur Erbringung verhaltenstherapeutischer Leistungen grundsätzlich zulässig sind.
Die Verantwortlichen müssen die Voraussetzungen nach dem PsychThG und den Psychotherapie-Vereinbarungen zur Erbringung und Abrechnung psychotherapeutischer Leistungen an gesetzlich Krankenversicherten erfüllen (s §§ 2, 12 PsychThG, § 95c SGB V iVm § 6 Abs. 3 Psychotherapie-Vereinbarungen, § 8 Psychotherapie-Vereinbarungen iVm § 4 Abs. 3 PsychTh-APrV - und dazu BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 28).
Schließlich hat das LSG zu Recht ausgeführt, dass die Beteiligung von Studenten und Doktoranden im Rahmen ihrer Ausbildung unschädlich ist, solange die verantwortliche Durchführung in den Händen der genannten drei qualifizierten Personen bleibt und der Patient dem zustimmt (vgl dazu BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 28).
- BSG, 28.01.2009 - B 6 KA 61/07 R
Vertragsärztliche Versorgung - Ermächtigung einer psychiatrischen …
Ähnliche Bindungswirkungen gibt es auch sonst im System des SGB V (…vgl zB zur Zulassung als Heilmittelerbringer nach berufsrechtlicher Zulassung BSG SozR 3-2500 § 124 Nr. 2 S 18 und Nr. 5 S 42;… zur Kassenzulassung nach Approbation bzw Arztregistereintrag BSG SozR 4-2500 § 95 Nr. 4 RdNr 12 f und SozR 3-2500 § 95a Nr. 2 S 5 ff;… zum Arztregistereintrag nach Approbation BSG SozR 3-2500 § 95c Nr. 1 S 5 ff und BSGE 95, 94 RdNr 6 = SozR 4-2500 § 95c Nr. 1 RdNr 11; zur Institutsermächtigung nach hochschulbehördlicher Anerkennung als Ausbildungsstätte BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 25).
- BSG, 23.02.2005 - B 6 KA 45/03 R
Sozialgerichtliches Verfahren - Klageerweiterung - Streitgegenstand - ändernder, …
Die vom LSG als sachdienlich zugelassene Klageerweiterung gemäß § 99 Abs. 1 SGG (zur Beschränkung der Überprüfung der Sachdienlichkeit s BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 16), mit der die Klägerin höhere Vergütungen nach der Modellvereinbarung "Ambulantes Operieren" für die Quartale IV/1997 und I/1998 gefordert hat, hat es dem Gericht nicht ermöglicht, die Berechnungen der Mehrvergütungen inhaltlich zu prüfen. - LSG Baden-Württemberg, 07.03.2007 - L 5 KA 1861/06
Psychotherapeut - Tätigkeit als Supervisor in anerkannter Ausbildungsstätte - …
Die klägerische Praxis sei damit letztlich an die staatlich anerkannte Ausbildungsstätte im Sinne des § 6 Abs. 3 PsychThG angegliedert (Mit Hinweis auch auf das Urteil des BSG vom 05. Februar 2003 - B 6 KA 26/02 R, SozR 4-2500 § 117 Nr. 1).Insoweit bedürfe es zwar nicht einer räumlichen Nähe von Ausbildungsstätte und Ausbildungsinstitut, unerlässlich sei jedoch eine organisatorische Anbindung im Sinne einer Außenstelle bei gleichzeitig gegebener Verantwortlichkeit des Ausbildungsinstituts für die psychotherapeutischen Behandlungen der Außenstelle (mit Hinweis auf BSG, SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 Rdnr. 26).
Entgegen der Auffassung der Klägerin sind hier die vom BSG im Urteil vom 5. Februar 2003 (B 6 KA 26/02 R) in SozR 4-2500 § 117 Nr. 1) aufgestellten Anforderungen an eine organisatorische Anbindung der leistungserbringenden Einrichtung an den Träger der Ausbildungsstätte erfüllt.
- SG Berlin, 04.04.2012 - S 71 KA 211/11
Vertragspsychotherapeutische Versorgung - Ermächtigung einer Hochschulambulanz …
Bei Ermächtigungen nach § 117 Abs. 2 SGB 5 geht es unabhängig von einem im System des SGB 5 ggf. bereits befriedigten Versorgungsbedarf allein um den Anspruch der Hochschulen zur Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben im Zusammenhang mit Forschung und Lehre (BSG, Urteil vom 05.02.2003, B 6 KA 26/02 R, Juris Rn. 44, m.w.N.).Denn die Subsidiarität von Ermächtigungen gegenüber Vertragsarztzulassungen gilt nicht im Rahmen von Ermächtigungen nach § 117 Abs. 2 SGB V. Bei § 117 SGB V geht es unabhängig von einem im System des SGB V ggf. bereits befriedigten Versorgungsbedarf allein um den Anspruch der Hochschulen zur Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben im Zusammenhang mit Forschung und Lehre (BSG, Urteil vom 05.02.2003, B 6 KA 26/02 R, Juris Rn. 44, m.w.N.).
Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass - anders als in Fällen, in denen es auf einen bestimmten Versorgungsbedarf ankommt und die paritätisch besetzten ortsnahen und fachkundigen Zulassungsgremien eine Vielzahl von Faktoren in ihre Entscheidung einbeziehen müssen (dazu etwa BSG, Urteil vom 05.11.2008, B 6 KA 10/08 R, Juris) - Bedarfsfragen im Rahmen der Ermächtigung des § 117 Abs. 1 Satz 2 SGB V von vornherein keine Rolle spielen (vgl. BSG, Urteil vom 05.02.2003, B 6 KA 26/02 R, Juris, Rn. 44, vgl. dazu auch die obigen Ausführungen).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 17.10.2007 - L 10 KA 21/06
Vertragsarztangelegenheiten
Mittels Ermächtigung von Institutsambulanzen soll ein qualitativ-spezieller, durch niedergelassene Ärzte nicht entsprechend abgedeckter Versorgungsbedarf für eine bestimmte Gruppe behandlungsbedürftiger Kranker kompensiert werden (vgl. BSG vom 05.02.2003 - B 6 KA 26/02 R -).Hinzu kommt: Im Urteil vom 05.02.2003 - B 6 KA 26/02 R - hat das BSG ausgeführt, im Verfahren über die Erteilung einer poliklinischen Institutsermächtigung nach § 117 Abs. 2 SGB V seien die Grundlagen der hochschulbehördlichen Anerkennung der Ausbildungsstätte nicht mehr zu überprüfen.
- LSG Baden-Württemberg, 20.11.2007 - L 5 KA 3892/07
Vertragsärztliche Versorgung - Ermächtigung - Hochschulambulanz - drittschützende …
Auf Fragen der inneruniversitären Organisation komme es deshalb nicht an (vgl. in anderem Zusammenhang zu § 117 Abs. 2 SGB V BSG, Urt. v. 5.2.2003, - B 6 KA 26/02 R -).Im Hinblick auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 5.2.2003 (- B 6 KA 26/02 R -) komme es nur darauf an, ob ein Universitätsinstitut hochschulklinische ambulante Leistungen erbringe oder nicht.
- BSG, 10.12.2003 - B 6 KA 56/02 R
Ausbildungsstätte für Psychotherapeuten - keine Trägerschaft von Hochschule oder …
§ 117 Abs. 2 Satz 1 SGB V idF des Art. 2 Nr. 14 des Gesetzes vom 16. Juni 1998 bestimmt, dass "poliklinische Institutsambulanzen an ... Ausbildungsstätten nach § 6 PsychThG" ermächtigt werden müssen (näher dazu BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 S 4). - BSG, 08.11.2011 - B 1 KR 19/10 R
Krankenversicherung - Verordnung eines Arzneimittels während und außerhalb eines …
§ 117 SGB V eröffnet den Hochschulambulanzen den Zugang zur ambulanten ärztlichen Versorgung, um die universitäre Forschung und Lehre zu unterstützen (…vgl BSGE 82, 216, 221 = SozR 3-5520 § 31 Nr. 9 S 37 f; zu § 117 Abs. 2 SGB V: BSG SozR 4-2500 § 117 Nr. 1 RdNr 35). - BSG, 21.03.2012 - B 6 KA 22/11 R
Medizinisches Versorgungszentrum - Zulassungsentziehung wegen gröblicher …
- SG Aachen, 15.07.2004 - S 7 KA 4/03
Vertragsarztangelegenheiten
- SG Marburg, 23.05.2007 - S 12 KA 33/06
Vertragsärztliche Versorgung - Zweigpraxis - ausgelagerter Praxisraum - …
- LSG Rheinland-Pfalz, 14.06.2007 - L 5 KA 31/06
Institutsermächtigung nach § 117 Abs. 1 SGB V
- SG Aachen, 05.11.2010 - S 7 KA 2/08
Berufungssauschuss für Kassenärzte muss Forschungsfreiheit des …
- SG Schwerin, 11.12.2008 - S 3 ER 367/08
Kassenärztliche Vereinigung - Klagebefugnis gegen Bestimmungsbescheid nach § 116b …
Für Blogger: