Rechtsprechung
| BSG, 15.02.2005 - B 2 U 3/04 R |
Volltextveröffentlichungen (6)
- lexetius.com
Gesetzliche Unfallversicherung - privilegierte Berufskrankheit - gesetzliche Vermutung - Widerlegung - Offenkundigkeit - Zustimmung zur Obduktion zu wissenschaftlichen Zwecken - Verwertung des Obduktionsergebnisses durch Unfallversicherungsträger - Beweisverwertungsverbot - Sozialdatenschutz - Auskunftspflicht über nachteilige Folgen
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Unfallversicherung
- Bundessozialgericht
Gesetzliche Unfallversicherung - Berufskrankheit - Hinterbliebenenrentenanspruch nach dem Tod des Versicherten - vom Krankenhaus veranlasste Obduktion - Verwertung des Obduktionsergebnisses durch Unfallversicherungsträger - Datenschutz - Sozialdatenschutz - Einwilligung - Amtsermittlungspflicht - Auskunftspflicht - Beweisverwertungsverbot - Schriftform - Verfahrensfehler
- NWB SteuerXpert START
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Hinterbliebenenrentenanspruch aus der gesetzlichen Unfallversicherung, Verwertung des Obduktionsergebnisses durch die Berufsgenossenschaft
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (3)
- wkdis.de (Pressemitteilung)
Keine Hinterbliebenenleistungen bei offenkundig nicht durch Berufskrankheit verursachen Tod
- aok-business.de (Kurzinformation)
Unfallversicherung: Obduktion darf nicht verlangt, aber berücksichtigt werden
- rentenberater.de (Leitsatz/Kurzinformation)
Hinterbliebenenleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung nur, wenn der Tod infolge eines Versicherungsfalles eingetreten ist
Sonstiges (2)
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 15.02.2005, Az.: B 2 U 3/04 R (Beweiswertungsverbot bzgl. Obduktionsergebnis bei gesetzlicher Unfallversicherung)" von Wolfgang Keller, RiLSG, original erschienen in: AnwBl Beilage 2005, 115 - 116.
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 15.02.2005, Az.: B 2 U 3/04 R (Obduktion des Versicherten - Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen)" von Prof. Dr. Andreas Spickhoff, original erschienen in: SGb 12/2005, 715 - 717.
Verfahrensgang
- SG Düsseldorf, 11.07.2002 - S 6 U 24/01
- LSG Nordrhein-Westfalen, 06.08.2003 - L 17 U 245/02
- BSG, 15.02.2005 - B 2 U 3/04 R
- BVerfG, 22.08.2006 - 1 BvR 1637/05
Zeitschriftenfundstellen
- BSGE 165, 149
- BSGE 94, 149
- NZS 2006, 43
Wird zitiert von ... (15)
- BGH, 06.12.2005 - VI ZR 265/04
Zum postmortalen Geldentschädigungsanspruch
Dies folgt, wie das Bundesverfassungsgericht klargestellt hat (vgl. BVerfGE 30, 173, 194; BVerfG, VersR 2001, 1252, 1254; NJW 2001, 594; BGH BGHZ 107, 384, 391 - Emil Nolde; BGH, Urteil vom 17. Mai 1984 - I ZR 73/82 - GRUR 1984, 907, 908 - Frischzellenkosmetik; vgl. auch BGH, Urteil vom 22. April 2005 - 2 StR 310/04 - NJW 2005, 1876, 1878; ebenso BSG, Urteil vom 15. Februar 2005 - B 2 U 3/04 R - juris, zum Abdruck in BSGE bestimmt) aus dem Grundrecht des Art. 1 Abs. 1 GG, wonach die Würde des Menschen unantastbar ist. - BSG, 05.02.2008 - B 2 U 8/07 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Gutachten - Beweis - Beweisverwertungsverbot - …
Denn der Untersuchungsgrundsatz gilt nicht uneingeschränkt (vgl nur Urteil des Senats vom 15. Februar 2005 - B 2 U 3/04 R -BSGE 94, 149 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2, jeweils RdNr 7 f zum Verwaltungsverfahren) und der verfassungsrechtliche Hintergrund des § 200 Abs. 2 SGB VII ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, wie der oben wiedergegebenen Gesetzgebungsgeschichte entnommen werden kann.Zwar regeln weder das SGG noch die ZPO oder die Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) ausdrücklich die Verwertung bzw ein Beweisverwertungsverbot für unzulässig erlangte Beweismittel, aber in Rechtsprechung und Literatur ist allgemein anerkannt, dass die Verwertung unzulässig erlangter Beweismittel unter bestimmten Voraussetzungen verboten ist (vgl BVerfG Beschluss vom 19. Dezember 1991 - 1 BvR 382/85 - NJW 1992, 815; BVerfG Urteil vom 13. Februar 2007 - 1 BvR 421/05 - BVerfGE 117, 202 = NJW 2007, 753, jeweils RdNr 90, 94; BGH Urteil vom 12. Februar 1985 - VI ZR 202/83 - NJW 1985, 1470 = VersR 1985, 573; BGH Urteil vom 4. Dezember 1990 - IX ZR 310/89 - NJW 1991, 1180; BGH Urteil vom 1. März 2006 - XII ZR 210/04 - BGHZ 166, 283 = NJW 2006, 1657; Meyer-Ladewig, SGG, § 118 RdNr 8a; Greger in Zöller, ZPO, § 286 RdNr 15a ff;… Hartmann in Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 66. Aufl 2008, Übers § 371 RdNr 12 f, § 286 RdNr 68;… Prütting in Münchener Kommentar, ZPO, 2. Aufl 2000 , § 284 RdNr 63 ff;… Kopp/Schenke, VwGO, 15. Aufl 2007, § 98 RdNr 4; Dawin in Schoch ua, VwGO, Stand September 2007, § 86 RdNr 106 f; vgl zum Verwaltungsverfahren: Urteil des Senats vom 15. Februar 2005 - B 2 U 3/04 R - BSGE 94, 149 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2 = SGB 2005, 709 mit Anm Spickhoff, jeweils RdNr 25 mwN).
- BSG, 28.10.2008 - B 8 SO 23/07 R
Sozialhilfe - Eingliederungshilfe - Aufwendungsersatz für …
Zur Auslegung der vorgenannten (unter 5.) landesrechtlichen Regelungen war der Senat mangels eigener Auslegung des SG befugt (vgl nur: BSGE 94, 149 ff RdNr 27 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2, BSGE 77, 53, 59 = SozR 3-2500 § 106 Nr. 33 S 190, jeweils mwN).
- BSG, 05.02.2008 - B 2 U 10/07 R
Sozialgerichtliches Verfahren - Verfahrensfehler - Nichtbeachtung eines …
Denn der Untersuchungsgrundsatz gilt nicht uneingeschränkt (vgl nur Urteil des Senats vom 15. Februar 2005 - B 2 U 3/04 R -BSGE 94, 149 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2, jeweils RdNr 7 f zum Verwaltungsverfahren) und der verfassungsrechtliche Hintergrund des § 200 Abs. 2 SGB VII ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, wie der oben wiedergegebenen Gesetzgebungsgeschichte entnommen werden kann.Zwar regeln weder das SGG noch die ZPO oder die Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) ausdrücklich die Verwertung bzw ein Beweisverwertungsverbot für unzulässig erlangte Beweismittel, aber in Rechtsprechung und Literatur ist allgemein anerkannt, dass die Verwertung unzulässig erlangter Beweismittel unter bestimmten Voraussetzungen verboten ist (vgl BVerfG Beschluss vom 19. Dezember 1991 - 1 BvR 382/85 - NJW 1992, 815; BVerfG Urteil vom 13. Februar 2007 - 1 BvR 421/05 - BVerfGE 117, 202 = NJW 2007, 753, jeweils RdNr 90, 94; BGH Urteil vom 12. Februar 1985 - VI ZR 202/83 - NJW 1985, 1470 = VersR 1985, 573; BGH Urteil vom 4. Dezember 1990 - IX ZR 310/89 - NJW 1991, 1180; BGH Urteil vom 1. März 2006 - XII ZR 210/04 - BGHZ 166, 283 = NJW 2006, 1657; Meyer-Ladewig, SGG, § 118 RdNr 8a; Greger in Zöller, ZPO, § 286 RdNr 15a ff;… Hartmann in Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 66. Aufl 2008, Übers § 371 RdNr 12 f, § 286 RdNr 68;… Prütting in Münchener Kommentar, ZPO, 2. Aufl 2000 , § 284 RdNr 63 ff;… Kopp/Schenke, VwGO, 15. Aufl 2007, § 68 RdNr 4; Dawin in Schoch ua, VwGO, Stand September 2007, § 86 RdNr 106 f; vgl zum Verwaltungsverfahren: Urteil des Senats vom 15. Februar 2005 - B 2 U 3/04 R - BSGE 94, 149 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2 = SGB 2005, 709 mit Anm Spickhoff, jeweils RdNr 25 mwN).
- LSG Niedersachsen-Bremen, 30.08.2006 - L 9 U 383/03
Gesetzlichen Unfallversicherung - Hinterbliebenenrente - Berufskrankheit - …
Die Vermutung des § 63 Abs. 2 Satz 1 SGB VII mit dem Verbot der Obduktion oder Exhuminierung (§ 63 Abs. 2 Satz 2, 2. Halbsatz SGB VII) greift nicht ein, wenn der Tod auch bei anerkannter BK nach Nr. 4104 der Anlage 1 zur BKVO auf eine andere Erkrankung zurückzuführen ist (vgl. auch: BSG, Urteil vom 15.02.2005, Az.: B 2 U 3/04 R).Die Möglichkeit, dass eine andere Erkrankung, die zum Tode des Versicherten geführt hat, ebenfalls durch dessen versicherte Tätigkeit verursacht worden war, ändert nichts daran, dass in einem solchen Fall die zugunsten der Hinterbliebenen bestehende Vermutung widerlegt ist; denn auf die andere Krankheit erstreckt sich die Vermutung nicht (BSG, Urteil vom 15. Februar 2005, Az.: B 2 U 3/04 R).
Dem stehen auch die Vorschriften der §§ 67 ff. Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X) nicht entgegen (vgl. LSG NRW…, Urteil vom 06. August 2003, Az.: L 17 U 245/02, a.a.O.; BSG, Urteil vom 15. Februar 2005, Az.: B 2 U 3/04 R).
- BVerfG, 22.08.2006 - 1 BvR 1637/05
Zulässigkeit der Verwertung eines Obduktionsbefundes in einem späteren …
gegen a) das Urteil des Bundessozialgerichts vom 15. Februar 2005 - B 2 U 3/04 R -.b) Das Bundessozialgericht wies die Revision der Beschwerdeführerin zurück (BSGE 94, 149 ff.).
- BSG, 24.03.2009 - B 8 SO 29/07 R
Abgrenzung Sozial- und Jugendhilfe - Leistungen für alleinerziehende geistig …
Zur Auslegung der vorgenannten landesrechtlichen Regelungen war der Senat mangels eigener Auslegung des LSG befugt (vgl nur: BSGE 94, 149 ff RdNr 27 mwN = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2;… BSGE 77, 53, 59 mwN = SozR 3-2500 § 106 Nr. 33 S 190). - LSG Nordrhein-Westfalen, 22.06.2005 - L 17 U 250/01
Unfallversicherung
Im Hinblick auf die von ihm im Berufungsverfahren in den Vordergrund gestellte (angebliche) datenschutzrechtliche Problematik, die von ihm postulierten Mitwirkungsrechte bei der Bestimmung des SV, der Art und des Umfangs der durch Verwaltung und Gericht durchzuführenden Sachverhaltsaufklärung, dem von ihm erhobenen Vorwurf, der Senat habe das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt, in dem durch die Berichterstatterin die Akte mit dem darin enthaltenen Sozialdaten des Klägers dem SV Dr. T1 zur Erstattung eines Gutachtens vorgelegt wurden, sind - auch im Hinblick auf das beim Beklagten noch anhängige Feststellungsverfahren zur BK 2108 - folgende Hinweise auf die Rechtslage geboten: Es bedarf keines Eingehens darauf, ob der Beklagte bei der Einholung des Gutachtens von Prof. Dr. C und der ergänzenden Stellungnahme von Dr. T gegen Bestimmungen des Sozialdatenschutzes (§§ 67 ff. SGB X) bzw. - die Anwendbarkeit des SGB VII unterstellt - gegen §§ 199 ff. SGB VII, insbesondere gegen § 200 Abs. 2 SGB VII, verstoßen hat und insoweit in Bezug auf diese Gutachten ein Verwertungsverbot besteht (vgl. dazu jüngst BSG, Urteil vom 15.02.2005 - B 2 U 3/04 R -).Sie lassen indes die Mitwirkungspflichten des Versicherten an der Sachverhaltsaufklärung im Gerichtsverfahren wie auch im Verwaltungsverfahren (vgl. dazu §§ 20 ff., 60 ff. Sozialgesetzbuch - Allgemeiner Teil [SGB I]) und die Zustimmungs- bzw. Widerspruchsrechte des Versicherten nach §§ 67 ff. des Zehnten Buches des Sozialgesetzbuches - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz - (SGB X)unberührt (…BSG SozR 4 - 1200 § 66 Nr. 1; vgl. ferner BSG, Urteil vom 02.09.2004 - B 7 AL 88/03 R - = SGb 2005, 300 ff. sowie zuletzt BSG, Urteil vom 15.02.2005, a.a.O.).
- BSG, 24.03.2009 - B 8/9b SO 17/07 R
Sozialhilfe - Kostenerstattung durch von Schiedsstelle bestimmten überörtlichen …
Zur Auslegung der vorgenannten landesrechtlichen Regelungen war der Senat mangels eigener Auslegung des LSG befugt (vgl nur: BSGE 94, 149 ff RdNr 27 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2;… BSGE 77, 53, 59 = SozR 3-2500 § 106 Nr. 33 S 190, jeweils mwN). - BSG, 25.01.2012 - B 14 AS 65/11 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Verletzung des Sozialgeheimnisses - …
Dass eine Offenbarungsbefugnis nicht aus den (allgemeinen) Vorschriften zur Amtsermittlung hergeleitet werden kann, hat das LSG zu Recht festgestellt, weil die Regelungen über den Datenschutz in § 35 SGB I, §§ 67 ff SGB X denen über die Amtsermittlung in §§ 20 f SGB X gemäß § 37 Satz 3 SGB I vorgehen (BSG vom 15.2. 2005 - B 2 U 3/04 R - BSGE 94, 149 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2 RdNr 8; vgl zur Literatur nur Bieresborn in von Wulffen, SGB X, § 67a RdNr 6; Didong in Juris Praxiskommentar, SGB I, 2005, § 37 RdNr 14). - BSG, 28.09.2011 - B 12 KR 23/09 R
Krankenversicherung - freiwilliges Mitglied - Beitragsbemessung bei Bezug von …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 03.09.2008 - L 17 U 46/07
Anspruch auf Entfernung eines orthopädischen Gutachtens aus den Akten des …
- LSG Rheinland-Pfalz, 20.07.2006 - L 5 KR 39/05
Anwesenheit einer Vertrauensperson bei der Begutachtung durch den MDK
- LSG Berlin-Brandenburg, 16.06.2011 - L 2 U 10/10
Rückabwicklung von Erstattungsansprüchen; Bestandskraft des …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 13.06.2007 - L 11 KA 110/06
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