Rechtsprechung
| BGH, 01.12.1988 - V ZB 10/88 |
Pfändung des Auflassungsanspruchs
Pfändung durch das Finanzamt, Anwartschaftsrecht
Volltextveröffentlichungen (4)
- Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)
Anwartschaftsrecht des Auflassungsempfängers, Kettenauflassung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Voraussetzungen eines Anwartschaftsrechts des Grundstückskäufers
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Rechtsprechung zum Wohnungseigentumsgesetz
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Pfändbarkeit des Übereignungsanspruches eines Auflassungsempfängers erst ab Antragstellung beim Grundbuchamt
Besprechungen u.ä.
- Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)
Anwartschaftsrecht des Auflassungsempfängers, Kettenauflassung
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 106, 108
- NJW 1989, 1039
- NJW 1989, 1093
- NJW-RR 1989, 591 (Ls.)
- ZIP 1989, 166
- MDR 1989, 437
- DNotZ 1990, 289
- WM 1989, 20
- BB 1989, 321
- DB 1989, 2474
- Rpfleger 1989, 192
Wird zitiert von ... (42)
- BFH, 22.05.2002 - II R 61/99
Verfassungswidrigkeit des ErbStG
Denn das Anwartschaftsrecht ist schon zivilrechtlich mit dem Vollrecht nicht identisch, es verschafft dem Erwerber in Bezug auf das Wohnungseigentum nur eine gesicherte Rechtsposition (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 1. Dezember 1988 V ZR 10/88, BGHZ 106, 108, 111; BGH-Urteil vom 30. Mai 1958 V ZR 295/56, BGHZ 27, 360, 368) und ein dem Vollrecht so weit angenähertes Recht, dass zivilrechtlich auf dieses allgemein die für das Vollrecht geltenden Regeln hinsichtlich Übertragbarkeit, Pfändbarkeit, Deliktschutz aus § 823 Abs. 1 BGB etc. Anwendung finden (…vgl. hierzu: Baur/Stürner, Sachenrecht, 17. Aufl. 1999, § 3 Rdnr. 45 ff., § 19 Rdnr. 15 ff.). - BGH, 26.09.2002 - V ZB 24/02
Wohnungseigentum - Zuständigkeit des Wohnungseigentumsgerichts
Ihr steht nicht entgegen, daß eine der Entscheidungen, von denen das vorlegende Gericht abweichen will, nicht in einer Beschwerdesache der freiwilligen Gerichtsbarkeit, sondern in einem streitigen Prozeßverfahren ergangen ist (vgl. Senat, Beschl. v. 24. Januar 1985, V ZB 5/84, NJW 1985, 3070; Beschl. v. 1. Dezember 1988, V ZB 10/88, NJW 1989, 1093; BGH, Beschl. v. 4. Juli 1953, II ZB 9/53, NJW 1953, 1708). - BGH, 15.12.1994 - IX ZR 153/93
Zeitpunkt des Eintritts der Gläubigerbenachteiligung bei einer …
Dies war der Fall, als die Auflassung erklärt und die Eigentumsumschreibung beantragt worden war (vgl. BGHZ 106, 108, 111).Diese Zugriffsmöglichkeit ist - entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts - schon vor der Eintragung der Beklagten als Grundeigentümerin verlorengegangen, als die Beklagte aufgrund der vom Schuldner am 24. Juni 1991 erklärten Auflassung des Grundstücks in Verbindung mit der Eintragung der Vormerkung am 27. Juni 1991 ein Anwartschaftsrecht auf das Grundeigentum erlangt hat (vgl. BGHZ 83, 395, 399; 106, 108, 111).
- BGH, 05.10.2001 - V ZR 237/00
Immobilien - Sittenwidriges Grundstücksgeschäft
Ohne diesen Antrag war der mehraktige Entstehungstatbestand des Erbbaurechts aber noch nicht soweit erfüllt, daß der Beklagte eine gesicherte Rechtsposition erlangt hatte, die der andere an der Entstehung des Vollrechts Beteiligte - hier also der Zedent - nicht mehr einseitig zerstören konnte (vgl. Senat, BGHZ 106, 108, 111). - BGH, 13.09.2000 - V ZB 14/00
Wohnungseigentum - Löschung eines Sondernutzungsrechtes im Wohnungsgrundbuch
Etwas anderes hätte nur dann zu gelten, wenn die Eintragung des Löschungsvermerks nach materiellem Recht der Einwilligung durch die anderen Wohnungseigentümer bedürfte und die Eintragung ohne deren Einwilligung das Grundbuch nicht nur vorübergehend (Senatsbeschl. v. 3. Oktober 1985, V ZB 18/84, NJW 1986, 314, 315), sondern endgültig unrichtig werden ließe (vgl. Senat, BGHZ 35, 135, 139; 106, 108, 110). - BGH, 10.07.2008 - III ZR 255/07
Notarrecht - Haftung bei Verletzung von Treuhandauflagen
Auch wenn man berücksichtigt, dass in der Auflassung der eingetragenen Eigentümerin an den Zwischenerwerber die Ermächtigung liegt, als Nichtberechtigter (§ 185 Abs. 1 BGB) über das Wohnungseigentum zu verfügen (vgl. BGHZ 106, 108, 112), lagen diese Auflassungserklärungen dem Grundbuchamt noch nicht vor. - BGH, 09.02.1995 - V ZB 23/94
Mindestinhalt der Eintragungsbewilligung für den Rangvorbehalt des verzinslichen …
Denn das Grundbuchrecht betreffende Vorschriften im Sinne des § 79 Abs. 2 Satz 1 GBO sind alle sachlichrechtlichen und verfahrensrechtlichen Bestimmungen, die das Grundbuchamt angewendet oder zu Unrecht nicht angewendet hat, sofern sie - wie hier - auf bundesgesetzlicher Regelung beruhen (Senatsbeschl. v. 1. Dezember 1988, V ZB 10/88, WM 1989, 20 - insoweit in BGHZ 106, 108 nicht abgedruckt). - BVerwG, 20.03.1997 - 7 C 62.96
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Vorher konnte von einer gesicherten Rechtsposition des Auflassungsempfängers auch dann nicht die Rede sein, wenn dieser vor anderweitigen Verfügungen des Veräußerers in einer Weise geschützt gewesen sein sollte, die für gewöhnlich zu einem dinglichen Anwartschaftsrecht führt (vgl. hierzu BGHZ 83, 395 [399]; 106, 108 [111] jeweils m.w.N.).Denn nicht schon dann, wenn der Veräußerer den Rechtserwerb nicht mehr vereiteln kann, sondern erst, wenn eine Beeinträchtigung oder Vernichtung des Rechts nach dem normalen Verlauf der Dinge überhaupt ausgeschlossen ist, also alle Eintragungsvoraussetzungen vorliegen, ist die Annahme einer eigentumsähnlichen Rechtsstellung gerechtfertigt (vgl. BGHZ 49, 197 [202]; 106, 108 [111];… vgl. auch Augustin in: BGB -RGRK, 12. Aufl., § 925 Rn. 84).
- BGH, 14.05.1992 - IX ZR 262/91
Notarielle Beratungspflicht bei Kettenverkauf eines Grundstücks - Amtspflicht zur …
Ein solches Kettengeschäft konnte der Erstkäufer - auch ohne nachträgliche Zustimmung der Kl. - rechtswirksam ausführen, weil in der ersten Auflassung regelmäßig die Ermächtigung des Eigentümers zu einer Weiterveräußerung durch den Erstkäufer liegt (§ 185 I BGB; vgl. RGZ 129, 150 (153); BGHZ 106, 108 (112) = NJW 1989, 1093 = LM § 79 GBO Nr. 7), der vertragliche Käuferanspruch auf Verschaffung des Grundeigentums abgetreten werden darf (§§ 398, 433 BGB; vgl. BayObLG, Rechtspfleger 1972, 16 m. Anm. Vollkommer;… Reithmann-Roll-Geßele, Hdb. d. notariellen Vertragsgestaltung, 5. Aufl., Rdnr. 292; Huhn, Rpfleger 1974, 2; Zeiß, BWNotZ 1980, 15; Medicus, DNotZ 1990, 275 (277)) und das Anwartschaftsrecht, das B als Auflassungsempfänger nach Eintragung der Vormerkung erworben hatte (vgl. BGHZ 83, 395 (399) = NJW 1982, 1639 = LM § 313 BGB Nr. 94; BGHZ 89, 41 (44 f.) = NJW 1984, 973; BGHZ 106, 108 (111) = NJW 1989, 1093 = LM § 79 GBO Nr. 7), - durch Auflassung gem. § 925 BGB (BGHZ 83, 395 (399) = NJW 1984, 973) - übertragen werden kann. - BGH, 10.12.2009 - IX ZR 203/06
Insolvenzrecht - Mit Vormerkung ist Rechtsgeschäft erfüllt!
Denn die bindende Auflassungserklärung ist nur erforderlich, um dem nicht vormerkungsgesicherten Grundstückserwerber im Zusammenwirken mit seinem eigenen Eintragungsantrag eine nach § 878 BGB gesicherte Anwartschaft zu verschaffen (BGHZ 49, 197, 201; 83, 395, 399; 106, 108, 111;… Raebel in Lambert-Lang/Tropf/Frenz, Handbuch der Grundstückspraxis 2. Aufl. Teil 5 Rn. 273). - BGH, 30.09.2004 - V ZB 26/04
Wohnungseigentum
- BGH, 22.11.1996 - V ZR 234/95
Öffentlicher Glaube des Grundbuchs bei fälschlich eingetragenen …
- BFH, 08.02.2000 - II R 9/98
ErbSt; Ausführung eines Schenkungsvertrages
- OLG Schleswig, 27.11.2003 - 2 W 173/03
Öffentlicher Glaube des Grundbuchs: Gesetzliche Vermutung für das Bestehen einer …
- BGH, 05.04.1991 - V ZR 39/90
Grundstückskauf: Ersatzanspruch des zukünftigen Eigentümers?
- BGH, 13.07.1995 - V ZB 43/94
Übernahme einer persönlichen Pflegepflicht als bestimmbare Leistung
- BFH, 16.05.2007 - II R 61/99
Erbschaft-/Schenkungsteuer: Steuerwert nur bei Volleigentum
- BGH, 22.11.1996 - V ZR 233/95
Ermächtigung zur Veräußerung des Grundstücks an einen Dritten
- BFH, 10.02.2005 - II B 115/04
GrESt - Auflassung
- BGH, 23.09.1993 - V ZB 27/92
Verwechslung des herrschenden Grundstücks bei Eintragung einer Grunddienstbarkeit
- BVerwG, 13.03.1997 - 3 C 14.96
Offene Vermögensfragen - Vermögenszuordnung, Umfang der restituierbaren …
- OLG Düsseldorf, 10.08.2007 - 3 Wx 145/07
Eintragungsfähigkeit der Pfändung einer Auflassungsvormerkung
- OLG Celle, 12.12.2007 - 3 U 104/07
Notarrecht - Einreichung der Umschreibungsunterlagen bei Kettenauflassung
- BVerwG, 10.10.1995 - 7 B 327.95
Anwartschaftsrecht und Gebäudeeigentum
- OLG Stuttgart, 08.06.2001 - 2 Ws 68/01
Vermögensschaden bei Erschleichen von Grundstückskaufverträgen durch einen …
- FG Köln, 11.07.2002 - 7 K 3697/02
Steuerrecht - Keine Eigenheimzulage, wenn Ehegatte stirbt
- FG Baden-Württemberg, 18.09.1998 - 9 K 53/96
Abtretung eines Grundstückübertragungsanspruchs
- OLG Brandenburg, 23.10.2001 - 6 W 154/01
Das Anwartschaftsrecht auf Erwerb von Gebäudeeigentum ist zwar kein die …
- FG Baden-Württemberg, 18.09.1998 - 9 K 43/97
Entstehungszeitpunkt der Schenkungsteuer bei Grundstücksschenkung durch noch …
- FG Baden-Württemberg, 10.05.1999 - 9 K 317/98
Erbschaftsteuer - BFH prüft Verfassungsmäßigkeit
- OLG Brandenburg, 29.11.2001 - 5 U 191/00
Interessenwegfall und Rücktritt vom ganzen Vertrag bei Teilleisung
- BVerwG, 10.11.1993 - 11 C 22.92
- BayObLG, 28.11.1996 - 2Z BR 81/96
Auflassungsvormerkung und Pfändungsvermerk
- OVG Nordrhein-Westfalen, 06.05.1998 - 14 A 1042/97
- OLG Zweibrücken, 22.12.2010 - 3 W 202/10
Voraussetzungen der Eintragung eines Sperrvermerks zu Gunsten einer Versicherung …
- BayObLG, 29.07.1993 - 2Z BR 62/93
Vormerkung, vormundschaftsgerichtliche Genehmigung
- FG Mecklenburg-Vorpommern, 27.04.2001 - 2 K 97/99
Keine schenkungsteuerpflichtige Rückschenkung eines Grundstücks bei Aufhebung des …
- OLG Jena, 28.09.1995 - 6 W 73/95
Pfändung des Auflassungsanspruchs
- FG München, 11.10.2000 - 4 K 4033/96
Vollzug einer Grundstücksschenkung
- LG Bamberg, 06.04.2006 - 3 T 137/05
Wohnungseigentum - Bauliche Abgeschlossenheit
- BGH, 13.09.2000 - V ZB 14/00
- BGH, 09.01.1995 - V ZB 23/94
Auslegung einer Eintragungsbewilligung für einen Rangvorbehalt hinsichtlich des …
Rechtsprechung
| BGH, 12.05.1989 - V ZR 10/88 |
Volltextveröffentlichungen
Wird zitiert von ... (3)
- BGH, 26.04.1991 - V ZR 165/89
Haftung des Verkäufers für Pflichtverletzung des Verhandlungsgehilfen; Werbung …
Unter diesen Voraussetzungen hat der Senat die Möglichkeit von Sonderabschreibungen nach § 7 b EStG als Bezeichnung einer zusicherungsfähigen Eigenschaft anerkannt (BGHZ 79, 183, 186;… Urt. v. 6. Dezember 1985, V ZR 2/85, 1986, 360; Urt. v. 12. Mai 1989, V ZR 10/88); ausgeschlossen hat er davon jedoch die Voraussetzung, daß kein Objektverbrauch gemäß § 7 b Abs. 6 EStG in der Fassung des Gesetzes vom 16. Juni 1964 (BGBl 1, 353) vorliegt, weil sie maßgeblich an Umstände in der Person des Erwerbers anknüpft (Senatsurt. v. 23. März 1990, V ZR 16/89, WM 1990, 1210, 1211). - BGH, 29.01.1993 - V ZR 227/91
Zusicherung von Eigenschaften bei grundwassergefährdetem Baugrundstück
Das arglistige Vorspiegeln einer nicht vorhandenen Eigenschaft ist zwar dem Verschweigen eines Fehlers gleichzustellen (Senatsurt. v. 12. Mai 1989, V ZR 10/88;… MünchKomm/ H.P. Westermann, BGB 2. Aufl. § 463 Rdn. 10). - OLG Brandenburg, 10.06.2009 - 4 U 164/07
Rangrücktritt bezüglich Altschulden einer vormaligen LPG: Auslegung einer …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (siehe nur Urteil vom 12. Mai 1989 - V ZR 10/88), der der Senat folgt, verjährt auch der Anspruch auf Schadensersatz wegen arglistiger Täuschung über eine zusicherungsfähige Eigenschaft gemäß § 195 BGB a.F. erst nach 30 Jahren, wenn die Eigenschaft wider besseres Wissen zum Gegenstand der Zusicherung gemacht wurde oder ohne Zusicherung durch unwahre Behauptungen arglistig vorgespiegelt wurde.
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