Rechtsprechung
| BFH, 06.04.1984 - VI R 103/79 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Simons & Moll-Simons
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Unfallaufwendungen infolge Alkoholeinflusses keine Werbungskosten
Kurzfassungen/Presse
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
EStG § 9 Abs. 1, § 12 Nr. 1
Kein Werbungskostenabzug für Unfallkosten bei alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 141, 35
- NJW 1984, 1840
- BB 1984, 1145
- BStBl II 1984, 434
Wird zitiert von ... (13)
- BFH, 24.05.2007 - VI R 73/05
Keine Abgeltung von Unfallkosten durch die 1 %-Regelung
Etwas anderes gilt allerdings dann, wenn das auslösende Moment für einen Verkehrsunfall die alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit ist (BFH-Urteile in BFHE 168, 99, BStBl II 1992, 837; vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434; vom 28. November 1977 GrS 2-3/77, BFHE 124, 33, BStBl II 1978, 105;… Schmidt/Drenseck, a.a.O., § 9 Rz 23). - BFH, 18.04.2007 - XI R 60/04
Diebstahl eines betrieblichen PKW anlässlich einer Privatfahrt
a) Kosten eines Kraftfahrzeugunfalls teilen grundsätzlich das rechtliche Schicksal der Fahrtkosten (BFH-Urteile vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434; vom 4. Juli 1986 VI R 227/83, BFHE 147, 161, BStBl II 1986, 771; vom 13. März 1996 VI R 94/95, BFHE 180, 138, BStBl II 1996, 375). - BFH, 25.05.1992 - VI R 171/88
Aufwendungen für auf Dienstreise entwendeten Privat-PKW als Werbungskosten
Das Finanzgericht (FG) gab der Klage, nachdem der Kläger sie der Höhe nach auf den zwischen den Beteiligten nicht mehr streitigen Betrag von 3.600 DM eingeschränkt hatte, statt und führte aus: Bei Gegenständen, die keine Arbeitsmittel seien, sei für die Anerkennung von Werbungskosten entscheidend, für welchen Zweck sie eingesetzt gewesen seien, als der Schaden eingetreten sei (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434; vom 11. Oktober 1984 VI R 48/81, BFHE 142, 137, BStBl II 1985, 10).Nach dem objektiven Nettoprinzip ist die berufliche Veranlassung eines Schadens anzunehmen, wenn der Verlust eines Gegenstandes des privaten Vermögens, der kein Arbeitsmittel ist, bei dessen Verwendung für berufliche Zwecke eintritt (BFH-Urteile in BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434, und BFHE 142, 137, BStBl II 1985, 10) oder wenn ein Gegenstand des privaten Vermögens, der nicht beruflich genutzt wird, aus in der Berufssphäre des Arbeitnehmers liegenden Gründen entzogen wird (BFH-Urteil vom 19. März 1982 VI R 25/80, BFHE 135, 479, BStBl II 1982, 442).
- BFH, 09.12.2003 - VI R 185/97
Abziehbarkeit des Restbuchwerts einer vom Ehegatten entwendeten Violine als …
b) der Verlust bei einem Gegenstand, der kein Arbeitsmittel ist, bei dessen Verwendung für berufliche Zwecke eintritt (BFH-Urteile vom 25. Mai 1992 VI R 171/88, BFHE 168, 542, BStBl II 1993, 44; vom 30. Juni 1995 VI R 26/95, BFHE 178, 171, BStBl II 1995, 744; vgl. auch Urteile vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434; vom 11. Oktober 1984 VI R 48/81, BFHE 142, 137, BStBl II 1985, 10),. - BFH, 04.07.1986 - VI R 227/83
Diebstahl von Geld auf einer Dienstreise keine Werbungskosten
Etwas anderes gilt, wenn ein Arbeitsmittel verlorengeht oder beschädigt wird (BFH-Urteil vom 29. April 1983 VI R 139/80, BFHE 138, 441, BStBl II 1983, 586), wenn der Verlust bei einem Gegenstand, der kein Arbeitsmittel ist, bei dessen Verwendung für berufliche Zwecke eintritt (BFH-Urteile vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434, und vom 11. Oktober 1984 VI R 48/81, BFHE 142, 137, BStBl II 1985, 10) oder wenn ein Gegenstand, der nicht beruflich genutzt wird, aus in der Berufssphäre des Arbeitnehmers liegenden Gründen entzogen wird (Urteil in BFHE 135, 479, BStBl II 1982, 442).Es gilt der Grundsatz, daß Unfallschäden steuerrechtlich das Schicksal der Fahrt teilen, auf der sie entstanden sind (Urteil in BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434).
- BFH, 27.03.1992 - VI R 145/89
Geldwerter Vorteil durch Verzicht des Arbeitgebers auf Schadensersatzforderung
Nach der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434) ist bei einer beruflich veranlaßten Fahrt eine zu der beruflichen Veranlassung hinzutretende Veranlassung aus dem Bereich der Lebensführung (§ 12 Nr. 1 EStG) dann gegeben, wenn der Verkehrsunfall durch Alkoholgenuß herbeigeführt wurde. - BFH, 12.07.1989 - X R 35/86
Unfallkosten als Steuerberatungskosten
Handelt es sich um eine beruflich veranlaßte Fahrt und somit bei den Fahrtkosten um Werbungskosten, sind die auf einer solchen Fahrt durch einen Unfall entstandenen Aufwendungen in der Regel (Ausnahme: Fahrten unter Alkoholeinfluß, Umwegfahrten und Ähnliches) ebenfalls Werbungskosten (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434, und vom 25. März 1988 VI 207/84, BFHE 153, 337, BStBl II 1988, 706, jeweils m. w. N.). - BFH, 13.07.2009 - III B 117/08
Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung bei Geltendmachung von Unfallkosten als …
Der Kläger hat sich nicht mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung auseinandergesetzt, wonach Unfallkosten steuerlich das Schicksal der Fahrt teilen, bei deren Gelegenheit sich der Unfall ereignet hat (BFH-Urteile vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434; vom 11. Oktober 1984 VI R 48/81, BFHE 142, 137, BStBl II 1985, 10; vom 4. Juli 1986 VI R 227/83, BFHE 147, 161, BStBl II 1986, 771; vom 14. November 1986 VI R 79/83, BFHE 148, 310, BStBl II 1987, 275; vom 31. Januar 1992 VI R 57/88, BFHE 166, 502, BStBl II 1992, 401; vom 13. März 1996 VI R 94/95, BFHE 180, 138, BStBl II 1996, 375; vom 1. Dezember 2005 IV R 26/04, BFHE 211, 346, BStBl II 2006, 182). - BFH, 11.10.1984 - VI R 48/81
Unfall auf Umweg zwecks Tankens bei der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, daß Kosten eines Kraftfahrzeugunfalls - abgesehen von hier nicht in Betracht kommenden Fällen, in denen der Unfall selbst durch Umstände der privaten Lebensführung veranlaßt ist - grundsätzlich das rechtliche Schicksal der Fahrtkosten teilen (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 435). - BFH, 11.07.1986 - VI R 39/83
Kfz-Versicherungs-Erhöhungsbeträge nach Unfall als Werbungskosten
Die Rechtsauffassung des Senats wird, zumindest im Ergebnis, geteilt vom FG Berlin, Urteil vom 26. November 1984 VIII 346/83 (Leitsatz veröffentlicht in EFG 1985, 392); Gericke in Hartmann/Böttcher/Nissen/Bordewin, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, § 9 Rz. 20 c Abs. 3; Boeker/Offerhaus in Lademann/Söffing/Brockhoff, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, § 9 Anm. 68; Wolff-Diepenbrock in Littmann/Bitz/Meincke, Das Einkommensteuerrecht, 14. Aufl., § 9 Rdnr. 532; Schmidt/Drenseck, a.a.O., § 9 Anm. 8 b; a.A. insbesondere Seitrich, a.a.O. Sie widerspricht nicht der ständigen Rechtsprechung des Senats, daß Unfallkosten neben den Pauschsätzen des § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG geltend gemacht werden können (vgl. z.B. Beschluß vom 13. November 1970 VI B 112/70, BFHE 100, 461, BStBl II 1971, 101; Urteile vom 24. Februar 1978 VI R 177/73, BFHE 124, 524, BStBl II 1978, 380, und vom 6. April 1984 VI R 103/79, BFHE 141, 35, BStBl II 1984, 434). - FG Hamburg, 05.07.2006 - 1 K 4/06
Einkommensteuergesetz: Auf der Fahrt zur Arbeit gestohlener Pkw als …
- FG München, 27.03.2001 - 6 K 4093/00
Ermittlung der abziehbaren Werbungskosten bei Pkw-Diebstahl; Einkommensteuer 1997
- FG Baden-Württemberg, 09.11.2006 - 6 K 342/05
Aufwendungen für den Wiedererwerb des Führerscheins für Pkw
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