Rechtsprechung
| BGH, 04.12.2007 - VI ZR 277/06 |
Volltextveröffentlichungen (10)
- lexetius.com
BRAGO §§ 7 Abs. 2, 13 Abs. 2 Satz 1
- openjur.de
- Telemedicus
Getrennt erfolgte Abmahnungen wegen Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts
- bundesgerichtshof.de
- IWW
- Kanzlei Prof. Schweizer
BRAGO §§ 7 Abs. 2, 13 Abs. 2 Satz 1
Gebührenrecht: Getrennte Abmahnungen zum selben Artikel [Anwalts-, Notar-, Steuerberater- und anderes Berufsrecht] - NWB SteuerXpert START
BRAGO § 7 Abs. 2, § 13 Abs. 2 Satz 1
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BRAGO § 7 Abs. 2 § 13 Abs. 2 S. 1
Erstattung von Anwaltskosten bei getrennter Verfolgung von Verletzungen des Persönlichkeitsrechts durch Wort- und Bildberichterstattung - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Rechtsanwälte - Betreffen getrennt erfolgte Abmahnungen dieselbe Angelegenheit?
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse
- ferner-alsdorf.de (Rechtsprechungsübersicht)
Abmahnungen: Wann liegt "die gleiche Angelegenheit vor” in der Rechtsprechung des BGH?
Verfahrensgang
- AG Berlin-Mitte, 11.10.2005 - 25 C 40/05
- LG Berlin, 09.11.2006 - 27 S 5/05
- BGH, 04.12.2007 - VI ZR 277/06
- LG Berlin, 22.05.2008 - 27 S 5/05
- BGH, 26.05.2009 - VI ZR 174/08
- BGH, 04.08.2009 - VI ZR 174/08
- LG Berlin, 04.06.2010 - 8 S 3/09
- BGH, 12.07.2011 - VI ZR 214/10
- BGH, 12.09.2011 - VI ZR 214/10
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 2008, 656
- GRUR 2008, 367
- VersR 2008, 413
- ZUM 2008, 435
- afp 2008, 189
Wird zitiert von ... (47)
- BGH, 26.05.2009 - VI ZR 174/08
Rechtsanwälte - Gebührenrechtliche Behandlung getrennter Abmahnungen
Zur Frage, wann getrennt erfolgte Abmahnungen wegen der Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Wort- und Bildberichterstattung gebührenrechtlich dieselbe Angelegenheit betreffen (Rückläufer zum Senatsurteil vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06).*).Auf die Revision der Beklagten hat der erkennende Senat die Entscheidung des Landgerichts mit Urteil vom 4. Dezember 2007 (VI ZR 277/06 - VersR 2008, 413) wegen Fehlens einer der Bestimmung des § 540 ZPO entsprechenden Darstellung aufgehoben und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen.
Dem steht nicht entgegen, dass das erste Urteil des Berufungsgerichts im Tenor des Senatsurteils vom 4. Dezember 2007 (VI ZR 277/06 - VersR 2008, 413) lediglich insoweit aufgehoben worden ist, als die Beklagte zur Zahlung von mehr als 421, 08 EUR nebst Zinsen verurteilt worden ist.
Wie der Senat bereits im Urteil vom 4. Dezember 2007 (VI ZR 277/06 -VersR 2008, 413, 414) ausgeführt hat, ist bei der Beurteilung der Frage, ob und in welchem Umfang der dem Geschädigten zustehende Schadensersatzanspruch auch die Erstattung von Rechtsanwaltskosten umfasst, zwischen dem Innenverhältnis des Geschädigten zu dem für ihn tätigen Rechtsanwalt und dem Außenverhältnis des Geschädigten zum Schädiger zu unterscheiden.
Das Berufungsgericht ist zwar im Ansatz zutreffend davon ausgegangen, dass weisungsgemäß erbrachte anwaltliche Leistungen in der Regel ein und dieselbe Angelegenheit betreffen, wenn zwischen ihnen ein innerer Zusammenhang besteht und sie sowohl inhaltlich als auch in der Zielsetzung so weitgehend übereinstimmen, dass von einem einheitlichen Rahmen der anwaltlichen Tätigkeit gesprochen werden kann (vgl. Senatsurteil vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO; BGH, Urteile vom 29. Juni 1978 - III ZR 49/77 - JZ 1978, 760, 761; vom 17. November 1983 - III ZR 193/82 - MDR 1984, 561; vom 3. Mai 2005 - IX ZR 401/00 - NJW 2005, 2927, 2728).
Es hat aber verkannt, dass sich die Frage, ob von einer oder von mehreren Angelegenheiten auszugehen ist, nicht allgemein, sondern nur im Einzelfall unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebensverhältnisse beantworten lässt und dabei insbesondere der Inhalt des erteilten Auftrages maßgebend ist (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07 - aaO; BGH, Urteile vom 9. Februar 1995 - IX ZR 207/94 - NJW 1995, 1431 und vom 11. Dezember 2003 - IX ZR 109/00 - NJW 2004, 1043, 1045).
Es hat verkannt, dass ein Anspruch des Geschädigten auf Erstattung der Kosten eines mit der Sache befassten Anwalts nur unter der Voraussetzung gegeben ist, dass die konkrete anwaltliche Tätigkeit - hier die getrennte Verfolgung der Unterlassungsansprüche wegen der Wortberichterstattung einerseits und der Bildberichterstattung andererseits - aus der maßgeblichen Sicht des Geschädigten mit Rücksicht auf seine spezielle Situation zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich und zweckmäßig war (sog. subjektbezogene Schadensbetrachtung, vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07 - aaO, jeweils m.w.N.).
- BGH, 27.07.2010 - VI ZR 261/09
Rechtsanwälte - Kostenerstattung bei presserechtlichen Abmahnungen
Rechtsfehlerfrei und von der Revision unbeanstandet geht das Berufungsgericht davon aus, dass die Beklagte wegen der abgemahnten Veröffentlichungen zum Schadensersatz verpflichtet ist, und dass die Kosten eines mit der Sache befassten Rechtsanwalts ersatzfähig sein können, soweit sie zur Wahrnehmung der Rechte erforderlich und zweckmäßig waren (vgl. dazu Senat, BGHZ 127, 348, 350; Urteile vom 10. Januar 2006 -VI ZR 43/05 -VersR 2006, 521, 522; vom 12. Dezember 2006 - VI ZR 175/05 - VersR 2007, 505; vom 12. Dezember 2006 - VI ZR 188/05 - VersR 2007, 506 f.; vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - VersR 2008, 413, 414; vom 4. März 2008 -VI ZR 176/07 -VersR 2008, 985; vom 26. Mai 2009 -VI ZR 174/08 -VersR 2009, 1269, 1271).Voraussetzung für einen Erstattungsanspruch im geltend gemachten Umfang ist grundsätzlich, dass der Geschädigte im Innenverhältnis zur Zahlung der in Rechnung gestellten Kosten verpflichtet ist und die konkrete anwaltliche Tätigkeit im Außenverhältnis aus der maßgeblichen Sicht des Geschädigten mit Rücksicht auf seine spezielle Situation zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich und zweckmäßig war (Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08 - aaO).
Ein innerer Zusammenhang ist zu bejahen, wenn die verschiedenen Gegenstände bei objektiver Betrachtung und unter Berücksichtigung des mit der anwaltlichen Tätigkeit nach dem Inhalt des Auftrags erstrebten Erfolgs zusammengehören (vgl. zu allem Vorstehenden Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07 - aaO, S. 985 f.;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08 - aaO, S. 1271 f., jeweils m.w.N.).
Hierbei handelt es sich um eine echte, vom Geschädigten darzulegende und zu beweisende Anspruchsvoraussetzung und nicht lediglich um einen im Rahmen des § 254 BGB bedeutsamen, die Ersatzpflicht beschränkenden und damit in die Darlegungs- und Beweislast des Schädigers fallenden Umstand (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07 - aaO;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08 - aaO, jeweils m.w.N.).
- BGH, 04.03.2008 - VI ZR 176/07
Rechtsanwälte - Abschlussschreiben eines Rechtsanwalts
Die Kosten der Rechtsverfolgung und deshalb auch die Kosten eines mit der Sache befassten Rechtsanwalts, soweit sie zur Wahrnehmung der Rechte erforderlich und zweckmäßig waren, gehören grundsätzlich zu dem wegen einer unerlaubten Handlung zu ersetzenden Schaden (vgl. Senat, BGHZ 127, 348, 350; Urteil vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - z.V.b. Rn. 13, m.w.N.).
- BGH, 19.10.2010 - VI ZR 237/09
Rechtsanwälte - "Dieselbe Angelegenheit" bei Verlag und online-Berichterstattung
a) Es begegnet keinen rechtlichen Bedenken, dass das Berufungsgericht die Verpflichtung der Beklagten zum Schadensersatz wegen der abgemahnten Veröffentlichung bejaht und angenommen hat, dass die Kosten eines mit der Sache befassten Rechtsanwalts grundsätzlich ersatzfähig sein können, soweit sie zur Wahrnehmung der Rechte erforderlich und zweckmäßig waren (vgl. dazu Senat, Urteile vom 8. November 1994 - VI ZR 3/94, BGHZ 127, 348, 350 f.;… vom 10. Januar 2006 - VI ZR 43/05, VersR 2006, 521, Rn. 5;… vom 12. Dezember 2006 - VI ZR 175/05, VersR 2007, 505, Rn. 10 und - VI ZR 188/05, VersR 2007, 506, Rn. 10; vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, VersR 2008, 413, Rn. 13;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07, VersR 2008, 985, Rn. 5;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08, VersR 2009, 1269, Rn. 20 und vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09, WRP 2010, 1259, 1260).Voraussetzung für einen Erstattungsanspruch im geltend gemachten Umfang ist grundsätzlich, dass der Geschädigte im Innenverhältnis zur Zahlung der in Rechnung gestellten Kosten verpflichtet ist und die konkrete anwaltliche Tätigkeit im Außenverhältnis aus der maßgeblichen Sicht des Geschädigten mit Rücksicht auf seine spezielle Situation zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich und zweckmäßig war (Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, aaO, Rn. 17…, vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08, aaO, Rn. 20; vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09 …und vom 3. August 2010 - VI ZR 113/09, jeweils aaO).
(1) Das Berufungsgericht hat verkannt, dass sich die Frage, ob von einer oder von mehreren Angelegenheiten auszugehen ist, nicht allgemein, sondern nur im Einzelfall unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände beantworten lässt und dabei insbesondere der Inhalt des erteilten Auftrags maßgebend ist (vgl. Senat, Urteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, VersR 2008, 413, Rn. 14;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07, VersR 2008, 985, Rn. 5 ff. …und vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08, VersR 2009, 1269, Rn. 24; BGH, Urteile vom 9. Februar 1995 - IX ZR 207/94, NJW 1995, 1431 und vom 11. Dezember 2003 - IX ZR 109/00, NJW 2004, 1043, 1045).
- BGH, 05.10.2010 - VI ZR 152/09
Rechtsanwälte - Zur Definition "derselben Angelegenheit" nach RVG
Voraussetzung für einen Erstattungsanspruch im geltend gemachten Umfang ist grundsätzlich, dass der Geschädigte im Innenverhältnis zur Zahlung der in Rechnung gestellten Kosten verpflichtet ist und die konkrete anwaltliche Tätigkeit im Außenverhältnis aus der maßgeblichen Sicht des Geschädigten mit Rücksicht auf seine spezielle Situation zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich und zweckmäßig war (Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, VersR 2008, 413, 414;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08, aaO;… vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09, aaO Rn. 14;… vom 3. August 2010 - VI ZR 113/09, aaO Rn. 14).Ein innerer Zusammenhang ist zu bejahen, wenn die verschiedenen Gegenstände bei objektiver Betrachtung und unter Berücksichtigung des mit der anwaltlichen Tätigkeit nach dem Inhalt des Auftrags erstrebten Erfolgs zusammen gehören (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, aaO; vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07, VersR 2008, 985 f.;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08, aaO, S. 1271 f.;… vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09, aaO Rn. 16;… vom 3. August 2010 - VI ZR 113/09, aaO Rn. 17 jeweils m.w.N.).
Hierbei handelt es sich um eine echte, vom Geschädigten darzulegende und zu beweisende Anspruchsvoraussetzung und nicht lediglich um einen im Rahmen des § 254 BGB bedeutsamen, die Ersatzpflicht beschränkenden und damit in die Darlegungs- und Beweislast des Schädigers fallenden Umstand (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, aaO;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07, aaO;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08, aaO, S. 1272;… vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09, aaO Rn. 26, jeweils m.w.N.).
- BGH, 03.08.2010 - VI ZR 113/09
Rechtsanwälte - "Dieselbe Angelegenheit” i.S.v. § 15 Abs. 2 S. 1 RVG?
Voraussetzung für einen Erstattungsanspruch im geltend gemachten Umfang ist grundsätzlich, dass der Geschädigte im Innenverhältnis zur Zahlung der in Rechnung gestellten Kosten verpflichtet ist und die konkrete anwaltliche Tätigkeit im Außenverhältnis aus der maßgeblichen Sicht des Geschädigten mit Rücksicht auf seine spezielle Situation zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich und zweckmäßig war (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - VersR 2008, 413, 414;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08 - aaO, S. 1271; vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09 - z.V.b.).Es ist zutreffend davon ausgegangen, dass weisungsgemäß erbrachte anwaltliche Leistungen in der Regel ein und dieselbe Angelegenheit betreffen, wenn zwischen ihnen ein innerer Zusammenhang besteht und sie sowohl inhaltlich als auch in der Zielsetzung so weitgehend übereinstimmen, dass von einem einheitlichen Rahmen der anwaltlichen Tätigkeit gesprochen werden kann (vgl. Senatsurteil vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO; BGH, Urteile vom 29. Juni 1978 - III ZR 49/77 - JZ 1978, 760, 761; vom 17. November 1983 - III ZR 193/82 - MDR 1984, 561; vom 3. Mai 2005 - IX ZR 401/00 - NJW 2005, 2927, 2928).
- KG, 19.03.2010 - 9 U 36/09
Anwaltsgebühren bei Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen gegenüber dem …
b) Die Kosten der Rechtsverfolgung und deshalb auch die Kosten eines mit der Sache befassten Rechtsanwalts, soweit sie zur Wahrnehmung der Rechte erforderlich und zweckmäßig waren, gehören grundsätzlich zu dem wegen einer unerlaubten Handlung zu ersetzenden Schaden (BGH, Urteil vom 8. November 1994 - VI ZR 3/94 -, BGHZ 127, 348 = NJW 1995, 446; BGH, Urteil vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 -, NJW-RR 2008, 656 f. zu Tz. 13 = AfP 2008, 189).aa) Nach den in der Rechtsprechung des BGH entwickelten Grundsätzen (Urteil vom 4. Dezember 2007, a. a. O., zu Tz. 13 und 17 m. w. N.; Urteil vom 7. November 2007 - VIII ZR 341/06 -, NJW 2008, 1888 zu Tz. 11, 13), denen sich der Senat bereits angeschlossen hat (vgl. Urteil vom 25. September 2009 - 9 U 64/09 - s. a. Urteil vom 29. Dezember 2009 - 9 U 38/09 -), ist bei der Erstattungsfähigkeit von Rechtsanwaltsgebühren allein auf die Gebühr abzustellen, die für die Rechtsverfolgung aus Sicht des Geschädigten zur Wahrung seiner Rechte "erforderlich und zweckmäßig" war (sog. subjektbezogene Schadensbetrachtung; zuletzt bestätigt durch BGH, Urteil vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08 -, juris Tz. 20 und 28 = AfP 2009, 394).
Mehrere Aufträge betreffen regelmäßig dieselbe Angelegenheit, wenn zwischen ihnen ein innerer Zusammenhang besteht und sie sowohl inhaltlich als auch in der Zielrichtung so weitgehend übereinstimmen, dass von einem einheitlichen Rahmen der Tätigkeit gesprochen werden kann und insbesondere die innerlich zusammengehörenden Gegenstände von dem Rechtsanwalt einheitlich bearbeitet werden können (BGH, Urteil vom 4. Dezember 2007, a. a. O., zu Tz. 14).
Es bestanden vertretbare sachliche Gründe für eine getrennte Geltendmachung, so dass nicht lediglich Mehrkosten verursacht worden sind (vgl. BGH, Urteil vom 4. Dezember 2007, a. a. O., zu Tz. 17).
- BGH, 01.03.2011 - VI ZR 127/10
Rechtsanwälte - Mehrere Abmahnung sind eine gebührenrechtliche Angelegenheit
Voraussetzung für einen Erstattungsanspruch im geltend gemachten Umfang ist grundsätzlich, dass der Geschädigte im Innenverhältnis zur Zahlung der in Rechnung gestellten Kosten verpflichtet ist und die konkrete anwaltliche Tätigkeit im Außenverhältnis aus der maßgeblichen Sicht des Geschädigten mit Rücksicht auf seine spezielle Situation zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich und zweckmäßig war (Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, VersR 2008, 413 Rn. 17…, vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08, aaO, Rn. 20;… vom 27. Juli 2010 - VI ZR 261/09, aaO Rn. 14; vom 3. August 2010 - VI ZR 113/09 …und vom 19. Oktober 2010 - VI ZR 237/09, aaO Rn. 15). - BGH, 10.11.2011 - III ZR 77/11
Arbeitsrecht - Klausel in Arbeitnehmerüberlassung über Vermittlungsvergütung
Die Berufungsanträge brauchen nicht unbedingt wörtlich wiedergegeben zu werden; aus dem Zusammenhang muss allerdings mindestens sinngemäß deutlich werden, was der Berufungskläger mit seinem Rechtsmittel erstrebt hat (BGH, Urteile vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 262/02, BGHZ 154, 99, 100 f; vom 30. September 2003 - VI ZR 438/02, BGHZ 156, 216, 218; vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06, NJW-RR 2008, 656 Rn. 7 f;… vom 10. Januar 2008 - I ZR 38/05, GRUR 2008, 621, 622 Rn. 14;… vom 11. August 2010 - XII ZR 102/09, NJW 2010, 3372, 3373 Rn. 20 ff …und vom 25. Mai 2011 - IV ZR 59/09, NJW 2011, 2054 f Rn. 9 f).Diesem Erfordernis ist Genüge getan, wenn das Berufungsurteil angibt, dass der Kläger sein Klagebegehren nach (vollstän- diger) Klageabweisung durch das erstinstanzliche Gericht mit der Berufung unverändert weiterverfolgt (BGH…, Urteil vom 26. Februar 2003 aaO S. 101; vgl. auch BGH, Urteil vom 4. Dezember 2007 aaO S. 656 Rn. 8, für den Fall der unveränderten Weiterverfolgung des Klageabweisungsbegehrens durch den rechtsmittelführenden Beklagten nach erstinstanzlichem Stattgeben der Klage).
- LG Hamburg, 21.01.2011 - 324 O 274/10
Rechtsstreit der Diözese Regensburg gegen Spiegel Verlag und Spiegel ONLINE GmbH
Danach kommt es auch darauf an, ob die geltend gemachten Kosten vom Geschädigten im Innenverhältnis an den für ihn tätigen Rechtsanwalt zu zahlen sind (vgl. BGH AfP 2008, 189).Ein innerer Zusammenhang ist zu bejahen, wenn die verschiedenen Gegenstände bei objektiver Betrachtung und unter Berücksichtigung des mit der anwaltlichen Tätigkeit nach dem Inhalt des Auftrags erstrebten Erfolgs zusammengehören (vgl. zu allem Vorstehenden Senatsurteile vom 4. Dezember 2007 - VI ZR 277/06 - aaO;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07 - aaO, S. 985 f.;… vom 26. Mai 2009 - VI ZR 174/08 - aaO, S. 1271 f., jeweils m.w.N.).
- BGH, 12.07.2011 - VI ZR 214/10
Verfahrensrecht - Anwaltskosten bei getrenneten Abmahnungen
- KG, 25.09.2009 - 9 U 64/09
Erstattungsfähigkeit von Rechtsanwaltsgebühren in Pressesachen
- BGH, 21.06.2011 - VI ZR 73/10
Rechtsanwälte - "Dieselbe Angelegenheit" im Sinne des § 15 Abs. 2 Satz 1 …
- LG Frankfurt/Main, 18.12.2008 - 3 S 2/08
Schadensersatz bei Persönlichkeitsrechtsverletzung: Ersatz der …
- KG, 03.04.2008 - 10 U 245/07
Schadenersatz bei Persönlichkeitsrechtsverletzung in der Presseberichterstattung: …
- AG Hamburg, 08.04.2008 - 36a C 233/07
Rechtsanwaltsgebühren: Dieselbe Angelegenheit bei persönlichkeitsrechtlichen …
- OLG Köln, 02.01.2012 - 17 W 212/11
- BGH, 04.08.2009 - VI ZR 174/08
Zurückweisung einer Anhörungsrüge mangels Verletzung des rechtlichen Gehörs in …
- OLG München, 22.10.2012 - 19 U 672/12
- AG Hamburg, 08.04.2008 - 36A C 233/08
- OLG Düsseldorf, 07.05.2009 - 6 U 95/08
- OLG Düsseldorf, 02.12.2010 - 6 U 167/09
- OLG Düsseldorf, 29.01.2009 - 6 U 254/07
- LG Berlin, 19.03.2009 - 27 O 1234/08
Niedrigerer Streitwert bei Online-Publikationen
- OLG Düsseldorf, 19.03.2009 - 6 U 46/08
- OLG Düsseldorf, 07.05.2009 - 6 U 96/08
- OLG Düsseldorf, 29.12.2009 - 6 U 9/09
- OLG Düsseldorf, 19.02.2009 - 6 U 18/08
- OLG Düsseldorf, 05.05.2009 - 4 U 161/08
Anwaltsgebühren für die außergerichtliche Vertretung im Arzthaftungsprozess
- OLG München, 19.12.2011 - 19 U 2542/11
Prospekthaftung bei Kapitalanlagen: Schutzwirkung eines …
- OLG München, 09.05.2011 - 19 U 5247/10
Bankenhaftung bei Anlageberatung: Aufklärungspflicht über verdeckte …
- OLG München, 13.02.2012 - 19 U 3892/11
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflicht über Rückvergütungen …
- LG Berlin, 28.01.2010 - 27 O 1000/09
Zum Recht, nicht mit einer anderen Person abgebildet zu werden
- OLG München, 17.10.2011 - 19 U 2128/11
Prospekthaftung bei Beitritt zu geschlossenem Immobilienfonds: Vorvertragliche …
- OLG München, 14.05.2012 - 19 U 3420/09
Haftung der Bank bei Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflicht über die …
- AG Hamburg, 27.06.2011 - 36A C 172/10
Urheberrechtsverletzung durch öffentliche Zugänglichmachung eines Musikalbums …
- LG Berlin, 31.03.2009 - 27 S 14/08
Presserechtliche Unterlassungsansprüche gegenüber Autor und Verlag betreffen …
- OLG Hamburg, 27.07.2010 - 4 W 194/10
Kostenfestsetzungsverfahren: Erstattungsfähige Anwaltskosten bei getrennter …
- OLG Hamburg, 03.02.2011 - 4 W 47/11
Kostenfestsetzungsverfahren: Erstattungsfähigkeit der Kosten bei getrennt …
- OLG München, 14.05.2012 - 19 U 3194/09
§ 280 Abs 1 BGB
- OLG München, 14.05.2012 - 19 U 5072/08
§ 280 Abs 1 BGB
- OLG Stuttgart, 17.08.2010 - 7 U 97/10
Rechtsanwaltsgebühren: Erstattungsfähige Anwaltskosten bei getrennter Verfolgung …
- LG Berlin, 10.09.2009 - 27 O 345/09
Die Veröffentlichung des Fotos eines Vergewaltigungsopfers ist unzulässig, selbst …
- OLG Hamburg, 04.05.2011 - 4 W 20/11
Erstattungsfähigkeit von Rechtsanwaltskosten: Verschiedene Prozessbevollmächtigte …
- AG München, 22.12.2008 - 111 C 21030/08
Rechtsanwaltsgebühren: Dieselbe Angelegenheit bei Inanspruchnahme mehrerer Ärzte …
- LG Düsseldorf, 22.12.2009 - 4a O 101/09
Frittieröl-Reinigungsgerät
- LG Düsseldorf, 21.04.2010 - 17 S 178/09
Mietrecht - Rechtsanwaltskosten eines gewerblichen Großvermieters
