Rechtsprechung
   BGH, 09.12.1986 - VI ZR 287/85   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Darlegungs- und Beweislast des Baugläubigers

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Bauvertrag - Baugläubiger trifft Beweispflicht hinsichtlich Baugeldhöhe!

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Beweislast beim Nachweis der Baugeldhöhe

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1987, 1196
  • NJW-RR 1987, 661 (Ls.)
  • MDR 1987, 488
  • VersR 1987, 614
  • WM 1987, 323
  • BB 1987, 437
  • BauR 1987, 229
  • ZfBR 1987, 86



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Wird zitiert von ... (27)  

  • BGH, 27.03.1995 - II ZR 136/94  

    Bauträger - Persönliche Haftung des Geschäftsführers für Werklohnschuld?

    Dies darzulegen ist Sache desjenigen, der wegen zweckwidriger Verwendung von Baugeldern Schadensersatzansprüche geltend macht (BGH, Urt. v. 9. Dezember 1986 - VI ZR 287/85, BB 1987, 437).

    Dies gilt vor allem für die Frage, ob die Gelder durch Grundpfandrechte gesichert sind; erst hierdurch werden sie zu Baugeld im Sinne des § 1 Abs. 3 GSB (BGH, Urt. v. 9. Dezember 1986 aaO.).

  • OLG Dresden, 23.02.2006 - 4 U 1017/05  

    Bauvertrag - GSB: Wann beginnt die Verjährung?

    Für die Höhe des erhaltenen Baugeldes ist zwar grundsätzlich zunächst der Bauunternehmer darlegungs- und beweispflichtig (BGH BauR 1986, 235; BGH BauR 1987, 229, 230), wobei die nach § 1 Abs. 3 GSB für die Begründung von Baugeld erforderliche Zweckbestimmung Inhalt des Darlehensvertrages sein muss (BGH BauR 1996, 709, 710; Stammkötter aaO § 1 Rn. 177).

    Auch aus diesem Grund trägt der Baugeldempfänger die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Darlehensvaluta tatsächlich ganz oder teilweise nicht zur Bestreitung der Kosten des Baues gewährt worden ist (BGH BauR 1987, 229 f.; Stammkötter aaO § 1 Rn. 196; Hagenloch aaO Rn. 356).

    Dadurch, dass der Beklagte dieser Pflicht nicht nachgekommen ist, kehrt sich die Beweislast zugunsten des Klägers um (im Ergebnis ebenso BGH BauR 1987, 229, 230; Hagenloch aaO Rn. 393; Stammkötter aaO § 2 Rn. 73 ff.).

  • BGH, 09.10.1990 - VI ZR 230/89  

    Sicherung von Bauforderungen

    Dazu genügt aber regelmäßig schon der im Streitfall von der Klägerin erbrachte Nachweis, daß der Verwendungspflichtige Baugeld in mindestens der Höhe der Forderung des Baugläubigers empfangen hat und von diesem Geld nichts mehr vorhanden ist, ohne daß eine fällige Forderung des Gläubigers befriedigt worden wäre; Sache des Baugeldempfängers ist es dann, die (anderweitige) ordnungsgemäße Verwendung des Geldes, d.h. seine Auszahlung an andere Baugläubiger, darzulegen (vgl. Senatsurteile vom 10. Juli 1984 - VI ZR 222/82 - VersR 1984, 1071; vom 19. November 1985 = aaO; vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 287/85 - VersR 1987, 614, 615 f. und vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 270/86 - VersR 1988, 291, 292 f.).
mehr
  • BGH, 15.06.2000 - VII ZR 84/99  

    Bauvertrag - Öffentliche Fördermittel als Baugeld

    Eigenmittel des Bauherrn sind davon nicht erfaßt (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 287/85, BauR 1987, 229, 230 = NJW 1987, 1196; Urteil vom 10. Juli 1984 - VI ZR 222/82, BauR 1984, 658, 659 = NJW 1985, 134 = ZfBR 1984, 276, 277).
  • BGH, 06.06.1989 - VI ZR 281/88  

    Verwendung von Baugeld; Leistungen zur Herstellung des Baues

    a) Nach der Rechtsprechung des Senats setzt die Bejahung eines vorsätzlichen Verstoßes die Feststellung voraus, daß der Baugeldempfänger wußte, welche der empfangenen Gelder durch Grundpfandrechte gesichert waren, bzw. daß er eine solche Sicherung für möglich und nicht ganz fernliegend hielt und einen Verstoß gegen die Verwendungspflicht für diesen Fall (billigend) in Kauf nahm oder sich zumindest damit abfand (Senatsurteil vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 287/85 - VersR 1987, 614, 616; ebenso: Schlenger aaO S. 105 f.).
  • BGH, 13.10.1987 - VI ZR 270/86  

    Sicherung von Bauforderungen: Kosten "eines Baues", "Baugeld"

    aa) Die Revisionserwiderung weist allerdings zutreffend darauf hin, daß der Baugläubiger grundsätzlich nur darlegungspflichtig für die Höhe des vom Empfänger erhaltenen Baugeldes ist (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 9. Dezember 1986 - VI ZR 287/85 - BauR 1987, 229 = VersR 1987, 614 ), während der Baugeldempfänger den Verwendungsnachweis zu führen hat (Senatsurteil vom 10. Juli 1984 - VI ZR 222/82 - BauR 1984, 658 - VersR 1984, 1071 ).
  • OLG Dresden, 23.06.1999 - 12 U 637/99  

    Nachweis der Verwendung von Baugeld durch den Generalunternehmer

    Damit hat der Kläger einen Verstoß gegen die Verwendungspflicht des § 1 Abs. 1 GSB hinreichend dargelegt, so dass nun die Beklagten die Darlegungslast für die ordnungsgemäße Verwendung des Baugeldes trifft (BGH BauR 91, 96; BGH VersR 87, 614; BGH VersR 88, 291).

    Ein solches Verhalten reicht für die Annahme des Vorsatzes aus (BGH BauR 89, 758; BGH VersR 87, 614; Schlenger, a.a.O., S. 105).

  • OLG Brandenburg, 12.02.2003 - 7 U 129/01  

    Bauvertrag - Beweislast für ordnungsgemäße Verwendung von Baugeld

    Hat der Verwendungspflichtigte entgegen seiner Verpflichtung aus § 2 GSB kein Baubuch geführt - was in der Berufungsinstanz zwischen den Parteien unstreitig geworden ist - und kann deshalb der Baugläubiger nicht ausschließen, dass die auf dem Grundstück lastenden Grundpfandrechte Forderungen von Geldgebern sichern, die nicht zur Bestreitung der Baukosten gewährt wurden, so ist prozessual davon auszugehen, dass sämtliche kurz vor oder während der Bauzeit im Grundbuch eingetragenen Hypotheken und Grundschulden Geldleistungen sichern, die zur Bestreitung der Baukosten gewährt und damit Baugeld waren (BGH BauR 1987, 229, 231).

    Diese aus der fehlenden Möglichkeit der Einsichtnahme in das Grundbuch und der Klärung anhand der nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 GSB erforderlichen Eintragungen folgende Beweiserleichterung entbindet den Baugläubiger zwar noch nicht von der Verpflichtung zu ermitteln und darzutun, in welcher Höhe es sich bei den dem Baugeldempfänger zugeflossenen Geldern gerade um solche Gelder handelte, die aus den grundpfandrechtlich gesicherten Fremdmitteln stammten (BGH BauR 1987, 229, 231) - und nicht um Eigenmittel des Bauherrn.

  • BGH, 18.04.1996 - VII ZR 157/95  

    Sicherung von Bauforderungen

    b) Der Bundesgerichtshof hat daher in ständiger Rechtsprechung Urteil vom 19.11.1985 - VI ZR 148/84 = BauR 1986, 235 = NJW 1986, 1105 = WM 1986, 264; Urteil vom 9.12.1986 - VI ZR 287/85 = BauR 1987, 229 = WM 1987, 323 = BB 1987, 437; Urteil vom 9.10.1990 - VI ZR 230/89 = BauR 1991, 96 = NJW-RR 1991, 141 = WM 1991, 24; Urteil vom 27.3.
  • OLG Celle, 13.01.2005 - 6 U 123/04  

    Bauvertrag - Baugeld: Ist Sicherheitseinbehalt Teil des Schadensersatzanspruchs?

    Zwar hat das Landgericht zutreffend ausgeführt, dass grundsätzlich der Baugläubiger darlegungs- und beweispflichtig für die Höhe des erhaltenen Baugeldes ist, ungefähre Angaben insofern nicht genügen (BGH NJW 1987, Seite 1196) und Baugeld zudem nur Geldmittel sind, die, aus Anlass der Finanzierung des Bauvorhabens, nicht aber solche, die zum Erwerbe des Grundstücks zur Verfügung gestellt werden (Kniffka a.a.O., Rdn. 126; BGH BauR 1989, Seite 230; Werner/Pastor, Rdn. 1866 und BGH NZBau 2001 Seite 445).

    Dieser Verstoß der, X GmbH gegen die Verwendungspflicht für das Baugeld beruht auf einem zumindest bedingt vorsätzlichen Handeln der Beklagten, die als Geschäftsführer persönlich für die Verwendung des Baugeldes einstehen müssen (vgl. zur persönlichen Haftung eines Geschäftsführers BGH BauR 1990, Seite 108 und Kniffka a.a.O. Rn. 130), wobei der Baugeldgläubiger darzulegen und zu beweisen hat, dass der Geldempfänger wusste bzw. für ihn erkennbar war, welche der erhaltenen Gelder durch Grundpfandrechte gesichert waren und welche Verfügungen er über diese getroffen hat (BGH NJW 1987, Seite 1196).

  • OLG Rostock, 15.07.2011 - 5 U 147/10  

    Bauvertrag - Keine Anwendung des BauFordSiG auf Altfälle!

  • OLG Karlsruhe, 23.06.1989 - 14 U 318/87  

    Zweckwidrige Baugeldverwendung nur bei Vorsatz

  • OLG München, 20.04.2010 - 28 U 5125/09  

    Bauvertrag - GSB: Wann beginnt die Verjährung des Schadensersatzanspruchs?

  • OLG München, 12.05.1992 - 18 U 4666/91  

    Anspruch aus unerlaubter Handlung gegen Generalübernehmer und/oder

  • OLG Hamm, 27.06.2005 - 13 U 193/04  

    Bauvertrag - Überziehungskredit auch i.H.d. nicht abgerufenen Betrages Baugeld!

  • LG Itzehoe, 25.08.2006 - 3 O 534/04  

    Schadensersatz aus unerlaubter Handlung: Anspruch wegen Verstoßes eines

  • OLG Dresden, 08.12.1999 - 18 U 1117/99  

    Zulässigkeit anderweitiger Verwendung von Baugeld; Umfang des Entnahmerechts

  • LG Magdeburg, 18.01.2005 - 10 O 620/04  

    Bauvertrag - Inanspruchnahme des Geschäftsführers zur Sicherung der Bauforderung

  • OLG Brandenburg, 27.10.2004 - 4 U 161/03  

    Bausicherheiten - Zweckwidrige Verwendung von Baugeld durch Geschäftsführer

  • OLG Brandenburg, 18.10.2006 - 13 U 90/06  

    Bauvertrag - Bautagebuch pflichtwidrig nicht geführt: Darlegungs- und Beweislast

  • LG Hamburg, 22.05.2008 - 325 O 194/07  

    Bauvertrag - Veruntreutes Baugeld: Haftung des faktischen Geschäftsführers!

  • OLG Brandenburg, 02.05.2001 - 7 U 173/99  

    Begriff des Baugeldes

  • OLG Jena, 19.02.2009 - 1 U 972/07  

    Bauvertrag - Schadensersatz wegen zweckwidriger Verwendung von Baugeld

  • OLG Jena, 18.08.1999 - 7 U 1879/98  

    GSB §§ 1, 2, 3; BGB § 823

  • KG, 27.08.2002 - 6 U 159/01  

    Bauvertrag - Restwerklohnforderung: Wann ist Baugeld "empfangen"?

  • AG Rotenburg (Fulda), 07.04.2009 - 2 C 490/08  

    Anspruch auf Urkundeneinsicht und Auskunftspflicht des Erben

  • KG, 13.11.2009 - 7 U 169/08  

    Bauvertrag

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