Rechtsprechung
| BGH, 10.10.1991 - VII ZB 4/91 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- verkehrslexikon.de
Zu den Anforderungen an die Notierung der Rechtsmittelfristen in der Anwaltskanzlei - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Sorgfaltspflicht bei Feststellung des Fristbeginns
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1992, 574
- MDR 1992, 305
- VersR 1992, 764
- AnwBl 1992, 272
Wird zitiert von ... (50)
- BGH, 04.11.2003 - VI ZB 50/03
Anwaltsrecht - Sicherstellung der Fristeintragung
Allerdings braucht ein Rechtsanwalt grundsätzlich nicht die Erledigung jeder konkreten Einzelanweisung zu überwachen (vgl. BGH, Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - VersR 1992, 764, 765).Wenn ein so wichtiger Vorgang wie die Notierung einer Berufungsfrist nur mündlich vermittelt wird, dann bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen entscheidenden Organisationsmangel (vgl. BGH, Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - aaO).
- BGH, 05.11.2002 - VI ZR 399/01
Verfahrensrecht - Anwaltliche Fristenkontrolle
a) Die ordnungsgemäße und insbesondere fristgerechte Erteilung des Rechtsmittelauftrags machte es nämlich erforderlich, das für den Lauf der Rechtsmittelfrist maßgebliche Datum der Urteilszustellung in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise zu ermitteln und festzuhalten (vgl. Senatsbeschluß vom 7. März 1995 - VI ZB 3/95 - VersR 1995, 931, 932; BGH, Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - NJW 1992, 574; Beschluß vom 28. Oktober 1993 - VII ZB 16/93 - VersR 1994, 873, 874; Beschluß vom 7. Dezember 1993 - XI ZR 207/93 - VersR 1994, 956).Dieses Fehlen jeder Sicherung bedeutet einen entscheidenden Organisationsmangel (vgl. BGH, Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 -, aaO).
- BGH, 17.09.2002 - VI ZR 419/01
Verfahrensrecht - Fristenkontrolle
a) Die ordnungsgemäße und insbesondere fristgerechte Erteilung des Rechtsmittelauftrags machte es nämlich erforderlich, das für den Lauf der Rechtsmittelfrist maßgebliche Datum der Urteilszustellung in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise zu ermitteln (vgl. Senatsbeschluß vom 7. März 1995 - VI ZB 3/95 - VersR 1995, 931, 932; BGH, Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - NJW 1992, 574; Beschluß vom 28. Oktober 1993 - VII ZB 16/93 - VersR 1994, 873, 874; Beschluß vom 7. Dezember 1993 - XI ZR 207/93 - VersR 1994, 956).Das Fehlen jeder Sicherung bedeutet einen entscheidenden Organisationsmangel (BGH, Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - aaO).
- BGH, 04.03.2008 - VI ZB 69/05
Rechtsanwälte - Reicht mündliche Anweisung zur Eintragung von Rechtsmittelfrist?
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - VersR 1992, 764, 765) braucht ein Rechtsanwalt zwar grundsätzlich nicht die Erledigung jeder konkreten Einzelanweisung zu überwachen.Wenn ein so wichtiger Vorgang wie die Notierung der Berufungsfrist oder der Berufungsbegründungsfrist nur mündlich vermittelt wird, dann bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen entscheidenden Organisationsmangel (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - aaO).
- BAG, 27.10.1994 - 2 AZB 28/94
Wiedereinsetzung - Organisationsverschulden des Anwalts
Der Prozeßbevollmächtigte der Beklagten durfte sich zwar grundsätzlich darauf verlassen, daß eine fachlich ausgebildete, zuverlässig arbeitende und überwachte Anwaltsgehilfin einer mündlich erteilten Anweisung zur Eintragung der von ihm selbst zutreffend errechneten Frist in den Fristenkalender nachkommen werde (vgl. BGH Beschluß vom 23. Februar 1994 - XII ZB 174/93 - EzFormR aktuell 1994, 183; Beschluß vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 - NJW 1992, 574; Urteil vom 6. Oktober 1987 - VI ZR 43/87 - VersR 1988, 185, m.w.N.; Beschluß vom 30. März 1983 - VIII ZB 11/83 - VersR 1983, 660; anders wohl BGH Beschluß vom 7. Juli 1971 - VIII ZB 20/71 - VersR 1971, 961).Wird allerdings eine so wichtige Sache wie die Notierung einer Berufungsbegründungsfrist nur durch mündliche Anweisung veranlaßt, so müssen in der Rechtsanwaltskanzlei ausreichende organisatorische Vorkehrungen dagegen getroffen worden sein, daß die Anweisung in Vergessenheit gerät und die korrekte Fristeintragung unterbleibt (vgl. BGH Beschluß vom 11. Juni 1992 - VII ZB 1/92 - SGb 199 3, 515; Beschluß vom 10. Oktober 1991, aaO.).
Unter solchen Umständen beruht die Fristversäumung auf einem Organisationsverschulden des Anwalts, wenn die einzutragende Frist - wie hier - lediglich auf einem losen Zettel oder auf dem Stenoblock festgehalten wird, ohne daß zugleich durch eine allgemeine Anweisung oder sonstige Vorkehrungen gewährleistet ist, daß die Fristeintragung sofort vor anderen Arbeiten erfolgt (vgl. BGH Beschluß vom 10. Oktober 1991, aaO.;… Beschluß vom 23. April 1980, aaO.; Beschluß vom 13. Juli 1978 - VII ZB 16/78 - VersR 1978, 1116).
- BGH, 16.04.1996 - VI ZR 362/95
Anforderungen an die Ermittlung und Notierung des Fristendes durch einen …
Die ordnungsgemäße und insbesondere fristgerechte Erteilung des Rechtsmittelauftrags machte es nämlich erforderlich, das für den Lauf der Rechtsmittelfrist maßgebliche Datum der Urteilszustellung in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise zu ermitteln (Senatsbeschluß vom 7. März 1995 - VI ZB 3/95 = NJW-RR 1995, 825; BGH, Beschlüsse vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 = NJW 1992, 574; vom 28. Oktober 1993 - VII ZB 16/93 = VersR 1994, 873, 874 und vom 7. Dezember 1993 - XI ZR 207/93 = VersR 1994, 956).Diesen Vermerk vermag der Eingangsstempel des Anwaltsbüros auf dem zugestellten Urteil nicht zu ersetzen, weil er nur den Eingang des Dokuments in der Kanzlei bestätigt, nicht jedoch die für eine Zustellung gemäß § 212 a ZPO erforderliche und für den Fristbeginn maßgebliche Entgegennahme durch den Rechtsanwalt (BGH, Beschluß vom 10. Oktober 1991 - aaO.).
- BGH, 09.10.2007 - XI ZB 14/07
Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts
Zwar braucht ein Rechtsanwalt grundsätzlich nicht die Erledigung jeder konkreten Einzelanweisung zu überwachen (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91, NJW 1992, 574).Wenn ein so wichtiger Vorgang wie die Notierung einer Berufungsfrist nur mündlich vermittelt wird, dann bedeutet das Fehlen jeder Sicherung einen entscheidenden Organisationsmangel (vgl. BGH, Beschlüsse vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 aaO und vom 4. November 2003 - VI ZB 50/03, NJW 2004, 688, 689).
- BGH, 13.02.2003 - V ZR 422/02
Verfahrensrecht - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
(2) Auch ein Rechtsanwalt, der nicht - wie hier - zu besonderer Sorgfalt verpflichtet ist, hat sein Möglichstes zu tun, um Fehlerquellen bei der Eintragung und Behandlung von Fristen auszuschließen (BGH, Beschl. v. 10. Oktober 1991, VII ZB 4/91, NJW 1992, 574 m.w.N.). - BGH, 09.06.1994 - I ZB 5/94
Anforderungen an die Büroorganisation des Rechtsanwalts; Notierung von …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 22.03.1995 - VIII ZB 2/95
Zur Sorgfaltspflicht des Rechtsanwalts bei Fristenkontrollen
Die typischen Gefahren bei einer nicht schriftlich, sondern lediglich mündlich mitgeteilten Frist - z.B. durch Hörfehler, Vergessen oder spätere Verwechslung mit einer anderen Sache (vgl. BGH, Beschlüsse vom 9. Juni 1994 - I ZB 5/94 = NJW 1994, 2831 unter 3 c, vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 = NJW 1992, 574 , vom 7. Juli 1971 - VIII ZB 20/71 = VersR 1971, 961, 962 und vom 17. Januar 1962 - IV ZB 398/61 = VersR 1962, 326) - bestünden auch dann, wenn, wie hier, die Angestellte die mündliche Weisung und Fristmitteilung des Anwalts in dessen Beisein schriftlich notiere.Denn der Rechtsanwalt darf sich darauf verlassen, daß sein zuverlässiges und regelmäßig überwachtes Büropersonal eindeutige und, soweit erforderlich, schriftlich niedergelegte Anweisungen auch befolgt (st.Rspr., z.B. BGH, Beschlüsse vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 = NJW 1992, 574 , vom 11. Februar 1992 - VI ZB 2/92 = NJW 1992, 1632 und vom 5. Februar 1992 - XII ZB 92/91 = NJW 1992, 2488, 2489).
- BGH, 26.01.2009 - II ZB 6/08
Rechtsanwälte - Eintragung einer Frist in den Fristenkalender
- BGH, 12.01.2010 - VI ZB 64/09
Rechtsanwälte - Wann darf RA Empfangsbekenntnis zurückgeben?
- BGH, 17.04.2002 - XII ZB 186/01
Verfahrensrecht - Beginn der Rechtsmittelfrist im FGG- Verfahren
- BGH, 15.07.1998 - XII ZB 37/98
Zeitpunkt der Zustellung eines Urteils gegen Empfangsbekenntnis; Pflichten des …
- BGH, 13.07.2010 - VI ZB 1/10
Rechtsanwälte - Fristverlängerungsantrag und Fristenkontrolle in der Kanzlei
- BGH, 02.02.2010 - XI ZB 23/08
Rechtsanwälte - Organisationsverschulden bei elektrischem Fristenkalender
- BVerwG, 30.07.1997 - 11 B 23.97
Verwaltungsprozeßrecht - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Überwachung der …
- BGH, 15.04.2008 - VI ZB 29/07
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Verletzung der …
- BGH, 22.06.2010 - VIII ZB 12/10
Rechtsanwälte - Ordnungsgemäße Organisation des Fristenwesens
- BGH, 05.05.1993 - XII ZR 44/92
Beginn und Lauf von Rechtsmittelfristen bei Urteilsberichtigung; Anforderungen an …
- BGH, 27.09.2007 - IX ZA 14/07
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung einer Rechtsmittelfrist
- BGH, 21.12.2006 - IX ZB 309/04
Rechtsanwälte - Fristenkontrolle in der Anwaltskanzlei
- BGH, 16.07.1998 - VII ZR 409/97
Pflichten des Rechtsanwalts bei Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses für eine …
- BGH, 19.01.2006 - IX ZA 26/05
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Frist zur Einlegung …
- LAG Hessen, 05.06.2012 - 15 Sa 871/11
§ 5 KSchG
- BGH, 26.09.1996 - V ZB 25/96
- BGH, 22.03.2011 - II ZB 19/09
Verfahrensrecht - Pflicht zu korrektem Fristkalender auch bei Fristverlängerung
- BGH, 11.06.1992 - VII ZB 1/92
- BGH, 07.07.2005 - IX ZB 523/02
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- BGH, 15.02.1996 - IX ZB 2/96
- BGH, 12.05.2005 - V ZR 88/05
Versäumung der Frist zur Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde
- BGH, 02.06.2005 - V ZR 89/05
Anforderungen an die Büroorganisation im Hinblick auf die Eintragung von …
- OLG Frankfurt, 08.07.2003 - 4 U 74/03
Anwaltsrecht - Fristeneintragung durch Azubi: Organisationsverschulden?
- LAG Hamm, 07.10.2005 - 10 TaBV 93/05
Beschlussverfahren, Versäumung der Beschwerdebegründungsfrist, Wiedereinsetzung …
- OVG Niedersachsen, 28.09.2005 - 9 LA 166/05
Versäumung der Frist zur Einlegung des Antrags auf Zulassung der Berufung, keine …
- OLG Frankfurt, 28.12.2006 - 23 U 309/05
Anwaltliches Organisationverschulden bei Versäumung der Berufungsfrist: Besondere …
- BGH, 18.11.1999 - IX ZB 48/99
Organisatorische Vorkehrungen für den Fall der Abwesenheit des Fristenbuchführers
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.07.2010 - 19 B 884/10
Befugnis eines Rechtsanwalts zur Verlängerung oder Verkürzung einer mit …
- BVerwG, 23.06.2011 - 1 B 7.11
Zurechnung der Versäumnis der Wiedereinsetzungsfrist durch den …
- OLG Köln, 26.06.1995 - 19 U 125/94
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der …
- BVerwG, 23.06.2011 - 1 B 8.11
Zurechnung der Versäumnis der Wiedereinsetzungsfrist durch den …
- BVerwG, 23.06.2011 - 1 B 9.11
Eine Verfristung eines Wiedereinsetzungsantrags aufgrund mangelhafter …
- OLG Köln, 13.12.1994 - 22 U 247/94
WIEDEREINSETZUNG SOFORTANWEISUNG VERSCHULDEN
- BGH, 25.09.1997 - IX ZB 84/97
Pflichten des mit der Einlegung eines Rechtsmittels beauftragten Rechtsanwalts; …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 30.08.1999 - 16 A 609/99
- OVG Brandenburg, 19.08.2002 - 4 E 32/02
- BGH, 21.09.1995 - IX ZB 45/95
- BGH, 04.03.1993 - IX ZB 11/93
- OLG Frankfurt, 25.05.2011 - 13 U 54/11
Wiedereinsetzung: Anforderungen an den Vortrag des Bevollmächtigten, der für die …
- BPatG, 18.05.2011 - 10 W (pat) 28/06
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