Rechtsprechung
   BGH, 30.03.1978 - VII ZR 331/75   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion
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    Unpfändbarkeit von Vorschüssen auf Architektenhonorar

Zeitschriftenfundstellen

  • MDR 1978, 747
  • WM 1978, 553
  • BauR 1978, 499



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Wird zitiert von ... (14)  

  • BGH, 29.03.2001 - IX ZR 34/00  

    BGH läßt "Pfändung in die offene Kreditlinie" zu

    Bei einer vereinbarten Zweckbindung, mit der die Zahlung an den ursprünglichen Gläubiger zum Leistungszweck gemacht wird (§ 399 Alt. 1 BGB), ist die Forderung trotz des weitergehenden Wortlauts des § 851 Abs. 2 ZPO jedenfalls dann unpfändbar, wenn die Bindung treuhänderischen Charakter hat (BGHZ 94, 316, 322; BGH, Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, LM ZPO § 851 Nr. 3; v. 16. Dezember 1999 - IX ZR 270/98, WM 2000, 264, 265).
  • BGH, 16.12.1999 - IX ZR 270/98  

    Treuhänderische Bindung der Kaufpreiszahlung

    Nach einer in Rechtsprechung (vgl. BGHZ 94, 316, 322 = NJW 1985, 2263, 2264 unter 4; BGH, Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, LM ZPO § 851 Nr. 3 = MDR 1978, 747) und Schrifttum (vgl. MünchKomm-ZPO/Smid, § 851 Rdnr. 6; Zöller/Stöber, ZPO 21. Aufl. § 851 Rdnr. 3; Schuschke/Walker, Vollstreckung und vorläufiger Rechtsschutz, 2. Aufl., § 851 ZPO Rdnr. 4 f; Gaul KTS 1989, 3, 12 f) vertretenen Meinung führen vereinbarte Zweckbindungen stets zur Unpfändbarkeit der Forderung.

    a) Es ist anerkannt, daß die Parteien eines Kaufvertrages, die den Kaufpreis zur Ablösung von Rechten eines Dritten an dem Kaufgegenstand verwenden wollen, dies unter anderem dadurch bewerkstelligen können, daß sie Zahlung des Kaufpreises ausschließlich an den abzulösenden Gläubiger vereinbaren (vgl. BGH, Urt. v. 30. Juli 1978 - VII ZR 331/75, aaO; v. 19. Dezember 1980 - V ZR 121/79, WM 1981, 305; Amann ZNotP 1998, 130; derselbe, in: Beck'sches Notar-Handbuch 2. Aufl. Rdnr. 101; Albrecht DNotZ 1998, 631, 633; derselbe, in: Reithmann/Albrecht/Basty, Handbuch der notariellen Vertragsgestaltung 7. Aufl. Rdnr. 397; Jedzig WuB IV A. § 135 BGB 1.98; Hansmeyer MittRhNotK 1989, 149, 154 f; Hoffmann NJW 1987, 3153, 3155).

    Begünstigte dieser Treuhandvereinbarung waren die Banken (zum Treuhandvertrag zugunsten Dritter vgl. BGH, Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, aaO).

  • BGH, 25.03.1999 - IX ZR 223/97  

    Rechtsfolgen einer zwischen einer Bank, ihrem Kunden und dessen Bürgen

    Dies kommt insbesondere in Betracht, wenn die Abtretung kraft Gesetzes schlechthin verboten ist oder wenn der Gläubigerwechsel den Inhalt der Leistung ändern (§ 399, erster Fall BGB) oder deren rechtlich gesicherte Zweckbindung vereiteln würde (vgl. hierzu BGH, Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, MDR 1978, 747; v. 15. Mai 1985 - IVb ZR 33/84, NJW 1985, 2263, 2264 unter 4.).
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  • BGH, 20.11.1997 - IX ZR 152/96  

    Beachtlichkeit von Zahlungsbestimmungen des Drittschuldners

    Es kann dahinstehen, ob der Käufer als Drittschuldner eine entsprechende Einwendung gegenüber dem Verkäufer dem Pfändungsgläubiger trotz wirksamer Pfändung entgegenhalten kann (§§ 804 Abs. 2 ZPO, 1275, 404, 412 BGB, so BGH, Urt. v. 13. Dezember 1984 - IX ZR 89/84, WM 1985, 238, 240) oder ob eine zweckgebundene Forderung unpfändbar ist (§ 851 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 399 Fall 1 BGB; so BGH 94, 316, 322: Prozeßkostenvorschuß; BGH, Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, WM 1978, 553 f: Vorschuß auf Architektenhonorar).
  • BGH, 05.11.2004 - IXa ZB 17/04  

    Zwangsvollstreckung - Pfändung von Beihilfeansprüche?

    b) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind seit langem außer der Höchstpersönlichkeit von Ansprüchen die Fälle der Zweckbindung als Pfändungshindernisse anerkannt, die den Gläubigerzugriff gemäß § 851 Abs. 1 ZPO ausschließen, soweit er mit dem zum Rechtsinhalt gehörenden Anspruchszweck unvereinbar wäre (vgl. BGHZ 25, 211 - keine Aufrechnung mit Aufbaudarlehen; BGH, Urt. v. 29. Oktober 1969 - I ZR 72/67, LM ZPO § 549 Nr. 81 - keine Abtretung von Hamburger Flutschadenbeihilfe; Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, LM ZPO § 851 Nr. 3 - keine Pfändbarkeit zweckgebundener Honorarvorschüsse; BGHZ 94, 316, 322 - keine Aufrechnung gegen zweckgebundenen Anspruch auf Prozeßkostenvorschuß; BGHZ 113, 90 - keine Aufrechnung gegen den zweckgebundenen Anspruch auf Auskehrung beigetriebenen Kindesunterhalts; BGH, Urt. v. 5. März 1998 - IX ZR 267/97, ZIP 1998, 655, 656 - Aussonderungsanspruch auf treuhänderisch verwahrte Sozialplanmittel; Urt. v. 16. Dezember 1999 - IX ZR 270/98, ZIP 2000, 265 - keine Pfändung in treuhänderisch zweckgebundenen Kaufpreis).
  • BGH, 29.11.1990 - IX ZR 94/90  

    Vollstreckung aus einem von einem Elternteil erwirkten Urteil auf Kindesunterhalt

    Soweit die Zweckbindung gemäß § 851 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit § 399 BGB sogar zu einer Unpfändbarkeit der Ansprüche führt (vgl. dazu BGH, Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, LM § 851 ZPO Nr. 3 unter II 1; OLG Düsseldorf NJW 1988, 1676, 1677 a.E.; Stein/Jonas/Münzberg a.a.O.. § 851 Rdn. 19-24; Baumbach/Lauterbach/Hartmann a.a.O.. § 851 Anm. 2 B; Zöller/Stöber, ZPO 16. Aufl. § 851 Rdn. 3; Thomas/Putzo, ZPO 15. Aufl. § 851 Anm. 2 a; Hillebrand Rpfleger 1986, 464, 465), folgt der Aufrechnungsausschluß außerhalb des Rahmens der Zweckgebundenheit schon aus § 394 BGB (vgl. BGHZ 94, 316, 322; Stein/Jonas/Münzberg a.a.O.. § 851 Rdn. 22; Stöber, Forderungspfändung 9. Aufl. Rdn. 14).
  • BGH, 08.07.1982 - I ZR 148/80  

    Pfändbarkeit des Tagesguthabens auf Kontokorrentkonto (II)

    Auf die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in MDR 1978, 747 = WM 1978, 553, 554 und NJW 1979, 1461 = WM 1979, 533 beruft sich die Bekl. ohne Erfolg.
  • BGH, 23.10.2008 - VII ZB 92/07  

    Zwangsvollstreckung - Pfändung von durch Verordnung zugewiesenen Ansprüchen

    Dies kommt insbesondere in Betracht, wenn die Abtretung kraft Gesetzes schlechthin verboten ist oder wenn der Gläubigerwechsel den Inhalt der Leistung ändern oder deren rechtliche Zweckbindung vereiteln würde (BGH, Urteil vom 30. März 1978 - VII ZR 331/75, BauR 1978, 499; Urteil vom 15. Mai 1985 - IVb ZR 33/84, BGHZ 94, 316).
  • BGH, 10.06.1991 - II ZR 247/90  

    Wirksamkeit der Abtretung von Ansprüchen aus einem Treuhandverhältnis

    Dieser Zweckbestimmung würde widersprochen und der Leistungsinhalt im Sinne des § 399 BGB verändert, wenn der Anspruch auf die Zeichnungsbeträge auf die R. KG hätte übergehen können, bevor die Einzahlungsvoraussetzungen vorlagen und ohne daß die Treuhandkommanditistin eine Kontrolltätigkeit ausüben konnte (vgl. BGH, Urt. v. 30. März 1978 - VII ZR 331/75, WM 1978, 553).
  • OLG Frankfurt, 29.05.1991 - 17 U 110/90  

    Aufrechnungsverbot gegen die Forderung auf Auszahlung der Barmietkaution

    Das Zessionsverbot führt bei diesen Forderungen unweigerlich zur Unpfändbarkeit: § 851 Abs. 2 ZPO erfaßt - entgegen seinem zu weit gefaßten Wortlaut - diesen Fall nicht (BGH MDR 1978, 747; BGH NJW 1985, 2263, 2264).

    Zweckbestimmt ist insbesondere eine Forderung, bei der der Leistungsempfänger von Gesetzes wegen oder qua Parteivereinbarung bei der Anspruchsbegründung einer treuhänderischen Bindung unterliegt (vgl. BGH MDR 1978, 747).

  • OVG Niedersachsen, 25.09.2008 - 8 LC 90/07  

    Unwirksamkeit eines Blankettbeschlusses wegen fehlender Bestimmtheit;

  • OLG Brandenburg, 01.02.2012 - 4 U 93/10  

    Voraussetzungen der Auszahlung von Geldern auf einem Rechtsanwalts-Anderkonto

  • OLG Frankfurt, 20.07.2007 - 3 Ws 437/07  

    Strafvollzug: Pfändbarkeit einer zweckgebundenen Einzahlung eines Dritten auf das

  • BGH, 29.09.2003 - VII ZB 92/07  
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