Rechtsprechung
   BFH, 21.01.1992 - VIII R 51/88   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Simons & Moll-Simons

    AO 1977 § 163

  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Korrektur fehlerhafter Steuerfestsetzung im Billigkeitswege - Zweigleisigkeit von Festsetzungs- und Billigkeitsverfahren - Vor Rechtskraft gestellter Billigkeitsantrag

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Prüfungspflicht bei Nichtdurchführung des Einspruchverfahrens (§ 163 AO 1 1977)

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Festsetzung einer niedrigeren Steuer aus Billigkeitsgründen

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 168, 500
  • BB 1992, 2067
  • DB 1992, 2327
  • BStBl II 1993, 3



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Wird zitiert von ... (93)  

  • BFH, 26.10.1994 - X R 104/92  

    Sachliche Unbilligkeit bei Zusammenwirken verschiedener Regelungen

    Es gibt insoweit keine zwingende Rangfolge, und zwar selbst dann nicht, wenn der Billigkeitserlaß nicht nach § 227 AO 1977, sondern in der Form des § 163 AO 1977 erstrebt wird (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 21. Januar 1992 VIII R 51/88, BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3, 5; Tipke/ Kruse, a. a. O., § 163 AO 1977 Tz. 7 c, jeweils m. w. N.).

    Gleichwohl kann das Gericht ausnahmsweise eine Verpflichtung zum Erlaß aussprechen (§ 100 Satz 1 FGO), wenn der Ermessensspielraum im konkreten Fall derart eingeengt ist, daß nur eine Entscheidung als ermessensgerecht in Betracht kommt (vgl. zur Ermessensreduzierung auf Null: BFH-Urteil in BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3; Gräber, Finanzgerichtsordnung, 3. Aufl. 1993, § 101 Rz. 3 und § 102 Rz. 3; Hübschmann/ Hepp/ Spitaler, a. a. O., § 227 AO 1977 Rz. 391, jeweils m. w. N.).

    Sachlich unbillig ist die Erhebung einer Steuer vor allem dann, wenn sie im Einzelfall nach dem Zweck des zugrundeliegenden Gesetzes nicht (mehr) zu rechtfertigen ist und dessen Wertungen zuwiderläuft (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 21. Oktober 1987 X R 29/81, BFH/ NV 1988, 546, 547; außerdem BFH in BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3; Hübschmann/ Hepp/ Spitaler, a. a. O., Rz. 126 ff. und 250 ff.; Tipke/ Kruse, a. a. O., 14. Aufl., § 227 AO 1977 Rz. 19 ff., jeweils m. w. N.).

  • BFH, 21.09.2000 - IV R 54/99  

    Einbringung - Tarifvergünstigung für den Einbringungsgewinn in eine Sozietät

    Im Anfechtungsverfahren gegen die Steuerfestsetzung kann der BFH deshalb grundsätzlich nicht über einen Billigkeitsantrag entscheiden (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 21. Januar 1992 VIII R 51/88, BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3, m.w.N., und vom 1. Oktober 1997 X R 149/94, BFHE 184, 412, BStBl II 1998, 247, Abschn. II Nr. 6 der Gründe).

    Dabei ist zu beachten, dass der die Billigkeitsmaßnahme aussprechende Verwaltungsakt ein Grundlagenbescheid i.S. des § 171 Abs. 10 AO 1977 ist, der ggf. auch nach Maßgabe des § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO 1977 in die Steuerfestsetzung einfließen kann (vgl. BFH-Urteil in BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3, Nr. 3 der Gründe).

  • BFH, 25.10.1994 - VIII R 79/91  

    Einschränkung der Rechtsprechung zur Steuerbarkeit von Schadensersatzrenten

    b) Ob die nachgezahlten Zinsbeträge zu Recht im Billigkeitswege ermäßigt besteuert worden sind und ob ggf. weiterreichende Billigkeitserwägungen angezeigt wären, ist im Verfahren wegen der Steuerfestsetzung nicht zu prüfen (vgl. BFH/ NV 1993, 165, 167; BFH-Urteile vom 21. Januar 1992 VIII R 51/88, BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3, 5, und vom 13. April 1989 IV R 196/85, BFHE 156, 489, BStBl II 1989, 614, 616).
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