Rechtsprechung
| BGH, 27.10.2009 - VIII ZB 42/08 |
Volltextveröffentlichungen (6)
mehr- IWW
- Kanzlei Küstner, v. Manteuffel & Wurdack
Beweiserhebung bei Rechtswegezuständigkeitsprüfung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GVG § 17a
Beweiserfordernis doppelrelevanter Tatsachen bei der Prüfung der Rechtswegzuständigkeit nach § 17a Gerichtsverfassungsgesetz ( GVG ); Beweis der zuständigkeitsbegründenden Tatsachen durch den Kläger für die Begründung der Rechtswegzuständigkeit in Ermangelung doppelrelevanter Tatsachen
Kurzfassungen/Presse
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Rechtswegzuständigkeit und Klägervortrag
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Bedeutung doppelrelevanter Tatsachen bei Zulässigkeitsprüfung (IBR 2010, 1077)
Sonstiges (2)
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 27.10.2009, Az.: VIII ZB 42/08 (Doppelrelevante Tatsachen bei Prüfung der Rechtswegzuständigkeit gem. § 17 a GVG)" von OStR i. Hd. Dr. Uw Hoffmann, original erschienen in: JR 2011, 24 - 26.
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 27.10.09, Az.: VIII ZB 42/08 (Wer ist zuständig: Zivil- oder Arbeitsgericht?)" von der PA-Redaktion, original erschienen in: PA 2011, 23 - 25.
Verfahrensgang
- LG Bremen, 05.11.2007 - 4 O 411/07
- OLG Bremen, 01.07.2008 - 2 W 21/08
- BGH, 27.10.2009 - VIII ZB 42/08
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 183, 49
- NJW 2010, 873
- MDR 2010, 228
- VersR 2010, 965
- WM 2010, 281
- IBR 2010, 1077
- NZA-RR 2010, 99
Wird zitiert von ... (8)
- BGH, 05.12.2012 - XII ZB 652/11
Mietvertrag zwischen Ehegatten: Welches Gericht ist bei Streitigkeiten zuständig?
Es darf jedoch nicht unberücksichtigt bleiben, dass es mit dem Grundsatz der Gleichwertigkeit ("Waffengleichheit") der Parteien und dem Anspruch auf den gesetzlichen Richter gemäß Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG regelmäßig nicht vereinbar wäre, wenn das Gericht im Rahmen der Prüfung der Zulässigkeit des Rechtsweges den Sachvortrag des Beklagten nicht zur Kenntnis nähme und seine Zuständigkeit allein auf der Grundlage eines schlüssigen, aber bestrittenen und nicht bewiesenen Klägervortrags bejahte (vgl. BGHZ 183, 49 = NJW 2010, 873 Rn. 18 f.).Bleiben die für die zur Begründung der Rechtswegzuständigkeit maßgeblichen Tatsachen streitig, hat der Kläger diese zu beweisen (vgl. BGHZ 183, 49 = NJW 2010, 873 Rn. 18).
- OLG Düsseldorf, 01.12.2011 - 10 W 149/11
Verfahrensrecht - Mietzinsforderungen zwischen Ehegatten: Keine Familiensache!
Inhalt und Rechtsnatur der vom Beklagten erhobenen Einwendungen sind dagegen für die Frage der Zuständigkeit belanglos; bei ihrer Prüfung ist vielmehr die tatsächliche Richtigkeit des Klagevorbringens zu unterstellen (GmS-OBG, Beschlüsse vom 29.10.1987 GmS-OBG 1/86 - BGHZ 102, 280, 283 = NJW 1988, 2295, 2296, und vom 20.7.1089 - GmS-OBG 1/88 - NJW 1990, 1527; BGH, Urteil vom 16.2.1984 IX ZR 45/83 - BGHZ 90, 187, 190 = NJW 1984, 1622, 1623; BGH, Beschlüsse vom 11.7.1996 - V ZB 6/96 - BGHZ 133, 240, 243 = NJW 1996, 3012, und vom 27.10.2009 VIII ZB 42/08 - BGHZ 183, 49 = NJW 2010, 873, 874, Rn. 13 ff.; BAG, Urteil vom 14.12.1988 - 7 AZR 773/87 - NJW 1989, 2909; Beschluss vom 24.4.1996 - 5 AZB 25/95 - NJW 1996, 2948 und 2849 mwN.; BVerwG, Beschluss vom 30.5.2006 3 B 78/05 - NJW 2006, 2586). - LAG Düsseldorf, 12.01.2011 - 12 Sa 1411/10
Fortbestehendes Arbeitsverhältnis bei einvernehmlicher Abstellung eines leitenden …
Immerhin mag die aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH 21.10.2009 - VIII ZB 42/08 - Juris, vgl. auch BAG 16.12.2009 - 5 AZR 125/09 - Juris Rn. 19 ff.) Anlass geben, den von der bisherigen Rechtsprechung des 5. Senats des Bundesarbeitsgerichts entwickelten Prüfungsansatz in sic-non Fällen (…vgl. LAG Rheinland-Pfalz 06.10.2008 - 10 Ta 163/08 - Juris Rn. 16) zu überprüfen.
- OLG Düsseldorf, 22.12.2011 - 16 U 133/10
Wie unterscheidet man den Handelsvertreter vom Handelsmakler?
Maßgeblich ist nicht allein die von den Parteien vorgenommene Einordnung des Vertrages, die gewählte Parteibezeichnung oder die tatsächliche Vertragsdurchführung; vielmehr ist auf das Gesamtbild der Verhältnisse abzustellen und dabei sowohl die vertragliche Gestaltung, als auch deren tatsächliche Handhabung zu berücksichtigen (BGH, Beschluss v. 27.10.2009 - VIII ZB 42/08, NJW 2010, 873, 874; OLG Düsseldorf, Urteil v. 28.3.2003 - 16 U 139/02). - LAG Hamm, 07.02.2011 - 2 Ta 505/10
Ordentlicher Rechtsweg für Zahlungsklage eines freien Mitarbeiters in der …
Ob der Rechtsweg zu den Arbeitsgerichten bei einem Zahlungsanspruch, der sowohl auf einen Arbeitsvertrag als auch auf einen Dienstvertrag gestützt werden kann, entsprechend der Ansicht des Arbeitsgerichts bereits dann anzunehmen ist, wenn der Kläger das Vorliegen der Voraussetzungen für die Annahme der Arbeitnehmerstellung schlüssig dargelegt hat oder ob über die insoweit bestrittenen entscheidungserheblichen Tatsachen Beweis zu erheben ist (so BGH, Beschluss vom 27.10.2009 - VIII ZB 42/08, NZA-RR 2010, 99; BAG, Beschluss vom 30.08.1993 - 2 AZB 6/93, NZA 1994, 141; vgl. dazu auch BAG, Beschluss vom 18.12.1996 - 5 AZB 25/96, NZA 1997, 509) kann offen bleiben. - LAG Hamm, 02.07.2012 - 2 Ta 71/12
Schiffarzt an Bord eines Kreuzfahrtschiffes; Arbeitnehmereigenschaft im …
Denn diese Ansicht entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und des Bundesgerichtshofs, der die Beschwerdekammer folgt (vgl. BAG, Beschl. v. 19.12.2000 - 5 AZB 16/00, NZA 2001, 285; Beschl. v. 11.06.2003 - 5 AZB 43/02, NJW 2003, 1163; BGH, Beschl. v. 27.10.2009 - VIII ZB 45/08, EWiR 2010, 569; Beschl. v. 27.10.2009 - VIII ZB 42/09, NZA-RR 2010, 99). - OLG Hamm, 29.11.2010 - 18 W 61/10
Begriff des Einfirmenvertreters i.S. von 92a Abs. 1 S. 1 HGB; Zuständigkeit der …
Entscheidend ist das Gesamtbild der Verhältnisse unter Würdigung sowohl der vertraglichen Gestaltung als auch der tatsächlichen Handhabung des Vertrages, vgl. BGH VIII ZB 42/08, Rz. 12, zit. nach Juris. - OLG Düsseldorf, 12.01.2011 - 18 U 87/10 Im deutschen Zivilprozessrecht gilt der Grundsatz, dass Tatsachen, die sowohl für die Zulässigkeit als auch für die Begründetheit einer Klage erheblich sind (sog. doppelt relevante Tatsachen) erst im Rahmen der Prüfung der Begründetheit der Klage festgestellt werden; für die Zulässigkeit der Klage reicht die Behauptung aller erforderlichen Tatsachen durch den Kläger aus (BGH NJW 2010, 873 ff.;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 28. Aufl., § 12 Rdnr. 14 und § 32 Rdnr. 19).
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