Rechtsprechung
| BGH, 08.12.2004 - VIII ZR 218/03 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- Berliner Mieterverein (Volltext/Auszüge/Inhaltsangabe)
Kündigung bei Schuldunfähigkeit
- vermieter-ratgeber.de (Kurzinformation und Volltext)
Marotten dulden
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Fristlose Kündigung eines Mietverhältnisses wegen Ruhestörungen aufgrund einer psychischen Erkrankung
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Mietrecht - Kündigung des psychisch kranken Mieters aus wichtigem Grund
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (10)
- Benkelberg & Kollegen (Kurzmitteilung)
- Berliner Mietergemeinschaft (Kurzmitteilung/Auszüge)
- financialmind.de (Kurzinformation)
Wohnungskündigung: Mit Verfolgungswahn müssen Nachbarn leben
- info-m.de (Leitsatz)
Darf der Vermieter fristlos kündigen, wenn der Mieter den Hausfrieden auch nachts schwer und nachhaltig stört?
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
- mietrechtsinfo.de (Kurzinformation)
Fristlose Kündigung gegenüber schuldlosem (geisteskranken-) Mieter
- berliner-mieterverein.de (Leitsatz)
- finanztip.de (Kurzinformation)
Kündigung bei Ruhestörung durch psychisch kranken Mieter
- finanztip.de (Kurzinformation)
Störung des Hausfriedens
- abendblatt.de (Pressebericht, 19.02.2005)
Gestörter Hausfrieden
Besprechungen u.ä. (2)
- mummenhoff.net
(Entscheidungsbesprechung)
- zjs-online.com
(Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Die Beendigung des Mietverhältnisses (RiBGH a.D. Dr. Dietrich Beyer; ZJS 2009, 29)
Verfahrensgang
- BGH, 08.12.2004 - VIII ZR 218/03
- BVerfG, 06.12.2005 - 1 BvR 451/05
Zeitschriftenfundstellen
- NZM 2005, 300
- ZMR 2005, 183
Wird zitiert von ... (8)
- BGH, 11.01.2006 - VIII ZR 364/04
Mietrecht - Fristlose Kündigung bei wiederholter unpünktlicher Zahlung?
Die Beantwortung der Frage, ob eine Unzumutbarkeit in diesem Sinne vorliegt, ist das Ergebnis einer wertenden Betrachtung; diese obliegt in erster Linie dem Tatrichter und kann vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden, ob der Tatrichter die maßgebenden Tatsachen vollständig und fehlerfrei festgestellt und gewürdigt hat oder ob er die allgemein anerkannten Maßstäbe berücksichtigt und richtig angewandt hat (Senatsurteil vom 9. März 2005 - VIII ZR 394/03, NJW 2005, 2552 = WuM 2005, 401 = NZM 2005, 538, unter II 3; Senatsurteil vom 8. Dezember 2004 - VIII ZR 218/03, WuM 2005, 125 = NZM 2005, 300, unter II 4). - BGH, 09.03.2005 - VIII ZR 394/03
Mietrecht - Einziehung der Zwischenmiete durch Insolvenzverwalter
Auch nach dem Rechtszustand, wie er vor dem Inkrafttreten des Mietrechtsreformgesetzes bestand, war die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bei schuldlosem Verhalten des Kündigungsgegners anerkannt (vgl. dazu Senatsurteil vom 8. Dezember 2004 - VIII ZR 218/03 unter II 1, m.w.Nachw.). - BGH, 27.11.2009 - LwZR 12/09
Verfahrensrecht - Keine Verspätung bei neu aufgefundenen Beweismitteln!
Die Entscheidung, ob dem Kündigenden unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht zugemutet werden kann, obliegt in erster Linie dem Tatrichter; sie kann vom Revisionsgericht nur darauf überprüft werden, ob sie auf einer rechtsfehlerfrei gewonnenen Tatsachengrundlage beruht, alle relevanten Gesichtspunkte berücksichtigt worden sind und der Tatrichter den zutreffenden rechtlichen Maßstab angewendet hat (BGH, Urt. v. 8. Dezember 2004, VIII ZR 218/03, NZM 2005, 300, 301).
- BGH, 24.11.2009 - VIII ZR 174/09
Berechtigung einer fristlosen Kündigung wegen nachhaltiger Störung des …
Durch das Senatsurteil vom 8. Dezember 2004 (VIII ZR 218/03, WuM 2005, 125) ist bereits geklärt, dass es bei der Frage der Berechtigung einer fristlosen Kündigung wegen nachhaltiger Störung des Hausfriedens durch einen psychisch kranken Mieter dem Tatrichter obliegt, die Belange des Vermieters, des Mieters und der anderen Mieter unter Berücksichtigung der Wertentscheidungen des Grundgesetzes gegeneinander abzuwägen (…a.a.O., unter II 3, 4). - LG Berlin, 09.02.2010 - 67 T 18/10
Mietrecht - Kündigung wegen Mietrückständen nur bei Verschulden?
Das hat der BGH bereits zu § 554 BGB a. F. entschieden (BGH, Urt. v. 08.12.2004 - VIII ZR 218/03 - WuM 2005, 125;… BGH, Urt. v. 06.11.1996 - XII ZR 60/95 - NJW-RR 1997, 203). - AG Hamburg, 25.05.2005 - 46 C 126/04 Dies hat der Bundesgerichtshof erst vor wenigen Monaten entschieden (vgl. BGH, Urteil vom 08.12.2004, Az.: VIII ZR 218/03, u. a. WuM 2005, 125 f.).
- LG Frankfurt/Main, 10.10.2005 - 11 S 42/05 Dies gilt in Fällen nachhaltiger Störung des Hausfriedens auch dann, wenn dem psychisch kranken Mieter kein Verschulden angelastet werden kann (BGH, Urt. v. 8.12.2004 - VIII ZR 218/03, NZM 2005, 300 [= WuM 2005, 125]).
- LG Frankfurt/Main, 17.01.2006 - 17 S 1/05 Zwar können schwerwiegende Störungen des Hausfriedens durch einen Mieter (hier: Einbruch in die Wohnung einer Mitmieterin) die fristlose Kündigung auch dann rechtfertigen, wenn sie in einem krankheitsbedingten Zustand der Schuldunfähigkeit begangen wurden (BGH, Urt. v. 8.12.2004 - VIII ZR 218/03, WuM 2005, 125).
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