Rechtsprechung
   BGH, 29.01.1986 - VIII ZR 49/85   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Umgehung des AbzG durch Selbsternennungsrecht des Leasingnehmers; Formularmäßige Vereinbarung der Abzinsung der Ausgleichszahlung nach vorzeitiger Beendigung eines Finanzierungs-Leasingvertrages

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Leasingvertrag als Abzahlungsgeschäft - Unwirksame Abzinsungsklausel

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Anwendbarkeit des AbzG auf Finanzierungsleasingvertrag bei Einräumung eines "Selbstbenennungsrechts"

Kurzfassungen/Presse

  • recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1986, 1681 (Ls.)
  • NJW-RR 1986, 594
  • ZIP 1986, 512
  • MDR 1986, 748
  • WM 1986, 480
  • BB 1986, 690
  • DB 1986, 906



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Wird zitiert von ... (21)  

  • BGH, 04.06.1996 - IX ZR 51/95  

    Haftung des Rechtsanwalts bei Fehlern bei der Beendigung eines Vertrages;

    Kommt das Berufungsgericht zu dem Ergebnis, daß der Kläger im Falle eines pflichtgemäßen Hinweises des Beklagten schon zu einer Zeit gekündigt hätte, zu der noch die Zahlung eines Ablösebetrages gemäß § 1 des Leasingvertrages vorgesehen war, so wird es zu erwägen haben, ob diese vorformulierte Vertragsbestimmung wegen Fehlens einer Regelung über eine angemessene Abzinsung nach § 9 AGBG unwirksam ist (vgl. Wolf in: Wolf/Horn/Lindacher, aaO. § 9 Anm. L 87; H. Schmidt in: Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG 7. Aufl. Anh. § 9 bis 11 Rdn. 466 a; ferner BGH, Urt. v. 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85, WM 1986, 480, 483 unter III 2); dann hätte eine Abrechnung nach den von der Rechtsprechung aufgestellten Grundsätzen (BGHZ 95, 39 ff) erfolgen müssen.
  • BGH, 14.03.2007 - VIII ZR 68/06  

    Leasingrecht - Schadensersatzleistung mit Umsatzsteuer zu berechnen

    Nichts anderes gilt für den leasingtypischen Ausgleichsanspruch des Leasinggebers, der nach der ständigen Senatsrechtsprechung auf Ausgleich seines noch nicht amortisierten Gesamtaufwandes zum Zeitpunkt einer ordentlichen Kündigung, einer nicht durch den Leasingnehmer schuldhaft veranlassten außerordentlichen Kündigung oder einer einvernehmlichen vorzeitigen Beendigung des Leasingvertrages gerichtet ist (vgl. BGHZ 95, 39, 46 ff.; 97, 65, 71 ff.; Urteil vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85, WM 1986, 480 = NJW-RR 1986, 594, unter III 3 b; Urteil vom 15. Oktober 1986 - VIII ZR 319/85, WM 1987, 38 = NJW 1987, 377, unter I 2 a bb; Urteil vom 8. Oktober 2003 - VIII ZR 55/03, WM 2004, 1179 = NJW 2004, 1041, unter II 1).
  • BGH, 21.10.1992 - VIII ZR 143/91  

    Anwendbarkeit des und Widerrufserklärung nach dem AbzG - Rechtsmißbrauch

    a) Da das Berufungsgericht die Anwendung des Abzahlungsgesetzes nicht erörtert und folglich auch das Schreiben vom 14. Januar 1991 nicht auf seine Bedeutung als Widerrufserklärung hin geprüft hat und alle zur Auslegung erforderlichen Umstände durch die eingereichte Korrespondenz und den Parteivortrag offenliegen, kann das Revisionsgericht das Schreiben selbst auslegen (Senatsurteile vom 14. März 1984 - VIII ZR 287/82 - WM 1984, 639, 641 unter II 2 b und vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85 - WM 1986, 480, 483 unter II 3 a).

    Vielmehr genügt es, wenn der Abzahlungskäufer deutlich zum Ausdruck bringt, daß er den Vertragsschluß nicht mehr gelten lassen will (Senatsurteile vom 29. Januar 1986 a.a.O. unter II 3 b m.w.Nachw. und vom 16. April 1986 - VIII ZR 79/85 - BGHZ 97, 351, 358 unter II 1 c aa).

    Das rechtfertigt die Würdigung als Widerrufserklärung (vgl. Senatsurteil vom 29. Januar 1986 a.a.O.).

mehr
  • BGH, 10.10.1990 - VIII ZR 296/89  

    Rechtsfolgen der fristlosen Kündigung des Leasingvertrages wegen Zahlungsverzugs;

    Diese Formularbestimmung benachteiligt den Leasingnehmer deswegen unangemessen, weil sie, abgesehen von der unzulässigen Festlegung eines nicht am Refinanzierungszins orientierten Abzinsungssatzes (BGH, NJW-RR 1986, 594 = LM § 9 [Bb] AGBG Nr. 11 = WM 1986, 480 [unter III 2 a]), laufzeitabhängige und damit ersparte Aufwendungen nicht berücksichtigt.
  • BGH, 16.04.1986 - VIII ZR 79/85  

    Anwendung des AbzG auf die Verpflichtung des Franchisenehmers zum Bezug von Waren

    Zwar genügt es für eine Widerrufserklärung, wenn der Abzahlungskäufer - auch ohne das Wort "Widerruf" zu gebrauchen - deutlich zum Ausdruck bringt, daß er den Vertragsschluß nicht mehr gelten lassen will (Senatsurteil vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85 unter II 3 b, zur Veröffentlichung bestimmt).

    In ihrem Fernschreiben vom 28. Februar 1981 hat die Beklagte jedoch ausdrücklich auf das ihr in § 10 Nr. 2 des Überlassungsvertrages und § 13 Nr. 2 des Franchise-Vertrages eingeräumte außerordentliche Kündigungsrecht Bezug genommen und damit eindeutig zu erkennen gegeben, daß sie allein von diesem in die Zukunft gerichteten Recht, das nach der vertraglichen Regelung den Bestand des Franchise-Vertrages bis zur Kündigung unberührt ließ, Gebrauch zu machen und nicht etwa diesen Vertrag von Anfang an nicht gelten lassen wollte (insofern anders als in dem Senatsurteil vom 29. Januar 1986, aaO., in dem es um eine Kündigungs- und Rücktrittserklärung ging).

  • BGH, 19.03.1986 - VIII ZR 81/85  

    Formularmäßige Regelung einer Abschlußzahlung bei vertragsgemäßer Kündigung des

    Ebenso wie die Vertragsnebenkosten würden auch die ersparten Refinanzierungszinsen nicht nach ihrer tatsächlichen Höhe, sondern allenfalls mit einem feststehenden Pauschbetrag berücksichtigt, was nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats generell nicht als angemessene Regelung hingenommen werden kann (Senatsurteil vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85 unter III 2 a, zur Veröffentlichung bestimmt).

    Dabei mag es dahingestellt bleiben, ob der angemessene Anspruch der Klägerin auch in der Weise ermittelt werden könnte, wie das im Falle des bereits zitierten Senatsurteils vom 22. Januar 1986 geschehen ist; die dortige Klägerin hatte die "Abzinsung" nicht nur nach den Refinanzierungszinsen berechnet, sondern zugleich auch nach der Summe der sonstigen Vertragskosten, die sie somit als Verzinsung auf die reinen Anschaffungskosten behandelt hat (a.a.O. unter II 3 d aa; vgl. ferner Senatsurteil vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85 unter IV 2).

  • BGH, 22.11.1995 - VIII ZR 57/95  

    Wirksamkeit formularmäßiger Vereinbarungen über die Abrechnung eines vorzeitig

    Danach ist die genannte Regelung schon deshalb (inhaltlich) unangemessen, weil der Abzinsungssatz nicht an dem tatsächlichen Refinanzierungssatz orientiert ist, den die Klägerin aufwenden muß, sondern auf einen festen Pauschalbetrag festgelegt ist (Senatsurteile vom 10. Oktober 1990 aaO. unter II 1; vom 19. März 1986 - VIII ZR 81/85 = WM 1986, 673 unter II und vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85 = WM 1986, 480 unter III 2 a).
  • BGH, 16.05.1990 - VIII ZR 108/89  

    Umfang der Ausgleichsleistung bei vorzeitiger Kündigung eines

    Denn die Ausgleichszahlung dient dazu, ihn mit Rücksicht auf den Grundsatz der Vollamortisation vor den Nachteilen einer vorzeitigen Kündigung zu bewahren; andererseits soll er aber aus der Kündigung auch keine wirtschaftlichen Vorteile über den ursprünglich vereinbarten Rahmen hinaus ziehen (BGHZ 95, 39, 55 f.; BGH Urteil vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85 = WM 1985, 480 = ZIP 1986, 512 unter III. 2 a).

    Abzusetzen vom Bruttobetrag der restlichen Leasingraten sind als wesentlicher Teil der ersparten Vertragskosten (vgl. dazu im einzelnen BGH Urteil vom 19. März 1986 aaO. unter III. 3; insoweit zustimmend Graf von Westphalen, Der Leasingvertrag 3. Aufl. Rdnr. 408 ff.; krit. Eckstein BB 1986, 2144 ff.) vor allem die im Wege der "Abzinsung" auf den Zeitpunkt der Vertragsbeendigung zu ermittelnden, in den restlichen Raten enthaltenen Kreditkosten (BGHZ 95, 39, 55 f.; BGH Urteil vom 29. Januar 1986 aaO.; Graf von Westphalen aaO. Rdn. 419).

  • BGH, 26.09.2006 - XI ZR 358/04  

    Sicherungszweck einer Grundschuld zugunsten einer Bausparkasse

    Zwar ist es grundsätzlich nicht notwendig, dass der Widerrufende sein Schreiben ausdrücklich als "Widerruf" bezeichnet, er muss aber deutlich zum Ausdruck bringen, dass er den betreffenden Vertrag nicht mehr gelten lassen will (BGHZ 97, 351, 358; BGH, Urteil vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85, WM 1986, 480, 483).
  • BGH, 30.09.1987 - VIII ZR 226/86  

    Gebrauchsüberlassungspflicht des Leasinggebers; Abwälzen der Sach- und

    Die Bestimmung benachteiligt den Leasingnehmer schon deshalb einseitig, weil eine Abzinsung nicht vorgesehen ist und auch der in den Folgeraten enthaltene Gewinnanteil weiterhin beansprucht wird (Senatsurteile vom 28. Oktober 1981 - VIII ZR 175/80 = ZIP 1982, 67 = WM 1982, 7 unter III 3 -, vom 29. Januar 1986 - VIII ZR 49/85 = ZIP 1986, 512 = WM 1986, 480 unter III 2 - und vom 19. März 1986 aaO unter III 3 b).
  • BGH, 19.02.1986 - VIII ZR 113/85  

    Anwendung des AbzG auf eine in einem Grundstückskaufvertrag übernommene

  • BGH, 15.10.1986 - VIII ZR 319/85  

    Unzulässige Klauseln in Kfz-Leasingvertrag

  • OLG Köln, 22.07.2009 - 27 U 5/09  

    Auslegung eines in einem Gesellschaftsbeitritt vereinbarten Widerrufsrechts

  • BGH, 11.03.1987 - VIII ZR 215/86  

    Anwendbarkeit des AbzG auf einen Leasingvertrag mit Andienungsrecht

  • BGH, 28.11.1994 - VIII ZR 315/93  

    Umgehung des AbzG durch Recht zur Benennung eines Käufers des Leasinggegenstandes

  • BGH, 04.11.1987 - VIII ZR 313/86  

    Haftung des Leasinggebers für vertragswidrige Erklärungen des Lieferanten

  • BGH, 30.05.1990 - VIII ZR 233/89  

    Umgehung des Ausschlusses des Erwerbsrechts des Leasingnehmers

  • OLG Köln, 09.12.1994 - 19 U 261/93  

    VERTRETER; EIGENHAFTUNG; KONKURSVERWALTER; GESAMTSCHULDNER

  • OLG Köln, 30.06.1995 - 19 U 221/94  

    Fristlose Kündigung des Leasingvertrages bei Zahlungsverzug

  • OLG Köln, 24.06.1994 - 19 U 94/93  

    Einverständliche Verwertung des Leasinggutes

  • OLG Dresden, 26.07.1995 - 8 U 195/95  

    Voraussetzungen für die Kündigung eines Leasingsvertrages bei Veränderung der

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