Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 31.03.2004

Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 05.05.2004 - VII-Verg 10/04   

Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • advogarant.de (Kurzinformation)

    Ein Wechsel des Subunternehmers kann Ausschlussgund sein

  • Benkelberg & Kollegen (Kurzmitteilung)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Bindung des Bieters an die Benennung eines Nachunternehmers

Besprechungen u.ä. (3)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Darf der benannte Nachunternehmer ausgetauscht werden? (IBR 2004, 381)

  • klsal.de (Entscheidungsbesprechung)

    Austausch eines benannten Nachunternehmers (Dr. Mathias Mantler)

  • leinemann-partner.de (Entscheidungsbesprechung)

    Keine Ausführungsbereitschaft des Nachunternehmers

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des OLG Düsseldorf vom 5.5.2004, VII-Verg 10/04 (Nachunternehmererklärung)" von RA Matthias Goede, original erschienen in: VergabeR 2004, 653 - 654.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NZBau 2004, 460
  • IBR 2004, 381
  • VergabeR 2004, 650
  • ZfBR 2004, 827



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Wird zitiert von ... (61)  

  • VK Schleswig-Holstein, 05.08.2004 - VK-SH 19/04  

    Vergabe - Nachunternehmer-Erklärung notwendig, auch wenn Formular fehlt

    Enthalten Angebotsunterlagen nicht die geforderten "Nachunternehmererklärungen" sind sie zwingend gemäß § 25 Nr. 1, Abs. 1 b VOB/A, § 21 Nr. 1, Abs. 1, Satz 3 VOB/A auszuschließen (BGH Beschluss v. 18.02.2003, Az.: X ZB 43/02; BayObLG v. 11.02.2004, Az.: Verg 1/04 und v. 17.06.2002, Az.: Verg 14/02; OLG Frankfurt v. 27.06.2003, Az.: 11 Verg 4/03; OLG Düsseldorf v. 05.05.2004, Az.: Verg 10/04 und v. 30.07.2003, Az.: Verg 32/03; OLG Jena v. 30.05.2002, Az.: 6 Verg 3/02; OLG Dresden v. 11.02.2003, Az.: 15 U 1627/01; VK-Bund v. 14.04.2004, Az.: VK 2-34/04 und v. 11.03.2004, Az.: VK 1-155/03; VK-SH v. 05.03.2004, Az.: VK-SH 04/04; VK-HH v. 21.04.2004, Az.: VgK FB 1/04; VK-Nordbayern v. 12.02.2004, Az.: 320.VK-3194-01/04; VK-Südbayern v. 12.03.2003, Az.: 04-02/03; Ingenstau/Korbion, VOB-Kommentar, 15. Aufl., § 25 VOB/A Rn. 16, § 21 VOB/A Rn. 9; Heiermann/Riedl/Rusam, Handkommentar zur VOB, 8. Aufl., § 25 VOB/A Rn. 10; a.A. OLG Bremen v. 20.07.2000, Az.: Verg 1/2000; OLG Düsseldorf v. 23.07.2003, Az.: Verg 24/03 und v. 20.03.2003, Az.: Verg 8/03 und v. 28.05.2003, Az.: Verg 8/03; OLG Celle v. 8.11.2001, Az.: 13 Verg 12/01; wohl auch VK-Lüneburg v. 18.12.2002, Az.: 203-VgK-34/2002, VK-Arnsberg v. 06.02.2003, Az.: VK 1-01/2003 s. dazu unten).

    Dies gilt auch in Bezug auf Nachunternehmererklärungen (OLG Düsseldorf v. 05.05.2004, Az.: Verg 10/04).

    Dem kann zunächst mit dem OLG Düsseldorf v. 05.05.2004, Az.: Verg 10/04 entgegengehalten werden, dass der Bieter ohne Weiteres in der Lage ist, den von ihm in Aussicht genommenen Nachunternehmer bereits vor Angebotsabgabe unter der aufschiebenden Bedingung der Zuschlagserteilung zu beauftragen.

    Die Vergabestelle könnte bis zur Zuschlagserteilung nie auf die tatsächliche Ausführung durch die benannten Nachunternehmer vertrauen (OLG Düsseldorf v. 05.05.2004, Az.: Verg 10/04; OLG Jena v. 30.05.2002, Az.: 6 Verg 3/02).

    Gibt ein Bieter geforderte Nachunternehmererklärungen im Angebot ab, erstreckt sich darauf sein Rechtsbindungswille (OLG Düsseldorf v. 05.05.2004, Az.: Verg 10/04).

    Aus einem vergaberechtswidrigen Handeln kann indes kein Vertrauensschutztatbestand begründet werden (VK-Bund v. 14.04.2004, Az.: VK 2-34/04; so auch OLG Düsseldorf v. 05.05.2004, Az.: Verg 10/04, in Bezug auf die Entscheidung OLG Düsseldorf v. 28.05.2003, Az.: Verg 8/03 wird zudem von einem "Sonderfall" gesprochen, ein "allgemeiner Grundsatz kann dem nicht entnommen werden").

    Die Vergabestelle müsste dann allerdings u.U., wie im vorliegenden Fall, wenige Tage vor Auftragsvergabe die Eignung einer Vielzahl ihr u.U. unbekannter Nachunternehmer prüfen (ähnlich OLG Düsseldorf v. 05.05.2004, Az.: Verg 10/04).

  • OLG Düsseldorf, 28.04.2008 - Verg 1/08  

    Vergabe - Trennung von Eignungs- und Zuschlagskriterien

    Der Senat hat mit Beschluss vom 5. Mai 2004 (VergabeR 2004, 650, 651) bereits entschieden, der Austausch eines einmal benannten Nachunternehmers stelle eine unzulässige Änderung des Angebots dar.
  • VK Brandenburg, 30.06.2005 - VK 29/05  
    Selbst wenn das Verlangen des Auftraggebers zur Benennung nicht eindeutig und ausdrücklich gewesen wäre, hat ein Bieter, der trotzdem Namen der Nachunternehmer nennt, diese dann auch vollständig und eindeutig anzugeben, denn nach Ablauf der Angebotsfrist ist das Angebot bindend geworden (vgl. § 18 Nr. 3 VOB/A) und kann weder von dem Bieter inhaltlich abgeändert noch ergänzt werden (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 5. Mai 2004 ­ Verg 10/04).

    Zum anderen könnte sie ­ anders als Bieter mit eindeutig angegebenen Nachunternehmern, denen bei Wegfall des vorgesehenen Nachunternehmers der Einsatz eines gleichwertigen anderen Nachunternehmers oder ein Umschwenken auf nunmehrige Eigenleistung versagt ist (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 5. Mai 2004 ­ Verg 10/04) ­ dem Ausschluss ihres Angebotes entgehen und dennoch im Wettbewerb verbleiben (1. Vergabekammer des Freistaates Sachsen, a.a.O.).

    Das Vertrauen auf ein vergaberechtswidriges Verhalten des Auftraggebers ist nicht schützenswert (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 5. Mai 2004 ­ Verg 10/04).

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