Rechtsprechung
   BayObLG, 09.03.2004 - Verg 20/03   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • oeffentliche-auftraege.de

    Rüge: positive rechtliche Kenntnis des Vergabeverstoßes

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    VOL/A § 7a Nr. 2 Abs. 2 Buchst. a § 7a Nr. 2 Abs. 3; DLR Art. 32 Abs. 2 Buchst. b, Abs. 4
    Nachweis der Eignung eines Bieters in Vergabesachen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Vergabe - Voraussetzungen für die Forderung nach einer Referenzliste?

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Referenzliste bei komplexen Leistungen zulässig! (IBR 2004, 273)

Zeitschriftenfundstellen

  • IBR 2004, 273



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Wird zitiert von ... (21)  

  • OLG Düsseldorf, 18.10.2006 - Verg 30/06  

    Vergabe - Ausschluss wegen Verschmelzung

    In einer anderen Entscheidung des BayObLG (Beschluss vom 9.3.2004 - Verg 20/03) ging es nicht um eine Verschmelzung des Bieterunternehmens, sondern - auch das wirkt sich nicht nachteilig aus - um einen 100 %-igen Anteilserwerb an jenem Unternehmen.
  • VK Schleswig-Holstein, 31.03.2005 - VK-SH 5/05  

    Vergabe - Diskriminierende Leistungsbeschreibung muss sofort gerügt werden

    Zur Kenntnis gehört zum einen das Wissen von denjenigen Tatsachen, aus denen sich der geltend gemachte Vergabefehler ergibt; notwendig ist außerdem die zumindest laienhafte rechtliche Wertung, dass es sich in dem betreffenden Punkt um ein rechtlich zu beanstandendes Vergabeverfahren handelt (vgl. nur BayObLG, Beschluss vom 15.09.2004, Verg 26/03; Beschluss vom 09.03.2004, Verg 20/03; OLG Jena, Beschluss vom 16.01.2002, 6 Verg 7/01).

    Zur Kenntnis gehört zum einen das Wissen von denjenigen Tatsachen, aus denen sich der geltend gemachte Vergabefehler ergibt; notwendig ist außerdem die zumindest laienhafte rechtliche Wertung, dass es sich in dem betreffenden Punkt um ein rechtlich zu beanstandendes Vergabeverfahren handelt (BayObLG, Beschluss vom 15.09.2004, Verg 026/03; Beschluss vom 09.03.2004, Verg 20/03; OLG Jena, Beschluss vom 16.01.2002, 6 Verg 7/01).

  • BayObLG, 15.09.2004 - Verg 26/03  

    Vergabe - Unnötige Zeugnisse müssen nicht vorgelegt werden!

    bb) Die Rügeverpflichtung nach § 107 Abs. 3 Satz 1 GWB erfordert die positive Kenntnis eines Rechtsverstoßes (OLG Düsseldorf WuW 2004, 344 = Verg 908; BayObLG Beschluss vom 9.3.2004, Az. Verg 20/03): Hierzu gehört zum einen das Wissen von denjenigen Tatsachen, aus denen sich der geltend gemachte Vergaberechtsverstoß ergibt, und zum anderen die zumindest laienhafte Wertung als Rechtsverstoß (vgl. OLG Düsseldorf Vergaben 2001, 415; OLG Koblenz Vergaben 2003, 719; Boesen Vergaberecht § 107 GWB Rn. 59), wobei Vermutungen sowie grobfahrlässige Unkenntnis und auch Zweifel an der rechtlichen Lage nicht ausreichen (OLG Düsseldorf WuW 2004, aaO).
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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 30.07.2003 - VII-Verg 20/03   

Volltextveröffentlichungen (4)

Verfahrensgang




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Wird zitiert von ... (35)  

  • VK Münster, 23.10.2003 - VK 19/03  

    Vergabe - Aufhebung der Ausschreibung

    Der Auftrag gliederte sich in drei Lose, wobei über das Los 1 schon abschließend durch Entscheidungen des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 05.05.2003 und 30.07.2003, Verg 20/03, entschieden wurde.

    Nach der Auffassung des OLG Düsseldorf fehlte der Antragstellerin im Verfahren Verg 20/03 die Antragsbefugnis, so dass der Nachprüfungsantrag als unzulässig zurückgewiesen wurde.

    Um dieses Los 3 bewarb sich auch die Antragstellerin aus dem damaligen Nachprüfungsverfahren (Verg 20/03), und zwar gemeinsam mit einem anderen Unternehmen in der Form einer Bietergemeinschaft.

    Diese Wertung hat sie - letztlich vor dem Hintergrund der Entscheidungen des OLG Düsseldorf in dem Verfahren Verg 20/03 - zulässigerweise revidiert.

    Liegen zwingende Ausschlussgründe vor, so wie das hier der Fall ist, dann ist es der Vergabestelle nicht verwehrt auch noch in einem späten Stadium der Angebotswertung auf diesen Ausschlussgrund zurückzugreifen (so OLG Düsseldorf, Beschluss vom 05.05.2003, Verg 20/03 u.a.).

    Das OLG Düsseldorf vertritt dazu aber im Beschluss vom 30.07.2003, Verg 20/03, zu Recht die Auffassung, dass es auf die Zuschlagsfähigkeit der Angebote der Mitbewerber im Rahmen der Prüfung der Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrages nicht ankomme.

    Eine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes liege nur dann vor, wenn kein einziges Angebot in die Wertung gelangt und der öffentliche Auftraggeber das laufende Vergabeverfahren gemäß § 26 Nr. 1 lit. a) VOL/A deshalb aufheben müsste (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 08.05.2002, Verg 4/02; Beschluss vom 30.07.2003, Verg 20/03).

    Der Grundsatz der Gleichbehandlung aller Bieter (§ 97 Abs. 2 GWB) verpflichtet den öffentlichen Auftraggeber nur, mehrere Angebote, die an demselben Mangel leiden, vergaberechtlich gleich zu behandeln, d.h. an den betreffenden -übereinstimmenden- Mangel jener Angebote vergaberechtlich dieselben Konsequenzen zu knüpfen (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 30.07.2003, Verg 20/03).

    Da es sich um unterschiedliche Mängel handelt, ist der Gleichbehandlungsgrundsatz nicht tangiert (in diesem Sinne OLG Düsseldorf, Beschluss vom 30.07.2003, Verg 20/03).

  • OLG Düsseldorf, 15.12.2004 - Verg 47/04  

    Vergabe - Antragsbefugnis trotz zwingend auszuschließendem Angebot

    Das Gebot, die Bieter gleich zu behandeln (§ 97 Abs. 2 GWB), verpflichtet den öffentlichen Auftraggeber, solche Angebote, die vergaberechtlich an demselben (gleichartigen) Mangel leiden, vergaberechtlich gleich zu behandeln, d.h. aus dem übereinstimmend vorliegenden Mangel jener Angebote vergaberechtlich dieselben Konsequenzen zu ziehen (vgl. Beschl. des Senats v. 30.6.2004, Az. VII - Verg 22/04, Beschlussabdruck S. 14; Beschl. v. 16.9.2003, Az. Verg 52/03 = VergabeR 2003, 690, 692 f.; Beschl. v. 30.7.2003, Az. Verg 20/03, Beschlussabdruck S. 8 f.; Beschl. v. 29.4.2003, Az. Verg 22/03, Beschlussabdruck S. 4 f.; Beschl. v. 8.5.2002, Az. Verg 4/02, Beschlussabdruck S. 4 f., 8).
  • VK Münster, 04.12.2003 - VK 21/03  

    Vergabe - Umfang der Überprüfung im Nachprüfungsverfahren

    Im Unterschied zu den Entscheidungen des OLG Düsseldorf vom 25.11.2002, Verg 56/02 vom 05.05.2003 und 30.07.2003, Verg 20/03 hat die Antragsgegnerin weder in ihrer Vergabebekanntmachung noch in ihren Ausschreibungsunterlagen ganz konkrete Nachweise gefordert, sondern lediglich Referenzen.

    In der Entscheidung Verg 20/03 war die fachliche Eignung von Mitarbeitern durch Vorlage entsprechender Bescheinigungen wie Berufsabschlusszeugnisse etc. im Zeitpunkt der Abgabe des Angebotes zu erbringen.

    Sofern aber neue Tatsachen vorliegen, ist es ihr nicht verwehrt, nachträglich die Eignung und Zuverlässigkeit anders zu beurteilen (in diesem Sinne für umgekehrte Fallgestaltungen: OLG Düsseldorf, Beschluss vom 21.01.2002, Verg 45/01; Beschluss vom 19.09.2002, Verg 41/01; Beschluss vom 28.05.2003, Verg 16/03; Beschluss vom 05.05.2003, Verg 20/03).

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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 05.05.2003 - VII-Verg 20/03   

Volltextveröffentlichungen (3)

Verfahrensgang




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Wird zitiert von ... (34)  

  • OLG Düsseldorf, 16.09.2003 - Verg 52/03  

    Vergabe - Bieter darf nicht zugleich in Bietergemeinschaft auftreten!

    Hat der Antragsteller ein Angebot abgegeben, das keine Aussicht auf den Zuschlag hat, fehlt ihm die Antragsbefugnis mit der Folge, dass er zulässigerweise kein Nachprüfungsverfahren betreiben kann (Senat, Beschl. v. 9.7.2003 - Verg 26/03 Umdruck Seite 3; Beschl. v. 5.5.2003 - Verg 20/03 Umdruck Seite 3; Beschl. v. 29.4.2003 - Verg 22/03 Umdruck Seite 3).

    Nach der Rechtsprechung des Senats (Beschl. v. 30.7.2003 - Verg 20/03 Umdruck Seite 8 f.; Beschl. v. 8.5.2002 - Verg 4/02 Umdruck Seite 4 f.; Beschl v. 29.4.2003 - Verg 22/03 Umdruck Seite 4 f.) verpflichtet der Grundsatz der Gleichbehandlung aller Bieter (§ 97 Abs. 2 GWB) den öffentlichen Auftraggeber nur, mehrere Angebote, die an demselben Mangel leiden, vergaberechtlich gleich zu behandeln, d.h. an den betreffenden - übereinstimmenden - Mangel jener Angebote vergaberechtlich dieselben Konsequenzen zu knüpfen.

  • OLG Düsseldorf, 09.06.2004 - Verg 11/04  

    Vergabe - Anforderungen an Eignungsnachweise

    Hat der Antragsteller ein Angebot abgegeben, das keine Aussicht auf den Zuschlag hat, fehlt ihm die Antragsbefugnis mit der Folge, dass er zulässigerweise kein Nachprüfungsverfahren betreiben kann (vgl. nur: Senat, Beschl. v. 9.7.2003 - Verg 26/03 Umdruck Seite 3; Beschl. v. 5.5.2003 - Verg 20/03 Undruck Seite 3; Beschl. v. 29.4.2003 - Verg 22/03 Umdruck Seite 3, Senat, NZBau 2001, 106, 111; OLG Frankfurt a.M., NZBau 2001, 101, 104; OLG Koblenz, NZBau 2000, 534, 537; Jae-ger, NZBau 2001, 290, 292 f. m.w.N.).

    Irgendein Entscheidungsspielraum steht der Antragsgegnerin insoweit nicht zu (vgl. Senat, Beschluss vom 5. Mai 2003, Az.: Verg 20/03).

  • OLG Düsseldorf, 03.12.2003 - Verg 37/03  

    Vergabe - § 13 VgV nicht auf De-facto-Vergabe anwendbar!

    Hat der Antragsteller ein Angebot abgegeben, das keine Aussicht auf den Zuschlag hat, fehlt ihm die Antragsbefugnis mit der Folge, dass er zulässigerweise kein Nachprüfungsverfahren betreiben kann (Senat, Beschl. v. 16.9.2003 - VII-Verg 52/03 Umdruck Seite 3; Beschl. v. 9.7.2003 - Verg 26/03 Umdruck Seite 3; Beschl. v. 25.6.2003 - Verg 26/03 Umdruck Seite 3; Beschl. v. 5.5.2003 - Verg 20/03 Umdruck Seite 3; Beschl. v. 29.4.2003 - Verg 22/03).
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