Rechtsprechung
| BGH, 03.06.1975 - VI ZR 123/74 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Jurion
- debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1975, 1882
- GRUR 1976, 210
- VersR 1975, 946
- afp 1975, 911
Wird zitiert von ... (38)
- BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 1611/96
Mithörvorrichtung
In der zivilrechtlichen Rechtsprechung ist demgegenüber im Grundsatz anerkannt, dass Persönlichkeitsschutz auch juristischen Personen zukommen kann (…vgl. etwa BGH, NJW 1974, S. 1762; NJW 1975, S. 1882; BGHZ 78, 24; 98, 94;… BGH, NJW 1994, S. 1281). - BVerfG, 13.06.2007 - 1 BvR 1783/05
Roman Esra
Insoweit ist die vom Bundesgerichtshof unter Rückgriff auf eine ältere Entscheidung (BGH, Urteil vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 -, NJW 1975, S. 1882 ) vertretene Ansicht, wonach ein Gesamtverbot dann nicht unverhältnismäßig ist, wenn die beanstandeten Textteile für die Gesamtkonzeption des Werks beziehungsweise für das Verständnis des mit ihm verfolgten Anliegens von Bedeutung sind, auch aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden. - BGH, 21.06.2005 - VI ZR 122/04
BGH bestätigt das Verbot des Romans Esra von Maxim Biller
Beide Interessenbereiche sind gegeneinander abzuwägen, wobei insbesondere auch zu beachten ist, daß Charakter und Stellenwert des beanstandeten Textes als Aussage der Kunst das Verständnis von ihm im sozialen Wirkungsbereich zu beeinflussen vermögen (Senatsurteile BGHZ 84, 237, 238 f. und vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - NJW 1975, 1882, 1884; BVerfGE 30, 173, 193 f., 196 ff.; 67, 213, 228; 83, 130, 143).Es ist nicht Aufgabe des Senats, hier bestimmte Streichungen vorzunehmen, um die Persönlichkeitsrechtsverletzung auf das gerade noch zulässige Maß zu reduzieren, da es eine Vielzahl möglicher Varianten gäbe, wie diese Änderungen vorgenommen werden müßten und der Charakter des Romans durch solche Eingriffe eine erhebliche Änderung erfahren würde (vgl. Senatsurteilurteil vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - NJW 1975, 1882, 1885; BGH…, Urteil vom 20. März 1968 - I ZR 44/66 - aaO, 1778 insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 50, 133; vgl. auch BVerfGE 30, 173, 199 f.).
- BGH, 26.05.2009 - VI ZR 191/08
Persönlichkeitsrecht - Zulässigkeit der Verfilmung einer realen Straftat
Denn Kunst und Meinungsäußerung schließen sich nicht aus (BVerfGE 75, 369, 377) und der grundgesetzlich verbürgte Schutz hängt auch nicht von einer bestimmten künstlerischen Qualität des Werkes ab (Senat , Urteil vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - NJW 1975, 1882, 1883 ; BVerfGE 75, 369, 377) .Hingegen kann auch die Kunstfreiheit Grenzen unmittelbar in anderen Bestimmungen der Verfassung finden, die ein in der Verfassungsordnung des Grundgesetzes ebenfalls wesentliches Rechtsgut schützen (vgl. Senat , Urteil vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - NJW 1975, 1882, 1884 ; BVerfGE 67, 213, 228 ; 119, 1, 23; BVerfG, NJW 2001, 598).
Je stärker das entworfene Persönlichkeitsbild beansprucht, sich mit der sozialen Wirklichkeit des Dargestellten zu identifizieren, desto schutzwürdiger ist dessen Interesse an "wirklichkeitsgetreuer" Darstellung seiner Person; umso weniger Anlass besteht dann auch, den Künstler hier rechtlich anders zu behandeln als den Kritiker, dem Art. 5 Abs. 1 GG nicht erlaubt, über den Kritisierten unwahre Behauptungen, die seinen Ruf schädigen, in Umlauf zu setzen (Senat, BGHZ 84, 237, 239 ; vgl. Senat , Urteil vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 -NJW 1975, 1882, 1884) .
- BGH, 08.07.1980 - VI ZR 176/78
Revisionszulassung durch Berichtigungsbeschluß
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 17.12.1991 - VI ZR 169/91
Rechtsschutzbedürfnis für Ehrenschutzklage
Sollte sich herausstellen, daß dieser zur Beeinträchtigung des Ansehens des Klägers zu 4) geeignete Vorwurf unwahr ist, so stünde diesem ein Unterlassungsanspruch in entsprechender Anwendung von § 1004 BGB i.V. mit § 823 Abs. 2 BGB , § 186 StGB zu, weil an der Wiederholung einer unwahren Behauptung kein berechtigtes Interesse besteht (Senatsurteile vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - VersR 1975, 946, 947 und vom 27. Mai 1986 - VI ZR 169/85 - VersR 1986, 1075, 1077). - BGH, 27.05.1986 - VI ZR 169/85
Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen gegen den Verleger einer Zeitung
Denn an der Wiederholung einer unwahren Behauptung besteht niemals ein berechtigtes Interesse (st. Rspr.; vgl. Senatsurteil vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123774 - NJW 1975, 1882, 1883 m.w.N.). - BGH, 08.07.1980 - VI ZR 177/78
Ausgleich von Persönlichkeitsrechtsverletzungen einer Personengesellschaft
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 03.06.1986 - VI ZR 102/85
Vermarktung eines Firmenemblems als Scherzartikel
Dies ist der Fall, wenn sie in ihrem sozialen Geltungsanspruch als Arbeitgeber oder als Wirtschaftsunternehmen betroffen werden (Senatsurteil vom 3. Juni 1975 - VI ZR 123/74 - NJW 1975, 1882, 1884 = GRUR 1976, 210, 211). - OLG Braunschweig, 08.02.2001 - 2 U 126/00
Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts; Schutz der Privat- und der …
Es kommt auch nicht darauf an, inwieweit das Werk künstlerischen Ansprüchen tatsächlich genügt, die Kunstfreiheit kann auch ein solches ohne besondere Gestaltungshöhe für sich in Anspruch nehmen (vgl. BVerfG NJW 87, 2661; BGH NJW 75, 1882, 1883f; OLG Stuttgart NJW 89.396).Die allein objektive Eignung eines Textes als Vorwurf gegen den Verletzten hat noch nicht den Entfall des Schützes der Kunstfreiheit zur Folge; sie bewirkt lediglich, daß das Interesse des Betroffenen an wahrheitsgetreuer Darstellung höher zu bewerten ist (vgl. BVerfGE 30, 173,195; BGH NJW 75, 1882,1883; BGH NJW 83, 1194; OLG Stuttgart NJW 89, 396.397).
Umfang und Bedeutung der Verfälschung für den Ruf des Betroffenen an (…vgl. BVerfGE aaO 195; im Anschluß daran BGH NJW 75, 1882, 1883; 83, 1194; OLG Stuttgart NJW 89, 396, 397;… Maunz/Dürig/Herzog/Scholz aaO Rz.57).
- BGH, 08.07.1980 - VI ZR 159/78
Ehrenscbutz gegen »verdeckte« Behauptungen
- BGH, 25.09.1980 - III ZR 74/78
Ordentlicher Rechtsweg
- BGH, 12.02.1985 - VI ZR 225/83
Darlegungs- und Beweislast für die Wahrnehmung berechtigter Interessen bei …
- BGH, 14.06.1977 - VI ZR 111/75
Heimstättengemeinschaft
- BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 805/98
- BGH, 26.06.1981 - I ZR 73/79
Carrera
- KG, 02.10.1998 - 5 U 5391/98
Wettbewerbswidrigkeit der Werbung für ein Kunstwerk
- BGH, 08.07.1980 - VI ZR 158/78
Entlastung eines Verlags von der Haftung für durch ein Buch bewirkte …
- OLG Hamm, 20.09.2001 - 10 U 27/01
Zahlungsanspruch aus einem Scheck verfällt, wenn dieser zu spät eingelöst wird!
- OLG Koblenz, 25.03.2008 - 4 U 1292/07
Erstbegehungsgefahr als Voraussetzung einer einstweiligen Verfügung im …
- OLG Dresden, 23.10.2008 - 4 W 1003/08
Voraussetzungen eines Anspruchs auf vorbeugende Unterlassung bestimmter …
- LG Berlin, 26.07.2012 - 27 O 14/12
Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch die Sendung Frauentausch
- BGH, 08.06.1982 - VI ZR 139/80
Persönlichkeitsrecht und Satire
- OLG München, 28.05.2003 - 21 U 1529/03
Kein Geldentschädigungsanspruch eines eingetragenen Vereins wegen Angriffen des …
- OLG Koblenz, 19.04.2010 - 4 W 183/10
Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Berichterstattung über ein …
- LG Köln, 07.07.2010 - 28 O 211/10
Veröffentlichung einer Abmahnung im Internet
- OLG München, 14.06.2002 - 21 U 3904/01
Zeitungsberichte über Angriffe von Punkern auf einen Juristen
- OLG München, 06.07.2001 - 21 U 4864/00
- OLG München, 18.01.2002 - 21 U 3164/01
- OLG München, 12.07.1996 - 21 U 4775/95
Persönlichkeitsrecht eines Vereins - Abgrenzung zwischen der Wiedergabe fremder …
- OLG Hamburg, 21.10.2008 - 7 U 51/08
Unterlassungsklage wegen persönlichkeitsrechtsverletzender …
- LG Köln, 16.01.2008 - 28 O 498/07
- LG Köln, 02.02.2011 - 28 O 703/07
Verbraucherschutzseite darf auch schon einmal kräftigere Worte benutzen / Von …
- OLG Hamburg, 15.09.1994 - 3 U 296/93
Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch satirisch-künstlerische Darstellung
- OLG Nürnberg, 07.04.1998 - 3 U 4052/97
Verwendung des Namens eines Drittunternehmens in der Werbung zur Beschreibung der …
- LG Hamburg, 19.01.2007 - 324 O 283/06
Verletzung des Persönlichkeitsrechts sowie des Unternehmenspersönlichkeitsrechts, …
- BGH, 08.07.1980 - VI ZR 162/78
- OLG Frankfurt, 28.11.2008 - 5 UF 289/06
Rechtlichen Einordnung eines "Morgengabeversprechens"
