Weitere Entscheidung unten: BGH, 14.11.1984

Rechtsprechung
   BGH, 20.11.1984 - VI ZR 169/83   

Vereister Gästeparkplatz

§ 823 Abs. 1 BGB, Streupflicht;

§ 254 Abs. 1 BGB, Erkennbarkeit der Gefahrenstelle, Obliegenheit zum Selbstschutz

Volltextveröffentlichungen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verkehrssicherungspflicht eines Gastwirts

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1985, 482
  • MDR 1985, 481
  • VersR 1985, 90



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Wird zitiert von ... (26)  

  • OLG Celle, 27.02.2004 - 9 U 220/03  

    Verkehrssicherungspflicht - Streupflicht bei Glatteis

    Der Streupflichtige braucht also nicht tätig zu werden, wenn angesichts der konkreten Wetterlage das Bestreuen mit abstumpfenden Mitteln nur zu einer unwesentlichen oder ganz vorübergehenden Minderung der dem Verkehr drohenden Gefahren führt, was insbesondere bei Glatteis durch anhaltenden Regen auf gefrorenen Boden gilt (vgl. BGH VersR 1974, 910, 911, auch zur Unterscheidung zwischen bloßer Eisglätte einerseits und sich erneuerndem Glatteis oder anhaltendem Schneefall andererseits; BGH VersR 1985, 90; BGH VersR 1987, 989; OLG Hamm VersR 1997, 68; OLG Hamm DAR 1998, 142, 143 l. Sp. m. w. N.; OLG Brandenburg MDR 2000, 159; LG Bonn VersR 1980, 365; s. auch Geigel/Schlegelmilch, Der Haftpflichtprozess, Kapitel 14, Rdn. 152).

    Dies gilt nur dann nicht, wenn den Sicherungspflichtigen aufgrund besonderer Umstände eine erhöhte Aufmerksamkeit und die Pflicht zu besonderer Vorsorge treffen (BGH VersR 1985, 90 f. zur Pflichtigkeit des Gastwirts im Hinblick auf seine - möglicherweise alkoholisierten - Gäste).

  • BGH, 01.07.1993 - III ZR 88/92  

    Streupflichten einer Stadtgemeinde

    Es genügt insoweit, daß das Streugut die Gefahr des Ausgleitens wenigstens vermindert, mag seine abstumpfende Wirkung auch durch weitere Eisbildung abgeschwächt werden (Urteile vom 22. Dezember 1964 - VI ZR 212/63 - VersR 1965, 364, 365; vom 12. Juli 1968 - VI ZR 134/67 - VersR 1968, 1161 ; vom 13. März 1969 - III ZR 101/68 - VersR 1969, 667 ; vom 20. November 1984 - VI ZR 169/83 - VersR 1985, 90 ; vom 27. November 1984 - VI ZR 49/83 - NJW 1985, 484, 485; Beschlüsse vom 27. April 1987 - III ZR 123/86 - BGHR BGB § 839 Abs. 1 Satz 1 - Streupflicht 1 und vom 8. März 1990 - III ZR 27/89 - aaO Streupflicht 3).
  • LG Bielefeld, 25.05.2004 - 20 S 4/04  
    Außergewöhnliche Glätteverhältnisse können ein besonders intensives Streuen auch im Hinblick auf die zeitliche Folge erfordern (BGH, NJW 1985, 482, 483).

    Die Streupflicht besteht, solange das Streugut etwas gegen die Gefahr des Ausrutschens bewirkt, sie zumindest vermindert, selbst wenn die abstumpfende Wirkung des Streuguts durch fortdauernden eisbildenden Regen abgeschwächt wird (BGH, NJW 1993, 2802, 2803; NJW 1985, 482, 483).

    So ist ein Gastwirt bei gefrierendem Regen verpflichtet, sich in regelmäßigen Abständen davon zu überzeugen, in welchem Zustand sich der Zugang zu seinem Lokal befindet und unverzüglich zu streuen, sobald das abstumpfende Material nicht mehr wirksam ist (BGH NJW 1985, 482, 483; großzügiger OLG Köln NJW-RR 1986, 772).

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Rechtsprechung
   BGH, 14.11.1984 - VIII ZR 180/84   

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  • VersR 1985, 90



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 02.03.1988 - IVa ZR 218/87  
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  • BGH, 13.11.1991 - VIII ZB 29/91  

    Keine anwaltliche Nachfragepflicht zur Rechtsmitteleinlegung nach Unterrichtung

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  • BGH, 10.09.1998 - II ZB 21/98  

    Niederlegung des Mandats während des Laufs der Berufungsbegründungsfrist

    Dies steht ebenso in Einklang mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung wie die weitere Annahme, der Anwalt sei grundsätzlich nicht verpflichtet, bei seinem Mandanten Nachfrage zu halten, ob er ein derart versandtes Schreiben erhalten habe (vgl. BGH, Urt. v. 30. September 1958 - VIII ZR 133/57, VersR 1958, 789; Beschl. v. 23. Januar 1963 - VIII ZB 19/62, LM ZPO § 233 [Fc] Nr. 23; Beschl. v. 14. November 1984 - VIII ZR 184/84, VersR 1985, 90; Beschl. v. 13. November 1991 - VIII ZB 29/91 [juris] m.w.N.).
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