Rechtsprechung
| OLG Hamm, 22.09.1998 - 20 W 21/98 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Voraussetzungen einer Rechtsfolgenbelehrung bei der qualifizierten Anmahnung von Prämienrückständen
Verfahrensgang
- LG Siegen - 2 O 258/98
- OLG Hamm, 22.09.1998 - 20 W 21/98
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 1999, 535
- MDR 1998, 1412
- VersR 1999, 957
Wird zitiert von ... (7)
- OLG Jena, 17.01.2007 - 4 U 574/06
Versicherungsrecht - Leistungsfreiheit d. Gebäudeversicherers bei Zahlungsverzug
Der Hinweis zielt auf den Rückstand mehrerer Prämien aus mehreren Versicherungen, für die die Rechtsprechung eine Einzelaufgliederung der Prämienbestandteile verlangt, auch wenn diese - mehreren - Versicherungen in einem Versicherungsschein zusammengefasst sind (vgl. hierzu Prölss/ Martin, Knappmann aaO, § 39 Rz 18 mit w. Nw., u.a. OLG Hamm NJW-RR 99, 535). - OLG Hamm, 29.01.1999 - 20 U 159/98
Anforderungen an die Belehrung über den Verlust des Versicherungsschutzes bei …
Diese Belehrung ist nach der ständigen Rechtsprechung des Senats (r+s 1998, 489; 1995, 403; 1991, 362; 1990, 401) bereits deshalb zu beanstanden, weil sie den Eindruck erweckt, daß jedwede Versäumung der gesetzten Zweiwochenfrist zum Verlust des Versicherungsschutzes führt, obwohl nur eine schuldhafte schadet (vgl. § 9 S. 2 KfzPflVV ). - OLG Hamm, 09.01.2002 - 20 U 84/01 Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. zuletzt VersR 1999, 957 m.w.N.) darf die Belehrung nicht den Eindruck erwecken, daß jedwede Versäumung der dem VN gesetzten Zweiwochenfrist zum Verlust des Versicherungsschutzes führt, obwohl nach dem Gesetz (§ 39 II VVG) nur eine schuldhafte schadet.
- OLG Düsseldorf, 17.08.2010 - 4 U 2/10
Kündigung einer privaten Krankenversicherung wegen Eintritts der …
Danach soll es einem illiquiden Versicherungsnehmer ermöglicht werden, selbst zu entscheiden, welche Versicherung er aufrecht erhalten will bzw. kann (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 22. September 1998, Az.: 20 W 21/98, abgedruckt u.a. in: VersR 1999, 957 [für den Fall der Zusammenfassung Hausrat- und Glasversicherungsprämie]; LG Köln, Urteil vom 24. September 1991, Az.: 25 O 448/90, abgedruckt in: r+s 1992, 352 [für die Zusammenfassung von Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung einerseits sowie Krankentagegeldversicherung anderseits];… Staudinger, in: Langheid/Wandt, Münchener Kommentar zum VVG, 2010, § 38 Rdnr. 5). - OLG Köln, 23.10.2001 - 9 U 226/00 Dementsprechend ist ein Versicherungsnehmer nur dann zur Wahrung seiner Rechte ausreichend informiert, wenn er auch weiß, dass er bei unverschuldeter Versäumung der Zahlungsfrist selbst durch nachträgliche Zahlung den Versicherungsschutz auch für die Vergangenheit erhalten kann (OLG Hamm, r + s 1998, 489 m.w.N.; OLG Schleswig, r + s 1992, 112 zur vergleichbaren Regelung in § 1 Nr. 4 AKB;… vgl. auch Knappmann, a. a. O., VVG § 39 Rn. 14).
- LG Dortmund, 23.08.2006 - 22 O 125/06 Eine ordnungsgemäße Belehrung erfordert den Hinweis, dass bei unverschuldeter Versäumung der Zahlungsfrist auch die nachträgliche Zahlung zur Erhaltung des Versicherungsschutzes für die Vergangenheit ausreicht (OLG Köln NversZ 2002, 109=r+s 2001, 447/8; OLG Hamm VersR 1991, 220; VersR 1992, 558=r+s 1993, 365; VersR 1999, 957; 1998, 489; OLG Schleswig VersR 1992, 731; Vgl. auch Römer/Langheid VVG 2 Aufl. § 39 Rn 8 und zur Erstprämie zuletzt BGH VersR 2006, 913).
- LG Dortmund, 19.10.2006 - 2 O 59/06 Insoweit ist ein ausdrücklicher Hinweis in der Belehrung erforderlich (BGH Versicherungsrecht 2006, 913; OLG Köln NVersZ 2002, 109 = R + S 2001, 447; OLG Hamm Versicherungsrecht 1992, 558 = R + S 1993, 365; Versicherungsrecht 1999, 957; R + S 1998, 489; OLG Schleswig Versicherungsrecht 1992, 731;… vgl. auch Römer/Langheidt VVG 2. Auflage, § 39 Rdnr. 8).
