Rechtsprechung
| BGH, 20.11.1987 - V ZR 66/86 |
Volltextveröffentlichungen
Zeitschriftenfundstellen
- NJW-RR 1988, 458
- WM 1988, 95
Wird zitiert von ... (25)
- BGH, 29.06.2010 - XI ZR 104/08
Bankrecht - Bauherrenmodell: Bank muss Kunden auf arglistige Täuschung hinweisen
(1) Das Berufungsurteil steht mit seinem rechtlichen Ansatz im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, nach welcher derjenige, der im Rahmen von Vertragsverhandlungen Angaben macht, diese - unabhängig davon, ob er zu ihnen verpflichtet war - nicht wahrheitswidrig machen darf (BGHZ 74, 103, 110 f.; BGH, Urteile vom 20. November 1987 - V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96 und vom 20. September 1996 - V ZR 173/95, NJW-RR 1997, 144 f. m.w.N.).Schon diese Feststellung trägt - was die Revision übersieht - die vom Berufungsgericht angenommene arglistige Täuschung über den Gesamtvermittlungsaufwand, da es - wie bereits ausgeführt - gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entspricht, dass Angaben, die gemacht werden - ganz gleich, ob sie geschuldet sind -, inhaltlich zutreffend sein müssen (BGHZ 74, 103, 110 f.; BGH, Urteile vom 20. November 1987 - V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96 und vom 20. September 1996 - V ZR 173/95, NJW-RR 1997, 144 f. m.w.N.).
Dass derjenige, der im Rahmen von Vertragsverhandlungen Angaben macht, die für den Kaufentschluss des anderen von Bedeutung sein können, diese Angaben zutreffend machen muss, selbst wenn sie nicht geschuldet waren, entsprach - wie das Berufungsgericht zutreffend ausführt - bereits damals gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 74, 103, 110 f.; BGH, Urteile vom 20. November 1987 - V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96 und vom 20. September 1996 - V ZR 173/95, NJW-RR 1997, 144 f. m.w.N.).
- BGH, 15.10.2004 - V ZR 223/03
Immobilien - Beratungsverschulden bei Finanzierungs-Kauf
b) Der Beratungsvertrag verpflichtet den Verkäufer zu richtiger und vollständiger Information über die tatsächlichen Umstände, die für den Kaufentschluß des Interessenten von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können (vgl. BGHZ 123, 126, 129; Senat, Urt. v. 20. November 1987, V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96).Reichen die bei optimistischer Prognose realistischerweise zu erwartenden Wertsteigerungen von Eigentumswohnungen noch nicht einmal aus, um nach fünf Jahren einen Verkaufserlös zu erzielen, der alle Kosten des Erwerbers deckt, hat der Verkäufer falsche Vorstellungen über die Werthaltigkeit der Immobilie geweckt und damit seine Verpflichtung verletzt, über alle Umstände aufzuklären, die für eine von ihm als Kaufanreiz herausgestellte Rentabilität des Erwerbs von Bedeutung sind oder sein können (…vgl. Senat, Urt. v. 30. Oktober 1988, V ZR 144/86, WM 1988, 48, 50;… Urt. v. 14. März 2003, V ZR 308/02, NJW 2003, 1811, 1812; siehe auch Senat, Urt. v. 20. November 1987, V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96).
- BGH, 26.09.1997 - V ZR 29/96
Vermögensschaden bei Verschulden bei Vertragsschluß
Anderenfalls verletzt er Sorgfalts- und Aufklärungspflichten (vgl. Senat, BGHZ 74, 103, 110; Urt. v. 20. November 1987, V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96).
- BGH, 06.04.2001 - V ZR 394/99
Immobilienkauf - Gewährleistungsrechte und cic-Haftung
Macht nämlich der Verkäufer oder eine Person, deren er sich zur Erfüllung seiner vorvertraglichen Pflichten bedient, Angaben, die für den Kaufentschluß des anderen Teils von Bedeutung sein können, so müssen diese Angaben richtig sein (BGHZ 74, 103, 110; Senat, Urt. v. 20. November 1987, V ZR 66/86, NJW-RR 1988, 458, 459;… Urt. v. 26. September 1997, V ZR 29/96, NJW 1998, 302). - BGH, 26.04.1991 - V ZR 165/89
Haftung des Verkäufers für Pflichtverletzung des Verhandlungsgehilfen; Werbung …
Wer als Verkäufer für eine Immobilie wirbt und dabei Steuervorteile einer Anlage- oder Kaufentscheidung herausstellt oder in konkrete Finanzierungsvorschläge einbezieht, muß Voraussetzungen, Hinderungsgründe und Ausmaß der Steuervorteile richtig und so vollständig darstellen, daß bei dem Kunden oder Käufer über keinen für seine Entscheidung möglicherweise wesentlichen Umstand eine Fehlvorstellung erweckt wird (BGHZ 74, 103, 111 f;… BGH, Urt. v. 25. November 1981, IVa ZR 286/80, NJW 1982, 1095 f; v. 2. Februar 1983, IVa ZR 118/81, NJW 1983, 1730; Senatsurt. v. 20. November 1987, V ZR 66/86, WM 1988, 95 f). - BGH, 05.10.2001 - V ZR 275/00
Bei Hausversteigerung müssen Angaben über Mieteinnahmen stimmen
Wenn durch das Vorspiegeln einer erhöhten Ertragsfähigkeit unrichtige Tatsachenangaben gemacht werden, die für den Kaufentschluß von Bedeutung sein können, so sind damit zugleich vorvertragliche Pflichten verletzt (vgl. Senat, Urt. v. 20. November 1987, V ZR 66/86, NJW-RR 1988, 458, 459;… Urt. v. 26. September 1997, V ZR 29/96, NJW 1998, 302). - BGH, 30.03.2007 - V ZR 89/06
Immobilien - Wohnungskauf: Wirtschaftliche Erwartungen als Geschäftsgrundlage?
Darüber hinaus kann neben dem Kaufvertrag ein Beratungsvertrag zwischen dem Verkäufer und dem Käufer zustande kommen (st. Rechtspr., vgl. Senat, BGHZ 140, 111, 115; 156, 371, 374; Urt. v. 20. November 1987, V ZR 66/86, WM 1987, 95, 96; v. 6. April 2001, V ZR 402/99, NJW 2001, 2021; v. 14. März 2003, V ZR 308/02, NJW 2003, 1811, 1813; v. 8. Oktober 2004, V ZR 18/04, NJW 2005, 820, 821; v. 15. Oktober 2004, V ZR 223/03, WM 2005, 69, 70). - BGH, 14.01.2005 - V ZR 260/03
Immobilien - Sittenwidriger Kaufvertrag
Der Beratungsvertrag verpflichtet den Verkäufer zu richtiger und vollständiger Information über die tatsächlichen Umstände, die für den Kaufentschluß des Interessenten von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können (vgl. BGHZ 123, 126, 129; Senat, Urt. v. 20.11.1987, V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96). - BGH, 10.02.1992 - II ZR 54/91
BGB-Gesellschaft: Verjährung von Ansprüchen gegen Gesellschafter
Der geltend gemachte Schadenersatzanspruch folgt daher aus Verschulden bei Vertragsschluß (…BGH Urt.v. 30. Oktober 1987 aaO S. 50; v. 20. November 1987 - V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96; v. 30. März 1990 - V ZR 13/89, WM 1990, 1344). - BGH, 19.01.1990 - V ZR 241/88
Zivilprozeßrecht: Entscheidungsgrundlage bei nicht mitgetragenem Beweisergebnis …
Das die Berufung zurückweisende Urteil des OLG vom 5. Februar 1986 hat der Senat durch Urteil vom 20. November 1987 (V ZR 66/86, WM 1988, 95) aufgehoben.Ein solcher Anspruch kann nur dann gegeben sein, wenn Tatsachenangaben, die für den Kaufentschluß der Kl. von Bedeutung sein konnten, unrichtig waren (1. Revisionsurt. v. 20.11.1987, V ZR 66/86, WM 1988, 95, 96) und die Bekl. den ihr obliegenden Beweis nicht erbringt, daß es auch bei ordnungsgemäßer Gewinnrechnung bzw. Aufklärung über einen im Fall der Veräußerung nach fünf Jahren etwa zu erwartenden Gewinn oder Verlust zum Vertragsschluß gekommen wäre (…Senatsurt. v. 30.10.1987, V ZR 144/86, BGHR BGB vor § 1 - Verschulden bei Vertragsschluß/Beweislast 1 mit Hinweis auf BGH Urt. v. 28.11.1983, II ZR 72/83, NJW 1984, 1688).
- BGH, 20.09.1996 - V ZR 173/95
Haftung Grundstücksverkäufer für falsche Angaben (I)
- BGH, 30.03.1990 - V ZR 13/89
Zusicherung des Bierumsatzes einer Gaststätte; Verjährung von …
- BGH, 12.01.2001 - V ZR 322/99
Haftung des Verkäufers für Altlasten eines Grundstücks
- BGH, 15.03.2002 - V ZR 293/00
Grundstückskauf - Verschulden bei Vertragsschluss
- BGH, 09.11.1989 - V ZR 132/89
Aufklärungspflicht des Verkäufers bei Teil- oder Vollfinanzierung des …
- OLG Hamm, 26.10.2006 - 22 U 33/06
Rückabwicklung des Kaufvertrages bei Verletzung einer vom Verkäufer übernommenen …
- OLG Hamm, 15.01.2007 - 22 U 125/04
Immobilien - Pflicht zur Aufklärung über den Verkehrswert?
- OLG Hamm, 16.11.2006 - 22 U 28/06
Haftung des Immobilienverkäufers wegen Falschberatung aus einem Beratungsvertrag
- LG Dortmund, 17.10.2006 - 3 O 88/05
- OLG Hamm, 23.10.2007 - 19 U 8/07
Schadensersatz, Falschberatung, Natrualrestitution
- BGH, 10.02.1992 - II ZR 296/90
- BGH, 10.02.1992 - II ZR 297/90
- BGH, 10.02.1992 - II ZR 298/90
- OLG Hamm, 18.04.2002 - 22 U 162/01
- LG Duisburg, 07.08.2002 - 4 O 149/02
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