Rechtsprechung
| BGH, 18.06.1990 - II ZR 132/89 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Jurion
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Formbedürftigkeit des Erwerbs von Beteiligungen an einer im Ausland belegenen Immobilie
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Innengesellschaft: Fehlerhafte Gesellschaft?
Zeitschriftenfundstellen
- WM 1990, 1543
- BB 1990, 1997
Wird zitiert von ... (11)
- BGH, 19.07.2004 - II ZR 354/02
Anspruch des stillen Gesellschafters auf Einlagenrückgewähr
Der Senat hat diese Grundsätze zwar nicht nur auf Gesellschaften mit eigenem Vermögen angewandt, sondern auch auf reine Innengesellschaften wie die stillen Gesellschaften, die kein gemeinschaftliches Vermögen bilden (BGHZ 8, 157, 166 ff.; 55, 5, 8 ff.; 62, 234, 237;… Urt. v. 12. Februar 1973 - II ZR 69/70, WM 1973, 900, 901; v. 25. November 1976 - II ZR 187/75, WM 1977, 196, 197; v. 22. Oktober 1990 - II ZR 247/89, NJW-RR 1991, 613, 614; v. 29. Juni 1992 - II ZR 284/91, ZIP 1992, 1552, 1554; zweifelnd in Urt. v. 18. Juni 1990 - II ZR 132/89, WM 1990, 1543, 1546;… ebenso Zutt in Großkomm. HGB, 4. Aufl. § 230 Rdn. 69;… Baumbach/Hopt, HGB 31. Aufl. § 230 Rdn. 11;… dagegen Ulmer in Münch.Komm.z.BGB 4. Aufl. § 705 Rdn. 359;… Schäfer, Die Lehre vom fehlerhaften Verband 2002, S. 143 ff.;… Hüffer, Gesellschaftsrecht, 6. Aufl. § 22 Fn. 28;… vermittelnd - nur bei atypischen Gesellschaften - K. Schmidt in Münch.Komm.z.HGB § 230 Rdn. 130 ff.). - BGH, 07.10.1994 - V ZR 102/93
Beurkundungsbedürftigkeit eines Auftrags zum treuhänderischen Erwerb von …
Dem haben sich andere Senate des Bundesgerichtshofes angeschlossen (…Urt. v. 25. Februar 1987, IVa ZR 263/85, BGHR BGB § 313 Satz 1 - Treuhand 1; v. 18. Juni 1990, II ZR 132/89, WM 1990, 1543, 1544; v. 18. November 1993, IX ZR 256/92, WM 1994, 752, 754).Sie hat nur bewirkt, daß der Auftrag zur Verschaffung eines Grundstücks unter dem Gesichtspunkt der Begründung einer Erwerbsverpflichtung des Auftragnehmers oder des Auftraggebers nach § 313 Satz 1 BGB formbedürftig ist (…BGH, Urt. v. 17. Oktober 1980, V ZR 143/79, NJW 1981, 1267, 1268; BGHZ 85, 245, 250 f; v. 25. Februar 1987, IVa ZR 263/85, NJW 1987, 2071; v. 14. April 1987, IX ZR 237/86, ZIP 1987, 831, 834; v. 18. Juli 1990, II ZR 132/89, WM 1989, 1543, 1544; v. 18. November 1993, IX ZR 256/92, WM 1994, 752, 754).
Soweit die behauptete Parteivereinbarung im Hinblick auf eine von den Beklagten übernommene Verpflichtung zum treuhänderischen Erwerb von Miteigentumsanteilen für die Kläger gemäß § 313 Satz 1 BGB beurkundungsbedürftig war (…vgl. BGH, Urt. v. 17. Oktober 1980, V ZR 143/79, NJW 1981, 1267; BGHZ 85, 245, 250; v. 25. Februar 1987, IVa ZR 263/85, NJW 1987, 2071; v. 14. April 1987, IX ZR 237/86, ZIP 1987, 831, 834; BGHZ 110, 319, 321), hat das Berufungsgericht zutreffend angenommen, daß ein hierdurch bewirkter Formmangel durch die Eintragung der Beklagten in das Grundbuch zu einem den herausgabepflichtigen Anteil einschließenden Miteigentumsanteil von 1/4 gemäß § 313 Satz 2 BGB geheilt ist (BGHZ 85, 245, 251;… BGH, Urt. v. 25. Februar 1987, IVa ZR 263/85, NJW 1987, 2071; v. 18. Juni 1990, II ZR 139/89, WM 1990, 1543, 1544;… v. 18. November 1993, IX ZR 256/92, aaO.).
- BGH, 24.09.1992 - IX ZR 217/91
Schadensersatzanspruch wegen Verletzung vergleichsspezifischer …
Da der Vertrag im Inland zwischen inländischen Rechtssubjekten abgeschlossen worden ist, dürfte er dem deutschen Recht - damit auch der Formvorschrift des § 313 BGB (BGHZ 45, 245, 250 f; BGH, Urt. v. 18. Juni 1990 - II ZR 132/89, WM 1990, 1543, 1544 m.w.N.) - unterliegen.Er würde damit widersprüchlich handeln, weil er die B. als wirtschaftliche Eigentümerin des Grundstücks betrachtete und dieses zugunsten ihrer Gläubiger verwerten ließ (vgl. BGH, Urt. v. 18. Juni 1990 - II ZR 132/89, aaO. S. 1545; ferner auch BGHZ 85, 250, 251;… BGH, Urt. v. 17. März 1989 - V ZR 321/87, BGHR BGB § 313 Satz 1 - Treuhand 2).
Für die Frage, wann das Eigentum am Grundstück auf Br. übergegangen ist, ist indessen die lex rei sitae, hier das kanadische Liegenschaftsrecht, maßgebend (BGH, Urt. v. 18. Juni 1990 - II ZR 132/89, WM 1990, 1543, 1544;… vgl. auch Soergel/Kegel, 11. Aufl. EGBGB vor Art. 7 Rdnr. 368 m.w.N.).
- BGH, 18.11.1993 - IX ZR 256/92
Umfang des Klageantrags auf Abschluß eines nach einem Vorvertrag geschuldeten …
Das Berufungsgericht hat zutreffend ausgeführt, daß der Beklagte sich auf einen aus einer Erwerbsverpflichtung der Pächter herzuleitenden Formmangel nach Treu und Glauben nicht berufen dürfte, weil der Formzwang insoweit nicht seinem Schutz dient (vgl. BGHZ 85,.245, 251 f;… BGH, Urt. v. 17. März 1989 - V ZR 321/87, BGHR BGB § 313 Satz 1 - Treuhand 2; v. 18. Juni 1990 - II ZR 132/89, WM 1990, 1543, 1545).Denn die Übereignungspflicht des Beauftragten ergibt sich nicht aus der Vereinbarung, sondern aus § 667 BGB (vgl. BGHZ 85, 245, 248; 82, 292, 294;… BGH, Urt. v. 25. Februar 1987 - IVa ZR 263/85, WM 1987, 693, 694;… v. 17. März 1989 - V ZR 321/87, BGHR BGB § 313 Satz 1 - Treuhand 2; v. 18. Juni 1990 - II ZR 132/89, WM 1990, 1543, 1544).
- BGH, 02.05.1996 - III ZR 50/95
Formbedürftigkeit eines Auftrags zur Ersteigerung eines Grundstücks; …
Diese Rechtsprechung hat der Bundesgerichtshof in der Folgezeit durchgängig bestätigt (…vgl. z.B. Urteil vom 17. März 1989 - V ZR 321/87 - = BGHR BGB § 313 Satz 1 Treuhand 2;… Urteil vom 18. November 1993 - IX ZR 256/92 = BGHR BGB § 313 Satz 1 Treuhand 3; Urteil vom 18. Juni 1990 - II ZR 132/89 = WM 1990, 1543, 1545; zuletzt BGHZ 127, 168, 175). - OLG Schleswig, 05.12.2002 - 5 U 28/02
"Ja" zum Beratungsprotokoll reicht nicht
Andererseits hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 18. Juni 1990 (BGH WM 1990, 1543, 1545 f.) entschieden, dass für die Annahme einer fehlerhaften Gesellschaft im Falle einer BGB-Gesellschaft jedenfalls dann kein Raum sei, wenn die Gesellschaft nicht über Vermögen verfüge, sondern der vermögensrechtliche Bezug - im Rahmen eines Bauherrenmodells - ausschließlich zwischen den einzelnen Gesellschaftern und einem Mittelverwendungstreuhänder abgewickelt werde. - BGH, 13.12.1996 - V ZR 200/95
Treuhänderischer Erwerb eines Grundstücks in der DDR vor 1976
Denn diese Verpflichtung ergibt sich nicht erst aus der hierauf gerichteten vertraglichen Abrede, sondern folgt schon aus § 667 BGB, wonach der Auftragnehmer das aus der Geschäftsbesorgung Erlangte an den Auftraggeber herauszugeben hat (st.Rspr. des Bundesgerichtshofes, vgl. Senatsurt. v. 17. Oktober 1980, V ZR 143/79, NJW 1981, 1267; BGHZ 85, 245, 248 ff; Urt. v. 18. Juni 1990, II ZR 132/89, WM 1990, 1543 f; v. 18. November 1993, IX ZR 256/92, WM 1994, 752, 754; Senat, BGHZ 127, 168, 170 ff). - OLG Schleswig, 12.12.2002 - 5 U 7/02
Wirksamkeit des Beitritts eines atypischen stillen Gesellschafters zu einer …
Andererseits hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 18. Juni 1990 (BGH WM 1990, 1543, 1545 f.) entschieden, dass für die Annahme einer fehlerhaften Gesellschaft im Falle einer BGB -Gesellschaft jedenfalls dann kein Raum sei, wenn die Gesellschaft nicht über Vermögen verfüge, sondern der vermögensrechtliche Bezug - im Rahmen eines Bauherrenmodells - ausschließlich zwischen den einzelnen Gesellschaftern und einem Mittelverwendungstreuhänder abgewickelt werde. - OLG Jena, 26.02.2003 - 4 U 786/02
Rückabwicklung einer stillen Gesellschaft nach Widerruf der Beitrittserklärung
Der Senat folgt jedoch im Ausgangspunkt dem BGH, der in ständiger Rechtsprechung die Grundsätze über die fehlerhafte Gesellschaft auf alle Typen der stillen Gesellschaft anwendet, und zwar auch auf reine Innengesellschaften ohne Gesellschaftsvermögen (BGHZ 55, 5, 9; anders möglicherweise BGH BB 1990, 1997). - OLG Hamm, 13.03.2000 - 8 U 113/99
Sittenwidrigkeit von Beteiligungsverträgen
Auch die höchstrichterliche Rechtsprechung, die grundsätzlich die Regeln der fehlerhaften Gesellschaft auf alle Typen der stillen Gesellschaft anwenden will (…vgl. Karsten Schmidt, aaO., mit Nachweisen), ist nicht einheitlich (vgl. BGH, Urt.v.18.06.1990 - II ZR 132/89 - in BB 1990, S.1997), sondern auch sie sieht in der zuletzt zitierten Entscheidung dann keinen Raum für die Anwendung der Regeln über die fehlerhafte Gesellschaft, wenn die Gesellschaft - wie auch in dem vorliegenden Fall - nicht über ein Gesellschaftsvermögen verfügt. - OLG Jena, 26.02.2003 - 3 HKO 486/01
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