Rechtsprechung
| BGH, 03.02.1999 - VIII ZR 14/98 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- lexetius.com
ZPO § 138
- Alpmann Schmidt
ZPO § 138
- Prof. Dr. Lorenz
Haftung für fahrlässige Falschangaben über den Umsatz eines verkauften Unternehmens, Konkurrenz §§ 459 ff BGB und c.i.c.; Erfordernis des substantiierten Bestreitens zur Vermeidung der Geständnisfiktion des § 138 III ZPO
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anforderungen an substantiiertes Bestreiten
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1999, 1404
- MDR 1999, 696
- VersR 2000, 511
- WM 1999, 1034
- AnwBl 2001, 520
Wird zitiert von ... (47)
- BGH, 29.01.2003 - IV ZR 173/01
Verkehrsrecht - Rotlichtverstoß: Immer grob fahrlässig?
Ein solcher Fall liegt vor, wenn der darlegungspflichtige Gegner außerhalb des von ihm darzulegenden Geschehensablaufs steht und die maßgebenden Tatsachen nicht näher kennt, während sie der anderen Partei bekannt sind und ihr ergänzende Angaben zuzumuten sind (BGH, Urteil vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98 - NJW 1999, 1404 unter II 2 b aa m.w.N.;… Zöller/Greger, ZPO 23. Aufl. vor § 284 Rdn. 24, 34 ff.). - BGH, 20.07.2005 - VIII ZR 121/04
Handelsrecht - Transparenz von Formularbestimmungen im Vertragshändlervertrag
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs obliegt dem Prozeßgegner eine sekundäre Behauptungslast, wenn die primär darlegungsbelastete Partei außerhalb des darzulegenden Geschehensablaufs steht und keine Kenntnisse von den maßgeblichen Tatsachen besitzt, während der Prozeßgegner - wie hier die Beklagte - zumutbar nähere Angaben machen kann (…Senatsurteile vom 18. Mai 2005, aaO, unter II 3 b cc; vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, NJW 1999, 1404 = WM 1999, 1034, unter II 2 b aa; BGHZ 145, 170, 184). - BGH, 05.02.2003 - VIII ZR 111/02
Verfahrensrecht - Darlegungs- und Beweislast im Rückforderungsprozess
Dabei trifft den Prozeßgegner dann eine erweiterte Behauptungslast, wenn die darlegungspflichtige Partei außerhalb des von ihr darzulegenden Geschehensablaufes steht und keine nähere Kenntnis der maßgeblichen Tatsachen besitzt, während der Gegner über ein derartiges Wissen verfügt und ihm nähere Angaben zumutbar sind; im Rahmen des Zumutbaren kann von ihm dann insbesondere das substantiierte Bestreiten einer negativen Tatsache unter Darlegung der für die positive Tatsache sprechenden Umstände verlangt werden (BGH, Urteil vom 18. Mai 1999 - X ZR 158/97, WM 1999, 2175 = NJW 1999, 2887 unter 2 c; siehe auch Senatsurteil vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, WM 1999, 1034 = NJW 1999, 1404 unter II 2 b aa = BGHR ZPO § 138 Abs. 3, Bestreiten, substantiiertes 4, jew. m.w.Nachw.).
- BGH, 18.05.2005 - VIII ZR 368/03
Mietrecht - Mieter muss Willkür bei Eigenbedarfskündigung beweisen!
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs obliegt dem Prozeßgegner eine sogenannte sekundäre Behauptungslast, wenn die primär darlegungsbelastete Partei außerhalb des darzulegenden Geschehensablaufs steht und keine Kenntnisse von den maßgeblichen Tatsachen besitzt, während der Prozeßgegner zumutbar nähere Angaben machen kann (BGHZ 145, 170, 184 f.; Senatsurteil vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, NJW 1999, 1404 = WM 1999, 1034, unter II 2 b aa, jew.m.w.Nachw.). - BGH, 12.01.2000 - VIII ZR 19/99
Höhe des Ausgleichsanspruchs eines Vertragshändlers
Zwar kann ein solches von dem Prozeßgegner nur gefordert werden, wenn dem Behauptenden eine weitere Substantiierung nicht möglich oder nicht zumutbar ist, während der Bestreitende alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (BGHZ 86, 23, 29; 100, 190, 195 f; BGH, Urteil vom 24. November 1998 - VI ZR 388/97, NJW 1999, 714 unter II 2 m.w.Nachw.; vgl. auch BGH, Urteil vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, WM 1999, 1034 unter II 2 b aa m.w.Nachw.).Dies ist anzunehmen, wenn eine darlegungspflichtige Partei außerhalb des von ihr vorzutragenden Geschehensablaufs steht und keine nähere Kenntnis der maßgebenden Tatsachen besitzt (BGH, Urteil vom 11. Juni 1990 - II ZR 159/89, WM 1990, 1844 unter III 2; BGH, Urteil vom 3. Februar 1999 aaO), was insbesondere dort der Fall ist, wo das materielle Recht das Nichtvorliegen von Tatsachen zur Anspruchsvoraussetzung erhebt oder sonst nach den Gegebenheiten im konkreten Rechtsstreit das Nichtvorliegen eines Umstands bewiesen werden muß (BGH, Urteil vom 29. April 1999 - II ZR 331/97, WM 1999, 1585 unter II 1).
- BGH, 13.01.2011 - III ZR 146/10
Speicherung dynamischer IP-Adressen
Im Grundsatz hängt die Substantiierungslast des Bestreitenden davon ab, wie eingehend die darlegungspflichtige Gegenpartei vorgetragen hat (st. Rspr.; vgl. z.B. BGH, Urteile vom 15. Juni 2000 - I ZR 55/98, NJW-RR 2000, 1635, 1638; vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, NJW 1999, 1404, 1405 f und vom 12. Oktober 1989 - IX ZR 184/88, BGHZ 109, 47, 55).Eine darüber hinausgehende Substantiierungslast trifft die nicht darlegungsbelastete Partei im Regelfall nur dann, wenn der darlegungspflichtige Gegner außerhalb des von ihm darzulegenden Geschehensablaufs steht und die maßgeblichen Tatsachen nicht kennt, während sie der anderen Partei bekannt und ihr ergänzende Angaben zuzumuten sind (…z.B. BGH, Urteile vom 15. Juni 2000 aaO; vom 19. April 1999 - II ZR 331/97, NJW-RR 1999, 1152; vom 3. Februar 1999 aaO; vom 7. Dezember 1998 - II ZR 266/97, BGHZ 140, 156, 158; vom 17. Oktober 1996 - IX ZR 293/95, NJW 1997, 128, 129 und vom 11. Juni 1990 - II ZR 159/89, NJW 1990, 3151 f).
- BGH, 13.06.2001 - VIII ZR 176/00
Rechtsanwälte - Veräußerung einer Rechtsanwaltskanzlei
Durch die zivilrechtliche Sanktion der Nichtigkeit eines solchen Vertrages (§ 134 BGB) sollen die Mandanten vor einer Weitergabe von "Geheimnissen", die sie einem Angehörigen der genannten Berufsgruppe anvertraut haben, ohne Vorliegen einer entsprechenden Zustimmungserklärung geschützt werden (BGHZ 116, 268, 272 ff; BGH, Urteil vom 17. Mai 1995 - VIII ZR 94/94, WM 1995, 1357 unter 2 a aa; BGH, Urteil vom 11. Oktober 1995 - VIII ZR 25/94, WM 1996, 22 unter II 2 a; BGH, Urteil vom 22. Mai 1996 - VIII ZR 194/95, WM 1996, 1815 unter II 2 a; siehe auch BGH, Urteil vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, WM 1999, 1034 unter III 1). - BGH, 04.07.2002 - IX ZR 153/01
Rechtsanwälte - Gesetzwidrige Drohung bei verweigerter Gebührenvereinbarung
Nach gefestigter, schon durch das Reichsgericht eingeleiteter Rechtsprechung begründet der Tatbestand einer Drohung oder arglistigen Täuschung außer der Anfechtungsmöglichkeit auch einen Schadensersatzanspruch wegen Verschuldens beim Vertragsschluß, der dem Bedrohten oder Getäuschten das Recht gibt, auch ohne Ausübung eines Gestaltungsrechts Befreiung von der eingegangenen Verbindlichkeit zu verlangen (…BGH, Urt. v. 11. Mai 1979 - V ZR 75/78, NJW 1979, 1983 f; v. 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, WM 1999, 1034, 1035;… vgl. ferner die Nachweise im Urt. v. 24. Oktober 1996 - IX ZR 4/96, WM 1997, 77, 78), sofern dem Betroffenen durch den Vertragsschluß ein Schaden entstanden ist (…BGH, Urt. v. 26. September 1997 - V ZR 29/96, WM 1997, 2309, 2311 f; v. 19. Dezember 1997 - V ZR 112/96, WM 1998, 939, 940 f). - BGH, 26.09.2005 - II ZR 314/03
Kapitalanlagerecht - Kündigung der Stillen Gesellschaft: Einlagenrückerstattung?
Im Gegenteil ist zu berücksichtigen, dass die Beklagten im Rahmen ihrer sekundären Darlegungslast (…BGH, Urt. v. 11. Juni 1990 - II ZR 159/89, NJW 1990, 3151; v. 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98, NJW 1999, 1404, 1405 f.; v. 22. März 2004 - II ZR 75/02, BGH-Report 2004, 1140) gehalten sind, dem Gericht und dem gerichtlich bestellten Sachverständigen diejenigen Informationen zu geben, die den Klägern nicht zugänglich sind, die offenzulegen den Beklagten aber möglich und zumutbar ist (…zur Beweislast der Kläger im übrigen s. BGH, Urt. v. 5. Februar 1987 - IX ZR 65/86, NJW 1987, 1322, 1323; v. 20. Juni 1990 - VIII ZR 182/89, NJW-RR 1990, 1422, 1423). - BGH, 18.10.2007 - III ZR 277/06
Entgelterhebung auf Flugplätzen
Ob und inwieweit die nicht darlegungsbelastete Partei ihren Sachvortrag substanziieren muss, lässt sich nur aus dem Wechselspiel von Vortrag und Gegenvortrag bestimmen, wobei die Ergänzung und Aufgliederung des Sachvortrags bei hinreichendem Gegenvortrag immer zunächst Sache der darlegungs- und beweisbelasteten Partei ist (BGH, Urteile vom 30. September 1993 -VII ZR 178/91 - NJW 1993, 3196 unter III. 1.; vom 11. Juli 1995 - X ZR 42/93 - NJW 1995, 3311, 3312 unter II. 3.; vom 3. Februar 1999 - VIII ZR 14/98 - NJW 1999, 1404, 1405 unter II. 2. b) aa); jew. m.w.N.). - BGH, 22.01.2003 - VIII ZR 244/02
Mietrecht - Zumutbarkeit und Eignung eines Nachmieters
- BGH, 26.11.2003 - IV ZR 438/02
Erbrecht - Verfügung zu Gunsten Dritter auf den Todesfall
- BGH, 15.06.2000 - I ZR 55/98
Darlegung der Schadenskausalität durch den Frachtführer
- BGH, 29.03.2000 - VIII ZR 81/99
Handelsrecht - Zurechnung der Kenntnis des Vertreters nach § 166 Abs. 1 BGB
- BGH, 01.03.2007 - I ZR 79/04
Handelsrecht - Darlegungs- und Beweislast bei Verkaufskommission
- BGH, 19.04.1999 - II ZR 331/97
Zulässigkeit unsubstantiierten Bestreitens
- BAG, 21.03.2012 - 6 AZR 596/10
Beifügung der Stellungnahme des Betriebsrats zur Massenentlassungsanzeige
- OLG München, 27.04.2006 - 19 U 3717/04
Verbraucherrecht - Zurechenbarkeit einer Haustürsituation
- BGH, 19.05.2011 - VII ZR 24/08
Bauvertrag - Schadensersatzpflicht des AN bei Verletzung der Aufklärungspflicht
- OLG Rostock, 30.04.2003 - 6 U 249/01
Kaskoversicherung - Überfahren einer roten Ampel
- BGH, 20.09.2006 - VIII ZR 127/04
Händlervertrag - Händlerpflichten beim Rückkauf von Ersatzteilen
- OLG Rostock, 22.07.2005 - 6 U 132/04
Zu den Anforderungen an die Substantiierung von Parteivorträgen
- BGH, 26.09.2001 - VIII ZR 303/00
Auslegung eines Sukzessivlieferungsvertrages über die Lieferung von Kartonagen
- OLG Düsseldorf, 11.05.2010 - 24 U 46/10
Mietrecht - Die Gefahr der Unterversicherung trägt grds.der Versicherungsnehmer
- BAG, 21.03.2012 - 6 AZR 601/10
Beifügung der Stellungnahme des Betriebsrats zur Massenentlassungsanzeige
- BGH, 30.11.2010 - XI ZR 266/09
Verfahrensrecht - Unstatthafte Nichtzulassungsbeschwerde
- OLG Celle, 23.07.1999 - 9 U 307/98
- OLG Stuttgart, 28.07.2010 - 4 U 191/09
Insolvenzeröffnungsverfahren: Haftung des vorläufigen Insolvenzverwalters bei …
- BGH, 30.11.2010 - XI ZR 265/09
Verfahrensrecht - Unstatthafte Nichtzulassungsbeschwerde
- BGH, 30.11.2010 - XI ZR 247/09
Verfahrensrecht - Unstatthafte Nichtzulassungsbeschwerde
- BGH, 30.11.2010 - XI ZR 302/09
Verfahrensrecht - Unstatthafte Nichtzulassungsbeschwerde
- BGH, 30.11.2010 - XI ZR 301/09
Verfahrensrecht - Unstatthafte Nichtzulassungsbeschwerde
- OLG Dresden, 14.10.2005 - 18 U 2297/04
Bauvertrag - Prüfbare Schlussrechnung und Fälligkeit im BGB-Werkvertrag
- OLG Naumburg, 18.10.2006 - 6 U 85/06
Zur Leistungspflicht einer Haftpflichtversicherung aus einem Teilungsabkommen …
- OLG Jena, 19.12.2001 - 7 U 614/98
Bauvertrag - Kein Nachtrag, wenn Baugrunderschwernisse vorhersehbar waren
- OLG Hamm, 27.03.2012 - 24 U 61/11
Architekten & Ingenieure - Wie sind Stundenlohnarbeiten abzurechnen?
- LAG Baden-Württemberg, 30.03.2000 - 4 Sa 108/99
Verschulden bezüglich Arbeitsunfähigkeit
- OLG Koblenz, 15.01.2004 - 5 U 1565/02
Voraussetzungen der Eigentumsvermutung; Kollision der Rechte des derzeitigen und …
- LAG Hamm, 07.07.2004 - 2 Sa 175/04
Kündigung des Insolvenzverwalters wegen Betriebsstilllegung. Der etwaige …
- LG Stuttgart, 17.07.2009 - 8 O 129/09
- LG Krefeld, 08.12.2006 - 5 O 491/04
- LG Karlsruhe, 14.11.2008 - 6 O 36/05
Zivilprozessrecht: Vereinbarkeit von Wahrheitspflicht und Nemo-tenetur-Grundsatz …
- OLG München, 14.01.2000 - 23 U 2925/99
- OLG Köln, 24.01.2001 - 13 U 89/00
- LG Köln, 24.08.2007 - 4 O 336/06
- OLG München, 09.11.2010 - 28 U 4905/08
Bauvertrag - Keine Schlusszahlung trotz Schlussrechnungsprüfung und Fälligkeit!
- LG Düsseldorf, 06.03.2008 - 4a O 315/06
Monoklines Metazachlor II
