Rechtsprechung
   BGH, 29.09.1994 - I ZR 138/92   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • Alpmann Schmidt

    RabattG § 1 Abs. 2; UWG § 1,§ 13 Abs. 2 Nr. 2

  • webshoprecht.de

    Zur wettbewerbswidrigkeit von Anreizen durch Prämiengewährung an Laienwerber durch einen Augenoptiker - (Laienwerbung für Augenoptiker)

  • Rechtsanwälte Peter

    Laienwerbung für Augenoptiker

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  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Unzulässige Laienwerbung im Hinblick auf die Anreizwirkung der ausgesetzten Prämie?

  • werbung-schenken.de

    Laienwerbung für Augenoptiker

    UWG § 1; UWG § 13; RabattG § 1
    Laienwerbung; Barzahlungsnachlaß

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    "Laienwerbung für Augenoptiker"; Prozeßführungsbefugnis eines Wettbewerbsvereins mit Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern als Mitglieder; Wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit einer Werbeaktion eines Augenoptikers

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Wesentliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs durch Prämien für Laienwerbung ("Laienwerbung für Augenoptiker")

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1995, 724
  • ZIP 1995, 152
  • MDR 1995, 380
  • GRUR 1995, 122
  • DB 1995, 320
  • WRP 1995, 104



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Wird zitiert von ... (122)  

  • BGH, 06.07.2006 - I ZR 145/03  

    Kunden werben Kunden

    Zum anderen ist eine solche Werbemaßnahme bei dem Einsatz von Laienwerbern für Augenoptikerleistungen deshalb als wettbewerbsfremd und damit unlauter bewertet worden, weil die Entscheidung des Kunden, welchem Optiker er sich bei Beratung und Kauf anvertrauen wolle, sachfremd auch dadurch beeinflusst werden solle, dass für den Laienwerber nicht unerhebliche Prämien ausgesetzt seien (vgl. BGH, Urt. v. 29.9.1994 - I ZR 138/92, GRUR 1995, 122, 123 = WRP 1995, 104 - Laienwerbung für Augenoptiker).
  • OLG Jena, 12.05.1999 - 2 U 1328/98  
    c) Die Wettbewerbshandlung der Verfügungsbeklagten in Gestalt des Prämiensystems und der Werbung für dieses ist auch geeignet, den Wettbewerb auf diesem Markt wesentlich zu beeinträchtigen (vgl. BGH, GRUR 1995, 122 (123) - Laienwerbung für Augenoptiker).

    Das folgt aus der Anreizwirkung der Werbung für den Umworbenen und der Nachahmungsgefahr (vgl. BGH, GRUR 1995, 122 (124) - Laienwerbung für Augenoptiker).

    Die Sittenwidrigkeit des Einsatzes von Laienwerbern kann deshalb nur aus den besonderen Umständen des Einzelfalls resultieren (so seit BGH, GRUR 1959, 285 (286 f.) - Bienenhonig; sowie im Anschluß BGH, GRUR 1981, 655 (656) - Laienwerbung für Makleraufträge; BGH, GRUR 1991, 150 (151) - Laienwerbung für Kreditkarten; BGH, GRUR 1992, 622 (623 f.) - Verdeckte Laienwerbung; BGH, GRUR 1995, 122 (123) - Laienwerbung für Augenoptiker; zusammenfassend Ulrich, Festschrift für Piper, 1996, S. 495 ff.; ebenso aus der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte OLG Hamburg, NJW-RR 1988, 361 f.; OLG Hamm, WRP 1982, 346 (347); WRP 1982, 479 (4809; WM 1986, 947 (948); KG, WM 1988, 311 (312); WRP 1988, 672 (673); OLG Stuttgart, GRUR 1990, 205 (206); OLG Dresden, OLG-NL 1998, 164 (164); OLG München, WRP 1989, 126 (127); WRP 1996, 42 (44); OLG Frankfurt a.M., WRP 1993, 642 (LS); WRP 1996, 643 (643); SaarlOLG, WRP 1994, 840 (842); OLG Karlsruhe, WRP 1995, 960 (961)).

    Selbst das Aussetzen einer für sich genommen nicht allzu hohe Prämie kann aufgrund der "sonstigen Umstände" zum Vorwurf des wettbewerbswidrigen Verhaltens führen ( BGH, GRUR 1995, 122 123 - Laienwerbung für Augenoptiker).

    Dementsprechend hat die Rechtsprechung bei einem geringen Aufwand zur Erlangung der Prämie eine wettbewerbswidrige Anreizwirkung bei folgenden Beträgen bejaht: 15, 00-20,00 DM ( BGH, GRUR 1995, 122 124; 20, 00 DM ( OLG Dresden, OLG-NL 1998, 164 (164)); 25, 00 DM ( OLG Hamburg, NJW-RR 1988, 361 (362); OLG Hamm, WM 1986, 947 (948)); 39, 90 DM ( OLG Hamm, WRP 1982, 479 (481)); 50, 00 DM ( BGH, GRUR 1991, 150 (151); OLG Hamm, WM 1986, 947 (948)); 67, 00 DM ( OLG Hamm, WRP 1982, 479 (481)); 100, 00 DM ( BGH, GRUR 1992, 622 (624); OLG Hamm, WM 1986, 947 (948)); 118, 00 DM ( OLG Hamm, WRP 1982, 479 (481)); 120, 00 DM ( OLG Stuttgart, GRUR 1990, 205 (206)); 270, 00-2700,00 DM ( OLG München, WRP 1989, 126 (127)).

    Betrachtet man ausschließlich den nominellen Betrag, dann wird die niedrigste bislang bejahte Schwelle von DM 15, 00 - 20, 00 ( BGH, GRUR 1995, 122 (124); OLG Dresden, OLG-NL 1998, 164 (164)) erst ab einem von dem Laienwerber vermittelten Wetteinsatz von mehr als DM 1000, 00 überschritten.

  • BGH, 20.05.1999 - I ZR 66/97  

    Wir dürfen nicht feiern

    Maßgeblich ist allein, ob der Verband berechtigt ist, auch die gewerblichen Interessen der mittelbaren Mitglieder wahrzunehmen (im Anschluß an BGH, Urt. v. 29.9.1994 - I ZR 138/92, GRUR 1995, 122 = WRP 1995, 104 - Laienwerbung für Augenoptiker).

    Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, daß auch eine solche, über einen anderen Verband oder ein Unternehmen vermittelte Mitgliedschaft genügt, um die Prozeßführungsbefugnis nach § 13 Abs. 2 Nr. 2 UWG darzutun (BGH, Urt. v. 29.9.1994 - I ZR 138/92, GRUR 1995, 122 = WRP 1995, 104 - Laienwerbung für Augenoptiker; Urt. v. 11.5.1995 - I ZR 107/93, GRUR 1995, 604, 605 = WRP 1995, 695 - Vergoldete Visitenkarten; Urt. v. 22.6.1995 - I ZR 198/94, WRP 1996, 194 - Goldkrone; Urt. v. 27.2.1997 - I ZR 5/95, GRUR 1997, 933, 934 - EP; Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht, 20. Aufl., § 13 UWG Rdn. 23c).

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