Rechtsprechung
   BGH, 22.02.2005 - X ZR 123/03   

Volltextveröffentlichungen (12)

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • aufrecht.de

    Irreführung bei Internet-Firmeneinträgen

  • Jurion

    Täuschung bei der Übersendung eines Angebots "zur Aufnahme in ein bundesdeutsches Online-Firmenverzeichnis im Internet"; Anfechtung im Falle des Vorhandenseins von zur Irreführung geeigneten Angaben hinsichtlich der Entgeltlichkeit und der Laufzeit eines abzuschließenden Vertrags in einem zugesandten Angebotsschreiben; Voraussetzungen für die Anfechtung einer Willenserklärung wegen arglistiger Täuschung; Notwendigkeit eines Willens zur Täuschung bei dem Absendenden; Überprüfbarkeit einer tatrichterlichen Würdigung bezüglich des Vorliegens oder Nichtvorliegens des erforderlichen Täuschungswillens in der Revisionsinstanz; Zulässigkeit der Annahme eines Täuschungswillens im Falle einer Eignung der streitigen Darstellung zur Irreführung; Umstände für das Vorliegen eines Täuschungswillens; Klausel über die Entgeltlichkeit eines Grundeintrags und der Laufzeit von zwei Jahren als überraschende Klausel

  • online-und-recht.de
  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Anfechtung wegen arglistiger Täuschung: Vorhandensein von Täuschungswillen; Irrelevanz des Mitverschuldens des Getäuschten; keine schadensersatzrechtliche Vertragsaufhebung wegen fahrlässiger Täuschung aus culpa in contrahendo (§§ 280 I, 241 II, 311 II, 249 BGB) bei überwiegendem Mitverschulden des Getäuschten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Arglistige Täuschung über die Entgeltlichkeit eines Vertrages über die Aufnahme in ein Online-Firmenverzeichnis

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • wkdis.de (Kurzinformation)

    Klage wegen arglistiger Täuschung mangels Täuschungswillen abgewiesen

  • heise.de (Pressebericht, 12.07.2005)

    Trotz Irrtum besteht Zahlungspflicht für Einträge im Online-Branchenregister

  • dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)

    Täuschung bei Angebot für Online-Eintrag

  • beck.de (Leitsatz)

    Arglistige Täuschung bei Angebot über Online-Firmenverzeichnis

Besprechungen u.ä.

  • Prof. Dr. Lorenz (Kurzanmerkung und Volltext)

    Anfechtung wegen arglistiger Täuschung: Vorhandensein von Täuschungswillen; Irrelevanz des Mitverschuldens des Getäuschten; keine schadensersatzrechtliche Vertragsaufhebung wegen fahrlässiger Täuschung aus culpa in contrahendo (§§ 280 I, 241 II, 311 II, 249 BGB) bei überwiegendem Mitverschulden des Getäuschten

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 2005, 1082
  • MDR 2005, 1217
  • WM 2005, 1287
  • MMR 2005, 447



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Wird zitiert von ... (39)  

  • BGH, 26.07.2012 - VII ZR 262/11  

    Überraschende Entgeltklausel für Eintrag in ein Internet - Branchenverzeichnis

    Dem steht das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22. Februar 2005 (X ZR 123/03, NJW-RR 2005, 1082 unter 4) nicht entgegen.

    Gegen diese im Rahmen des § 286 ZPO mögliche Wertung hatte die Revision des Kunden nichts vorgebracht (BGH, Urteil vom 22. Februar 2005 - X ZR 123/03, aaO).

  • BGH, 21.09.2011 - IV ZR 38/09  

    HEROS II

    Das ist dann der Fall, wenn diese Täuschung einen Irrtum des Erklärenden hervorgerufen und dadurch dessen Entschluss zur Willenserklärung beeinflusst hat (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2005 - X ZR 123/03, MMR 2005, 447 unter 1 a).
  • LG Bonn, 14.11.2007 - 5 S 126/07  

    Arglistige Täuschung; Indizien; irreführende Werbeaktion; Omnibuswerbung

    Dann ist der - bereits bei bedingtem Vorsatz gegebene - Täuschungswille vorhanden, der die Arglist im Sinne des § 123 Abs. 1 1. Alt BGB kennzeichnet (BGH, Urteil vom 22. Februar 2005, NJW-RR 2005, 1082-1085).

    Die Annahme einer arglistigen Täuschung scheitert daher nicht daran, dass für den Getäuschten bei größerer Aufmerksamkeit der Irrtum vermeidbar gewesen und die Erklärung dann nicht abgegeben worden wäre (st.Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2005, NJW-RR 2005, 1082-1085, BGH, Urteil vom 28.09.1988, VIII ZR 160/87, zitiert nach Juris, jeweils m.w.N.).

    Auf das Wissen und Wollen des Anfechtungsgegners muss vielmehr in aller Regel aus den objektiv feststellbaren Umständen des jeweiligen Falls geschlossen werden (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2005, NJW-RR 2005, 1082-1085; BGH, vom 15.01.1985, WM 1985, 673).

    Enthalten Werbung und/ oder Vertrag objektiv unrichtige Angaben von nicht untergeordneter Bedeutung wird man in vielen Fällen bereits daraus auf den erforderlichen subjektiven Tatbestand schließen können (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2005, NJW-RR 2005, 1082-1085; BGH, Urteil vom 03.02.1998, GRUR 1998, 650 [651]).

    Bei einer inhaltlich wahren, aber irreführenden Darstellung kommt es daher für die Annahme einer Arglist des Vertragspartners vor allem darauf an, wie stark die maßgeblichen Punkte verzerrt oder entstellt wiedergegeben sind und wie plausibel die von dem mutmaßlich Täuschenden angebotenen Erklärungsversuche für eine bloß ungeschickte (da irreführende) Gestaltung sind (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2005, NJW-RR 2005, 1082-1085; BGH, Urteil vom 03.02.1998, GRUR 1998, 650 [651]).

  • OLG Celle, 18.06.2009 - 13 U 9/09  

    Anfechtbarkeit einer Auftragserteilung für einen Branchenbucheintrag wegen

    Auf den erforderlichen subjektiven Tatbestand wird in aller Regel in folgenden Fällen geschlossen werden können (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2005 - X ZR 123/03, zitiert nach juris, Tz. 15 ff.):.

    Das Anfechtungsrecht nach § 123 Abs. 1 BGB ist nicht ausgeschlossen, wenn der dem Irrtum Unterlegene die wahre Sachlage aus Fahrlässigkeit nicht kannte (vgl. BGH, Urteil vom 22. Februar 2005 - X ZR 123/03, zitiert nach juris, Tz. 13).

  • AG Bonn, 27.03.2009 - 7 C 211/08  

    Eintragungsofferte, Täuschung

    Auch bei unterstelltem Täuschungswillen dahingehend "extra Kunden" zu gewinnen, indem der Angebotscharakter verschleiert wird, kommt grundsätzlich zunächst ein Vertrag zustande (vgl. BGH NJW-RR 2005, 1082).

    Es kann mithin auch derjenige anfechten, der dem Täuschenden die Irreführung leicht gemacht hat ( BGH , NJW-RR 2005, 1082 [1083]).

    Die Grundsätze gelten indes gleichermaßen für das Zivilrecht (vgl. nur BGH , NJW-RR 2005, 1082 [1084]): So kommt es nach der Rechtsprechung des BGH bei einer lediglich irreführenden Darstellung im Angebotsschreiben vor allem darauf an, wie stark maßgebliche Vertragsparameter verzerrt oder entstellt aufbereitet worden sind.

  • AG Mannheim, 25.06.2010 - 10 C 69/10  

    Anfechtung: Arglistige Täuschung durch planmäßiges Ansteuern eines

    Es kann mithin auch derjenige anfechten, der dem Täuschenden die Irreführung leicht gemacht hat ( BGH , NJW-RR 2005, 1082 [1083]).

    Die Grundsätze gelten indes gleichermaßen für das Zivilrecht (vgl. nur BGH , NJW-RR 2005, 1082 [1084]): So kommt es nach der Rechtsprechung des BGH bei einer lediglich irreführenden Darstellung vor allem darauf an, wie stark maßgebliche Vertragsparameter verzerrt oder entstellt aufbereitet worden sind.

    Diese zum subjektiven Bereich menschlichen Handelns gehörenden Umstände sind regelmäßig dem unmittelbaren Beweis nicht zugänglich, auf sie muss vielmehr in aller Regel aus den jeweiligen objektiv feststellbaren Umständen, hier also Inhalt und Aufmachung des Schreibens geschlossen werden (vgl. hierzu BGH NJW-RR 2005, 1082).

  • AG Düsseldorf, 07.01.2014 - 20 C 11278/13  

    Vertrag über Eintragung eines Unternehmens in Internetbranchenverzeichnis bei

    Das Anfechtungsrecht nach § 123 Abs. 1 BGB ist nicht ausgeschlossen ist, wenn der dem Irrtum Unterlegene die wahre Sachlage aus Fahrlässigkeit nicht kannte (BGH, NJW-RR 2005, 1082).

    Die jeweilige Täuschung muss mithin planmäßig eingesetzt worden und nicht bloß Folge, sondern Zweck des Handelns sein (BGH, NJW 2001, 2187, NJW-RR 2005, 1082).

    Diese zum subjektiven Bereich menschlichen Handelns gehörenden Umstände sind regelmäßig dem unmittelbaren Beweis nicht zugänglich, auf sie muss vielmehr in aller Regel aus den jeweiligen objektiv feststellbaren Umständen, hier also Inhalt und Aufmachung des Schreibens geschlossen werden (vgl. hierzu BGH NJW-RR 2005, 1082).

  • OLG Karlsruhe, 06.12.2005 - 17 U 169/05  

    Zivilrechtlicher Vergleichsvertrag: Anfechtung wegen arglistiger Täuschung

    a) Zwar erkennt die Rechtsprechung nach den Grundsätzen des Verschuldens bei Vertragsschluss eine Haftungsverantwortlichkeit bereits dann an, wenn eine Partei auch nur fahrlässig einen zum Vertragsschluss führenden Irrtum der anderen Partei veranlasst hat (BGH, Urt. vom 25.2.2005 - X ZR 123/03, WM 2005, 1287 unter 2 der Gründe m.N. auf die Rspr.), mit der Folge, dass die sorgfaltswidrig handelnde Partei im Wege des Schadensersatzes (Ersatz des negativen Interesses) dazu verpflichtet ist, die Gegenseite aus dem vertraglichen Obligo zu entlassen, und damit auf Vertragerfüllung nicht bestehen kann.
  • LG Köln, 26.09.2007 - 9 S 139/07  
    Es muss mithin auch derjenige anfechten können, der dem Täuschenden die Irreführung leicht gemacht hat (BGH NJW-RR 2005, 1082, 1083).

    Die Grundsätze gelten indes gleichermaßen für das Zivilrecht (vgl. nur BGH NJW-RR 2005, 1082, 1084): so kommt es nach der Rechtsprechung des BGH bei einer lediglich irreführenden Darstellung im Angebotsschreiben vor allem darauf an, wie stark maßgebliche Vertragsparameter verzerrt oder entstellt aufbereitet worden sind.

  • OLG Bamberg, 07.11.2005 - 4 U 59/05  

    Anfechtung eines Angebots wegen Verschleierung des Ortes der Leistungserbringung

    Die Annahme von Kausalität setzt voraus, dass sich die Beklagte bei Abgabe ihrer Willenserklärung (Annahme des Angebots der Klägerin) über einen Umstand geirrt hat, weil die Klägerin eine Täuschungshandlung begangen hat, sowie dass der Irrtum den Entschluss zur Abgabe der Willenserklärung veranlasst hat, wobei es ausreicht, wenn die Täuschungshandlung eine von mehreren Ursachen ist und die Entschließung lediglich beeinflusst hat (BGH NJW-RR 2005, 1082 unter Verweis auf BGHZ 83, 283, 291 - Hartmetallkopfbohrer; RGZ 77, 309, 314).

    Sofern sie nur geeignet ist, den entstandenen Irrtum hervorzurufen und hierdurch den Entschluss zur Abgabe der Willenserklärung zu beeinflussen, kommt als Täuschungshandlung jede Handlung in Betracht, wenn der Handelnde sich der Eignung bewusst ist (BGH, Urt. v. 28.11.1984 - IV ZR 81/83, VersR 1985, 156) oder jedenfalls mit der Möglichkeit rechnet, der Gegner werde bei Kenntnis die Willenserklärung nicht oder nicht mit dem gewünschten Inhalt abgeben (BGHZ 83, 283, 291 - Hartmetallkopfbohrer, m.w.N.), und er gleichwohl die Handlung mit dem Willen vornimmt, den Irrtum hervorzurufen und den Gegner zur Abgabe der Willenserklärung zu veranlassen (vgl. BGH NJW-RR 2005, 1082; Urteil vom 22.02.2005 - X ZR 123/03 -).

  • BGH, 09.11.2011 - IV ZR 40/09  

    Geld- und Werttransportversicherung: Beginn der Jahresfrist für eine Anfechtung

  • LG Köln, 04.07.2007 - 9 S 88/07  
  • LG Köln, 04.07.2007 - 9 S 44/07  
  • LG München I, 13.05.2009 - 21 O 4559/08  

    Lizenzvertrag: Anfechtung wegen Täuschung über die Eigenschaft des Anmelders

  • BGH, 07.12.2011 - IV ZR 33/09  

    Kriterien zur Beurteilung eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Täuschung und

  • BGH, 07.12.2011 - IV ZR 179/10  

    Klage des Versicherten einer Geld- und Valorentransportversicherung:

  • BGH, 08.12.2011 - IV ZR 5/10  

    Geld- und Valorentransportversicherung: Anfechtung des Versicherungsvertrags

  • LAG Niedersachsen, 20.05.2015 - 2 Sa 944/14  

    Anfechtung eines dreiseitigen Vertrages durch den Arbeitnehmer wegen arglistiger

  • OLG Karlsruhe, 05.12.2006 - 17 U 364/05  

    Vergleichsweise Fortführung eines Darlehen zum finanzierten Beitritt zu einem

  • AG Bonn, 25.09.2009 - 13 C 484/08  

    Branchenverzeichnis, Internet, Bestellformular

  • BGH, 18.01.2012 - IV ZR 15/11  

    Begründetheit einer Anhörungsrüge bei fehlenden Ausführungen des Klägers bzgl.

  • LG Wiesbaden, 10.12.2008 - 10 S 27/08  

    Arglistige Täuschung bei Eintragungsofferten in Gewerbeverzeichnisse

  • LAG Hamm, 18.02.2014 - 14 Sa 806/13  

    Klageänderung durch Klagehäufung in Berufung

  • LG Bonn, 02.09.2009 - 5 S 73/09  

    Erhebung eines Entgeltes für die Eintragung in ein Markenverzeichnis; Anfechtung

  • OLG Karlsruhe, 06.12.2005 - 17 U 164/05  
  • AG Berlin-Schöneberg, 12.09.2008 - 17b C 74/08  
  • OLG Karlsruhe, 25.04.2006 - 17 U 213/05  

    Erforderlichkeit von Pflichtangaben im Rahmen einer außergerichtlichen

  • LG Offenburg, 15.05.2012 - 1 S 151/11  

    Eintrag in Internet-Branchenverzeichnis anfechtbar

  • AG München, 27.04.2011 - 213 C 4124/11  

    Vorsicht Rechnung...

  • OLG Bamberg, 11.08.2015 - 5 U 135/14  

    Endurteil, Grundstück, Vorbau, Zubehör, vorübergehenden Zweck, Bestandteil, Anpflanzung, Burger, Grundstückseigentümer, Egzpo, Tatbestand, Wohnwagen, obliegenden Pflichten, Übereignung, Mobilheim, Übergabe, Schadensersatz, Bauart, Ferienhaus, Stellplatz

  • AG Oldenburg, 01.04.2016 - 3 C 3157/15  

    Keine arglistige Täuschung ohne (zumindest bedingten) Vorsatz

  • OLG Köln, 11.11.2015 - 16 U 23/15  

    Rechte des Käufers eines gebrauchten Pkw bei Veränderung der Motorsteuerung durch

  • OLG Karlsruhe, 06.12.2005 - 17 U 144/05  
  • OLG Karlsruhe, 06.12.2005 - 17 U 149/05  
  • OLG Brandenburg, 28.11.2006 - 3 U 89/06  

    Pachtvertrag: Anspruch auf Pachtzins bzw. Nutzungsentschädigung wegen

  • AG Bergisch Gladbach, 28.07.2011 - 60 C 182/11  

    Ärger mit der Gewerbeauskunft-Zentrale // Rechtliche Probleme mit

  • AG Bonn, 06.04.2011 - 101 C 453/10  

    Eine arglistige Täuschung liegt bei Lenken des Focus des Lesers eines

  • LG Fulda, 20.02.2009 - 1 S 177/08  

    Anfechtung wegen Täuschung bei Adressbuchbetrug / Anzeigenbetrug auch bei eigener

  • AG Bremen, 27.01.2012 - 4 C 415/11  

    Veröffentlichungsofferte Gewerberegister - arglistige Täuschung

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